aus 54 Bewertungen | zuletzt aktualisiert am: 10/15/2018

Passende Gastherme kaufen und Kosten sparen

Kompakt, wandhängend, leicht zu installieren - die Gründe, eine Gastherme zu kaufen, liegen auf der Hand. Aber für wen ist eine Gastherme überhaupt eine gute Lösung und was kostet sie?

Mit einer Gastherme lässt sich die Wärme- und Warmwasserversorgung im Wohnraum oder die ausschließliche Warmwasserversorgung sicherstellen. Sorgt die Gastherme für Warmwasser und Raumwärme, wird sie auch als Gas-Kombitherme bezeichnet.

Herzstücke sind dabei der Brenner und der Wärmetauscher. Bei Bedarf erwärmt der Brenner das kalte Wasser. Der Wärmetauscher überträgt anschließend das erhitzte Wasser in den Heizkreislauf beziehungsweise in die Trinkwasserversorgung

Gastherme vs. Gas-Kompaktgerät

Im Gegensatz zu einem Gas-Kompaktgerät − das auch an der Wand montiert wird − erfolgt die Warmwasserbereitung bei der Gastherme nach dem so genannten Durchlaufprinzip. Demnach wird das Wasser direkt beim Durchlaufen über den Brenner der Gastherme erhitzt wird.

Das Kompaktgerät hingegen enthält statt einem Durchlauferhitzer einen integrierten Warmwasserspeicher und rechtfertigt so auch einen höheren Preis.

Es gibt auch wandhängende Heizgeräte ohne Warmwasserbereitung. Dort kann ein externer Warmwasserspeicher angeschlossen werden.

Die Preise von wandhängenden Gas-Heizgeräten fallen je nach Leistung, Modell und Technik unterschiedlich aus. Im Durchschnitt sollten Sie aber 1.600 Euro bis 4.000 Euro für den Kauf der Gastherme einplanen.

Gasthermen sind dabei in der Regel preiswerter als Gas-Kompaktgeräte, da sie ohne Warmwasserspeicher auskommen.

Heizwertthermen noch zeitgemäß?

Die angegebenen Preise beziehen sich auf Gasthermen mit Brennwerttechnik. Eine Gastherme mit der alten Heizwerttechnik ist zwar günstiger in der Anschaffung, seit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 allerdings nur noch in Ausnahmefällen zulässig.

Grund hierfür ist die schlechte Energiebilanz der veralteten und ineffizienten Technik. So verbraucht die Gastherme mit Heizwerttechnik 30 Prozent mehr Energie als eine moderne Gastherme mit Brennwerttechnik.

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Gastherme Kosten: mehr als nur der Kaufpreis

Für den Kauf einer Gastherme ist allerdings nicht nur der reine Produktpreis relevant, sondern auch die Kosten der Installation, des Montagematerials und für eventuelle Zusatzgeräte.

Außerdem wird ein fehlender Gasanschluss zu einem Kostenpunkt, da dieser erst gelegt werden muss. Alternativ können Sie eine Gastherme auch mit Flüssiggas betreiben.

In diesem Fall benötigen Sie einen Flüssiggastank, für den Sie mindestens 1.500 Euro einplanen müssen. Je größer der Tank, desto höher ist der Preis. Zusätzlich fallen für den Tank auch Wartungskosten an. Darüber hinaus ist Flüssiggas teurer als Erdgas und somit für die Gastherme keine optimale Alternative.

Für einen besseren Überblick haben wir Ihnen ein Preisbeispiel für den Kauf einer Gastherme erstellt.

Posten oder Bauteil Kosten
Gastherme 1.600 Euro bis 4.000 Euro (modellabhängig)
Abgassystem ca. 400 Euro
Peripheriegeräte ca. 900 Euro
Montagematerial ca. 350 Euro
Installation und Demontage der Altanlage ca. 1.200 Euro
hydraulischer Abgleich ca. 500 Euro
KfW-Förderantragstellung 100 Euro
Summe brutto 5.050 Euro bis 7.450 Euro
mögliche Förderung (KfW) - 15% Zuschuss nach KfW 430
Summe netto ca. 4293 Euro bis 6.333 Euro

Unser Kostenbeispiel für den Kauf einer Gastherme mit Brennwerttechnik zeigt bereits, dass es lukrative Möglichkeiten gibt, die Investitionskosten zu senken. Zumal Sie für den Austausch einer alten Gastherme mit staatlichen Fördermitteln rechnen können.

So unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Kauf einer modernen Gastherme mit einem Zuschuss in Höhe von 15 Prozent. Wichtig ist dabei, dass die Fördervoraussetzungen erfüllt sind.

Der Förderbetrag wird auf die Gesamtkosten, also inklusive Einbau und Entsorgung der alten Heizung, gewährt. Zudem ist er auch mit Fördermitteln des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kombinierbar, das vor allem erneuerbare Energien fördert.

