Zuletzt aktualisiert am: 28.09.2020

Heizungsförderung im Check: Ihre wichtigsten Fragen beantwortet

Mit Beginn des Jahres wurde die Heizungsförderung im Zuge vom Klimapaket 2020 neu aufgestellt. Wir geben einen ersten Überblick und beantworten aufkommende Fragen.

Zum 1. Januar 2020 wurde die bisherige Regelung der staatlichen Zuschüsse gründlich überarbeitet, um vor allem den Einsatz erneuerbarer Energien voranzubringen. So werden seitdem keine Gas- oder Öl-Brennwertheizungen mehr gefördert.

Nur wenn eine Gasheizung und ein erneuerbarer Wärmeerzeuger kombiniert wird, wird Heizungsförderung gewährt. Beliebt sind hier vor allem Solarthermie-Anlagen oder Wärmepumpen.

Zudem wurde die Förderung für die neue Heizung enorm vereinfacht. Unter dem Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind nun die wichtigsten Fördermaßnahmen versammelt.

BAFA Förderung in Bestandsbauten im Überblick

Neue Heizung zuvor Gasheizung zuvor Ölheizung
Gasbrennwertheizung “renewable ready” 20 % 20 %
Gas-Hybridheizung 30 % 40 %
Erneuerbare Energien Hybridheizung (EE-Hybrid) 35 % 45 %
Solarkollektoranlage 30 % 30 %
Biomasse- o. Wärmepumpenanlage 35 % 45 %

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Was bedeutet die Öl-Austauschprämie für meine Heizungsförderung?

Bei einer Heizungsmodernisierung zahlt Ihnen das BAFA bis zu 45 Prozent der Anschaffungskosten (inkl. Installation). Dabei kommt es darauf an, für welches Heizsystem Sie sich entscheiden. Besonders lukrativ ist der Wechsel für Hausbesitzer, die noch mit einer alten Ölheizung heizen. Hier greift eine Öl-Austauschprämie, die die staatlichen Zuschüsse zur Heizung (mit erneuerbaren Energien) noch einmal um zehn Prozentpunkte erhöht.

Im Neubau gelten andere Richtlinien. Vor allem ist hier ein bestimmter Anteil von erneuerbaren Energien am Heizsystem vorgeschrieben. Daher entfallen Gas- und Ölheizungen als ausschließliche Option.

Gefördert werden ausschließlich regenerative Energien als neue Heizung. So erhalten Sie auf Solarkollektoranlagen 30 Prozent und auf EE-Hybridheizungen (Kombination aus Biomasse- oder Wärmepumpenanlagen) 35 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet.

Was heißt "renewable ready" und lohnt sich das?

"Renewable ready" bedeutet, dass bei der Installation Ihrer neuen Gasbrennwertheizung bereits die Erweiterung um eine erneuerbare Wärmequelle, wie Solarthermie, eingeplant und vorbereitet werden muss. Die Installation der erneuerbaren Wärmequelle muss dann zwei Jahre später installiert sein. Ist dies nicht der Fall, muss die Förderung zurückgezahlt werden.

Diese Option hat im Vergleich zu einer kompletten Sofortinstallation vor allem Nachteile. So fällt Ihr Zuschuss insgesamt 10-20 Prozent geringer aus, während die Gesamtkosten steigen, unter anderem durch zusätzliche Anfahrten etc. Nicht zu unterschätzen ist der Aufwand einer solchen Nachrüst-Pflicht. Sie müssen rechtzeitig planen, damit die Montage im vorgegebenen Zeitfenster erfolgt.

Entscheiden Sie sich stattdessen gleich für eine Gas-Hybridheizung mit Solarthermie, erhalten Sie nicht nur mehr Förderung (30-40 Prozent der Gesamtkosten), Sie sparen auch deutlich früher Heizkosten ein. So können Sie beispielsweise den Wärmebedarf im Sommer (für Warmwasser) komplett über die Solaranlage laufen lassen. Der Gasverbrauch reduziert sich so noch einmal um bis zu 25 Prozent.

Was passiert mit der gezahlten Förderung, wenn ich nach zwei Jahren die erneuerbare Wärmequelle nicht einbaue?

