Zuletzt aktualisiert am: 22.10.2020

Erdgas oder Heizöl?

So unterschiedlich sie auch wirken mögen, etwas Wesentliches haben Heizöl und Erdgas gemeinsam: Deutschland importiert beide Energieträger zum größten Teil aus dem Ausland und ist so von der dort stattfindenden Preispolitik abhängig – und die richtet sich stark nach der internationalen Nachfrage.

Im Moment (Stand: Oktober 2020) ist Heizöl mit rund 4 Cent/kWh günstiger als Erdgas, das mit durchschnittlich weniger als 7 Cent/kWh immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau liegt. Als Berechnungsgrundlage dient der durchschnittliche Heizölpreis von 44 Cent pro Liter und ein Energiegehalt von rund 11 kWh/Liter Heizöl.

Die Heizöl-Preise liegen somit 2020 auf dem Niveau von 2016, als die Preise mit dem verstärkten Fracking der USA einen neuen Tiefstand erreicht hatten.

Dennoch gibt es einen Schwachpunkt bei Ölheizungen: Die Brennstoffpreise sind im Gegensatz zum Gaspreis großen Schwankungen ausgesetzt.

So sind die Erdgaspreise im Vergleich deutlich stabiler und geben Gasheizungsbesitzern eine bessere Planbarkeit. Diese Preisentwicklung wird sich übrigens mit großer Wahrscheinlichkeit fortsetzen, auch wenn 2019 ein Anstieg der Gaspreise erfolgte.

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Im Vergleich zu Heizöl ist Erdgas zwar umweltfreundlicher, es hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Es ist nicht überall verfügbar.

Während Heizöl per Tanklastwagen nahezu überall hin geliefert werden kann, benötigen Sie für Erdgas einen Anschluss an das lokale Netz.

Ist noch kein Gasanschluss vorhanden, muss dieser erst gelegt werden. Das führt im Durchschnitt zu Kosten von 1.500-2.500 Euro. Hinzu kommen monatliche Gebühren zwischen 10 und 30 Euro.

In Regionen, in denen keine Erdgasleitungen verlegt sind, kann Flüssiggas als Alternative dienen. Dieses wird – ähnlich wie Heizöl – angeliefert und in einem Tank gespeichert. Meist finden hier große Außentanks Verwendung. Leider ist Flüssiggas meist teurer als Erdgas.

Heizöl: Preise schwanken

Die Preisentwicklung von Öl ist schon seit langem durch starke Schwankungen geprägt. Daher sind auch künftig kurzfristige Preisabfälle denkbar, wie die aktuellen Preise 2020 zeigen, die auf dem Niveau von 2016 liegen.

Der Preis von knapp 45 Euro pro 100 Liter Heizöl (Stand August, 2020) wird voraussichtlich zur Heizsaison ansteigen.

Die Anfälligkeit vom Weltgeschehen macht den Ölpreis allerdings unvorhersehbar. Werden die Förderkapazitäten seitens der OPEC erhöht, hat dies zwar positiven Einfluss auf den Heizölpreis. Darüber hinaus hat die Corona-Krise 2020 zu einem deutlichen Rückgang beim globalen Ölverbrauch geführt. Somit sind aufgrund der hohen Fördermengen der USA die Preise nochmals stark gesunken. Keiner weiß jedoch genau, wie sich die Ölpreise nach der Krise entwickeln.

Für Verbraucher bedeuten aktuelle Niedrigpreise beim Heizöl: Jetzt den Tank auffüllen, solange das niedrige Preisniveau anhält.

Ausblick: Ölheizungsverbot 2026

Die Preisentwicklung des Heizöls stellt Verbraucher immer wieder vor Herausforderungen. Wer den Markt beobachtet, kann beim Heizölkauf sparen. Wer weiterhin beim Öl bleiben möchte, sollte jetzt noch die Chance nutzen, um auf sparsame Öl-Brennwerttechnik umzusteigen.

