- Was kostet eine PV-Anlage?
- Welche PV-Komponenten müssen angeschafft werden?
- Können die Anschaffungskosten für PV reduziert werden?
- Welche PV-Kosten entstehen im laufenden Betrieb?
- Wann lohnt sich eine PV-Anlage?
- Die perfekte Kombination aus Photovoltaik mit Wärmepumpe
- FAQ – Häufig gestellte Fragen
- Wärmepumpe auf Wunsch mit Photovoltaik von thermondo
Was kostet Photovoltaik?
Photovoltaikanlagen inkl. Batteriespeicher für den privaten Gebrauch sind bereits ab 13.500 € erhältlich. Die Kosten für Photovoltaik werden auch in Euro pro Kilowatt-Peak (kWp) angegeben.
Kurz erklärt: Die Einheit kWp zeigt, wie viele Kilowattstunden (kWh) die Anlage unter standardisierten Testbedingungen leisten kann. Dadurch können unabhängig vom Standort und der Ausrichtung Photovoltaikanlagen miteinander verglichen werden.
PV-Anlagen für ein privates Ein- oder Zweifamilienhaus, die auf einen möglichst hohen Eigenverbrauch des PV-Stroms ausgelegt sind, werden meist mit Batteriespeicher erworben. Daher ist es sinnvoll, diese direkt in den Vergleich einzubeziehen:
| Größe der PV-Anlage | Photovoltaik Kosten mit Speicher | Preis pro Kilowatt-Peak |
|---|---|---|
| 5 kWp | 13.500 € | 2.700 € |
| 8 kWp | 16.000 € | 2.000 € |
| 10 kWp | 18.500 € | 1.850 € |
| 15 kWp | 23.500 € | 1.560 € |
| 25 kWp | 32.000 € | 1.280 € |
| 30 kWp | 38.000 € | 1.260 € |
Was kostet eine 30-kWp-Photovoltaikanlage mit Speicher?
Die Kosten für eine 30‑kWp-Photovoltaikanlage mit Speicher liegen bei durchschnittlich 38.000 € bzw. 1.260 €/kWp. Diese Anlagengröße ist auf Privathäusern eher selten zu finden, da sie eine Dachfläche von 135–165 m² benötigt.
Kurz erklärt: Ein durchschnittliches Dach in einem Einfamilienhaus ist in der Regel 100 m² groß. Früher wurden PV-Anlagen im Einfamilienhaus lediglich mit 5–10 kWp für den Eigenverbrauch kalkuliert. Heute werden die Dachflächen oft komplett genutzt, weshalb die Anlagen 10–15 kWp groß sind.
Was kostet eine 10-kWp-Anlage mit Speicher?
Eine 10‑kWp-Anlage mit Speicher kostet ca. 18.500 €. Die Größe entspricht etwa einer durchschnittlichen Einlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses. Der Preis pro Kilowatt-Peak liegt hier bei rund 1.850 €.
Was kostet eine 5-kWp-PV-Anlage mit Speicher?
Eine kleine 5‑kWp-PV‑Anlage mit Speicher kostet ab 13.500 €. In diesem Preis sind die Solarmodule, der Batteriespeicher, die Wallbox sowie Installation und Montage enthalten. Der Preis pro Kilowatt-Peak ist mit 2.700 €/kWp bei kleinen Anlagen deutlich höher als bei großen Anlagen.
Kurz erklärt: Das liegt daran, dass es bei jeder PV-Installation Fixkosten gibt, die sich bei kleinen Anlagen nicht von großen Anlagen unterscheiden. Unabhängig von der Anlagengröße sind das u. a. die Kosten für Planung, Anfahrt, Gerüstbau und Wechselrichter.
Photovoltaik Kosten: Welche Komponenten müssen angeschafft werden?
