Fast 50 Prozent der Deutschen heizen mit Gas und mehr als 20 Prozent mit Öl. Gas- oder Ölheizungen sind damit die beliebtesten Heizsysteme in der BRD. Verbraucher stehen deshalb häufig vor der Frage: Öl- oder Gasheizung?

Aktuelle Änderung der Förderung

Bitte beachten Sie, dass das BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) die Heizungsförderung im Rahmen des BEG (Bundesförderung für Effiziente Gebäude) kurzfristig zum 15. August ändert. Angesichts der knapperen zur Verfügung stehenden Mittel konzentriert sich das BMWK jetzt vor allem auf den Gebäudebestand und will die staatliche Förderung auf mehr Haushalte verteilen.

Daraus ergeben sich u. a. folgende Änderungen:

  • Gasheizungen sind nicht länger förderfähig, damit erhalten auch Gashybridheizungen (z. B. mit Solarthermie) keine Förderung mehr.
  • Geänderte Fördersätze für Wärmepumpen: Wärmepumpen werden maximal bis zu 40 % gefördert, wenn Sie von einer Öl-Heizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung umsteigen und den Wärmepumpenbonus erhalten.
  • Der Bonus von 5 %, sofern der Heizungswechsel im Rahmen eines iSFP (individuellen Sanierungsfahrplan) stattfindet, entfällt.

Mit dem Fördermittelservice von thermondo erhalten Sie weiterhin das Maximum an möglicher Förderung für Ihren Heizungswechsel.

Lesen Sie hier mehr zur Förderung.
(Die Bekanntmachung (BAnz AT 27.07.2022 B1) des BMWK finden Sie im Bundesanzeiger hier.)

Vorteile Gasheizung:

  • benötigt keinen Brennstofftank (außer beim Heizen mit Flüssiggas)
  • seit vielen Jahrzehnten bewährte und immer wieder weiterentwickelte Heiztechnik
  • moderne Brennwerttechnik benötigt bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff als alte Gasheizungen
  • zeichnet sich durch einen geringen Wartungsaufwand aus
  • kann mit preisgünstigem Kunststoffschornstein betrieben werden
  • sehr gut mit alternativen Energieerzeugern wie Solarthermie und Wärmepumpen oder Pellettechnik kombinierbar
  • als Hybridheizung staatlich gefördert
  • hohe Versorgungssicherheit
  • geringere CO2-Emissionen als Ölheizungen
  • platzsparende, sehr kompakte Heizgeräte

Vorteile Ölheizung:

  • sehr robuste und langlebige Heiztechnik
  • eigener Brennstoffvorrat sorgt für bedingte Autarkie
  • moderne Brennwerttechnik spart bis zu 30 Prozent Brennstoff gegenüber alter Ölheizung ein
  • kann mit erneuerbaren Energieträgern kombiniert werden

Nachteile Gasheizung:

  • für wirtschaftlichen Betrieb ist Erdgasanschluss notwendig
  • Abhängigkeit von Energieversorgern
  • mit rein fossilem Brennstoff nicht nachhaltig
  • keine staatliche Förderung mehr

Nachteile Ölheizung:

  • schwankende Brennstoffpreise
  • hohe Abhängigkeit von Energielieferanten
  • höherer Wartungsaufwand
  • hoher Platzbedarf für Öltank
  • möglicher Ölgeruch im Keller
  • keine staatliche Förderung mehr möglich
  • hohe CO2-Emissionen

Im direkten Vergleich schneidet die Gasheizung besser ab. Allerdings hängen die Vorteile auch von bestimmten Voraussetzungen wie einem Gasanschluss ab.

Mit moderner Heiztechnik bis zu 30 % Heizkosten sparen
Zum Angebot mit Förderberatung

Wer sich für oder gegen eine Gas- bzw. Ölheizung entscheidet, muss dafür zunächst die Brennstoffpreise berücksichtigen. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Kosten Sie bei Gas oder Öl rechnen müssen.

Wer mit Öl heizt, hat ein hohes Preisrisiko

Im Jahr 2021 lag der Ölpreis mit durchschnittlich 6,7 Cent/kWh auf einem ähnlichen Niveau wie Erdgas, dessen durchschnittliches Preisniveau bei rund 6,1 Cent/kWh lag.

Die Heizöl-Preise lagen damit wieder höher als 2020. Damals hatten die Preise u.a. aufgrund der verstärkten Fracking-Aktivitäten der USA einen neuen Tiefstand erreicht.

