Der Strompreis für Wärmepumpen sollte ursprünglich bis April 2024 auf maximal 28 Cent pro kWh gedeckelt werden. Allerdings sorgte die Haushaltskrise im Winter 2023 für ein vorzeitiges Auslaufen der Strompreisbremse. Dennoch lohnt sich das Heizen mit Wärmepumpe auch im Jahr 2024. Wir erklären Ihnen, was sich in diesem Jahr geändert hat und wieso Wärmepumpenstrom vergleichsweise günstig bleibt.

Vorab ein kurzer Exkurs: Wieso benötigen Wärmepumpen Strom?

Unabhängig davon, ob eine Wärmepumpe die Umweltenergie aus dem Erdreich, der Umgebungsluft oder dem Grundwasser bezieht, funktioniert die Wärmegewinnung immer nach demselben und effizienten Prinzip: Im Inneren der Wärmepumpe zirkuliert ein flüssiges Kältemittel, das bereits bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft. Dieses Kältemittel entnimmt der Umgebung die Wärme und wird mittels eines strombetriebenen Kompressors verdichtet. Das dann gasförmige Kältemittel wird in einem Kondensator wieder verflüssigt. Durch diesen Prozess entsteht Wärme, die an das Heizsystem abgegeben wird.

Wärmepumpenstrom: Das ändert sich 2024

  • Strompreisbremse

Die Haushaltskrise führte dazu, dass der gedeckelte Strompreis für Wärmepumpen nur bis 31.12.2023 gültig war und die Strompreisbremse somit früher als geplant beendet wurde.

Hintergrund war ein Verbot des Bundesverfassungsgerichts, Corona-Kredite nachträglich aus dem Klima- und Transformationsfonds umzuwidmen. Dadurch standen Ende 2023 diverse Sondervermögen zur Überprüfung, darunter auch der Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Dieser finanzierte u. a. die Strompreisbremse. Im Resultat unterlag eine Verlängerung der Energiepreisbremsen ebenfalls dem Sparzwang.

  • EVU-Sperre

Seit 1. Januar 2024 ist die sog. EVU-Sperre (Sperrzeit für Wärmepumpen) Pflicht. Nutzer einer Wärmepumpe konnten in der Vergangenheit frei wählen, ob sie ihren Energieversorger dazu berechtigen, den Stromzufluss ihrer Wärmepumpe in Zeiten von Spitzenauslastungen zu drosseln. Dafür erhielten sie einen vergünstigten Strompreis in Form eines sog. Wärmepumpen-Stromtarifs. Allerdings wird es laut Pressemitteilung der Bundesnetzagentur auch in 2024 weiterhin günstigeren Wärmepumpenstrom geben, wenn die Stromzufuhr gedrosselt wird.

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Strompreis Wärmepumpe 2024: Vorteile der neuen Regelung

Der große Vorteil an der Pflicht zur EVU-Sperre ab 2024 ist, dass Energieversorger Verbrauchern die Anschaffung einer Wärmepumpe nicht mehr verweigern dürfen. Dies war bis 2023 theoretisch möglich und wurde in der Regel mit möglichen lokalen Engpässen bzw. Netzüberlastungen begründet. Hausbesitzer, die auf eine Wärmepumpe umsteigen wollten, mussten schlimmstenfalls also wieder auf ein fossiles Heizsystem wechseln. Allerdings kann Deutschland der Ausstieg aus dem fossilen und klimaschädlichen Heizen nur gelingen, wenn immer mehr Verbraucher auf innovative und umweltfreundliche Heizsysteme, wie die Wärmepumpe, umsteigen.

Vor allem durch die Einführung des neuen „Heizungsgesetzes“ (Gebäudeenergiegesetz - GEG) mussten nun auch Stromversorger umdenken. Denn das GEG sieht seit 2024 eine schrittweise Nutzung von mind. 65 Prozent erneuerbaren Energien beim Heizen vor. Kaufinteressenten eine Wärmepumpe zu verweigern, würde diesem Gesetz daher widersprechen.

Zudem wird es auch ab 2024 einen vergünstigten Strompreis für Wärmepumpen geben, sobald eine Netzdrosselung stattfindet. Aufgrund erheblicher Unterschiede in den Anschluss- und Verbrauchsszenarien definiert die Bundesnetzagentur unterschiedliche Module zur Entgeltreduktion. Diese Reduktion erfolgt entweder durch einen netzbetreiberindividuellen Pauschalbetrag (Modul 1) oder eine prozentuale Senkung des Arbeitspreises (Modul 2). Der Betreiber der steuerbaren Verbrauchseinrichtung hat die Wahl zwischen Modul 1 und Modul 2.

Darüber hinaus ist eine Mindestversorgung zu jedem Zeitpunkt gewährleistet, sodass kein Hausbesitzer einen Ausfall seiner Wärmepumpe befürchten muss. Ein sog. Pufferspeicher, den moderne Wärmepumpen bereits eingebaut haben, sorgt zusätzlich für eine kontinuierliche Wärmeversorgung ohne Komplikationen.

Gut zu wissen: Auch thermondos Wärmepumpe wird bereits mit einem integrierten Pufferspeicher geliefert.

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Strompreis Wärmepumpe 2024: Lohnt sie sich auch ohne Preisbremse?

