Pelletheizung: Kosten, Förderung, Vor- und Nachteile
Ein Artikel von Sebastian Calließ | Zuletzt aktualisiert am: 27.09.2026
Wie funktioniert eine Pelletheizung?
Eine Pelletheizung verbrennt kleine Presslinge aus Holzresten und erzeugt damit Wärme für Heizung und Warmwasser. Eine Förderschnecke oder ein Sauggebläse transportiert die Pellets automatisch vom Lager in den Kessel. Sie heizt damit so bequem wie eine Öl- oder Gasheizung, nur mit Holz statt mit fossilem Brennstoff.
Der Pelletkessel arbeitet als Zentralheizung und versorgt alle Räume über die vorhandenen Heizkörper oder eine Fußbodenheizung. Vier Komponenten gehören immer dazu: der Kessel, ein Lagerraum oder Sacksilo für die Pellets, die Fördertechnik und ein Wärmespeicher. Der Pufferspeicher hält überschüssige Wärme vor und sorgt dafür, dass der Kessel seltener anspringt. Das senkt den Verschleiß und die Emissionen.
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Was sind Holzpellets?
Holzpellets bestehen aus getrockneten Sägespänen und Resthölzern, die unter hohem Druck gepresst werden, ganz ohne chemische Bindemittel. Für Pelletheizungen ist die Qualitätsklasse ENplus A1 Standard. Ein Kilogramm Pellets liefert rund 4,8 Kilowattstunden Wärme, etwa halb so viel wie ein Liter Heizöl.
Pelletheizung oder Pelletofen: Was ist der Unterschied?
Die Pelletheizung ist eine Zentralheizung und steht im Keller oder Technikraum. Ein Pelletofen steht dagegen im Wohnzimmer und heizt hauptsächlich diesen einen Raum. Wasserführende Modelle können die Zentralheizung unterstützen, ersetzen sie aber nur selten komplett.
Wer nur einzelne Räume zusätzlich beheizen will, fährt mit einem wasserführenden Pelletofen günstiger. Er kostet einen Bruchteil der großen Anlage, benötigt aber tägliche Handarbeit: Pellets nachfüllen, Asche entleeren. Die Pelletheizung übernimmt beides automatisch.
Was kostet eine Pelletheizung?
Eine Pelletheizung kostet im Einfamilienhaus 25.000 bis 40.000 €, inklusive Einbau, Pelletlager und Pufferspeicher. Dazu kommen laufende Kosten von rund 2.500 bis 3.000 € pro Jahr für Brennstoff, Wartung und Schornsteinfeger. Die KfW-Förderung senkt die Anschaffungskosten deutlich.
Anschaffungskosten im Überblick
| Kostenpunkt | Preis |
|---|---|
| Pelletkessel | 10.000 bis 14.000 € |
| Pelletlager und Fördertechnik | 3.000 bis 8.000 € |
| Pufferspeicher | 1.500 bis 3.500 € |
| Einbau, Anschluss, Schornsteinsanierung | 8.000 bis 15.000 € |
| Gesamt | 25.000 bis 40.000 € |
Bei den laufenden Kosten macht der Brennstoff den größten Posten aus. Ein Einfamilienhaus mit 30.000 Kilowattstunden Wärmebedarf verbraucht ungefähr sechs Tonnen Pellets im Jahr. Bei einem Preis von rund 377 € pro Tonne sind das etwa 2.260 € jährlich.
Für Wartung und Reinigung fallen 100 bis 200 € pro Jahr an, alle zwei Jahre kommt die Abgasmessung durch den Schornsteinfeger mit rund 300 € dazu.
Wie stark die Kosten der Pelletheizung im Einzelfall schwanken, hängt vor allem am Lager: Ein Sacksilo ist deutlich günstiger als ein ausgebauter Lagerraum. Bei den reinen Brennstoffkosten liegen Pellets seit Jahren unter Heizöl und Erdgas, wie der Heizkostenvergleich zwischen Öl, Gas, Strom und Holz zeigt.
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Welche Förderung gibt es 2026 für eine Pelletheizung?
