Zuletzt aktualisiert am: 31.05.2021

Heizungsförderung beantragen – das müssen Sie 2021 beachten

Auch 2021 haben Hausbesitzer die Möglichkeit, von staatlicher Heizungsförderung zu profitieren und bei der Heizungssanierung oder beim Heizungstausch zu sparen. Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Beantragen der Förderung ankommt.

Im Jahr 2021 wurden mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) die vorhandenen Förderprogramme zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Förderung von erneuerbaren Energien zum Heizen gebündelt. Mit dem Gesetz Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wurde nun ein einheitliches Programm geschaffen, das u.a. das Marktanreizprogramm (MAP) des BAFA und das KfW-Gebäudesanierungsprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ integriert.

Die neue Form der Heizungsförderung über das BEG kann in einem von drei zentralen Bereichen genutzt werden:

  • BEG WG: Neubau oder Komplettsanierung von Wohngebäuden (Kredite und Zuschüsse)
  • BEG NWG: Neubau oder Komplettsanierung von Nichtwohngebäuden (Kredite und Zuschüsse)
  • BEG EM: Einzelmaßnahmen an Wohn- oder Nichtwohngebäuden (nur Zuschüsse)

Wichtig: Die Förderung Heizung 2021 über die beiden Teilprogramme BEG WG und BEG NWG wird ab dem 01. Juli 2021 bei der KfW beantragt.

Über die Heizungsförderung 2021 haben Hausbesitzer die Möglichkeit, durch den Einsatz erneuerbarer Energieträger und den Austausch von alten Ölheizungen bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten zurückzubekommen. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan lässt sich die maximale Förderquote nochmals um fünf Prozent auf 50 Prozent steigern.

Doch nicht nur für die Anschaffung von Heizungen lassen sich die Förderprogramme des BEG EM nutzen, sondern auch für energetische Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle oder bei der Optimierung der Anlagentechnik. Auch die Fachplanung und Baubegleitung kann über das BEG EM gefördert werden.

Hausbesitzer können eine Heizungsförderung beantragen, wenn sie ihr bestehendes Heizungssystem optimieren oder gegen ein neues austauschen wollen.

Voraussetzung für eine Förderung der Heizungsoptimierung ist, dass Ihre Heizungsanlage älter als zwei Jahre alt ist. Ein Heizungstausch kann über die BEG gefördert werden, wenn Ihr Gebäude älter als fünf Jahre ist.

Sie können in folgenden Fällen Heizungsförderung beantragen:

Eine Solarthermieanlage können Sie staatlich fördern lassen.

Voraussetzungen: Die Anlage wird für die Warmwasserbereitung und/oder die Raumheizung eingesetzt. Die Solarthermie wird zur solaren Kälteerzeugung genutzt oder die Wärme/Kälte wird in ein Netz eingespeist. Die Solaranlage muss auf der Liste der förderfähigen Anlagen des Bafa stehen.

  • Umstellung auf eine Gas-Hybridheizung

Für Gas-Brennwertheizungen, die mit erneuerbaren Energien kombiniert werden, können Sie Heizungsförderung beantragen.

Voraussetzungen: Die Gasheizung ist der Hauptwärmeerzeuger, aber mindestens 25 Prozent der Heizlast muss mit Solarthermie/einer Wärmepumpe/einer Biomasseheizung erzeugt werden.

  • Umstellung auf EE-Hybridheizung

Wenn Sie für Ihre Heizungsanlage zwei erneuerbare Energien (EE) miteinander kombinieren, können Sie dafür Heizungsförderung beantragen.

Voraussetzungen: Die Geräte werden in der Liste der förderfähigen Anlagen des BAFA aufgeführt.

Voraussetzungen: Die Wärmepumpe wird für die Raumheizung genutzt oder als kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung eingesetzt. Förderfähig ist dieses Heizsystem auch, wenn es Wärme für ein Wärmenetz bereitstellt.

Die Wärmepumpe muss in der Liste der förderfähigen Anlagen des BAFA aufgeführt werden.

  • Installation von Biomasse-Heizungen (Pelletkessel, Scheitholzkessel, Hackschnitzel)

Voraussetzungen: Die Heizungsanlage hat eine Nennwärmeleistung von mindestens fünf Kilowatt, die für Heizwärme genutzt werden.