Die jährlichen Betriebskosten der Gastherme setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Entscheidenden Anteil haben die Verbrauchskosten für den Brennstoff.

Selbst wenn Sie Ihren eigenen Verbrauch über Ihr Heizverhalten steuern können, so bleibt dennoch die Abhängigkeit vom Gaspreis, der Veränderungen unterliegt.

Allgemein lässt sich festhalten, dass der Gaspreis im Vergleich zum Ölpreis weniger starke Schwankungen aufweist. Es gehört auch zur Wahrheit, dass viele Gasanbieter den günstigen Einkaufspreis nicht an die Verbraucher weitergegeben haben.

Gasanbieterwechsel kann Betriebskosten Gastherme senken

Das bedeutet für Sie, dass Sie mit dem Wechsel des Gasanbieters die laufenden Kosten Ihrer Gastherme senken können. Hier sind, über das Jahr gesehen, Ersparnisse bis zu mehreren hundert Euro drin. Oftmals wird mit preiswerten Tarifen geworben, die dann jedoch nur ein Jahr Bestand haben und im Folgejahr wird draufgezahlt.

Unser Tipp: Prüfen Sie Ihren Gastarif und vergleichen Sie ihn mit anderen Anbietern. So senken Sie die laufenden Kosten Ihrer Gastherme.

Laufende Kosten: Wartung der Gastherme

Die Wartung der Gastherme ist aus verschiedenen Gründen notwendig und daher ein nicht zu umgehender Posten bei den laufenden Kosten.

Nur durch eine ordnungsgemäße Wartung können Sie sicherstellen, dass Ihre Gastherme weiterhin zuverlässig und energiesparend arbeitet. Zudem wird für eine Herstellergarantie mitunter eine jährliche Wartung vorausgesetzt. Planen Sie daher ca. 100-200 Euro ein.

Im Vergleich zu einem bodenstehenden Gasheizkessel benötigt die Gastherme wenig Platz und lässt sich recht leicht in den Wohnraum integrieren.

Dank mittlerweile sehr ansprechendem Design fügt sie sich sehr gut ein. Ein extra Heizungsraum ist hier nicht notwendig. Darüber hinaus lässt sich die Gastherme einfach installieren.

Kosten der Gastherme als Pluspunkt

Eine Gastherme ist eine preiswerte Option, sowohl in der Anschaffung als auch bei den Betriebskosten. Dank moderner Brennwerttechnologie senkt eine neue Gastherme den Energieverbrauch um mindestens 30 Prozent im Vergleich zur alten Gastherme.

Das garantiert ein hohes Sparpotenzial bei den Energiekosten. Wenn Sie dies nun ins Verhältnis zum günstigen Anschaffungspreis setzen, erhalten Sie einen vergleichsweise kurzen Amortisationszeitraum von wenigen Jahren.

Der geringere Verbrauch kommt nicht nur Ihrem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt zugute. Denn die reduzierten CO2-Emissionen helfen, Klimaziele zu erreichen und leisten so einen Beitrag gegen den Klimawandel.

Warmwasserbereitung ist limitiert

Ein weiterer Vorteil kommt mit einem Nachteil daher. Bei der Warmwasseraufbereitung sind der Gastherme Grenzen gesetzt. Werden große Mengen Warmwasser benötigt, kommt es aufgrund des Durchlauferhitzers zu Temperaturschwankungen.

Gleichzeitig ist dieses Prinzip für die Wasserhygiene ein Pluspunkt, da es keine Keimbildung durch stehendes Wasser geben kann. Bei Wasserspeichern muss dahingehend gewährleistet sein, das mindestens einmal pro Tag ein Wasseraustausch erfolgt.

Zudem gilt, das die Gastherme mit dem Durchlaufprinzip wenig Speicherverluste bei der Warmwasserbereitung hat und somit hier weniger Energie verloren geht.

>> Welche Gastherme konnte im Test überzeugen? Finden Sie hier die Sieger im Gasthermen-Test der Stiftung Warentest.

Gastherme perfekt für kleinere Wohneinheiten

Allgemein lässt sich sagen, dass Gasthermen für den kleineren Heizbedarf geeignet sind und daher in Etagenwohnungen oder kleinen Einfamilienhäusern Anwendung finden. Gas-Kompaktgeräte sind sowohl in Etagenwohnungen als auch in Ein- und Zweifamilienhäusern einsetzbar.

Welche weiteren Unterschiede es zwischen Gastherme und Gas-Kompaktgerät gibt und welche Vorteile sich jeweils benennen lassen, fasst die folgende Tabelle gut zusammen.