Dennoch bleibt der Ölpreis ein großer Schwachpunkt bei Ölheizungen: Denn die Brennstoffpreise sind im Gegensatz zum Gaspreis großen Schwankungen ausgesetzt.

Das zeigt 2022 vor allem der Ausbruch des Ukraine-Kriegs. In Folge der Auseinandersetzungen hat sich der Ölpreis zwischenzeitlich gegenüber dem Vorjahr verdreifacht und liegt Stand Mai 2022 immer noch doppelt so hoch wie 2021.

Einfach ausgedrückt: Wer für eine Füllung seines Öltanks bisher 2.000 Euro gezahlt hat, muss 2022 mit Kosten von 4.000 oder sogar 6.000 Euro rechnen.

2022 zeigt aber auch, dass der Gaspreis hohen Schwankungen unterworfen sein kann. Der Preis pro kWh hat sich beim Erdgas im ersten Quartal 2022 ebenfalls verdoppelt.

Der Vergleich zwischen Öl- und Gasheizung sollte deshalb um eine dritte Variante erweitert werden: die Wärmepumpe. Sie schafft Unabhängigkeit von Energiepreisen und stößt gleichzeitig keine CO2-Emissionen aus.

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Im Vergleich zu Heizöl ist Erdgas zwar „umweltfreundlicher“, es hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Es ist nicht überall verfügbar. Während Heizöl per Tanklastwagen nahezu überall hin geliefert werden kann, benötigen Sie für Erdgas einen Anschluss an das lokale Netz.

Ist noch kein Gasanschluss vorhanden, muss dieser erst gelegt werden. Das führt im Durchschnitt zu Kosten von 1.500 - 2.500 Euro. Hinzu kommen monatliche Gebühren zwischen 10 und 30 Euro.

Lesen Sie mehr zum Gasanschluss, wie Sie ihn beantragen und welche Kosten auf Sie zukommen.

Flüssiggas - teuer, dafür ohne Netzanschluss

In Regionen, in denen keine Erdgasleitungen verlegt sind, kann Flüssiggas als Alternative dienen. Dieses wird – ähnlich wie Heizöl – angeliefert und in einem Tank gespeichert. Meist finden hier große Außentanks Verwendung. Leider ist Flüssiggas oftmals teurer als Erdgas.

Gas und Öl sind fossile Brennstoffe, deren Preis in den kommenden Jahren aufgrund von CO2-Besteuerung und sinkenden Vorräten mit hoher Wahrscheinlichkeit steigen wird.

Die Preisentwicklung von Öl ist schon seit langem durch starke Schwankungen geprägt. Daher sind auch künftig kurzfristige Preisabfälle denkbar, wie die Preise 2020 gezeigt haben, die auf dem Niveau von 2016 lagen.

Die Anfälligkeit vom Weltgeschehen macht den Ölpreis allerdings unvorhersehbar, wie der Ukraine-Krieg zeigt. Bisher sank der Preis, wenn die Förderkapazitäten seitens der OPEC erhöht wurden. Darüber hinaus hat die Corona-Krise 2020 zu einem deutlichen Rückgang beim globalen Ölverbrauch geführt. Somit sind aufgrund der hohen Fördermengen der USA die Preise bis 2021 stark gesunken.

Ein böses Erwachen gab es jedoch 2022, als die Preise für Heizöl sich im ersten Quartal teilweise verdreifacht hatten.

Wer weiterhin mit Öl heizen muss oder möchte, sollte deshalb die Preise beobachten und dann zugreifen, wenn das Preisniveau vergleichsweise niedrig ist. Für 2022 wird jedoch nicht erwartet, dass der Ölpreis signifikant sinkt. Wahrscheinlicher sind Preissteigerungen im Laufe des Jahres.

Die Preisentwicklung des Heizöls stellt Verbraucher immer wieder vor Herausforderungen. Wer den Markt beobachtet, kann beim Heizölkauf sparen. Wer weiterhin beim Öl bleiben möchte, sollte zumindest mit Brennwerttechnik heizen.

Die Ölheizung wird zwar nicht mehr staatlich gefördert, dennoch haben Sie mit Ölbrennwerttechnik die Chance, bis zu 30 Prozent an Heizöl einzusparen. Durch die Kombination mit Solarthermie lässt sich der Ölverbrauch auf ein Minimum senken und die Emissionen gleichzeitig reduzieren.

