Zuletzt aktualisiert am: 14.10.2020

Hybridheizung: Der Staat zahlt bis zu 45 %

Eine Hybridheizung kombiniert in der Regel zwei Energiequellen miteinander, die je nach Wärmebedarf in unterschiedlichem Umfang genutzt werden. Welche Vorteile bietet eine Hybridheizung für Sie und wie hoch sind Kosten und Förderung der Heizung?

Hybridheizungen kombinieren zwei Energiequellen zur Wärmegewinnung. In der Regel sind dies herkömmliche Energiequellen wie Gas oder Öl und erneuerbare Energieträger. Dies kann eine Solarthermieanlage sein, eine Wärmepumpe oder auch eine Pelletheizung.

Daneben gibt es auch Hybridlösungen, in denen zwei erneuerbare Energiequellen miteinander kombiniert werden, wie beispielsweise Wärmepumpe in Kombination mit Solarthermie oder Pelletheizung.

Ziel einer Hybridheizung ist, mehr Energieeffizienz, geringere Betriebskosten und eine höhere Umweltverträglichkeit zu erzielen. Gerade für Neubauten ist ja im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz ein bestimmter Anteil von erneuerbaren Energien vorgeschrieben. Hybride Systeme stellen hier eine gute Lösung dar.

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  • Eine solche Heizung senkt Kosten und sichert Verfügbarkeit von Wärme: Durch den Einsatz der regenerativen Energien reduzieren Sie Ihre Heizkosten, da der Bedarf an fossilen Brennstoffen deutlich zurückgeht. Gleichzeitig sorgt die Kombination aus beiden Wärmequellen für Versorgungssicherheit. Liefern beispielsweise die Solarthermie-Kollektoren nicht ausreichend Wärmeenergie, sorgt der Brennwertkessel der Anlage für den notwendigen Ausgleich.
  • Eine Hybridheizung leistet einen enormen Beitrag zum Klimaschutz, da sie den Bedarf an fossilen Brennstoffen, wie Gas und Öl, erheblich senkt.
  • Hybridheizungen sind häufig flexibel erweiterbar. Grund hierfür ist der modulare Aufbau der Anlagen.
  • Hohe Förderung für Hybridheizungen sorgen für schnelle Amortisation der Heizung: Für eine Hybridheizung zahlt Ihnen der Staat bis zu 45 Prozent Förderung. Für Gas-Brennwertgeräte oder Ölheizungen allein erhalten Sie keinen Zuschuss mehr.

Bei der Kombination aus fossiler und erneuerbarer Energie fangen Hybridheizungen den in kalten oder sonnenlosen Zeiten entstehenden Energiemangel auf, denn die erneuerbare Energie (z.B. Solarthermie) steht nicht immer in gleichem Maße zur Verfügung, wie die aus fossilen Energieträgern.

Während die Grundlast von regenerativen Energiequellen getragen wird, springen Gas- oder Öl-Brennwertkessel in Zeiten der Spitzenauslastung an, um schnell und sicher für das gewünschte Temperaturniveau zu sorgen.

Wesentlicher Bestandteil jeder Hybridheizung ist ein Warmwasser- oder Pufferspeicher, dem aus verschiedenen Quellen bedarfsgerecht Energie zugeführt wird. Im Speicher wird die von mehreren Energieträgern erzeugte Wärme „gelagert“ und schließlich dem Heizkreislauf im Haushalt zugeführt.

Welcher Speicher eignet sich am besten bei einer Hybridheizung? Lesen Sie mehr zu Pufferspeicher, Latentwärmespeicher und Schichtenspeicher.