Die KfW fördert Pelletheizungen mit 30 bis 80 % der förderfähigen Kosten von maximal 28.000 €. Den Antrag stellen Sie selbst über das KfW-Zuschussportal, bevor der Einbau beginnt.
| Baustein | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Austausch einer alten Heizung im Eigenheim |
| Klima-Geschwindigkeitsbonus | 16 % | funktionierende Öl-, Kohle- oder alte Gasheizung wird ersetzt; bei Pelletheizungen nur in Kombination mit Solarthermie, Photovoltaik zur Warmwasserbereitung oder Wärmepumpe |
| Einkommensbonus | 40 %, 30 % oder 10 % | zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 € (40 %), bis 40.000 € (30 %) oder bis 50.000 € (10 %); mit mindestens einem minderjährigen Kind gilt jeweils eine um 10.000 € höhere Grenze |
Erfüllen Sie mehrere Bedingungen, stapeln sich die Boni. Rechnerisch ergäben sich höhere Werte, die Gesamtförderung ist aber bei 70 % gedeckelt. Selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € (oder bis 40.000 € mit einem im Haushalt lebenden Kind) erreichen bis zu 80 %.
Wichtig für Pellet-Interessenten: Den Klima-Geschwindigkeitsbonus gibt es nur, wenn die Anlage mit Solarthermie, Photovoltaik zur Warmwasserbereitung oder einer Wärmepumpe kombiniert wird. Bei einer reinen Pelletheizung entfällt er.
Für Wärmepumpen gilt diese Einschränkung nicht: Die Förderung für Wärmepumpen enthält den Klima-Geschwindigkeitsbonus ohne Kombinationsauflage.
Wird die Pelletheizung verboten?
Nein, ein Verbot gibt es nicht. Pelletheizungen dürfen weiterhin eingebaut werden: Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat zum 29. Juli 2026 das Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst und die bisherige 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien ersatzlos gestrichen.
Das Gesetz ist seit dem 29. Juli 2026 in Kraft (verkündet am 23. Juli 2026, BGBl. 2026 I Nr. 226). Für Pelletheizungen ändert sich dadurch nichts zum Schlechten: Sie erfüllten schon die alte 65-Prozent-Regel und bleiben unter dem neuen Recht zulässig. Bestehende Anlagen genießen Bestandsschutz und dürfen weiterlaufen und repariert werden.
https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/226/VO.html zuletzt abgerufen am 05.08.2026
Welche Vor- und Nachteile hat eine Pelletheizung?
Pelletheizungen nutzen einen nachwachsenden Brennstoff zu vergleichsweise stabilen Preisen. Dem stehen hohe Anschaffungskosten, ein großer Platzbedarf und Feinstaub-Emissionen gegenüber. Ob die Vorteile überwiegen, hängt vom Platz im Haus und von der Heizung ab, die ersetzt wird.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| nachwachsender Brennstoff aus regionaler Produktion | hohe Anschaffungskosten |
| Pelletpreis stabiler als Öl- und Gaspreis | eigener Lagerraum nötig (mehrere Quadratmeter) |
| hohe staatliche Förderung | Feinstaub-Emissionen trotz Filter |
| voller Heizkomfort auch im unsanierten Altbau | mehr Wartungsaufwand: Asche entleeren, Reinigung |
| unabhängig von Gasnetz und Ölimporten | CO₂-Bilanz umstritten, Holz wächst langsamer nach als es verbrennt |
Der wichtigste Umwelt-Kritikpunkt ist der Feinstaub bei Pelletheizungen: Auch moderne Kessel stoßen bei der Verbrennung Partikel aus, deutlich mehr als eine Gasheizung und unvergleichbar mehr als eine Wärmepumpe, die gar nichts verbrennt. Auch die übrigen Nachteile der Pelletheizung, vom Platzbedarf bis zum Wartungsaufwand, sollten Sie vor dem Kauf gegen die Vorteile abwägen.
Für wen lohnt sich eine Pelletheizung?
Eine Pelletheizung lohnt sich vor allem in Häusern mit hohem Wärmebedarf, etwa in unsanierten Altbauten mit alter Ölheizung. Voraussetzung ist ein trockener Lagerraum von mehreren Quadratmetern. In teil-/modernisierten Altbauten oder neueren Gebäuden rechnet sich eine Wärmepumpe oft schneller.
