aus 45 Bewertungen | zuletzt aktualisiert am: 11/21/2018

Erdgas oder Heizöl?

So unterschiedlich sie auch wirken mögen, etwas Wesentliches haben Heizöl und Erdgas gemeinsam: Deutschland importiert beide Energieträger zum größten Teil aus dem Ausland und ist so von der dort stattfindenden Preispolitik abhängig – und die richtet sich stark nach der internationalen Nachfrage.

Im Moment ist Heizöl teurer als Erdgas (ca. 6,84 Cent/kWh im Vergleich zu 6,5 Cent/kWh für Erdgas; Stand Juni 2018). Damit sind vorerst die Zeiten vorbei, in denen die Heizöl-Preise auf beinahe rekordverdächtige Tiefstständen lagen.

Stattdessen zeigt sich innerhalb kürzester Zeit, wo ein Schwachpunkt von Ölheizungen liegt: die Brennstoffpreise steigen stark und sind großen Schwankungen ausgesetzt.

Die Erdgaspreise sind im Vergleich deutlich stabiler und geben Gasheizungsbesitzern so eine bessere Planbarkeit. Diese Preisentwicklung wird sich übrigens mit großer Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Im Vergleich zu Heizöl ist Erdgas zwar umweltfreundlicher, es hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Es ist nicht überall verfügbar. Während Heizöl per Tanklastwagen nahezu überall hin geliefert werden kann, benötigen Sie für Erdgas einen Anschluss an das lokale Netz.

Ist noch kein Gasanschluss vorhanden, muss dieser erst gelegt werden. Das führt im Durchschnitt zu Kosten von 1.500-2.500 Euro. Hinzu kommen monatliche Gebühren zwischen 10 und 30 Euro.

In Regionen, in denen keine Erdgasleitungen verlegt sind, kann Flüssiggas als Alternative dienen. Dieses wird – ähnlich wie Heizöl – angeliefert und in einem Tank gespeichert. Meist finden hier große Außentanks Verwendung. Leider ist Flüssiggas meist teurer als Erdgas.

Das Thermondo-Komplettpaket

  1. Wir finden für Sie die passende Heizung zum Festpreis.
  2. Bei der Förderung für Ihr Heizsystem holen wir das Maximum für Sie heraus.
  3. Wir übernehmen die Koordination mit Ihrem Netzbetreiber, dem Schornsteinfeger und – wenn gewünscht – auch die Entsorgung des alten Öltanks.
  4. Ihr Thermondo-Installationsteam vor Ort führt die Montage nach Ihren Wünschen durch.
  5. Auch nach der Installation sind wir mit unserem Wartungs- und Serviceangebot für Sie da.
  6. Nutzen Sie unseren Heizungsplaner, um die für Sie passende Heizung zu finden.

Heizöl: Preise schwanken

Die Preisentwicklung von Öl ist schon seit langem durch starke Schwankungen geprägt. Daher sind auch künftig kurzfristige Preisabfälle denkbar, wenngleich diese nicht so heftig wie zum Jahreswechsel 2015/2016 ausfallen werden, als der Preis bei unter 40 Euro pro 100 Liter lag.

Der momentane Preis von knapp 70 Euro pro 100 Liter Heizöl (Stand Juni, 2018) wird voraussichtlich zur Heizsaison ansteigen. Der Jahrestiefstand lag 2017 bei knapp über 50 Euro (Anfang Juli) und damit höher als in den Vorjahren.

Die Anfälligkeit vom Weltgeschehen macht den Ölpreis so unvorhersehbar. Dennoch gehen die Experten von einem Anstieg zu Ende 2018/Anfang 2019 aus. Werden jedoch die Förderkapazitäten erhöht, hat dies auch positiven Einfluss auf den Heizölpreis.

Das heißt für Verbraucher aber auch: Entweder pokern und auf niedrige Preise hoffen oder kaufen und sich kurze Zeit später über fallende Preise ärgern. Ist der Öltank aber leer, bleibt Hausbesitzern nicht viel Spielraum: sie müssen kaufen, denn der Bedarf ist da.

Erdgas: Preis wird langfristig steigen

Viele Ökonomen sagten für die zweite Jahreshälfte einen Anstieg der Energiepreise voraus. Was den Erdgaspreis angeht, ist davon noch nichts zu spüren, liegt er doch im Moment auf dem niedrigsten Stand seit mindestens sechs Jahren.

Allerdings profitieren Verbraucher nicht unbedingt davon, da Energieversorger die Preise nicht immer an sie weitergeben. Hier lohnt es sich, Tarife zu vergleichen und mit einem Wechsel Geld zu sparen.

Langfristig bleiben die Experten jedoch bei der Einschätzung, dass die Preise für Erdgas in den nächsten fünf Jahren anziehen werden.

Verglichen mit Öl emittiert Erdgas weniger CO2 pro Kilowattstunde produzierter Wärmeenergie, die Brennstoffkosten sind auf lange Sicht niedriger und konstanter und der Kauf einer Gasheizung ist günstiger. Alte Niedertemperaturgeräte oder noch ältere Standardkessel verbrauchen zirka 30 Prozent mehr Öl und Gas als neue, effiziente Brennwertgeräte.

Stehen Sie vor einer Neuanschaffung, sind das Punkte, die Sie durchaus mit bedenken müssen.

Wer noch eine alte Ölheizung hat und keinen Zugang zu Gas, sollte zumindest über die Investition in eine neue, effiziente Ölheizung mit Brennwerttechnik nachdenken. Der Aufwand zum Heizungswechsel ist gering. Finanziell greift Ihnen der Staat durch Förderung, wie beispielsweise dem Programm KfW 430, unter die Arme. Zudem haben Sie die Kosten der Neuanschaffung durch geringere Heizkosten schnell wieder drin. Und von der Auswahl bis zur Montage sind wir Ihr Partner.

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