Ab 2026 sind die Hürden für eine neue Ölheizungen sehr hoch. Eine Ölheizung darf dann nur noch in Kombination mit erneuerbaren Energien verkauft und eingebaut werden. Ohne erneuerbare Energien darf eine Ölheizung nur noch in Ausnahmefällen gekauft und eingebaut werden. Lassen Sie sich am besten jetzt zu Ihren Möglichkeiten beraten. Vielleicht lohnt sich der Umstieg auf eine Gas-Hybridheizung.

Der Umstieg auf eine Gas-Solarheizung wird Ihnen noch einen weiteren Kostenvorteil bringen. Da ab 2021 die CO2-Abgaben deutlich steigen, werden Sie dank geringerer CO2-Emissionen im Vergleich zur Ölheizung nochmals sparen.

Aber auch hier gilt: Selbst mit einer sparsameren Gasheizung bleiben Sie abhängig von fossilen Energieträgern und den damit verbundenen Preisschwankungen. Nur durch den Umstieg auf Erneuerbare Energien ist eine größtmögliche Unabhängigkeit möglich.

Ähnlich wie beim Ölpreis gab es auch für Betreiber von Gasheizungen im ersten Quartal 2022 einen Preisschock. Viele werden die Auswirkungen des rapiden Preisanstiegs beim Erdgas noch lange spüren.

Und unabhängig von der Entwicklung des Ukraine-Kriegs gehen Experten davon aus, dass die Preise für Erdgas in den nächsten fünf Jahren anziehen werden. Da die Gasversorgung in Europa u.a. durch die Einstellung der Pipeline Nord Stream 2 neu ausgerichtet werden muss, werden sich in den kommenden Jahren sicherlich noch weitere Preisverschiebungen ergeben.

Das thermondo-Komplettpaket

  1. Wir finden für Sie die passende Heizung zum Festpreis.
  2. Bei der Förderung für Ihr Heizsystem holen wir das Maximum für Sie heraus.
  3. Wir übernehmen die Koordination mit Ihrem Netzbetreiber, dem Schornsteinfeger und – wenn gewünscht – auch die Entsorgung des alten Öltanks.
  4. Ihr thermondo-Installationsteam vor Ort führt die Montage nach Ihren Wünschen durch.
  5. Auch nach der Installation sind wir mit unserem Wartungs- und Serviceangebot für Sie da.
  6. Nutzen Sie unseren Heizungsplaner, um die für Sie passende Heizung zu finden.

Verglichen mit Öl emittiert Erdgas weniger CO2 pro Kilowattstunde produzierter Wärmeenergie und der Kauf einer Gasheizung ist günstiger. Alte Niedertemperaturgeräte oder noch ältere Standardkessel verbrauchen zirka 30 Prozent mehr Öl und Gas als neue, effiziente Brennwertgeräte.

Stehen Sie vor einer Neuanschaffung, sind das Punkte, die Sie durchaus mit bedenken können, vor allem im Hinblick auf bis zu 40 Prozent staatliche Förderung für Gas-Hybridheizungen. Obwohl günstige Investitionskosten und ein niedriger Verbrauch von modernen Brennwertgeräten zunächst für die Gasheizung sprechen, zeigt der Blick auf die massiven Anstiege der Gaspreise ein anderes Bild. Vor diesem Hintergrund lohnt sich der Umstieg auf Gas nicht.

Wer aus baulichen oder anderen Gründen weiterhin an seine Öl- oder Gasbrennwertheizung gebunden ist, kann aber nachrüsten. Denn Brennwerttechnik lässt sich mit erneuerbaren Energien wie Solarthermie oder Wärmepumpen kombinieren. Somit könnten Sie den Öl- oder Gasverbrauch nochmals reduzieren.

Wer noch eine alte Ölheizung hat, sollte jedoch vor allem Erneuerbare Energien in Betracht ziehen. Eine EE-Heizung mit Wärmepumpe und Solarthermie ist mittlerweile auch im Bestand nachrüstbar. Gleichzeitig sind bis zu 50 Prozent staatliche Förderung möglich. Die Aussicht auf hohe Zuschüsse, weniger Abhängigkeit von Energiekrisen und Energieversorgern, weniger Emissionen und hohen Heizkomfort sollten Gründe genug für einen Umstieg auf Erneuerbare sein.

Der Aufwand zum Heizungswechsel ist gering. Zudem haben Sie die Kosten der Neuanschaffung durch geringere Heizkosten schnell wieder drin. Und von der Auswahl bis zur Montage sind wir Ihr Partner.

Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und erhalten Sie zeitnah unsere kompetente Beratung.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.