Früher oder später muss jede Heizung saniert werden. Ob dabei sofort ein Heizungstausch notwendig ist, kann der Fachbetrieb ermitteln. Wir zeigen Ihnen alle Vorteile der Heizungssanierung und welches Heizsystem sich für den Wechsel eignet.

Eine Heizungssanierung hilft grundsätzlich dabei, dass die Klimaschutzziele erreicht werden können. Denn jede sanierte oder neue Heizung ist besser als das Heizsystem davor. Brennstoffe oder andere Primärenergie werden effizienter für die Warmwasseraufbereitung oder für das Heizwasser genutzt.

Für Sie als Hausbesitzer ergeben sich diese individuellen Vorteile:

  • Sie senken Ihre Heizkosten.
  • Sie profitieren von einem höheren Heizkomfort.
  • Ihr Heizsystem ist zuverlässiger und weniger anfällig für Defekte.
  • Sie steigern den Wert Ihrer Immobilie.
  • Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, so können Sie mit einer Wärmepumpe klimaneutral heizen.
  • Mit einer Wärmepumpe werden Sie unabhängig von Gas und Öl und steigenden Preisen.
  • Der Zeitpunkt für eine Heizungssanierung ist gerade besonders günstig. Denn dank staatlicher Förderung können Sie z. B. beim Umstieg auf eine Wärmepumpe bis zu 40 Prozent Förderung erhalten.
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Wenn Sie ein bestehendes Heizsystem sanieren wollen, müssen Sie verschiedene Aspekte berücksichtigen.

Zum einen spielt die Art des Gebäudes und seine Dämmung sowie seine Nutzung eine wichtige Rolle. Ist das Gebäude z. B. noch nicht gedämmt, sollten Sie überlegen, ob sich nicht sogar eine energetische Sanierung lohnt. Denn alternative Heizsysteme wie Wärmepumpen oder Solarthermie sind in einem schlecht sanierten Gebäude weniger effizient.

Nachdem Sie Ihren Bedarf an Heizwärme und Warmwasser ermittelt haben, können Sie schließlich das geeignete Heizsystem auswählen. Hierbei muss berücksichtigt werden, für wie viele Wohneinheiten Wärme bereitgestellt wird.

Darüber hinaus ist es z. B. wichtig zu prüfen, ob ausreichend Platz für die Wärmeerzeuger verfügbar ist. Reicht die Dachfläche z. B. für Solarmodule aus? Oder gibt es einen passenden Lagerraum für Holzpellets bzw. einen geeigneten Aufstellort für eine Wärmepumpe?

Bei all diesen Fragen hilft Ihnen ein Fachbetrieb weiter. Die Experten übernehmen die Planung und unterstützen Sie bei der Suche nach dem perfekten Heizsystem. Ein Heizungsbauer kann Ihnen außerdem dabei helfen, eine bestehende Heizung zu sanieren.

Hierfür prüft das Unternehmen, ob der bisherige Heizkessel für zeitgemäßes Heizen geeignet ist oder ob z. B. eine Kombination mit Solarthermie bzw. Wärmepumpen möglich ist.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nimmt Wärmeenergie aus der Luft, dem Boden oder Wasser auf, um sie an die Heizungsanlage abzugeben. Wärmepumpen haben den großen Vorteil, dass sie das ganze Jahr über unabhängig von der Sonneneinstrahlung betrieben werden können.

Damit Wärmepumpen ihre Effizienz ausspielen, sind Heizungsanlagen mit niedrigen Vorlauftemperaturen sinnvoll. Es hält sich der Mythos, dass Wärmepumpen nur in Neubauten oder in Bestandsbauten mit Fußbodenheizung effizient heizen. Das ist nicht so, auch ohne Fußbodenheizung ist ein wirtschaftlicher Betrieb im Altbau möglich. Es reichen größer dimensionierte Heizkörper, die über eine größere Fläche die Wärme an den Raum weitergeben. Da die Wärmepumpe eine geringere Vorlauftemperatur hat, ist die größere Fläche der Heizkörper notwendig.

Mit der Wärmepumpe werden Sie unabhängig von Öl und Gas und deren unberechenbaren Preissprüngen. Stattdessen benötigt die Wärmepumpe Strom und die Strompreise sollen perspektivisch sinken.