Auch wenn der Strompreis für Wärmepumpen – vor allem durch Wegfall der Strompreisbremse – in 2024 wieder steigen wird, lohnt sich die Nutzung bzw. Anschaffung einer Wärmepumpe nach wie vor. Hier erläutern wir die wichtigsten Argumente:

1. Wärmepumpen erzielen den höchsten Wirkungsgrad

Auch wenn der Strompreis über dem Gas- oder Ölpreis liegt, wird diese Differenz durch den hohen Wirkungsgrad der Wärmepumpe mehr als ausgeglichen. Denn Wärmepumpen produzieren aus einer Stromeinheit drei bis fünf Wärmeeinheiten – und zwar unabhängig von der Strompreisbremse.

Denn für die Wärmeerzeugung benötigen Wärmepumpen lediglich rund 25 Prozent elektrische Energie, also kostenpflichtigen Strom. Die übrigen 75 Prozent stammen aus kostenfreier Umweltenergie. Dadurch erzielen Wärmepumpen einen Wirkungsgrad von 300 bis 500 Prozent und arbeiten somit deutlich effizienter als Gas- oder Ölheizungen, die einen Wirkungsgrad zwischen 80 und max. 95 Prozent erreichen

2. Für Wärmepumpen fällt keine CO2-Steuer an

Da Wärmepumpen auf erneuerbaren Energien basieren, fällt für sie keine CO2-Steuer an. Dies führt bereits jetzt, aber vor allem in den nächsten Jahren, zu erheblichen Einsparungen bei den Betriebskosten.

Ursprünglich plante die Bundesregierung für 2024 eine Erhöhung der CO2-Steuer auf 40 Euro pro Tonne. Aufgrund der Haushaltskrise beschloss sie jedoch kurzfristig, den Preis nun doch auf 45 Euro pro Tonne zu erhöhen. Wer weiterhin mit Gas oder Öl heizt, wird in den nächsten Jahren immer tiefer in die Tasche greifen müssen, denn bis 2026 soll die CO2-Steuer bei 65 Euro pro Tonne liegen. Wie hoch der CO2-Preis ab 2027 ausfällt, lässt sich aktuell nicht genau prognostizieren. Denn ab dann sollen auch Privatverbraucher sog. CO2-Emissionszertifikate erwerben müssen, wenn sie weiterhin mit fossilen Brennstoffen heizen. Da die Verfügbarkeit der Zertifikate von vorne rein begrenzt werden soll, wird der Preis überproportional ansteigen, da immer weniger Zertifikate auf dem Markt vorhanden sein werden.

3. Wärmepumpen erhalten auch in 2024 die höchste Förderung

Auch die staatliche Förderung für Heizungen (gem. BEG) wurde im Zuge der GEG-Reformierung erneuert. Demnach erhalten Wärmepumpen auch 2024 weiterhin die höchste Förderung. Bis zu 70 Prozent Zuschüsse sind möglich.

Die Heizungsförderung ermöglicht Verbrauchern hohe Zuschüsse, wenn sie auf ein Heizsystem aus erneuerbaren Energien wechseln. So soll ihnen der Umstieg auf erneuerbare Energien erleichtert werden. Für fossile Heizsysteme gibt es diese Förderung übrigens schon länger nicht mehr.

4. Wärmepumpen sind in 2024 die sicherste Heizlösung für die Zukunft

Wärmepumpen sind auch im Hinblick auf das neue GEG aktuell die sicherste Heizlösung der Zukunft. Denn auch als alleiniges Heizsystem erfüllen sie schon jetzt die 65-Prozent-Vorgabe erneuerbarer Energien. Auch darüber hinaus erfüllen Wärmepumpen alle künftigen Anforderungen und Vorgaben der Regierung im Hinblick auf die Klimawende. Zudem plant die Regierung auch künftig den Strompreis auf einem stabilen und bezahlbaren Niveau zu halten und signalisierte dies bereits mit Abschaffung der EEG-Umlage im Sommer 2022.

Dagegen werden die Preise für fossile Brennstoffe auch in Zukunft weiter steigen, wodurch vor allem der Anstieg der Preise zur angestrebten Marktregulierung beitragen soll. Gas- und Ölheizungen können so bereits in naher Zukunft zur Kostenfalle werden.

Mit thermondo auf die Wärmepumpe umsteigen und Heizkosten sparen

Wenn auch Sie auf der Suche nach der passenden Alternative zu Ihrer alten Öl- oder Gasheizung sind, ist die Wärmepumpe die richtige Wahl. Damit können Sie nicht nur 30 Prozent Heizkosten einsparen, sondern machen sich auch unabhängig gegenüber der stetig steigenden Preise für fossile Brennstoffe. Die Wärmepumpe gilt bereits jetzt als das Heizsystem der Zukunft. Eigenheimbesitzer profitieren bei ihrer Nutzung von der höchstmöglichen Förderung.

Wenn Sie mehr Informationen rund um unsere Wärmepumpe erhalten möchten, nutzen Sie im ersten Schritt einfach unseren Heizungsplaner. Wir setzen uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung und beraten Sie von Anfang an ausführlich und beantworten Ihnen alle offenen Fragen.

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Franziska Reiche Franziska ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Heizsysteme, Heizungsförderung und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.