Zuletzt aktualisiert am: 22.11.2021

Gas- oder Ölheizung - Was ist besser?

Fast 50 Prozent der Deutschen heizt mit Gas und mehr als 20 Prozent mit Öl. Damit gehören Gas- oder Ölheizung zu den beliebtesten Heizsystemen in der Bundesrepublik. Verbraucher stehen deshalb häufig vor der Frage: Öl- oder Gasheizung?

Sowohl Gasheizung als auch Ölheizung sind Heizsysteme, die Wärme durch Verbrennung erzeugen. Ihr Funktionsprinzip ist sehr ähnlich. Doch worin bestehen die Vorteile des jeweiligen Systems?

Vorteile Gasheizung:

  • benötigt keinen Brennstofftank (außer beim Heizen mit Flüssiggas)
  • seit vielen Jahrzehnten bewährte und immer wieder weiterentwickelte Heiztechnik
  • moderne Brennwerttechnik benötigt bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff als alte Gasheizungen
  • zeichnet sich durch einen geringen Wartungsaufwand aus
  • kann mit preisgünstigem Kunststoffschornstein betrieben werden.
  • sehr gut mit alternativen Energieerzeugern wie Solarthermie und Wärmepumpen oder Pellettechnik kombinierbar
  • als Hybridheizung staatlich gefördert
  • hohe Versorgungssicherheit
  • geringere CO2-Emissionen als Ölheizungen
  • platzsparende, sehr kompakte Heizgeräte

Vorteile Ölheizung:

  • sehr robuste und langlebige Heiztechnik
  • eigener Brennstoffvorrat sorgt für bedingte Autarkie
  • moderne Brennwerttechnik spart bis zu 30 Prozent Brennstoff gegenüber alter Ölheizung ein
  • kann mit Erneuerbaren Energieträgern kombiniert werden

Nachteile Gasheizung:

  • für wirtschaftlichen Betrieb ist Erdgasanschluss notwendig
  • Abhängigkeit von Energieversorgern

Nachteile Ölheizung:

  • schwankende Brennstoffpreise
  • höherer Wartungsaufwand
  • hoher Platzbedarf für Öltank
  • möglicher Ölgeruch im Keller
  • keine staatliche Förderung mehr möglich
  • hohe CO2-Emissionen

Im direkten Vergleich schneidet die Gasheizung besser ab. Allerdings hängen die Vorteile auch von bestimmten Voraussetzungen wie einem Gasanschluss ab.

Gas- oder Ölheizung: Was ist besser?

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Wer sich für oder gegen eine Gas- bzw. Ölheizung entscheidet, muss dafür zunächst die Brennstoffpreise berücksichtigen. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Kosten sie bei Gas oder Öl rechnen müssen.

Wer mit Öl heizt, hat trotz Niedrigniveau ein höheres Preisrisiko

Heizöl liegt aktuell (Stand: 03/2021) mit durchschnittlich 6,7 Cent/kWh auf einem ähnlichen Niveau wie Erdgas, dessen durchschnittliches Preisniveau bei rund 6,1 Cent/kWh liegt.

Die Heizöl-Preise liegen somit wieder höher als 2020. Damals hatten die Preise u.a. aufgrund der verstärkten Fracking-Aktivitäten der USA einen neuen Tiefstand erreicht.

Dennoch bleibt der Ölpreis ein großer Schwachpunkt bei Ölheizungen: Denn die Brennstoffpreise sind im Gegensatz zum Gaspreis großen Schwankungen ausgesetzt.

So sind die Erdgaspreise im Vergleich deutlich stabiler und geben Gasheizungsbesitzern eine bessere Planbarkeit. Diese Preisentwicklung wird sich übrigens mit großer Wahrscheinlichkeit fortsetzen, auch wenn 2019 ein Anstieg der Gaspreise erfolgte.

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Im Vergleich zu Heizöl ist Erdgas zwar umweltfreundlicher, es hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Es ist nicht überall verfügbar. Während Heizöl per Tanklastwagen nahezu überall hin geliefert werden kann, benötigen Sie für Erdgas einen Anschluss an das lokale Netz.

Ist noch kein Gasanschluss vorhanden, muss dieser erst gelegt werden. Das führt im Durchschnitt zu Kosten von 1.500-2.500 Euro. Hinzu kommen monatliche Gebühren zwischen 10 und 30 Euro.

Lesen Sie mehr zum Gasanschluss, wie sie ihn beantragen und welche Kosten auf Sie zukommen.

Flüssiggas - teuer, dafür ohne Netzanschluss

In Regionen, in denen keine Erdgasleitungen verlegt sind, kann Flüssiggas als Alternative dienen. Dieses wird – ähnlich wie Heizöl – angeliefert und in einem Tank gespeichert. Meist finden hier große Außentanks Verwendung. Leider ist Flüssiggas meist teurer als Erdgas.

Gas und Öl sind fossile Brennstoffe, deren Preis in den kommenden Jahren aufgrund von CO2-Besteuerung und sinkenden Vorräten mit hoher Wahrscheinlichkeit steigen wird. Dennoch gibt es gerade hinsichtlich der Preisstabilität deutliche Unterschiede zwischen Heizöl und Erdgas.

Die Preisentwicklung von Öl ist schon seit langem durch starke Schwankungen geprägt. Daher sind auch künftig kurzfristige Preisabfälle denkbar, wie die Preise 2020 gezeigt haben, die auf dem Niveau von 2016 lagen.

Der Preis von knapp 64 Euro pro 100 Liter Heizöl (Stand: März 2021) wird voraussichtlich zum Sommer wieder leicht sinken.

