Wärmepumpen nutzen die Energie aus Luft, Erde und Wasser zum Heizen. Damit die Umweltenergie in Wärme umgewandelt werden kann, benötigen sie Strom. Um Wärmepumpen noch kostengünstiger zu betreiben, empfiehlt sich ein spezieller Stromtarif. Wie Sie diesen nutzen können und was dafür notwendig ist, erfahren Sie hier.

Unabhängig davon, ob Ihre Wärmepumpe die Wärme aus dem Erdreich, der Umgebungsluft oder dem Grundwasser bezieht, ist die Funktion immer dieselbe. Im Inneren der Wärmepumpe zirkuliert ein flüssiges Kältemittel, das bereits bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft. Dieses Kältemittel entnimmt der Umgebung die Wärme und wird mittels eines strombetriebenen Kompressors verdichtet. Das dann gasförmige Kältemittel wird in einem Kondensator wieder verflüssigt. Durch diesen Prozess entsteht Wärme, die an das Heizsystem abgegeben wird.

Wärmepumpen-Stromtarif – auch mit Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo nutzbar
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Viele Energieversorger gewähren für Wärmepumpen einen 20 bis 25 Prozent günstigeren Tarif, als für üblichen Haushaltsstrom. Dies liegt unter anderem an der sogenannten Konzessionsabgabe, die einige Gemeinden für Wärmepumpen-Strom nicht erheben. Die Konzessionsabgabe beträgt ca. 2 Cent pro kWh und stellt den Prozentsatz des Stromtarifs dar, den Energieversorger an die Gemeinden abführen müssen. Weitere Vergünstigungen erhalten Wärmepumpen-Besitzer durch das ermäßigte Netzentgelt, das für den Transport des Stroms durch das Netz gezahlt werden muss. Dieses wird von den Netzbetreibern erhoben und macht im Vergleich zu Haushaltsstrom eine Ersparnis von ca. 4 Cent pro kWh aus. Insgesamt macht ein vergünstigter Stromtarif für Wärmepumpen also eine Ersparnis von 4 bis 6 Cent pro kWh aus.

Gut zu wissen: Zwar sind auch die Tarife für vergünstigten Wärmestrom gestiegen, jedoch bekräftigte die Bundesregierung, dass der Umstieg auf die Wärmepumpe ökonomisch weiterhin der beste Weg sei und dieser auch künftig stark gefördert werde. Neben dem Fortbestehen des Wärmepumpen Stromtarifs und der staatlichen Förderung wurde kurzfristig eine Sonderregelung innerhalb der Strompreisbremse zugunsten neuer Wärmepumpen eingeführt.

Offiziell tritt die Strompreisbremse am 1. März 2023 in Kraft, jedoch werden die Monate Januar und Februar rückwirkend abgedeckt. Wie schon beim Gaspreisdeckel darf für 80 Prozent des Verbrauchs der staatlich festgelegte Maximalpreis nicht überschritten werden. Der Vorjahresverbrauch dient dabei als Berechnungsgrundlage. Innerhalb dieser Spanne dürfen Stromversorger maximal 40 Cent pro kWh verlangen. Ist das Kontingent ausgeschöpft, tritt der vertraglich festgelegte Strompreis wieder in Kraft.

Viele Hausbesitzer, die sich erst kürzlich eine Wärmepumpe angeschafft haben, sahen sich hinsichtlich der 80/20-Regelung benachteiligt. Grund dafür ist, dass der erhöhte Stromverbrauch noch nicht im Vorjahresverbrauch enthalten ist. Da dieser als Grundlage für den gedeckelten Strompreis dient, wäre die Verbrauchsgrenze von 80 Prozent wesentlich schneller erreicht. Aus diesem Grund würde hierfür eine Sonderregelung vereinbart, in der die Energieversorger die Jahresverbrauchsprognose anpassen. Verbraucher die davon betroffen sind, sollten sich daher direkt mit ihrem Netzbetreiber in Verbindung setzen.