Wenn Sie Ihre Heizungssanierung mit einer Wärmepumpe realisieren wollen, kombinieren Sie die Sanierung am besten mit dem Einbau einer PV-Anlage, welche die Wärmepumpe mit umweltfreundlichem Strom versorgt.

Eine Wärmepumpe macht Sie unabhängiger vom Energiemarkt. Allerdings fällt der Installationsaufwand insbesondere bei der Nutzung von Erdwärme höher aus.

Solarthermie

Mit Solarthermie nutzen Sie ausschließlich die Sonnenkraft, um zu heizen oder Warmwasser zu erzeugen. Solaranlagen sind sehr zuverlässig, wartungsarm und robust. Zudem erzeugen sie keine CO2-Emissionen.

Um jedoch nach der Heizungssanierung nur mit Solarthermie zu heizen, benötigen Sie ein sehr gut gedämmtes Gebäude. In der Regel brauchen Sie in kalten Wintermonaten eine Zusatzheizung. Hier wäre eine Gas-Hybridheizung eine Option.

Der Gasbrennwertkessel würde erst dann anspringen, wenn die Wärmeenergie der Solaranlage nicht zum Heizen ausreicht.

Allerdings sind Sie damit weiterhin abhängig von Gas und es ist durchaus mehr als eine Überlegung wert, ob nicht ein kompletter Umstieg auf Wärmepumpe möglich ist.

Wann bietet sich eine Heizungssanierung mit Gasbrennwerttechnik an?

Nutzen Sie noch eine alte Gasheizung und ist kein Umstieg auf Wärmepumpe möglich, ist der Umstieg auf Gasbrennwerttechnik eine sehr sinnvolle Variante der Heizungssanierung. Noch besser ist dann die Kombination mit Solarthermie, um die Abhängigkeit von Gas zu senken.

Grundsätzlich ist eine Gasbrennwertheizung besser als eine alte Gasheizung, weil sie den Brennstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent senken kann.

Wann bietet sich eine Heizungssanierung mit Ölbrennwerttechnik an?

Wenn Sie bisher mit Öl geheizt haben und ein Umstieg auf Wärmepumpe möglich ist, es zudem keinen Gasanschluss in Ihrem Wohngebiet gibt und Sie nicht auf Flüssiggas umsteigen wollen, ist eine Ölbrennwertheizung immer noch eine sinnvolle Möglichkeit, um auf effizientere Heiztechnik umzusteigen.

Empfehlenswert ist es, bei einer solchen Heizungssanierung die Ölheizung mit einem alternativen Wärmeerzeuger wie Solarthermie zu kombinieren. So sparen Sie noch mehr Brennstoff und reduzieren die Emissionen auf ein Minimum.

Für Ihre Heizungssanierung können Sie Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen.

In der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist diese geregelt. Für Gasheizungen gibt es keine Förderung mehr, auch die Kombination mit Solarthermie wird nicht mehr gefördert. In diesem Fall ist ausschließlich für Solarthermie ein Zuschuss von 25 Prozent möglich.

Die attraktivste Förderung erhalten Sie für eine Wärmepumpe, hier sind bis zu 40 Prozent möglich.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Heizungssanierung?

Eine Heizungssanierung bietet sich in der Regel an, wenn Ihre Heizungsanlage 15 Jahre oder älter ist. Denn selbst wenn die Heizung regelmäßig gewartet wurde, wird sie nicht mehr so effizient wie zu Beginn arbeiten und mehr Brennstoff verbrauchen.

Wichtig ist, dass die Sanierung des Heizsystems genau geplant wird. Empfehlenswert sind die Sommermonate für den Umbau. Denn dann wird die Heizung nicht benötigt.

Die Kosten für eine Heizungssanierung lassen sich nicht pauschal beziffern. Können Sie z.B. Ihre Brennwertheizung noch weiternutzen und wollen diese mit Solarthermie aufrüsten, werden die Kosten geringer ausfallen als bei einem Heizungstausch.

Hier erfahren Sie mehr zu den Kosten verschiedener Heizsysteme:

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Für eine Heizungssanierung gibt es viele gute Gründe. Sie senken damit maßgeblich Ihre CO2-Emissionen und tragen zum nachhaltigen Umgang mit der Natur bei.

Beim Wechsel zu umweltfreundlicher Heiztechnik profitieren Sie darüber hinaus von hoher staatlicher Förderung und deutlich niedrigeren Heizkosten.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.