Gefördert werden wasserführende Pelletöfen, Kombikessel für Pellets und Hackschnitzel/Scheitholz oder emissionsarme Holzvergaser. Auch diese Heizsysteme müssen auf der Liste der förderfähigen Anlagen des BAFA stehen. Für Anlagen mit besonders geringen Emissionen gibt es einen Innovationsbonus von fünf Prozent der förderfähigen Kosten.

Um Zuschüsse für das Programm BEG Einzelmaßnahmen zu erhalten, stellen Sie Ihren Antrag auf Heizungsförderung seit dem 2. Januar 2021 beim BAFA.

Ab dem 1. Juli 2021 werden alle Anträge für Kredite zur Heizungsförderung im Rahmen der BEG EM bei der KfW beantragt. Das gilt auch für die Zuschussförderung bei Komplettsanierungen oder Neubauten im Rahmen der Programme BEG WG oder BEW NWG.

Bis zum 1. Juli 2021 können Hausbesitzer noch von der Heizungsförderung 2020 der KfW über die Förderprogramme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ profitieren. Die Anträge werden bei der KfW gestellt.

Fördermöglichkeiten für Heizungsoptimierung 2021

Heizungsförderung ist 2021 auch für die Heizungsoptimierung möglich. Allerdings sind über das Programm BEG EM nur noch 20 Prozent Zuschuss (2020 waren es noch 30 Prozent) für Optimierungsmaßnahmen möglich. Die Förderung ist aber nur erhältlich, wenn zwei Maßnahmen miteinander kombiniert werden, z.B. ein hydraulischer Abgleich mit einer Einstellung der Heizkurve.

Gefördert werden außerdem: Austausch von Heizungspumpen, Dämmung von Rohren oder Einbau von Flächenheizungen.

Für Hausbesitzer sind die Förderzuschüsse für die Heizung über die BEG 2021 attraktiv. Ein Überblick:

Neue Heizung Förderung  (vorher Gasheizung) Förderung (vorher Ölheizung)
Gasheizung "renewable ready" 20 % 20 %
Gas-Hybridheizung 30 % 40 %
Erneuerbare Energien Hybridheizung (EE-Hybrid) 35 % 45 %
Solarthermieanlage 30 % 40 %
Biomasseheizung 35 % 45 %
Wärmepumpe 35% 45 %
mit individuellem Sanierungsfahrplan jeweils plus 5 % jeweils plus 5 %

Förderfähige Kosten

Die förderfähigen Kosten sind auf maximal 60.000 Euro pro Antrag pro Jahr begrenzt. Sie schließen ein:

  • Anschaffungskosten für den Wärmeerzeuger
  • Kosten für Montage und Inbetriebnahme
  • Kosten für sogenannte „Umfeldmaßnahmen“, z.B. Vorbereitungsarbeiten für die Sonde der Wärmepumpe

Um Förderzuschüsse oder -kredite für ein neues Heizsystem zu erhalten, müssen Sie den Antrag dafür immer vor dem Kauf des Heizsystems bzw. vor Abschluss des Liefer- oder Leistungsvertrags stellen.

  • Es werden nur die mit dem Antrag eingereichten Kosten berücksichtigt.
  • Alle Anträge werden online gestellt.
  • Eine Finanzierung über die KfW wird über die Hausbank bzw. eine dafür berechtigte Bank und nicht direkt bei der KfW beantragt.

Folgende Schritte sind für die Beantragung der Heizungsförderung in Form von Zuschüssen über das BAFA notwendig:

  • Planen Sie Ihre Maßnahmen mit einem Fachbetrieb und lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag geben.
  • Beantragen Sie anschließend die Heizungsförderung online beim BAFA.
  • Nach der Zusage starten Sie die Sanierungs-/Baumaßnahmen.
  • Danach reichen Sie die erforderlichen Unterlagen über den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten sowie die Rechnungen ein.
  • Anschließend erhalten Sie den Zuschuss vom BAFA.

Wer Heizungsförderung beantragen möchte, kann sich auch 2021 auf attraktive Zuschüsse der BEG freuen. Durch die Bündelung der Programme von BAFA und KfW sind die einzelnen Förderprogramme für Hausbesitzer noch übersichtlicher geworden. Darüber hinaus ist die Förderung durch zusätzliche Anreize wie einen individuellen Sanierungsfahrplan noch attraktiver geworden.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.