Zuletzt aktualisiert am: 31.05.2021

Altbausanierung: Fördermittel 2021 für Heizung und Gebäude

Wer seinen Altbau saniert, genießt danach nicht nur größeren Wohnkomfort, sondern kann von umfangreicher staatlicher Förderung profitieren. Fördermittel für die Altbausanierung 2021 gibt es nicht nur für das Gebäude, sondern auch für die Heizung.

Wer noch 2020 Fördermittel für die Altbausanierung erhalten wollte, musste sich neben dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auch an die Kreditanstalt für Wiederaufbau wenden. Während das BAFA überwiegend für die Förderung von Heizungen zuständig war, gab es die Fördermittel für die Altbausanierung von der KfW.

Mit dem Inkrafttreten der BEG-Förderung haben sich seit Beginn 2021 Änderungen ergeben. Denn mit der BEG werden alle bereits existierenden Förderprogramme für die energetische Sanierung in einem Programm zusammengefasst. Im Januar ist die BEG-EM-Förderung gestartet. Sie umfasst Einzelmaßnahmen im Bestand, wie z.B. die Heizungssanierung.

Bis zum 30. Juni 2021 können Hausbesitzer noch die alte KfW-Förderung für die Altbausanierung am Gebäude beantragen. Das betrifft die KfW-Programme 151, 153, 167 sowie 430 für die umfassende Altbausanierung. Ab dem 1. Juli 2021 wird diese Förderung durch die BEG-Förderung vollständig abgelöst.

Steuerbonus als staatliche Förderung der Altbausanierung 2021

Im Jahr 2020 wurde die steuerliche Förderung der Altbausanierung deutlich verbessert. Seither können bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal aber 40.000 Euro, steuerlich über einen Zeitraum von drei Jahren abgesetzt werden.

Wichtige Voraussetzung: Das sanierte Gebäude ist mindestens zehn Jahre alt und wird vom Eigentümer bewohnt.

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Wer seine Heizung im Altbau saniert, kann die BEG-EM-Förderung nutzen. Sie hat die bisherigen BAFA-Förderprogramme für Einzelmaßnahmen abgelöst. Während es für Ölheizungen keine Förderung mehr gibt, können Hausbesitzer mit einer Gas-Hybridheizung bis zu 40 Prozent Förderung erhalten.

Beim Umstieg auf Wärmepumpe oder Biomasse-Heizung (z.B. Pellet- oder Hackschnitzelheizung) erhalten Sie bei der Altbausanierung bis zu 45 Prozent. Ebenso hoch ist die Förderung beim Anschluss an ein Fernwärmenetz, sofern dessen Wärme umweltfreundlich erzeugt wird.

Auch beim Umstieg auf Solarthermie sind noch bis zu 30 Prozent staatlicher Förderung für die Heizung möglich.

Beim Tausch einer alten Ölheizung erhöht sich die Förderquote nochmals um 10 Prozent.

Dämmung der Gebäudehülle ist förderfähig

Ihr Gebäude wird noch energieeffizienter, wenn Sie Ihren Altbau nicht nur mit einer neuen Heizung ausstatten, sondern auch die Gebäudehülle sanieren bzw. dämmen.

Die BEG sieht hier ebenfalls Fördermittel vor. Gefördert wird die Fassaden- und Dachdämmung, die Dämmung von Kellergeschossdecken oder der Fenstertausch. Bis zum 30.06.2021 erfolgt die Förderung über KfW-Kredite bzw. Tilgungszuschüsse. Ab dem 1.7.2021 werden diese Programme vom der BEG abgelöst.

Die Fördermittel lassen sich untereinander nicht kombinieren. Wird ein individueller Sanierungsfahrplan erstellt, ist eine Erhöhung der Förderquote um 5 Prozent möglich.

Welche Maßnahme wird durchgeführt? BEG-EM-Förderung als Zuschuss KfW-430 Zuschuss KfW-152 Tilgungs-
zuschuss
Heizungstausch bis zu 50 %
Optimierung der Heizung zwischen 20 und 25 % 20 %
Dachdämmung/Dämmung der obersten Geschossdecke / der Fassade / des Kellers 20 bis 25 % 20 %
Sommerlicher Wärmeschutz 20 bis 25 % 20 %
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 25 bis 40 % (maximal 48.000 € pro Wohneinheit) 25 bis 40 % (maximal 48.000 € pro Wohneinheit)
Energieberatung 80 % der BAFA „Vor-Ort-Beratung“
Fachplanung und Baubegleitung 50 % der Kosten für einen Energieberater 50 % über KfW-431

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Damit Sie die Fördermittel für Ihre Altbausanierung beantragen können, ist es erforderlich, einen Energieberater einzubeziehen. Dieser stellt den Förderantrag z.B. für KfW-Kredite für Sie. Außerdem kann Ihnen der Energieberater empfehlen, welche Fördermittel am besten geeignet sind. Wichtig ist, dass der Berater für die BEG-Förderung akkreditiert und auf der Beraterliste des Bundes steht.

Das Gute daran: Der Energieberater lässt sich über die BEG mit bis zu 80 Prozent fördern. Ebenfalls können Sie sich die Baubegleitung über das KfW-Programm 431 mit bis zu 50 Prozent fördern lassen.

Noch eine wichtige Voraussetzung für die Förderung: Sie müssen die Anträge immer jeweils vor Baubeginn bzw. vor dem Kauf des Heizgeräts stellen.

Lokale Förderangebote prüfen

Unabhängig von der staatlichen Förderung für die Heizung bei der Altbausanierung lassen sich häufig auch Fördermittel auf regionaler oder kommunaler Ebene beantragen. Das gilt z.B. häufig für denkmalgerechtes Sanieren. Wenn Sie Ihren Altbau modernisieren wollen, sollten Sie deshalb unbedingt regionale Förderprogramme prüfen. Häufig lassen sich diese auch mit Bundesförderprogrammen für die Altbausanierung kombinieren.

Wollen Hausbesitzer ihren Altbau 2021 sanieren, gibt es viele Möglichkeiten, um staatliche Fördermittel zu beantragen. Wichtig ist dabei jedoch genau zu prüfen, ob es sich noch lohnt, die bisherige KfW-Förderung bis zum 30. Juni 2021 zu nutzen oder auf die neuen BEG-Förderprogramme zu warten. Ebenfalls sollten Hausbesitzer genau prüfen, ob sich z.B. auch der Steuerbonus für die energetische Sanierung lohnen könnte.

Eines steht jedoch fest: Die Heizungssanierung im Altbau ist dank BEG sehr attraktiv und Sie können bis zu 55 Prozent der förderfähigen Kosten zurückerhalten, wenn Sie z.B. eine alte Ölheizung gegen eine moderne Hybridheiztechnik bzw. Erneuerbare Energien austauschen.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.