Die Solarmodule sind der sichtbarste Teil einer Photovoltaikanlage. Sie befinden sich in den meisten Fällen direkt auf dem Dach und sind zur Sonne ausgerichtet. Die Module machen mit 30 % den größten Kostenanteil aus.
Die meisten Anlagen, die auf Eigenverbrauch ausgelegt sind, werden mit einem Batteriespeicher ausgestattet. Ist dieser angemessen dimensioniert, macht er ca. 25 % der Kosten für Photovoltaik aus.
Neben den Solarmodulen und dem Batteriespeicher müssen noch weitere Komponenten berücksichtigt werden:
- Bei dem passenden Wechselrichter kann mit 10 % der Kosten für Photovoltaik gerechnet werden. Dieser muss unbedingt erworben werden. Ohne dieses kleine Gerät kann der Solarstrom aus der Anlage nicht im Haus verwendet oder ins öffentliche Netz eingespeist werden.
- Weitere Bauteile, wie z. B. elektrische Kabel, sowie die Montage- und Installationsarbeiten machen ca. ein Drittel der Photovoltaik-Kosten aus.
Nicht in den durchschnittlichen Anschaffungskosten einer Anlage enthalten sind in der Regel zusätzliche Komponenten wie Notstromboxen oder Wallboxen zum Laden eines Elektroautos. Diese werden unabhängig von der zu installierenden PV-Anlage mit all ihren Komponenten berechnet, da sie sehr individuell sind und nicht pauschal angegeben werden können.
Hinweis: Bei Dächern, die nach 1960 gebaut oder saniert wurden und die nicht aus den Materialien Schiefer, Metall oder Dachpappe bestehen, müssen in der Regel keine aufwendigen Sanierungsarbeiten für die Installation durchgeführt werden.
Können die Kosten für Photovoltaik reduziert werden?
Ja, die Kosten für Photovoltaik können Sie durch Steuererleichterungen oder Förderungen für energieeffizientes Bauen und Sanieren reduzieren. Eine Investitionskostenförderung, ähnlich der Heizungsförderung, gibt es für Photovoltaik nicht.
Gibt es Steuererleichterungen für Photovoltaik?
Seit 2023 gibt es einige Steuererleichterungen für Photovoltaik, von denen Sie auch 2026 weiterhin profitieren können. Neben der Einkommensteuerbefreiung der Einspeisevergütung und des Eigenverbrauchs bewirkt bei der Anschaffung vor allem der Wegfall der Umsatzsteuer eine große Kostenerleichterung.
Im Jahressteuergesetz (JStG) 2022 wurde festgehalten, dass seit dem 1. Januar 2023 keine Mehrwertsteuer mehr gezahlt werden muss. Davon können sie auch 2026 weiterhin profitieren. Diese Regelung bezieht sich auf die Lieferung und Installation der Photovoltaikanlagen, sowie aller dazugehörigen Komponenten. Die Höchstleistung der Anlage darf dabei 30 kWp nicht überschreiten. Das schließt im Prinzip alle privaten Hausanlagen mit ein.
Die MwSt. entfällt auf folgende Komponenten:
- Solarmodule
- Batteriespeicher
- Dachhalterung
- Wechselrichter
- Home Energy Management Systeme (HEMS)
- Solarkabel
- Einspeisesteckdose
- Funk-Rundsteuerungsempfänger
- Backup-Box und der Notstromversorgung dienende Einrichtungen
- Erdungsanlage
Hinweis: Für eine Wallbox zum Laden eines E-Autos muss weiterhin der volle Mehrwertsteuersatz von 19 % gezahlt werden.
Gibt es Kredite & Förderungen für Photovoltaik?
Auch durch Kredite und Förderungen für Photovoltaik können die Anschaffungskosten einer Anlage reduziert werden:
- Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterstützt mit dem Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ die Errichtung, die Erweiterung und den Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Dazu gehören auch Photovoltaikanlagen, die auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen installiert werden.
