Passende Gastherme kaufen und Kosten sparen

Der Begriff Gastherme wird häufig für alle Arten von wandhängenden Heizgeräten genutzt. Dabei arbeiten Gasthermen anders als sogenannte Kompaktgeräte. Die Unterschiede zwischen beiden haben zudem erheblichen Einfluss auf Preise und Eignung.

Eine Gastherme ist entweder für die reine Warmwassererzeugung im Wohnraum zuständig oder verbindet diese mit der Bereitstellung von Heizwärme. Erzeugt die Gastherme Warmwasser und Raumwärme gleichzeitig, wird sie auch als Gas-Kombitherme bezeichnet. Die Herzstücke bilden der Brenner und der Wärmetauscher.

Bei Bedarf erwärmt der Brenner das kalte Wasser. Der Wärmetauscher überträgt anschließend das erhitzte Wasser in den Heizkreislauf beziehungsweise in die Trinkwasserversorgung.

Im Gegensatz zum Gas-Kompaktgerät − das auch an der Wand montiert wird − erfolgt die Warmwasserbereitung bei einer Gastherme nach dem so genannten Durchlaufprinzip. Das Kompaktgerät hingegen enthält einen integrierten Warmwasserspeicher.

Es gibt auch wandhängende Heizgeräte ohne Warmwasserbereitung. Dort kann ein externer Warmwasserspeicher angeschlossen werden.

Die Preise von wandhängenden Gas-Heizgeräten fallen je nach Leistung, Modell und Technik unterschiedlich aus. Im Durchschnitt sollten Sie aber 1.600 Euro bis 4.000 Euro für den Kauf einplanen. Gasthermen sind dabei in der Regel preiswerter als Gas-Kompaktgeräte.

Heizwertgeräte sind noch günstiger in der Anschaffung, seit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 allerdings nur noch in Ausnahmefällen zulässig. Grund hierfür ist unter anderem die veraltete und ineffiziente Technik. So verbraucht ein Heizwertgerät 30 Prozent mehr Energie als eine moderne Gasbrennwerttherme.

Doch bei den reinen Gerätekosten bleibt es nicht. Hinzu kommen Kosten für Installation, Montagematerial und eventuelle Zusatzgeräte. Für einen besseren Überblick haben wir Ihnen ein Preisbeispiel erstellt. 

Mit diesen Installationskosten sollten Sie beim Kauf einer neuen Gastherme rechnen:

Posten Preis
neue Gastherme 1.600 Euro bis 4.000 Euro (modellabhängig)
Abgassystem ca. 400 Euro
Peripheriegeräte ca. 900 Euro
Montagematerial ca. 350 Euro
Installation und Demontage der Altanlage ca. 1.200 Euro
hydraulischer Abgleich ca. 500 Euro
KfW-Förderantragstellung 100 Euro
Summe brutto 5.050 Euro bis 7.450 Euro
möglicher KfW-Zuschuss - 15% Zuschuss nach KfW 430
Summe netto ca. 4293 Euro bis 6.333 Euro

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Grundsätzlich benötigt eine Gastherme wenig Platz, da sie kompakter und kleiner ist als ein bodenstehender Gasheizkessel. Somit eignen sich die wandhängenden Thermen besonders für kleine Räume. 

Doch gerade beim Wärme- und Wasserbedarf bieten die einzelnen wandhängenden Geräte unterschiedliche Vor- und Nachteile, die Sie vor dem Kauf gegeneinander abwägen sollten:


Gas-Kombitherme Gas-Kompakttherme
Warmwasserbereitung Durchlauferhitzer integrierter Warmwasserspeicher
Vorteile + geringer Platzverbrauch
+ geringe Installationskosten
+ hohe Wärmeleisteung
+ für hohen Warmwasserverbrauch geeignet
Nachteile - Platz in Küche oder Bad erforderlich
- geringere Wärmeleistung als Kompaktgeräte
- hoher Platzbedarf durch Speicher
- Gerät häufig teurer als Kombithermen
geeigneter Gebäudetyp Etagenwohnung, kleine Einfamilienhäuser Etagenwohnung. Ein- und Zweifamilienhäuser

Bevor Sie eine neue Gastherme kaufen, sollten Sie die wichtigsten Punkte zum Einbau klären. Dazu gehören unter anderem:

  1. notwendige Heizleistung
    Die notwendige Heizleistung bestimmt sich aus dem Zustand Ihres Hauses und des notwendigen Wärmebedarfs. Für einen gedämmten Altbau lohnt es sich, eine Gastherme mit geringerer Heizleistung zu kaufen. Bei einem ungedämmten Altbau sollten Sie zum Beispiel mit einer Heizleistung von 0,120 kW pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen.
  2. Aufstellungsort
    Wandhängende Geräte sind aufgrund Ihrer Kompaktheit einfach und quasi überall zu installieren. Einzige Ausnahme: Eine Kombitherme muss nah am Wasserhahn angebracht werden, da lange Leitungen für einen Durchlauferhitzer höhere Leistung und damit ineffizientes Arbeiten bedeuten würden. Wer also keinen Platz in Bad oder Küche hat, für den ist eine Kombitherme eher ungeeignet.
  3. Schornstein
    Steigen Sie von Heizwert auf eine Gasbrennwerttherme um, müssen am Schornstein Nachrüstungen vorgenommen werden. Einzusetzen ist hier ein feuchteunempfindliches und korrosionsbeständiges Rohr, am besten aus Kunststoff, da die Abgase feuchter und kühler sind als die Abgase bei Heizwertheizungen.

Die Kosten für den Kauf einer passenden Gastherme inklusive Installation sollten Sie vorab berechnen lassen. Nutzen Sie dafür einfach unseren Heizungsplaner und lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich ein Angebot für Ihre passende Heizung erstellen.


Profilfoto Sebastian

Sebastian ist Autor dieses Artikels und Experte für Heizsysteme. Außerdem beschäftigt er sich mit aktuellen Themen rund um die Wärmewende. Helfen Sie Sebastian, den Artikel zu verbessern und geben Sie Ihre Bewertung ab.

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