Am besten passt die Pelletheizung, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Das Haus benötigt viel Wärme mit hohen Vorlauftemperaturen, ein Lagerraum ist vorhanden oder wird durch den Ausbau des alten Öltanks frei und die Entwicklung der Heizölpreise soll keine Rolle mehr spielen. Genau in diesem Fall, dem Öl-Austausch im Altbau, spielt sie ihre Stärken aus: Der Heizkomfort bleibt gleich, der Brennstoff wird planbarer.
Wer dagegen ein zumindest teilweise saniertes Haus besitzt oder keinen Platz für ein Lager hat, zahlt bei der Pelletheizung für Technik, die er nicht ausreizt.
Pelletheizung oder Wärmepumpe: Was ist besser?
Für die meisten Einfamilienhäuser ist die Wärmepumpe die bessere Wahl: Sie heizt ohne Verbrennung, benötigt keinen Lagerraum und erhält dieselbe staatliche Förderung, beim Heizungstausch sogar ohne Kombinationsauflagen. Die Pelletheizung bleibt eine Option für Gebäude mit sehr hohem Wärmebedarf.
Der direkte Vergleich Pelletheizung oder Wärmepumpe zeigt die Unterschiede: Die Wärmepumpe kommt ohne Brennstoff, Lager und Schornstein aus, verursacht keine Abgase am Haus und benötigt kaum Wartung. 2025 entschieden sich 95 % der Wärmepumpenkäufer für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Die Sorge, dass sie nur mit Fußbodenheizung funktioniert, ist überholt: Bei den von thermondo installierten Wärmepumpen laufen 90 % mit normalen Heizkörpern.
Auch preislich hat sie aufgeholt: Wärmepumpen von thermondo gibt es zum Festpreis inklusive Einbau und nach Förderung ab 8.700 €. Wer ohnehin eine Solaranlage plant, kann Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren und den Heizstrom teilweise selbst erzeugen. Zudem lässt sie sich mit einem Energiemanager wie thermondo smart schlau steuern und so noch mehr Kosten sparen.
Bei regelmäßiger Wartung hält eine Pelletheizung 15 bis 25 Jahre. Entscheidend sind die jährliche Wartung und ein Pufferspeicher, der häufiges Takten des Kessels verhindert.
Als Faustregel gilt: Ein Einfamilienhaus verbraucht vier bis sechs Tonnen Pellets pro Jahr, je nach Dämmzustand und Wohnfläche. Dafür braucht das Lager etwa fünf bis sieben Quadratmeter Platz.
Ja, beides ist möglich und üblich. Solarthermie übernimmt im Sommer die Warmwasserbereitung, sodass der Kessel monatelang ausbleibt. Die Kombination hat einen zweiten Vorteil: Erst mit ihr wird der Klima-Geschwindigkeitsbonus der KfW für Pelletheizungen freigeschaltet. Photovoltaik lässt sich jedoch mit mehr Vorteilen zusammen mit der Wärmepumpe nutzen.
In der Regel nicht. Eine Pelletheizung ist als Zentralheizung ausgelegt und für den Zusatzbetrieb zu groß und zu teuer. Wer nur ergänzend mit Holz heizen möchte, ist mit einem wasserführenden Pelletofen besser beraten, der die bestehende Heizung unterstützt.
Einmal pro Jahr steht die Wartung durch einen Fachbetrieb an. Den Aschebehälter leeren Sie je nach Verbrauch alle paar Wochen, viele Kessel reinigen ihre Wärmetauscher automatisch. Dazu kommt die regelmäßige Messung durch den Schornsteinfeger.
Fazit: Sinnvollere Alternative zu Pellets: Wärmepumpe
Die Pelletheizung ist eine ausgereifte Technik für einen klaren Anwendungsfall: den Öl-Austausch im unsanierten Altbau mit Platz für ein Pelletlager. Dort liefert sie vollen Heizkomfort mit einem nachwachsenden Brennstoff. Für die Mehrheit der Einfamilienhäuser sprechen die niedrigeren Gesamtkosten, der geringe Wartungsaufwand und die Emissionsfreiheit vor Ort für die Wärmepumpe.