Die Ölheizung wird zwar nicht mehr staatlich gefördert, dennoch haben Sie mit Ölbrennwerttechnik die Chance, bis zu 30 Prozent an Heizöl einzusparen. Kombinieren Sie Ihre Heizung außerdem mit Solarthermie, sinkt der Ölverbrauch auf ein Minimum und Sie reduzieren gleichzeitig Ihre Emissionen.

Ab 2026 dürfen keine neuen Ölheizungen mehr verkauft und eingebaut werden. Lassen Sie sich am besten jetzt zu Ihren Möglichkeiten beraten. Vielleicht lohnt sich der Umstieg auf eine Gas-Hybridheizung. Wer vom Öl auf Gas-Hybrid umsteigt, kann bis zu 40 Prozent staatlicher Förderung bekommen.

Der Umstieg auf eine Gas-Solarheizung wird Ihnen noch einen weiteren Kostenvorteil bringen. Da ab 2021 die CO2-Abgaben deutlich steigen, werden Sie dank geringerer CO2-Emissionen im Vergleich zur Ölheizung nochmals sparen.

Erdgas: Preis wird langfristig steigen

Viele Ökonomen sagten für die zweite Jahreshälfte einen Anstieg der Energiepreise voraus. Was den Erdgaspreis angeht, ist davon noch nichts zu spüren, liegt er trotz Anstieg 2020 immer noch auf einem sehr niedrigen Stand.

Allerdings profitieren Verbraucher nicht unbedingt davon, da Energieversorger die Preise nicht immer an sie weitergeben. Hier lohnt es sich, Tarife zu vergleichen und mit einem Wechsel Geld zu sparen.

Langfristig bleiben die Experten jedoch bei der Einschätzung, dass die Preise für Erdgas in den nächsten fünf Jahren anziehen werden.

Das Thermondo-Komplettpaket

  1. Wir finden für Sie die passende Heizung zum Festpreis.
  2. Bei der Förderung für Ihr Heizsystem holen wir das Maximum für Sie heraus.
  3. Wir übernehmen die Koordination mit Ihrem Netzbetreiber, dem Schornsteinfeger und – wenn gewünscht – auch die Entsorgung des alten Öltanks.
  4. Ihr Thermondo-Installationsteam vor Ort führt die Montage nach Ihren Wünschen durch.
  5. Auch nach der Installation sind wir mit unserem Wartungs- und Serviceangebot für Sie da.
  6. Nutzen Sie unseren Heizungsplaner, um die für Sie passende Heizung zu finden.

Verglichen mit Öl emittiert Erdgas weniger CO2 pro Kilowattstunde produzierter Wärmeenergie, die Brennstoffkosten sind auf lange Sicht niedriger und konstanter und der Kauf einer Gasheizung ist günstiger. Alte Niedertemperaturgeräte oder noch ältere Standardkessel verbrauchen zirka 30 Prozent mehr Öl und Gas als neue, effiziente Brennwertgeräte.

Stehen Sie vor einer Neuanschaffung, sind das Punkte, die Sie durchaus mit bedenken müssen, vor allem im Hinblick auf bis zu 40 Prozent staatliche Förderung. Mit einer Gas-Hybrid-Heizung reduzieren Sie Ihre Verbrauchskosten maximal, senken Ihre CO2-Steuer ab 2021 und erzeugen deutlich weniger Emissionen. Sie schonen somit Ihren Geldbeutel und tun etwas Gutes für die Umwelt.

Gasheizung oder Ölheizung? Wir haben weitere Artikel zur Entscheidungsfindung:

Wer noch eine alte Ölheizung hat und keinen Zugang zu Gas, sollte zumindest über die Investition in eine neue, effiziente Ölheizung mit Brennwerttechnik nachdenken. Dies ist noch bis Ende 2025 möglich. Ab 2026 ist der Verkauf von Ölheizungen verboten.

Der Aufwand zum Heizungswechsel ist gering. Zudem haben Sie die Kosten der Neuanschaffung durch geringere Heizkosten schnell wieder drin. Und von der Auswahl bis zur Montage sind wir Ihr Partner.

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Beliebte Ölheizungen in unserem Sortiment:

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.