Gasheizungen sind das beliebteste Heizsystem in Deutschland. Dank moderner Brennwerttechnik arbeiten diese Heizungen sehr effizient und somit energie- und kostensparend. Erfahren Sie hier alles, was Sie rund um den Kauf einer neuen Gasheizung wissen sollten.

Die wichtigsten Punkte des Artikels:

  • Gaspreise steigen enorm-effiziente Technik der Gasheizung hilft
  • mit neuer Gasheizung sparen Sie bis zu 30 Prozent Heizkosten im Vergleich zu einer alten Gasheizung ein
  • gesetzliche Vorgabe schreibt Austausch alter Geräte nach 30 Jahren vor
  • neue Gasheizung inkl. Montage kostet ab 9.000 Euro
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Sind Gasheizungen seit 2024 verboten?

Im Rahmen der Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) wurde immer wieder von einem Verbot der Gasheizung ab 2024 gesprochen. Das war allerdings so nie geplant. Vielmehr sollte der Anteil erneuerbarer Energien bei neu eingebauten Heizungen auf 65 Prozent festgelegt werden. Damit war auch keine Wärmepumpenpflicht verbunden, da der Entwurf zum Gesetz hier noch weitere Optionen ließ.

Ab 2045 will Deutschland klimaneutral sein. Spätestens dann wird es ein Verbot von fossilen Brennstoffen geben. Mittlerweile wurde der Entwurf zum neuen GEG so verändert, dass die 65-Prozentregel nicht mehr ab 2024 gilt. Für den Gebäudebestand gelten besondere Übergangsfristen, die an eine sogenannte kommunale Wärmeplanung gekoppelt sind. Diese soll spätestens 2028 abgeschlossen sein. Ab dann gilt die 65-Prozent-Regel bundesweit.

Lesen Sie alles zum neuen GEG und dem Verbot zu Gasheizungen.

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Welche Technologie ist Standard beim Kauf einer Gasheizung?

Die Gaspreise steigen und bringen damit eine massive Erhöhung der Heizkosten. Diese Entwicklung wird auch in 2024 nicht auf den alten Stand zurückgehen. Umso wichtiger ist eine Heizung, die hilft, den Verbrauch nachhaltig zu senken. Neue Gasheizungen überzeugen hier, da sie mit Brennwert- und nicht Heizwerttechnik arbeiten.

Vor einigen Jahren hätten Sie als Verbraucher noch vor der Wahl gestanden, eine Brennwert- oder eine Heizwertheizung zu kaufen. Doch mittlerweile werden Gasheizungen überwiegend als Brennwertgeräte angeboten.

Dafür gibt es zwei Gründe:

1) Höhere Energieeffizienz:

Eine Gasbrennwertheizung ist ein modernes und effizientes Heizsystem. Denn dank Brennwerttechnik wird die Abgaswärme nicht direkt über das Abgassystem an die Umwelt abgeführt, sondern zu einem zweiten Wärmetauscher in der Heizung geleitet.

Dort wird mit der Abgaswärme Heizungswasser vorerwärmt. Auf diese Weise benötigt eine Brennwert-Gasheizung für das Erwärmen des Wassers im Heizkreislauf deutlich weniger Energie.

Als Faustregel gilt: Ein Brennwertgerät benötigt rund 30 Prozent weniger Brennstoff als ein Heizwertgerät.

2) GEG:

Im Zuge des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sind Sie als Verbraucher dazu verpflichtet, Ihre Gasheizung auszutauschen, wenn diese 30 Jahre alt oder älter ist.

Wenn Sie heute eine Gasheizung kaufen, ist diese deshalb zu fast 100 Prozent immer eine Brennwertheizung. Nur in seltenen Ausnahmefällen kann noch eine Heizwertheizung installiert werden. Diese muss aber den Vorgaben des GEG genügen.

Wer der Austauschpflicht nicht nachkommt und unter keine Ausnahmeregelung fällt, kann mit einem hohen Bußgeld belegt werden.