In diesem Fall haben Sie die bereits erhaltene BAFA-Förderung wieder zurückzuzahlen. Das BAFA hat angekündigt, hier nachzuprüfen, ob die Erweiterung rechtzeitig vorgenommen wurde.

Wie viel Förderung erhalten Sie für Ihre neue Heizung?

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Sanierungsfahrplan hilft bei effizienter Modernisierung

Mit dem Sanierungsfahrplan gibt es die Möglichkeit, alle Maßnahmen der energetischen Sanierung für Ihre Immobilie zu prüfen. Die Maßnahmen werden dabei mit Ihrem Budget, Zeitplan und dem exakten Nutzen in Einklang gebracht. Dabei fördert das BAFA diese Leistung eines Energie-Experten mit 60 Prozent.

Weitere Informationen: Förderung Sanierungsfahrplan

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat bis Ende 2019 neue Gas- und Ölheizungen mit moderner Brennwerttechnik gefördert. Die KfW-Förderung betrug da bis zu 15 Prozent. Diese Förderung wurde zu Januar 2020 gestrichen und die Heizungsförderung insgesamt vereinfacht, auch indem sie nun hauptsächlich beim BAFA liegt.

Die KfW fördert aber weiterhin die Brennstoffzellenheizung mit dem Programm KfW 433. Dieses Förderprogramm ist zweistufig. Neben einem Grundbetrag von 5.700 Euro gibt es einen Zuschuss von 450 Euro pro angefangener 100 Watt elektrischer Leistung. Der Maximalbetrag aus dem KfW Programm 433 beträgt 9.300 Euro. Diese KfW-Förderung kann noch mit einem BAFA-Zuschuss kombiniert werden, sodass die Heizungsförderung für eine Brennstoffzellenheizung maximal 11.100 Euro beträgt.

Zu den förderfähigen Kosten zählen die Anschaffungskosten für die Brennstoffzellenheizung sowie die Kosten für Energieberater und den verpflichtenden 10-jährigen Wartungsvertrag. Ausgezahlt wird der Zuschuss, nachdem die Heizung in Betrieb genommen wurde und eine qualifizierte Energie-Beratung den Nachweis für die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens eingereicht hat.

>> Mehr zur Förderung Brennstoffzellenheizung

Brennstoffzellen- oder Hybridheizung - Mit uns zur Maximalförderung

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Die Heizungsförderung soll Ihnen dabei helfen, Ihre alte und ineffiziente Heizung gegen moderne Heizungstechnik auszutauschen - und das, bevor Sie gesetzlich dazu verpflichtet sind. Denn im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen Sie Ihre Heizung austauschen, wenn diese 30 Jahre und älter ist.

Der Grund dafür ist einfach, die Politik dahinter etwas umfangreicher. Kurz gesagt, hat sich die Bundesregierung mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens im Dezember 2015 zum Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

Energetische Maßnahmen helfen Klimaziele zu erreichen

Besonders hoch ist das Einsparpotenzial in privaten Haushalten, da auf diese rund ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs entfallen. Vor allem in Bestandsbauten wird zu viel Energie ungenutzt an die Umwelt abgegeben.

Energetische Maßnahmen sollen hier Abhilfe schaffen und werden gefördert. Daher belohnt der Staat den Umstieg auf effiziente Heiztechnologie als einen Baustein, um die Klimaziele zu erreichen.

>> Erfahren Sie mehr zur Förderung Heizung

Wie hoch ist die neue Förderung, wenn ich Solarthermie nur zur Warmwasserbereitung nutze?

  • Nur wenn Sie eine Gashybridheizung kaufen, bei der Solarthermie auch heizungsunterstützend eingesetzt wird, beträgt die BAFA-Heizungsförderung 40 Prozent (wenn Sie vorher eine Ölheizung hatten) oder 30 Prozent auf alle förderfähigen Kosten. Sorgt Solarthermie ausschließlich für Trinkwassererwärmung, wird nur die Solaranlage mit 30 Prozent gefördert.

Meine Heizung ist bereits 30 Jahre alt und muss modernisiert werden. Erhalte ich Förderung?

