Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik gilt als besonders umweltfreundlich, da der Strom für die ökologische Wärmepumpe dank Photovoltaik sauber erzeugt wird. Was es über das grüne Duo noch alles zu wissen gibt, lesen Sie hier.

Photovoltaik bezeichnet die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie. Meist erfolgt dieser Vorgang aus Sonnenlicht mittels Solaranlagen bzw. Solarzellen. Mithilfe einer Photovoltaikanlage kann die Umwandlung der Energie umgesetzt werden. Den Hauptbestandteil bilden dabei die Solarmodule, die mit einer Unterkonstruktion auf dem Dach befestigt werden. Weiterhin besteht eine solche Anlage aus Wechselrichtern und einem Zweirichtungszähler, dieser wird zur Erfassung der ein- und ausgehenden Strommenge benötigt.

Um mit einer Wärmepumpe zu heizen, braucht sie Strom – also elektrische Energie. Die Photovoltaikanlage kann diese Energie, zumindest zum Teil, liefern. So können die Stromkosten, die Sie für den Betrieb Ihrer Wärmepumpe benötigen, gesenkt werden.

Wenn die Sonne mal nicht scheint, kann die Photovoltaikanlage auch keinen Strom erzeugen. Da sich der Heiz- und Warmwasserbedarf zuhause allerdings nicht nach der Sonne richtet, empfiehlt sich ein Strom- bzw. Batteriespeicher. So können Sie vermeiden, dass allzu viel Strom aus der Steckdose hinzugekauft werden muss.

Eine pauschale Antwort für den Stromverbrauch einer Wärmepumpe gibt es natürlich nicht. Zu viele Einzelfaktoren hängen davon ab. Ein entscheidender Faktor ist der Energiestandard des Gebäudes. Dieser legt fest, wie hoch der Energiebedarf pro Quadratmeter Energiebezugsfläche und Jahr sein darf. Errechnet wird er durch Haustechnik und bauliche Maßnahmen.

Einen Richtwert für den Stromverbrauch einer Wärmepumpe pro Jahr können wir Ihnen trotzdem nennen:

  • Bei einer Heizleistung von 10.000 kWh beträgt der Stromverbrauch der Wärmepumpe ca. 2.000 bis 4.000 kWh.
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Viele Energieexperten raten mittlerweile zu der autarken Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. Mit einer Wärmepumpe heizen Sie co2-neutral und mit der PV-Anlage produzieren Sie Ihren eigenen Ökostrom und verbrauchen einen großen Teil direkt an Ort und Stelle. Mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe heizen Sie bereits heute umweltfreundlicher als mit alternativen Systemen, die mit Öl, Gas oder Strom arbeiten. Dies trägt dazu bei, die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen und die Luft von Schwefeldioxiden und Stickstoffoxiden zu säubern.

Hinzu kommen steigende Strompreise, die es sinnvoll machen, möglichst viel eigenen Strom selbst herzustellen. Ein Batteriespeicher hilft dabei, den Eigenverbrauch zu erhöhen, indem der zwischengespeicherte Solarstrom genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort eingesetzt wird. Wird der benötigte Strom für den Antrieb der Wärmepumpe zusätzlich über eine Photovoltaikanlage gewonnen, erhöht sich die Ersparnis noch weiter. Ein derart autarkes Energiesystem befreit Sie aus der Abhängigkeit vom Strom- und Brennstoffmarkt.

Um noch unabhängiger zu sein und mehr zu sparen, empfiehlt sich also auf jeden Fall ein zusätzlicher Stromspeicher, zur Kombination aus Wärmepumpe und PV-Anlage.

Bei der Vernetzung sollte auf jeden Fall ein Installateur hinzugezogen werden. Dieser kann beispielsweise per Wechselrichter beide Geräte miteinander verbinden. Noch effizienter ist ein intelligentes Energiemanagementsystem. Diese Möglichkeit zur Vernetzung und eine weitere Schnittstellenfunktion erläutern wir Ihnen hier einmal genauer:

  • Kombination durch intelligentes Energiemanagementsystem

Ziel ist es, dass der Stromverbrauch, soweit es geht, durch den eigenen Solarstrom aus der PV-Anlage und nicht durch konventionellen Strom aus der Steckdose gedeckt werden. Bei dieser Kombinationsmöglichkeit hilft eine spezielle Software, die automatisiert oder aber auch per App gesteuert wird. Der Verbrauch des eigenen Solarstroms der PV-Anlage wird an den Tagesverlauf des verfügbaren Solarstroms angepasst und optimiert.

Der Vorteil ist, dass intelligente Energiemanagementsystem lernfähig sind und elektrische Geräte im Haus, wie beispielsweise die Waschmaschine, dann einschalten, wenn Kapazitäten dafür vorhanden sind und keine Verbrauchsspitzen zu erwarten sind. Nachteil an diesen Systemen ist, dass es technisch etwas aufwändiger ist und im Haus eine gewisse Infrastruktur vorhanden sein muss.

  • Schnittstelle mit SG-Ready

Hier dient die Schnittstelle SG-Ready am Eingang der Wärmepumpe als Kombinationsmöglichkeit zur Photovoltaikanlage. Die Abkürzung SG steh für Smart Grid und bedeutet übersetzt intelligentes Stromnetz. Es handelt sich hier um ein Label, das Hersteller von Wärmepumpen beantragen können.

Bei dieser Lösung wird die Ansteuerung der Wärmepumpe ermöglicht. Sobald die PV-Anlage mehr Strom produziert als gebraucht wird, erhält die Wärmepumpe ein Signal. Durch Aufheizen des Warmwasserspeichers kann die Wärmepumpe den produzierten Solarstrom nutzen und als Wärme speichern.

Wenn die Kombination aus Wärmepumpe mit Photovoltaik plus Stromspeicher optimal genutzt wird, ist bei Häusern mit hohem Energiestandard ein Autarkiegrad von ca. 70 Prozent möglich. Selbst bei Häusern mit schlechterem Energiestandard sind es immer noch ca. 35 Prozent!

Damit die PV-Anlage optimal genutzt werden kann, ist die Grundlage dafür eine genaue Anlagenplanung der Haustechnik. Einfacher ist das Ganze bei einem Neubau, da die komplette Anlage als neues System geplant werden kann. Im Altbau bzw. Bestandsgebäude müssen die bereits vorhandenen Komponenten zu einem neuen System kombiniert werden.

Trotzdem sollte man den Umbau nicht scheuen, da ein modernes und effizientes Heizsystem ein enormes Einsparpotential bietet und sich ein Umbau langfristig amortisiert.

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Franziska Reiche Franziska ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Heizsysteme, Heizungsförderung und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.