Wenn auch Sie über einen Heizungswechsel nachdenken, nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und lassen Sie sich beraten.
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Unsere Lieblingsbewertungen
23.10.2026
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Thermondo hat die aufwendige Installation innerhalb von 4 Tagen abgeschlossen. Alles funktionierte, jetzt schon 2 Jahre lang. Ich kann Thermondo sehr empfehlen.
Harald Guse
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Ralph Kirchheim
22.10.2026
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Gut geplante Installation bei allen 3 Schritten: Fundamentarbeiten, Elektronische Arbeiten und Demontage und Installation der Heizung bzw. der Wärmepumpe. Monteure alle kompetent, zuverlässig und freundlich. Der Kundenberater ist ebenfalls als kompetent und freundlich zu bewerten. Spannend wird nun wie die Betreuung in der Zukunft aussieht falls ein Problem aufgetreten ist. Lassen wir uns überraschen.
HANS-JOACHIM PFEUFFER
21.10.2026
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Thermondo hat sich um alles gekümmert. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und kompetent. Die Installation erfolgte problemlos.
Dieter Schütte
21.10.2026
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Der von Thermondo organisierte Demontagebetrieb für die Entfernung unserer Öltanks war 1A. Die Entfernung erfolgte rückstandslos. Die beteiligten Montageteams von Thermondo (Elektro, Fundament/Hauswand und Installation) erledigten ihre Gewerke gemäß ihren Vorgaben professionell. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen. Wenn ein anberaumtes Gewerk an einem bestimmten Tag nicht termingerecht begonnen wird, darf man sich nicht nervös machen lassen, das hat dann meist seinen Grund ( so bei uns). Es wird übrigens bei Ankündigung der Termine darauf hingewiesen, das es zu Verschiebungen kommen kann. Der betreffende Handwerker kam am nächsten Tag und wurde auch zum vorgesehenen Zeitpunkt fertig. Der Abschluss der Arbeiten erfolgte jedenfalls termingerecht.
Angeloberto Eremito
20.10.2026
Installation der Wärmepumpe
Die Installation wurde schnell und ordentlich durchgeführt. Die Mitarbeiter waren kompetent und freundlich.
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20.10.2026
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Termintreue, Ausführungsqualität und Freundlichkeit des Personals sind sehr überzeugend und vorbildlich. Ein besonderer Dank gilt auch dem Vertrieb für seine kundenorientierte Beratung, seine Geduld und sein Verständnis für unsere Fragen und Belange - speziell ist hier Herr Tiryaki gemeint!
Robert Bitz
19.10.2026
Sehr zu empfehlen was Beratung, Planung und Kommunikation betrifft!
Wir sind derzeit noch in der Planungs- und Datenaufnahmephase mit Thermondo. Bis jetzt ist nur Positives zu berichten. Der Berater ist sehr nett, nimmt sich Zeit, erklärt alles und meldet sich umgehend zurück, sollte er bei einer Kontaktaufnahme mal nicht erreichbar sein. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Aber bis dato ist Thermondo, auch vom Preis-Leistungsverhältnis her gesehen, sehr zu empfehlen.
Andreas
18.10.2026
Begeistert
Bereits das Erstgespräch war sehr angenehm und informativ. Sehr gut fanden wir, daß nach der telefonischen Akquise unmittelbar ein persönliches Treffen mit einem Vertriebsmitarbeiter von Thermondo an der Installationsadresse stattfand und uns durch Herrn Stietzel alle wichtigen Informationen zur Wärmepumpe und PV-Anlage erklärt wurden. Das nachfolgende Angebot, welches wir kurz darauf bestätigt haben, entsprach exakt den besprochenen Inhalten. Besonders wichtig fanden wir für uns, daß die Planung und Installation der Wärmepumpe und PV-Anlage aus einer Hand erfolgen wird und damit die Abstimmung beider Komponenten auf den Bedarf im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten gewährleistet ist. Wir sind bis zum jetzigen Zeitpunkt mit sämtlichen Abläufen sehr zufrieden, fühlen uns sehr gut betreut und freuen uns nun, nach der Feinplanung durch Thermondo, auf die Ausführung der beiden Projekte.
Jochen

Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.
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