  • Sobald Ihre alte Heizung unter §10 der Energieeinsparverordnung (EnEV) fällt, ist sie nicht förderfähig. Das trifft auf viele Heizungen zu, die 30 Jahre und älter sind. Ob Ihre Heizung darunter fällt, können Sie hier prüfen: Austauschpflicht für meine Heizung?

Wer kann die Förderung beantragen?

  • Alle Gebäudetypen und Gebäudegrößen können gefördert werden, also auch Gewerbeeinheiten und Gebäude mit mehr als zwei Einheiten. Bei den Eigentümern spielt es keine Rolle, ob Privatperson, Vereine, Unternehmen oder Wohnungseigentümergemeinschaft.

Heizung-Förderung 2020: Was wird genau gefördert?

  • Förderfähig ist die gesamte Heizungsmodernisierung. Das beinhaltet neben den Anschaffungskosten für die neue Heizung auch die Installation und Maßnahmen die im direkten Zusammenhand mit der Installation und der Inbetriebnahme der Heizung stehen.
  • Dazu gehört beispielsweise auch die Entsorgung des Öltanks, die Schornsteinsanierung sowie Kosten für Anschaffung und Installation eines Pufferspeichers. Das BAFA hat hierzu ein Merkblatt zusammengestellt*.

Was wird nicht gefördert?

  • Es werden keine Heizungen gefördert, die Öl als Brennstoff nutzen. Kombinieren Sie eine Ölheizung mit einem erneuerbaren Wärmeerzeuger, dann kann dieser gefördert werden.

Wann muss ich den Antrag einreichen?

  • Der Antrag auf den Zuschuss muss vor Vorhabenbeginn bei der BAFA erfolgen. Das heißt, bevor Sie Ihrem Heizungsbauer die Auftragsbestätigung geben. Maßgeblich ist dabei, wann der Antrag bei der BAFA eingeht.

Wann bekomme ich die Förderung ausgezahlt?

  • Den Förderzuschuss erhalten Sie nach der Installation komplett ausgezahlt.

Kann ich den geförderten Heizungswechsel zusätzlich als Handwerkerleistung steuerlich absetzen?

  • Geförderte Handwerkerleistungen können nicht von der Steuer abgesetzt werden, da dies einer doppelten Förderung ein und derselben Leistung entsprechen würde.

Wird eine Gasheizung noch gefördert?

  • Mit der Änderung der Förderrichtlinien hat der Gesetzgeber den Fokus verschoben. Effiziente Anlagen, wie neue Gas-Brennwertheizungen, werden ohne Einbeziehung erneuerbarer Wärmeerzeugung nicht mehr gefördert. Dennoch lohnt es sich, die alte Heizung gegen eine effiziente Anlage auszutauschen, das Sie so bis zu 30 Prozent allein durch die moderne Brennwerttechnik einsparen. Das ist vor allem vor dem Hintergrund der Einführung eines CO2 Preises von Bedeutung. Die einfache Rechnung: Wenn Sie Brennstoff sparen, müssen Sie auch nicht für die entsprechenden Emissionen bezahlen.

Werden Maßnahmen wie ein hydraulischer Abgleich gefördert?

  • Ja, das BAFA fördert auch Heizungsoptimierungen, wie den Pumpentausch oder einen hydraulischen Abgleich mit 30 Prozent. Mit diesen Maßnahmen können Sie ohne großen Aufwand Ihre Heizkosten spürbar senken.

Mit Thermondo zur neuen Heizung inklusive Förderung

Gerne beraten wir Sie zur möglichen Förderung Ihres Heizungswechsels und helfen Ihnen, die richtige Heizung zu finden. Wir klären mit Ihnen, ob und welche Kombination mit erneuerbaren Energien überhaupt zu Ihrem Zuhause passt. Nutzen Sie hierfür unseren Heizungsplaner und erhalten Sie zeitnah ein für Sie unverbindliches Festpreisangebot.

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Profilfoto Bianca Bianca ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf dem Gebiet Förderung und Finanzierung. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder zum Thema Heizungsförderung haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.