Für alle neuen Wärmepumpen, die nicht an einer über ein Standardlastprofil bilanzierten Entnahmestelle angeschlossen sind, wird der bisherige Verbrauch geschätzt. Als Basis gelten die ältesten vorliegenden 12-Monatszeiträume. Liegen diese noch nicht vollumfänglich vor, werden die bisherigen Monatsverbräuche auf 12 Monate hochgerechnet.

Wenn Sie einen speziellen Stromtarif für Ihre Wärmepumpe nutzen, wird der monatliche Durchschnittspreis für die Entlastung herangezogen. In der Regel fällt die Gewichtung zugunsten der Verbraucher aus, da die Berechnung vor allem den teureren Zeittarif miteinbezieht.

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Um vom vergünstigten Stromtarif Gebrauch zu machen, muss der Netzbetreiber zunächst Zugriff auf die Wärmepumpe erhalten. Damit kann er die Wärmepumpe per Fernsteuerung koordinieren und diese hinsichtlich Netzauslastung und Einspeisung steuern. Vor allem die Stromeinspeisungen schwanken durch den stetig zunehmenden Teil erneuerbarer Energien deutlich. Ist die Netzauslastung hingegen zu groß, kann der Netzbetreiber die Wärmepumpe aus der Ferne abschalten. Die Abschaltzeiten betragen in der Regel maximal drei mal zwei Stunden pro Tag.

Eine kalte Wohnung oder zu wenig Warmwasser müssen Sie dennoch nicht befürchten. Wärmpumpen laufen nie dauerhaft, sondern lediglich einige Stunden pro Tag. In dieser Zeit erwärmt sie ausreichend Wasser, sodass der Wärmespeicher vollständig geladen ist. Diese Pausenzeiten nutzen die Netzbetreiber dann und schalten die Wärmepumpe ab.

Zweite Voraussetzung ist die Installation eines eigenen Wärmepumpen-Zählers für den Heizstrom. Dieser muss getrennt vom Haushaltsstrom genutzt werden.

Ca. 1.000 Energieversorger bieten mittlerweile spezielle Stromtarife für Wärmepumpen an. Was der Einbau kostet und welche Technik dafür benötigt wird, können Sie direkt bei Ihrem Netzbetreiber erfragen. Die Kosten für den Einbau liegen normalerweise im niedrigen dreistelligen Bereich. Zudem wird ein jährlicher Betrag zwischen ca. 20 bis 50 Euro berechnet, der bereits im Strompreis enthalten ist. Der Wärmepumpen-Installateur sollte ebenfalls die technischen Bedingungen kennen, die für den Stromtarif nötig sind.

Übrigens: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo ist natürlich auch für die Verwendung eines Wärmepumpen-Stromtarifs geeignet.

Wenn auch Sie auf der Suche nach der passenden Alternative zu Ihrer alten Öl- oder Gasheizung sind, ist die Wärmepumpe die richtige Wahl. Damit können Sie nicht nur 30 Prozent Heizkosten einsparen, sondern machen sich auch unabhängig gegenüber der stetig steigenden Preise für fossile Brennstoffe. Die Wärmepumpe gilt bereits jetzt als das Heizsystem der Zukunft. Eigenheimbesitzer profitieren bei ihrer Nutzung von der höchstmöglichen Förderung bis zu 40 Prozent.

Um Ihnen den Umstieg auf die Wärmepumpe zu erleichtern, beinhaltet unser Komplettpaket alle wichtigen Schritte, die für den Wechsel notwendig sind. Inklusive sind bspw. alle Elektrikerarbeiten, die Überprüfung der Heizkörper sowie die Fundamenterstellung für die Wärmepumpe. Wir begleiten Sie bereits ab der Planung, beraten Sie bei allen aufkommenden Fragen und führen natürlich auch die Installation sowie anschließende Wartungen durch. Auch bei der Beantragung der Förderung unterstützen wir Sie und holen das Maximum an Zuschüssen für Sie heraus.

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Franziska Reiche Franziska ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Heizsysteme, Heizungsförderung und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.