Die Anfälligkeit vom Weltgeschehen macht den Ölpreis allerdings unvorhersehbar. Werden die Förderkapazitäten seitens der OPEC erhöht, hat dies zwar positiven Einfluss auf den Heizölpreis. Darüber hinaus hat die Corona-Krise 2020 zu einem deutlichen Rückgang beim globalen Ölverbrauch geführt. Somit sind aufgrund der hohen Fördermengen der USA die Preise nochmals stark gesunken. Keiner weiß jedoch genau, wie sich die Ölpreise nach der Krise entwickeln.

Für Besitzer einer Ölheizung gilt es deshalb immer: Sind die Preise besonders niedrig, sofort den Tank auffüllen, denn niemand weiß, wie lange das niedrige Preisniveau anhält.

Die Preisentwicklung des Heizöls stellt Verbraucher immer wieder vor Herausforderungen. Wer den Markt beobachtet, kann beim Heizölkauf sparen. Wer weiterhin beim Öl bleiben möchte, sollte jetzt noch die Chance nutzen, um auf sparsame Öl-Brennwerttechnik umzusteigen.

Die Ölheizung wird zwar nicht mehr staatlich gefördert, dennoch haben Sie mit Ölbrennwerttechnik die Chance, bis zu 30 Prozent an Heizöl einzusparen. Kombinieren Sie Ihre Heizung außerdem mit Solarthermie, sinkt der Ölverbrauch auf ein Minimum und Sie reduzieren gleichzeitig Ihre Emissionen.

Ab 2026 dürfen keine neuen Ölheizungen mehr verkauft und eingebaut werden. Lassen Sie sich am besten jetzt zu Ihren Möglichkeiten beraten. Vielleicht lohnt sich der Umstieg auf eine Gas-Hybridheizung. Wer vom Öl auf Gas-Hybrid umsteigt, kann bis zu 40 Prozent staatlicher Förderung bekommen.

Der Umstieg auf eine Gas-Solarheizung wird Ihnen noch einen weiteren Kostenvorteil bringen. Da ab 2021 die CO2-Abgaben deutlich steigen, werden Sie dank geringerer CO2-Emissionen im Vergleich zur Ölheizung nochmals sparen.

Das könnte Sie auch interessieren: Welche Größe sollte Ihr Heizöltank haben und worauf ist beim Kauf zu achten?

Viele Ökonomen sagten für die zweite Jahreshälfte einen Anstieg der Energiepreise voraus. Was den Erdgaspreis angeht, war davon noch nichts zu spüren, so lag er trotz Anstieg 2020 immer noch auf einem sehr niedrigen Stand und liegt es auch im ersten Quartal 2021 noch.

Allerdings profitieren Verbraucher nicht unbedingt davon, da Energieversorger die Preise nicht immer an sie weitergeben. Hier lohnt es sich, Tarife zu vergleichen und mit einem Wechsel Geld zu sparen.

Langfristig bleiben die Experten jedoch bei der Einschätzung, dass die Preise für Erdgas in den nächsten fünf Jahren anziehen werden. Allerdings kann auch mit einem moderaten Preisanstieg gerechnet werden, wenn z.B. die Gaspipeline North Stream 3 in Betrieb genommen wird.

Das Thermondo-Komplettpaket

  1. Wir finden für Sie die passende Heizung zum Festpreis.
  2. Bei der Förderung für Ihr Heizsystem holen wir das Maximum für Sie heraus.
  3. Wir übernehmen die Koordination mit Ihrem Netzbetreiber, dem Schornsteinfeger und – wenn gewünscht – auch die Entsorgung des alten Öltanks.
  4. Ihr Thermondo-Installationsteam vor Ort führt die Montage nach Ihren Wünschen durch.
  5. Auch nach der Installation sind wir mit unserem Wartungs- und Serviceangebot für Sie da.
  6. Nutzen Sie unseren Heizungsplaner, um die für Sie passende Heizung zu finden.

Verglichen mit Öl emittiert Erdgas weniger CO2 pro Kilowattstunde produzierter Wärmeenergie, die Brennstoffkosten sind auf lange Sicht niedriger und konstanter und der Kauf einer Gasheizung ist günstiger. Alte Niedertemperaturgeräte oder noch ältere Standardkessel verbrauchen zirka 30 Prozent mehr Öl und Gas als neue, effiziente Brennwertgeräte.

Stehen Sie vor einer Neuanschaffung, sind das Punkte, die Sie durchaus mit bedenken müssen, vor allem im Hinblick auf bis zu 40 Prozent staatliche Förderung. Mit einer Gas-Hybrid-Heizung reduzieren Sie Ihre Verbrauchskosten maximal, senken Ihre CO2-Steuer ab 2021 und erzeugen deutlich weniger Emissionen. Sie schonen somit Ihren Geldbeutel und tun etwas Gutes für die Umwelt.

Auch Ölbrennwerttechnik lässt sich mit Erneuerbaren Energien wie Solarthermie oder Wärmepumpen kombinieren. Somit könnten Sie den Ölverbrauch nochmals reduzieren und eine neue Ölheizung noch sparsamer betreiben.

Wer noch eine alte Ölheizung hat und keinen Zugang zu Gas, sollte zumindest über die Investition in eine neue, effiziente Ölheizung mit Brennwerttechnik nachdenken. Dies ist noch bis Ende 2025 möglich. Ab 2026 ist der Verkauf von Ölheizungen verboten.

Der Aufwand zum Heizungswechsel ist gering. Zudem haben Sie die Kosten der Neuanschaffung durch geringere Heizkosten schnell wieder drin. Und von der Auswahl bis zur Montage sind wir Ihr Partner.

Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und erhalten Sie zeitnah unserere kompetente Beratung.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.