Zuletzt aktualisiert am: 04.11.2021

Was kostet eine neue Heizung? Kosten 2021 vergleichen.

Die Preise für Gas und Öl steigen so stark wie lange nicht mehr, das macht eine effiziente Heizung noch wichtiger. Doch was wird die neue Heizung kosten und wann ist es Zeit, über den Kauf nachzudenken? Das sind die wichtigsten Fragen, die sich Heizungsbesitzern häufig stellen. Wir haben die Antworten für Sie.

Zusammenfassung:

  • Gasheizungen sind mit 6.000 - 10.000 Euro am günstigsten,
  • Ölheizungen kosten zw. 7.000 und 12.000 Euro, werden aber ab 2026 nicht mehr verkauft
  • Förderung gibt es nur noch für Erneuerbare Energien (EE) oder Gasheizung in Kombination mit EE
  • es sind bis zu 50 Prozent Förderung möglich
  • Betriebskosten sind bei Ölheizungen mit Abstand am höchsten
  • Thermondo bietet Ihnen verschiedene Heizsysteme, von Öl- und Gasheizung zu regenerativen Heizsystemen mit Solar und Brennstoffzelle
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Was eine neue Heizung kosten kann, hängt vor allem vom gewählten Heizsystem ab. Gerade Heizungen die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, sind in der Anschaffung teilweise deutlich günstiger als Heizsysteme mit erneuerbaren Energien.

Art der Heizungsanlage Preis der Heizungsanlage
Gasheizung 6.000 - 10.000 Euro
Ölheizung 7.000 - 12.000 Euro
Wärmepumpe 14.000 - 22.000 Euro
Brennstoffzelle 20.000 - 32.000 Euro
Pellets 15.000 - 20.000 Euro

Die Preise von Gasbrennwertheizungen bewegen sich zwischen 6.000 und 10.000 Euro und sind damit niedriger als die von Ölheizungen.

Fällt die Wahl auf Öl, müssen Sie für die neue Heizung Kosten zwischen 7.000 bis 12.000 Euro einkalkulieren.

Beide können Sie mit einer Solarthermie kombinieren, was zwar die Installations- und Anschaffungskosten erhöht, allerdings macht eine attraktive Förderung von bis zu 45 Prozent diese fast wieder wett.

Bei erneuerbaren Energien sind die Kosten für die neue Heizung höher. So kostet eine Brennstoffzellenheizung bis zu 32.000 Euro.

Pelletheizungen haben mit einem Preis zwischen 15.000 und 20.000 Euro ähnlich hohe Kosten.

Für alle erneuerbaren Energien gilt übrigens, dass die laufenden Kosten deutlich geringer sind und somit langfristig Geld eingespart wird.

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Seit Januar 2020 gelten neue Förderrichtlinien beim Kauf einer neuen Heizung. Wurden zuvor effiziente Brennwertgeräte sowie erneuerbare Energien gefördert, liegt der Fokus nun auf erneuerbare Energien. Eine Förderung für effiziente Gas- oder Ölbrennwertgeräte allein gibt es nicht mehr.

Zum 1. Januar 2021 wurde die Förderung in das Gesetz Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) überführt. Die Fördersätze bleiben erhalten und wurden um einen Bonus von fünf Prozentpunkten erweitert, wenn die Modernisierung der Heizung im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans erfolgt.

Art der Heizungsanlage Förderung
Gasheizung nur in Verbindung mit erneuerbaren Energien
für Gas-Hybrid bis zu 40 % (BAFA)
Ölheizung keine
Wärmepumpe bis zu 45 % (BAFA)
Brennstoffzelle mind. 11.200 Euro (KfW 433)
Pellets bis zu 45 % (BAFA)
Im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans plus 5 %

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Wie hoch ist die Förderung?

Für Gasbrennwertheizungen erhalten sie keine Förderung. Kombinieren Sie die neue Gasbrennwertheizung jedoch mit erneuerbaren Energien, beispielsweise mit Solarthermie, erhalten Sie für diese Hybridheizung einen Zuschuss von 30 Prozent.

Handelt es sich bei der alten Heizung um eine Ölheizung, beträgt der Zuschuss sogar 40 Prozent. Wenn Ihre neue Gasheizung "renewable ready" installieren lassen, erhalten Sie 20 Prozent Förderung, unabhängig davon, ob Ihre alte Heizung mit Gas oder Öl betrieben wurde.

In diesem Fall müssen Sie spätestens innerhalb von zwei Jahren den regenerativen Wärmeerzeuger einbauen lassen.

Für eine Hybridheizung, die aus zwei regenerativen Wärmeerzeugern besteht, erhalten Sie 35 Prozent Förderung. Beim Wechsel von einer alten Ölheizung beträgt die Förderung sogar 45 Prozent. Die gleichen Fördersätze erhalten Sie bei einem Wechsel auf eine Pellets- oder Wärmepumpenanlage.

Zu den genannten Fördersätzen (bis auf "renewable ready") erhalten Sie einen Bonus von fünf Prozent, wenn der Heizungswechsel im Rahmen des individuellen Sanierungsfahrplans durchgeführt wird. So sind maximal 50 Prozent Förderung möglich.