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Brennwertgasheizung vs. Heizwertgasheizung

Brennwertgeräte unterscheiden sich von Heizwertgeräten dadurch, dass sie zusätzlich die Wärmeenergie der heißen Abgase zur Warmwasseraufbereitung nutzen.

Mithilfe eines weiteren Wärmetauschers wird den Abgasen die Wärme entzogen und damit das Heizwasser vorgewärmt.

Bei einem reinen Heizwertgerät wird die Warmluft ungenutzt über den Schornstein nach draußen geführt.

>> Mehr zum Thema Brennwert-, Niedertemperatur- und Konstanttemperaturkessel

Vorüberlegung: Was soll meine Gasheizung leisten?

Um die Leistung Ihrer Gasheizung zu ermitteln, prüft der Experte, welche Fläche in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung effektiv beheizt wird.

Anschließend kann anhand von Richtwerten ermittelt werden, welche Wärmeleistung die neue Gasheizung liefern soll.

Wichtig ist, dass Sie den Leistungsbedarf berechnen lassen, bevor Sie Ihre Gasheizung kaufen. Denn nur so ist sichergestellt, dass Sie Ihre Wohnräume im Winter nicht überhitzen oder nicht ausreichend beheizen können.

Abhängig von der erforderlichen Leistung kaufen Sie einen Gaskessel oder eine Gastherme. Gasthermen sind in der Regel auf eine Leistung von 35 Kilowatt begrenzt und somit für Mehrfamilienhäuser ungeeignet.

Benötigen Sie mehr Leistung, empfiehlt sich der Kauf eines Gaskessels.

Welchen Typ Gasheizung soll ich kaufen?

Unabhängig von der erforderlichen Leistung sollten Sie sich vor dem Kauf der Gasheizung fragen, wie die Warmwasserversorgung in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung erfolgen soll. Zur Auswahl stehen folgende Geräte:

  • Gastherme: Mit dieser Gasheizung erhitzen Sie das warme Brauchwasser über einen Durchlauferhitzer. Klassische Gasthermen eignen sich für kleinere Wohnungen. Mit höherem Warmwasserverbrauch steigen bei diesen Modellen auch die Gaskosten deutlich.

>> Mehr zur Gastherme

  • Kombitherme: Eine solche spezielle Gastherme wird auch Kompaktgerät genannt. Sie verfügt über einen internen Speicher, der warmes Wasser vorhält. Die Kompakttherme ist geeignet, wenn Sie einen höheren Bedarf an warmem Wasser, zum Beispiel zu Spitzenzeiten morgens haben.

>> Mehr zur Kombitherme

Gastherme und Kombitherme werden als wandhängende Geräte angeboten. Durch diese Form der Montage nehmen die Gasheizungen nur wenig Platz weg und eignen sich deshalb perfekt für Wohnungen.

  • Gasheizkessel: Für Mehrfamilienhäuser oder größere Einfamilienhäuser empfiehlt sich ein Gasheizkessel. Er bietet viel Leistung und kann dank externem Pufferspeicher viel warmes Wasser vorhalten. Auf diese Weise wird das Heizgerät noch effizienter und somit kostensparender.

Mit welchen Kosten muss ich beim Gasheizungskauf rechnen?

Für den Kauf einer neuen Gasheizung inklusive Installation müssen Sie mit Kosten zwischen 9.000 und 15.500 Euro rechnen. Einen großen Anteil machen dabei die Gerätekosten aus. Für eine Gastherme mit Durchlauferhitzer zahlen Sie im Schnitt weniger als für eine Kompakttherme mit kleinem Wasserspeicher. Entscheiden Sie sich für einen Gasheizkessel mit externem Warmwasserspeicher, ist der Anschaffungspreis vergleichsweise hoch.