Gas-Kombitherme Gas-Kompakttherme
Warmwasserbereitung Durchlauferhitzer integrierter Warmwasserspeicher
Vorteile + geringer Platzverbrauch
+ geringe Installationskosten
+ hohe Wärmeleisteung
+ für hohen Warmwasserverbrauch geeignet
Nachteile - Platz in Küche oder Bad erforderlich
- geringere Wärmeleistung als Kompaktgeräte
- hoher Platzbedarf durch Speicher
- Gerät häufig teurer als Kombithermen
geeigneter Gebäudetyp Etagenwohnung, kleine Einfamilienhäuser Etagenwohnung, Ein- und Zweifamilienhäuser

Bevor Sie eine neue Gastherme kaufen, sollten Sie die wichtigsten Punkte zum Einbau klären. Dazu gehören unter anderem:

  1. notwendige Heizleistung
    Die notwendige Heizleistung bestimmt sich aus dem Zustand Ihres Hauses und des notwendigen Wärmebedarfs. Für einen gedämmten Altbau lohnt es sich, eine Gastherme mit geringerer Heizleistung zu kaufen. Bei einem ungedämmten Altbau sollten Sie zum Beispiel mit einer Heizleistung von 0,120 kW pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen.
  2. Aufstellungsort
    Wandhängende Geräte sind aufgrund Ihrer Kompaktheit einfach und quasi überall zu installieren. Einzige Ausnahme: Eine Kombitherme muss nah am Wasserhahn angebracht werden, da lange Leitungen für einen Durchlauferhitzer höhere Leistung und damit ineffizientes Arbeiten bedeuten würden. Wer also keinen Platz in Bad oder Küche hat, für den ist eine Kombitherme eher ungeeignet.
  3. Schornstein
    Steigen Sie von Heizwert auf eine Gasbrennwerttherme um, müssen am Schornstein Nachrüstungen vorgenommen werden. Einzusetzen ist hier ein feuchteunempfindliches und korrosionsbeständiges Rohr, am besten aus Kunststoff, da die Abgase feuchter und kühler sind als die Abgase bei Heizwertheizungen.

Heizwert vs. Brennwert - Warum alte Gasthermen ausgetauscht werden müssen

Gasthermen mit Heizwerttechnik nutzen den zugefügten Brennstoff nicht optimal und sorgen so dafür, dass die Heizkosten unnötig hoch sind.

Der Grund liegt in der Nichtnutzung der bei der Verbrennung entstandenen Wärme der Abgase, die einfach durch den Schornstein entweichen.

Aber unter den Heizwertthermen gibt es Unterschiede in Sachen Energieeffizienz. Sogenannte Konstanttemperaturkessel laufen durchgehend bei hohen Temperaturen, ob die Wärme benötigt wird oder nicht.

So kommt es zu hohen Abgastemperaturen und einem unnötig hohen Gasverbrauch.

Niedertemperaturkessel arbeiten ebenso mit Heizwerttechnik, aber nicht mit durchgehend hohen Vorlauftemperaturen. Das bedeutet weniger Energieverlust, die Effizienz moderner Brennwerttechnik erreichen solche Gasthermen aber nicht.

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber den Austausch von Gasthermen, die 30 Jahre und älter sind, in der EnEV 2014 vorgeschrieben.

Wer dem nicht nachkommt und unter keine Ausnahmeregelung fällt, läuft Gefahr, für die alte Gastherme ein Bußgeld in Höhe bis zu 50.000 Euro zahlen zu müssen.

>> Mehr zur EnEV2014 und ab wann Sie Ihre Heizung modernisieren müssen

Frühjahr und Sommer beste Zeit für Wechsel

Grundsätzlich können Sie Ihre neue Gastherme zu jeder Jahreszeit kaufen und installieren lassen. Die beste Zeit ist erfahrungsgemäß jedoch im Frühjahr und Sommer. Im Winter ist Hochsaison, da dann die Schwachstellen der alten Heizung zum Vorschein kommen und schnell Ersatz gesucht wird.

Wechseln Sie bereits vorher zu einer neuen Gastherme, ersparen Sie sich so kalte Tage, wenn die alte Anlage im Winter Probleme macht.

Mit Thermondo lässt sich der Kauf und die Installation einer neuen Gastherme schnell und einfach realisieren.

Wir übernehmen Planung, Montage sowie Entsorgung der Altanlage und helfen Ihnen außerdem, die Ihnen zustehende Förderung zu erhalten. Für Sie wird der Heizungswechsel so entspannt einfach.

Selbstverständlich erhalten Sie bei uns Gasthermen starker Marken, wie Viessmann, Junkers/Bosch, Vaillant, Buderus oder Vaillant.

Ihr persönlicher Ansprechpartner bei uns hilft Ihnen gerne weiter, die einzelnen Modelle der Hersteller zu vergleichen und perfekte Entscheidung für Ihr Zuhause zu treffen.

Nutzen Sie für eine erste Kalkulation einfach unseren Heizungsplaner und lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich ein Angebot für Ihre passende Heizung erstellen.

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Sie haben weitere Fragen zum Thema Gasheizung kaufen? Dann stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort. Schreiben Sie uns einfach Ihre Nachricht an fragen@thermondo.de

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