Die Kosten einer Hybridheizung sind vor allem von der gewählten Kombination abhängig. Unter Verwendung eines Pufferspeichers lassen sich theoretisch alle Arten von effizienten Heizsystemen miteinander kombinieren. Sinnvoll ist es aber nur dann, wenn ein ökologischer und wirtschaftlicher Vorteil dahintersteckt, wie beispielsweise bei folgenden Modellen:

Es sind generell auch andere Kombinationen denkbar. Das hängt immer von den individuellen Voraussetzungen, dem Platzangebot, den Energiesparzielen und natürlich vom verfügbaren Budget ab. Denn eins ist klar: Eine Hybridheizung ist nicht unbedingt günstig, da hier zwei oder mehr Heizsysteme verbaut werden müssen. Darüber hinaus stellt

Für die Heizungsmodernisierung im Bestandsbau bietet sich vor allem die effiziente Kombination aus Gas-Brennwertkessel und Solarthermie an. Eine Heizung mit Öl-Brennwerttechnik lässt sich zwar auch mit erneuerbaren Energien kombinieren, allerdings fällt die Förderung deutlich geringer aus und Ölheizungen haben die schlechtere CO2-Bilanz. Nicht umsonst gilt ein Verbot von Ölheizungen im Verkauf ab 2026.

Kostenbeispiel Hybridheizung

Für das folgende Kostenbeispiel haben wir die Kombination Gasheizung mit Solarthermie, jeweils von unserer Eigenmarke, gewählt. Die Kosten im Beispiel können selbstverständlich von Ihrem Angebot abweichen, geben Ihnen aber einen ersten Eindruck über die Höhe der Investition in eine Hybridheizung. Bei der vorherigen Heizung im Kostenbeispiel handelt es sich um eine alte Ölheizung. Das ist vor allem für die Förderung relevant.

Posten Kosten
Heizung Thermondo t1. (inkl. tado° Heizungssteuerung mit 2 Thermostaten) 2.000,00 €
Komplette Installation der Heizungsanlage 2.250,00 €
Solarthermie Thermondo s1. 2.750,00 €
Pufferspeicher 1.750,00 €
Montage der Solarkollektoren 1.500,00 €
1 Heizkreis (gemischt) 500,00 €
Abgassystem 250,00 €
vollst. Peripheriegeräte 400,00 €
vollst. Montagematerial 700,00 €
Hydraulischer Abgleich 300,00 €
Förderantragsunterstützung 200,00 €
Gesamt Netto 12.600,00 €
Gesamt Brutto 14.616,00 €
40% Zuschuss nach BAFA Marktanreizprogramm 5.846,40 €
Ihre Kosten 8.769,60 €

Zum Januar 2020 hat sich die Förderung für eine neue Heizung neu aufgestellt. Seitdem ist die Förderlandschaft nicht nur einfacher zu überblicken, auch der Fokus ist ein neuer.

Wurden zuvor auch neue Gas- und Ölheizungen mit Brennwerttechnik gefördert, entfällt nun diese Förderung komplett. Der Schwerpunkt liegt auf erneuerbaren Energien. Für diese werden jetzt aber sehr attraktive Fördersummen gezahlt.

Bereits ein Blick auf das oben dargestellten Kostenbeispiel für eine Gas-Hybridheizung mit Solarthermie zeigt, dass Sie die Kosten, die über die Gas-Brennwertheizung hinausgehen, mit der Förderung fast neutralisieren. Sind die baulichen Voraussetzungen für eine Gas-Hybridheizung erfüllt, spricht daher kaum noch etwas gegen die Erweiterung der Gasheizung mit Solarthermie.

Förderung Hybrid-Heizung im Detail

Den Zuschuss für die Heizung erhalten Sie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dabei richtet sich der Fördersatz nach der Wahl des hybriden Systems. Bitte beachten Sie, dass eine um zehn Prozentpunkte höhere BAFA-Förderung für die Hybridheizung gezahlt wird, wenn es sich bei der alten Heizung um eine Ölheizung handelt.

Nachfolgende Übersichten zeigen Ihnen, wie hoch der Zuschuss für hybrider Heizsysteme im jeweiligen Szenario ausfällt. Die Förderung in Prozent bezieht sich auf die Gesamtkosten der Anlage, inkl. Pufferspeicher und Installation.