- Viele Länder und Kommunen bieten auch regionale Förderungen an. In diesem Bereich herrscht jedoch eine große Dynamik. Viele Programme laufen in Kürze aus oder starten demnächst neu. Zudem sind regionale Förderprogramme oft schnell ausgeschöpft.
Daher lohnt sich vor der geplanten Investition ein Blick auf die Internetseite der Landesregierung oder ein Anruf bei der Gemeinde, um die Anschaffung auf etwaige Förderprogramme abzustimmen.
Welche Photovoltaik-Kosten entstehen im laufenden Betrieb?
Photovoltaikanlagen sind im laufenden Betrieb sehr wartungsarm. Da Monitoringsysteme die Leistung der Anlage rund um die Uhr überwachen, kann bei Unregelmäßigkeiten schnell gehandelt werden. Obwohl es in den meisten Fällen angeboten wird, ist eine umfängliche Wartung der PV-Anlage nicht notwendig.
Zusätzliche Kosten für Photovoltaik entstehen durch die Miete des Zweirichtungszählers oder des Smart Meters, die vom Stromanbieter gestellt werden. Über eine Jahresmiete werden alle Kosten, inklusive Wartung und Eichung, durch den Netzbetreiber abgedeckt.
Eine Versicherung für Photovoltaik schlägt mit ca. 0,4 % der Investitionskosten zu Buche. Betreiber einer durchschnittlichen Hausdachanlage können demnach mit Kosten zwischen 60 € und 100 € pro Jahr rechnen.
Hinweis: In der Regel reicht es, die PV-Anlage in die Wohngebäudeversicherung mit aufzunehmen und die Versicherungssumme um die Investitionskosten zu erhöhen. Versicherungsanbieter können sich dabei vorbehalten, eine Kostenübernahme nur zu leisten, sollte eine regelmäßige Wartung erfolgt sein – auch wenn eine Wartung im laufenden Betrieb für die Sicherheit und die Sicherung der Funktionalität der Anlage eigentlich nicht notwendig ist.
Wirtschaftlichkeit: Wann lohnen sich die Kosten für Photovoltaik?
Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach lohnt sich primär dann, wenn so viel Strom wie möglich selbst verbraucht wird. Das liegt daran, dass der Preis pro Kilowattstunde (kWh) aus der Photovoltaikanlage günstiger ist als der von einem öffentlichen Anbieter.
Die sogenannten Stromgestehungskosten, also der Preis pro kWh Strom aus der Photovoltaikanlage, betragen bei Kleinanlagen zwischen 4,1 und 14,4 ct/kWh. Bei einem öffentlichen Stromanbieter zahlen sie aktuell rund 36 ct/kWh.
Dementsprechend sparen Verbraucher mit jeder selbsterzeugten Kilowattstunde Geld. Diese Preis-Diskrepanz ist aber nicht der einzige Grund, weshalb sich eine PV-Anlage auf dem Dach lohnt:
- Langfristig sparen
Je nach Größe spricht man bei der Anschaffung von Photovoltaik über Kosten im fünfstelligen Bereich. Aufgrund der hohen Erstinvestition entscheiden sich Privatverbraucher häufig gegen eine eigene Anlage auf dem Dach. Aus Umweltbewusstsein greifen sie dann aber auf einen teuren Öko-Stromtarif von einem öffentlichen Anbieter zurück.
Dabei amortisieren sich Photovoltaikanlagen durch die Ersparnisse beim Strompreis gewissermaßen von selbst. Je größer der Preisunterschied zwischen eigenem Solarstrom und dem Strom von einem öffentlichen Anbieter, desto schneller amortisiert sich die Anlage.
Dazu kommen die Einnahmen aus der Einspeisevergütung. Diese ergibt sich aus dem überschüssigen Strom, der ins öffentliche Netz eingespeist und vom Netzbetreiber vergütet wird.