Abhängig von den baulichen Voraussetzungen können zusätzlich zum Gerätepreis weitere Kostenpunkte hinzukommen. In manchen Fällen kann ein neues Abgassystem wie z. B. die Umrüstung des Schornsteins erforderlich sein, damit ein Gasbrennwertgerät angeschlossen werden kann. Ebenso empfiehlt es sich, durch einen hydraulischen Abgleich die Systemleistung ihrer neuen Gasheizung zu optimieren. Dazu kommen noch die Kosten für die Installation und Montage Ihrer neuen Gasheizung.

Um die langfristigen Kosten zu kalkulieren, sollten Sie nicht nur den Anschaffungspreis Ihrer Gasheizung betrachten, sondern auch die Betriebskosten berücksichtigen. Hier liegen Gasheizung und Wärmepumpe etwa gleichauf. Die Gasheizung ist in der Anschaffung dafür rund zwei Drittel günstiger als eine Wärmepumpe. Im Vergleich zwischen Gasheizung, Wärmepumpe und Ölheizung schneidet die Ölheizung bei den Betriebskosten am schlechtesten ab, zumal die Ölpreise stark schwanken, was die Betriebskosten nochmals in die Höhe treiben kann.

Entscheidungsfrage: Gasheizung oder Ölheizung kaufen?

Wenn Verbraucher in ein neues Heizsystem investieren wollen, wird die Ölheizung meist mit in die Entscheidungsfindung einbezogen. In der Regel ist die Gasheizung dabei die bessere Alternative.

Zum einen sind Sie beim Heizen mit Gas weniger von einem schwankenden Brennstoffpreis abhängig.

Zum anderen benötigen Sie mit einem Gasanschluss keinen zusätzlichen Lagerraum für Brennstoff, wie es bei einer Ölheizung notwendig ist.

Außerdem sind moderne Gasheizungen deutlich effizienter, verbrauchen bei gleicher Heizleistung weniger Brennstoff, stoßen somit weniger klimaschädliche Emissionen aus und schonen durch den geringeren Verbrauch die Haushaltskasse.

Der Kauf einer Ölheizung wäre nur dann zu überlegen, wenn kein Hausanschluss für Gas vorhanden ist. Doch selbst in diesem Fall müssen Sie nicht auf die Effizienz von Gasthermen und -kesseln verzichten.

Optional können Sie Flüssiggas zum Heizen verwenden. Der Vorteil wäre in diesem Fall, dass Sie den Tank nicht im Haus installieren müssten.

Gasheizung kaufen – neu oder gebraucht?

In Internetforen taucht immer wieder die Frage auf, ob man auch eine gebrauchte Gasheizung kaufen kann. Aus Expertensicht ist davon nur abzuraten.

Denn wenn Sie sich für eine neue Gasheizung entscheiden, profitieren Sie von der Herstellergarantie. Empfehlenswert ist es außerdem, sich die Heizung von einem Fachbetrieb einbauen zu lassen.

So ist sichergestellt, dass das Heizsystem korrekt installiert wird und alle Anforderungen an Sicherheit, Umweltschutz und Effizienz erfüllt sind.

Beim Kauf einer gebrauchten Gastherme oder eines Gaskessels würden Sie auf Sicherheit und Garantien verzichten.

Zu empfehlen ist es außerdem, sich beim Heizungskauf auf die Qualität namhafter Hersteller zu vertrauen.

Hierzu gehören zum Beispiel Viessmann Gasheizungen, Junkers Gasheizungen, oder Geräte der Marken Bosch, Vaillant, Buderus oder Wolf, die sich durch lange Tradition und innovative Heizungstechnik auszeichnen.

Fazit

Wenn Sie eine Gasheizung kaufen, entscheiden Sie sich für ein Heizgerät, das erst einmal günstig in der Anschaffung ist. Allerdings schneiden die Betriebskosten im Vergleich zur Wärmepumpe nicht so positiv ab. Diese ist doch deutlich effizienter und senkt Ihre Heizkosten nachhaltig. Dank hoher Förderung von bis zu 70 Prozent, gibt es die Wärmepumpe schon ab 9.000 Euro. Damit sind eventuelle Mehrkosten in der Anschaffung schon nach wenigen Jahren amortisiert.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.