Den Förderantrag für Ihre neue Heizung reichen Sie vor Beginn des Bauvorhabens beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein. Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die früher Brennwertheizungen gefördert hat, gibt es noch das Programm KfW 433 und damit einen Zuschuss bei Brennstoffzellenheizungen. Die Förderung beträgt mindestens 11.200 Euro.

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Wovon ist der Preis der Heizung abhängig?

Die Kosten des jeweiligen Heizsystems sind von verschiedenen Faktoren abhängig. So variiert der Preis beispielsweise bei der notwendigen Leistung der Heizungsanlage. So wird für das Einfamilienhaus eine Heizung mit geringerer Leistung notwendig, als beispielsweise im Zwei- oder Mehrfamilienhaus. Das wirkt sich natürlich auf die Kosten der neuen Heizung aus.

Auch die Rahmenbedingungen wirken sich auf die Kosten aus. Wer zum Beispiel von Öl auf Gas wechselt, benötigt einen entsprechenden Anschluss. Ist dieser nicht vorhanden, erhöht sich der Preis für eine Heizungserneuerung.

Natürlich gibt es Preisspannen bei den Heizungskosten. Diese dienen allerdings nur als Orientierung, da eine Erneuerung immer inklusive Einbau zu verstehen ist.

Die Montagekosten variieren je nach baulichen Voraussetzungen. Einen exakten Preis für Ihre neue Heizung und Ihre individuelle Wohnsituation erhalten Sie mit unserem Festpreisangebot. Dieses ist für Sie unverbindlich und gibt Ihnen den exakten Preis inklusive der Kosten für die Erneuerung der Heizung an.

Die Betriebskosten eine Heizung spielen eine große Rolle für die Wirtschaftlichkeit. So ist die Antwort auf die Frage, ob hohe Anschaffungskosten gerechtfertigt sind: Ja, wenn die Betriebskosten dementsprechend niedrig sind.

Nur wenn Sie dauerhaft Kosten einsparen, lohnt sich die Investition auch wirtschaftlich. Gerade bei den aktuell hohen Preisen für fossile Brennstoffen stellt sich die Frage, mit welchem Heizsystem eine sichere und vor allem ökologisch und finanziell nachhaltige Wärmeversorgung sichergestellt werden kann. Auch die CO2-Bepreisung, die jährlich steigt und eben diese fossilen Brennstoffe teurer macht, unterstreicht die Notwendigkeit für effiziente Heizsysteme.

Erneuern Sie Ihre Heizung, bringt die Umstellung bei fossilen Brennstoffen von alter Heizwerttechnik auf moderne Brennwerttechnik Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent.

Je nach Verbrauch und Preis für Gas und Öl amortisieren sich mit einer solchen neuen Heizung die Kosten bereits nach mindestens acht bis zehn Jahren.

Natürlich sind die Einsparungen bei Einsatz von erneuerbaren Energien deutlich höher. Kombinieren Sie beispielsweise Ihre neue Gas-Brennwertheizung mit Solarthermie, reduzieren Sie Ihre Heiz- und Warmwasserkosten noch einmal um bis zu 20 Prozentpunkte. Dazu kommt eine sehr attraktive Förderung, die für eine solche Hybridheizung bis zu 45 Prozent vorsieht.

Damit amortisiert sich eine solche Lösung nach zehn bis 15 Jahren und erwirtschaftet danach ein dickes Plus für Hauseigentümer.

Bei einer Brennstoffzellenheizung liegt das Energieeinsparpotenzial bei bis zu 50 Prozent. Hier sind allerdings nicht nur die Heiz- und Warmwasserkosten gemeint, sondern auch die Kosten für Strom, da Sie mit der Brennstoffzellenheizung Ihren eigenen Strom produzieren. Damit benötigen Sie auch hier zehn bis 15 Jahre, bis sich die Investition amortisiert hat.

Für beide Systeme gilt, dass sich dieser Zeitraum verkürzen kann, wenn die Kosten für Öl und Gas weiter und über einen längeren Zeitraum steigen bzw. konstant hoch bleiben. Für die Zukunft gilt: fossile Energien sind ein Auslaufmodell und gerade bei den Betriebskosten einem hohen Kostenrisiko unterworfen.

Einsparungen allein sind nicht die einzigen Vorteile einer neuen Heizung. Lesen Sie hier mehr über die zahlreichen Gründe zur Heizungsmodernisierung »

Der richtige Zeitpunkt, die Heizung zu erneuern

Wenn Ihre alte Heizung 15 Jahre und älter ist, lohnt es sich, die Heizung zu erneuern. Dann können Sie davon ausgehen, dass Sie mit der modernen Anlage so viel Energie einsparen, dass sich die Investitionskosten in einigen Jahren amortisiert haben. Grund hierfür liegt im Verschleiß der alten Anlage und der stetigen Verbesserung der Heiztechnik.

Mit der Energieeinsparverordnung von 2014 (EnEV 2014) sind Sie sogar verpflichtet, Ihre Heizung zu erneuern, wenn diese 30 Jahre oder älter ist. Kommen Sie dem nicht nach, droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro. Es gibt jedoch auch Ausnahmen von dieser Regelung.

>> Alles zur EnEV 2014 inkl. Ausnahmeregelung

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.