Bei einer durchschnittlichen Privatanlage spricht man von 11–12 Jahren Amortisationszeit, abhängig vom Stromverbrauch im Haushalt. Das heißt, je mehr der Strompreis steigt und je mehr Strom verbraucht wird, desto schneller rechnet sich eine Anlage. Da PV-Anlagen eine Lebensdauer von 25 Jahren und mehr haben, ist die Anschaffung also eine Investition, die sich vor allem langfristig lohnt.
- Klimaneutral Strom produzieren
Photovoltaikanlagen erzeugen nicht nur kostengünstig Strom, sondern auch klimaneutral. Damit trägt jede einzelne Anlage zur Energiewende bei. Während des laufenden Betriebs einer PV-Anlage werden weder Kohlenstoffdioxid (CO₂) noch sonstige schädliche Umweltgase ausgestoßen.
Lediglich bei der Herstellung entsteht wie bei fast jedem Produkt CO₂. Durch die sogenannte Energy Payback Time (EPBT) kann jedoch gemessen werden, ab welchem Zeitpunkt sich die Anlage energetisch amortisiert – also ab wann sie mehr Energie produziert, als für die Herstellung benötigt wurde.
Photovoltaikanlagen in Deutschland weisen je nach Standort und Wirkungsgrad der Module üblicherweise eine EPBT von 1–2 Jahren auf.
- Unabhängigkeit vom Strommarkt
Während sich der Alltag immer mehr elektrifiziert, fördert Photovoltaik auf dem Dach die Unabhängigkeit vom Strommarkt. Eine sogenannte Eigenverbrauchsanlage ist darauf ausgelegt, dass möglichst viel des eigenen Solarstroms im Haushalt verbraucht wird.
Wer lediglich Solarmodule ohne Speichermöglichkeit auf dem Dach hat, kann bis zu 30 % Unabhängigkeit erreichen. Mit einem angemessen dimensionierten Speicher und einem Home Energy Management System (HEMS) kann sich der Autarkiegrad auf bis zu 70 % erhöhen.
Amortisation: Wann erwirtschaftet eine Photovoltaikanlage Gewinne?
Die Amortisationszeit einer PV-Anlage bezeichnet den Zeitraum, ab dem die Anlage die Anschaffungskosten durch Einsparungen und Einnahmen aus der Einspeisevergütung wieder ausgleicht. Nach diesem Zeitpunkt werden nur noch Gewinne erwirtschaftet.
- Einnahmen: Je mehr Solarstrom eine Photovoltaikanlage produziert, desto mehr überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Dieser wird dann im Rahmen der Einspeisevergütung pro Kilowattstunde erstattet.
- Einsparungen: Der Eigenverbrauch erzeugt keine direkten Einnahmen wie die Einspeisevergütung. Indirekt ergibt sich jedoch aus jeder selbstgenutzten Kilowattstunde die Einsparung der Bezugskosten, wenn man den Strom von einem öffentlichen Anbieter kaufen würde. Das heißt, je höher der Strompreis ist, desto höher sind die Einsparungen.
Ab wann sich eine Anlage amortisiert hat, kann wie folgt berechnet werden:
Anschaffungskosten / (jährliche Einnahmen + jährliche Ersparnisse) = Amortisationszeit in Jahren
Die perfekte Kombination: Das grüne Duo aus Photovoltaik mit Wärmepumpe
Je mehr eigener Solarstrom verbraucht wird, desto schneller rechnet sich eine Photovoltaikanlage und sie erwirtschaftet Gewinne. Eine besonders effiziente Kombination ist daher die Verbindung von Photovoltaik mit einer Wärmepumpe.
Das grüne Duo arbeitet besonders gut zusammen, da der Strom aus der PV-Anlage direkt an Ort und Stelle für das Heizsystem verwendet wird. Das macht nicht nur den Haushalt klimaneutral, sondern erhöht auch die Unabhängigkeit vom Energiemarkt.
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FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Photovoltaik Kosten
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Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.