Wer seinen Altbau saniert, genießt danach nicht nur größeren Wohnkomfort, sondern kann von umfangreicher staatlicher Förderung profitieren. Fördermittel für die Altbausanierung 2022 gibt es nicht nur für das Gebäude, sondern auch für die Heizung.

Wer noch 2020 Fördermittel für die Altbausanierung erhalten wollte, musste sich neben dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auch an die Kreditanstalt für Wiederaufbau wenden. Während das BAFA überwiegend für die Förderung von Heizungen zuständig war, gab es die Fördermittel für die Altbausanierung von der KfW.

Mit dem Inkrafttreten der BEG-Förderung haben sich seit Beginn 2021 Änderungen ergeben. Denn mit der BEG werden alle bereits existierenden Förderprogramme für die energetische Sanierung in einem Programm zusammengefasst. Im Januar ist die BEG-EM-Förderung gestartet. Sie umfasst Einzelmaßnahmen im Bestand, wie z. B. die Heizungssanierung.

Steuerbonus als staatliche Förderung der Altbausanierung 2022

Im Jahr 2020 wurde die steuerliche Förderung der Altbausanierung deutlich verbessert. Seither können bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal aber 40.000 Euro, steuerlich über einen Zeitraum von drei Jahren abgesetzt werden. Allerdings dürfen Sie dann keine BEG-Förderung in Anspruch nehmen.

Wichtige Voraussetzung: Das sanierte Gebäude ist mindestens zehn Jahre alt und wird vom Eigentümer bewohnt.

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Wer seine Heizung im Altbau saniert, kann die BEG-EM-Förderung nutzen. Beim Umstieg auf eine Wärmepumpe erhalten Sie bei der Altbausanierung bis zu 40 Prozent. Eingerechnet in diese Fördersummen ist ein Heizungs-Tausch-Bonus. Sie erhalten zusätzlich zur Basisförderung 10 Prozent staatlichen Zuschuss, wenn Sie Ihre alte Gasheizung (mind. 20 Jahre) oder Ölheizung gegen eine EE-Heizung tauschen. Beim Umstieg auf eine Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe wird ein Wärmepumpen-Bonus von fünf Prozent gezahlt.

Auch beim Umstieg auf Solarthermie sind noch bis zu 25 Prozent staatlicher Förderung für die Heizung möglich.

Dämmung der Gebäudehülle ist förderfähig

Ihr Gebäude wird noch energieeffizienter, wenn Sie Ihren Altbau nicht nur mit einer neuen Heizung ausstatten, sondern auch die Gebäudehülle sanieren bzw. dämmen. Hier sind 15 Prozent im Rahmen des BEG möglich.

Die Förderung der Altbausanierung bei Einzelmaßnahmen über die Kreditförderung der KfW ist seit August 2022 nicht mehr möglich. Zuschüsse werden nur noch vom BAFA gezahlt, die KfW vergibt nur noch Kredite.

Welche Maßnahme wird durchgeführt? BEG-EM-Förderung als Zuschuss
Heizungstausch bis zu 40 %
Optimierung der Heizung 15 %
Dachdämmung/Dämmung der obersten Geschossdecke/der Fassade/des Kellers 15 %
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Sie müssen die Anträge immer jeweils vor Baubeginn bzw. vor dem Kauf des Heizgeräts stellen. Zudem gelten folgende Bedingungen für die Förderung beim Heizungstausch im Altbau:

  • Eine Kumulierung mit anderen Fördermitteln ist möglich, die Fördersumme darf aber nicht die förderfähigen Kosten übersteigen.
  • Eine Kumulierung mit der Steuerermäßigung im Rahmen der Einkommenssteuer ist jedoch nicht zulässig.
  • Verpflichtender Einbau eines Wärmemengenzählers oder einer Alternative zur Effizienzmessung.
  • Hydraulischer Abgleich ist nun in jedem Fall verpflichtend durchzuführen.

Lokale Förderangebote prüfen

Unabhängig von der staatlichen Förderung für die Heizung bei der Altbausanierung lassen sich häufig auch Fördermittel auf regionaler oder kommunaler Ebene beantragen. Das gilt z. B. häufig für denkmalgerechtes Sanieren. Wenn Sie Ihren Altbau modernisieren wollen, sollten Sie deshalb unbedingt regionale Förderprogramme prüfen. Häufig lassen sich diese auch mit Bundesförderprogrammen für die Altbausanierung kombinieren.

Wollen Hausbesitzer ihren Altbau 2022 sanieren, gibt es viele Möglichkeiten, um staatliche Fördermittel zu beantragen. Ebenfalls sollten Hausbesitzer genau prüfen, ob sich z. B. auch der Steuerbonus für die energetische Sanierung lohnen könnte oder ob z. B. ein KfW-Kredit für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus möglich ist.

Eines steht jedoch fest: Die Heizungssanierung im Altbau ist dank BEG sehr attraktiv und Sie können bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten zurückerhalten, wenn Sie z. B. eine alte Öl- oder Gasheizung gegen eine moderne Wärmepumpe tauschen.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.