Wechsel von Gasheizung auf: Förderung:
Gasbrennwertheizung “renewable ready” 20 %
Gas-Hybridheizung 30 %
Erneuerbare Energien Hybridheizung (z.B. Wärmepumpe + Pellets/Solarthermie) 35 %
Wechsel von Ölheizung auf: Förderung:
Gasbrennwertheizung “renewable ready” 20 %
Gas-Hybridheizung 40 %
Erneuerbare Energien Hybridheizung (z.B. Wärmepumpe + Pellets /Solarthermie) 45 %
Ölheizung + Solarthermie (Förderung nur auf die Solarthermieanlage) 30 %

Was bedeutet “renewable ready”

Installieren Sie eine neue Gasbrennwertheizung, erhalten Sie keine Förderung. Erweitern Sie diese jedoch innerhalb von zwei Jahren zu einer Hybridheizung, erhalten Sie 20 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet. Das bedeutet allerdings auch, dass bereit bei der Installation der Gasheizung, die Erweiterung zur Hybridheizung bereits eingeplant sein muss. Sie muss also bereit sein ("ready"), für die erneuerbare Wärmequelle.

Gas-Hybridheizung: Dank BAFA-Förderung besonders attraktiv

Die höchste Förderung erhalten Sie mit 35 Prozent (45 Prozent bei Ölheizung zuvor), wenn Sie zwei regenerative Wärmequellen miteinander kombinieren. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn Sie Wärmepumpe mit Pelletheizung zusammen betreiben. Trotz des hohen Zuschusses bleibt diese Kombination die teuerste Kombination. Sie sollten daher genau prüfen, ob dies die richtige Lösung für Ihr Zuhause ist.

Mit bis zu 40 Prozent Förderung für eine Gas-Hybridheizung ist die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie im Moment so attraktiv wie nie. Ziehen Sie zudem noch die langfristigen Einsparungen in Ihre Kalkulation mit ein, wird deutlich, dass sich die Kosten insgesamt schnell amortisieren.

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Zum Angebot mit Förderberatung

Ein intelligentes Steuerungsmodul regelt normalerweise automatisch die Funktion einer Hybridheizung, wobei es verschiedene Betriebsmodi gibt. Diese können beispielsweise von „höchste Energiesparstufe“ bis „maximale Leistung“ reichen. Grundsätzlich aber funktioniert jedes Heizsystem unabhängig vom anderen, also auch im alleinigen Betrieb.

Um es Ihnen als Nutzer einer kompakten Hybridheizung so einfach wie möglich zu machen, sehen die meisten Steuerungsmodule drei Betriebsarten vor, die sich per Knopfdruck einfach einstellen lassen:

  • Der energetisch optimierte Betrieb sorgt für minimalen CO2-Ausstoß und damit für bestmöglichen Klimaschutz.
  • Der kostenoptimierte Betrieb nutzt den jeweils günstigsten Energieträger zur Wärmeerzeugung.
  • Der temperaturabhängige Betrieb richtet sich nach Ihrem Wärmebedarf und den individuell eingestellten Temperaturwerten (z. B. 20 °C Raumtemperatur).

Je nach Anbieter und Technologie entscheidet bei einer Hybridheizung also auch die Steuerungseinheit darüber, inwieweit sich Ihre Investition in ein solches System bezahlt macht.

Ist Ihr Interesse an einer Hybridheizung geweckt? Dann profitieren Sie von unserem Komplettpaket. Wir beraten Sie markenneutral und finden gemeinsam mit Ihnen die Heizung, die perfekt zu Ihren Anforderungen passt. Die nachfolgende Planung und Installation liegt ebenso wie die Fördermittelmittelberatung in unseren Händen und ermöglicht Ihnen einen bequemen und reibungslosen Heizungswechsel. 

Nutzen Sie unseren Heizungsplaner und machen Sie einen ersten Schritt zu einer neuen und sparsamen Hybridheizung.

Mit neuer Hybridheizung Heizkosten massiv senken und 40 % Förderung erhalten

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.