Auf der Suche nach einem neuen Heizsystem ist oft der Preis ausschlaggebend für die Kaufentscheidung. Achten Sie dabei nicht nur auf die Anschaffungs- und Betriebskosten, sondern vergleichen auch die Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Heizungssysteme. Vor allem die stark gestiegenen Preise für Gas und Öl lassen konventionelle Heizsysteme im Vergleich schlechter abschneiden.

Die Kosten für die Anschaffung eines neuen Heizungssystems hängen von der Wohnfläche und vom Sanierungsgrad des Gebäudes ab.

Die Investitionskosten für eine Wärmepumpe liegen, je nach Art, zwischen 30.000 und 50.000 Euro. Für Wasser-Wasser-Wärmepumpen benötigen Sie im Gegensatz zu Luft-Wasser-Wärmepumpen einen Brunnen, der die Installationskosten deutlich erhöht. Daher zahlen Sie für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in der Regel zwischen 30.000 und 35.000 Euro. Für Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen müssen Sie mit Kosten zwischen 40.000 und 50.000 Euro rechnen. Für eine Wärmepumpe erhalten Sie bis zu 40 Prozent Förderung, was die anfänglich hohen Investitionskosten wieder relativiert.

Auch bei Pellet- und Brennstoffzellenheizungen erhalten Sie für den Einbau Zuschüsse vom Staat. Für eine Brennstoffzellenheizung können Sie maximal 11.200 Euro Förderung erhalten, die sich aus einem Grundbetrag von 6.800 Euro und jeweils 550 Euro pro angefangene 100 Watt elektrische Leistung zusammensetzen. Der Anschaffungspreis inkl. Installation liegt bei der Brennstoffzellenheizung zwischen 30.000 und 35.000 Euro. Pellets werden mit maximal 20 Prozent gefördert und kosten zwischen 25.000 und 50.000 Euro.

Für ein Ein- bis Zweifamilienhaus mit einer durchschnittlichen Wohnfläche zwischen 100 und 200 Quadratmetern liegen die Kosten für eine neue Gasheizung inklusive Montage zwischen 6.000 und 10.000 Euro. Ölheizungen sind mit einem Anschaffungspreis ab 10.000 - 15.000 Euro teurer. Eine Förderung gibt es für Gas- und Ölheizungen nicht. Auch Gashybridheizungen werden seit August 2022 nicht mehr gefördert. Lediglich der Anteil der erneuerbaren Energie kann noch zur Förderung eingereicht werden.

Anschaffungskosten (Inklusive Montage) Durchschnittliche Wartungskosten pro Jahr
Luft-Wasser-Wärmepumpe 30.000 - 35.000 € 50 €
Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpe 40.000 - 50.000 € 50 €
Brennstoffzellenheizung 30.000 - 35.000 € 400 - 700 €
Pelletheizung 25.000 - 50.000 € 250 - 350 €
Gasheizung 6.000 - 10.000 € 150 €
Ölheizung 10.000 - 15.000 € 100 - 300 €
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Zu den Betriebskosten eines Heizsystems zählen sowohl die Ausgaben für den Energieträger sowie regelmäßig anfallende Kosten für Wartung und Service.

Die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf moderne Heizsysteme mit erneuerbaren Energien kann eine Heizkostenersparnis von 30 Prozent einbringen. Berücksichtigt werden sollte außerdem die stetig steigenden Preise – vor allem bei Gas – und die CO2-Bepreisung.

Hier vergleichen wir die Betriebskosten der Heizsystemen auf Basis des Verbrauchs in einem Einfamilienhaus und der aktuellen Strom- und Gaspreise (Stand Juli 2022):

  • Wärmepumpe: Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe liegt durchschnittlich bei 1.500 bis 2.500 Euro pro Jahr (rund 4.000 bis 6.000 kWh). Die Wartungskosten sind extrem gering und belaufen sich auf max. 50 Euro jährlich. Weitere Kosten fallen nicht an, da Wärmepumpen gänzlich ohne Brennstoffe auskommen.
  • Brennstoffzelle: Für eine Brennstoffzelle müssen Sie mit jährlichen Betriebskosten zwischen 1.300 und 1.500 Euro rechnen (ca. 10.000 bis 12.000 kWh/Jahr). Da diese jedoch mit Gas betrieben werden, können dir Preise künftig weiterhin ansteigen. Die Wartungskosten liegen zwischen 400 und 700 Euro.
  • Pelletheizung: Für die Pellets selbst, müssen rund 1.800 Euro pro Jahr einkalkuliert werden. Weitere Kosten entstehen durch den Schornsteinfeger sowie Wartung und betragen insgesamt ca. 400 bis 500 Euro pro Jahr.
  • Gasheizung: Der jährliche Gasverbrauch (25.000 bis 30.000 kWh) liegt aktuell bei 3.500 bis 4.000 Euro. Durch die Wartung kommen noch einmal 150 Euro hinzu.
  • Ölheizung: Für das Öl müssen ca. 1.500 bis 2.000 Euro berechnet werden. Die Wartungskosten betragen rund 100 bis 300 Euro.

Im Vergleich ist die Wärmepumpe das einzige Heizsystem, das ohne Brennstoffe betrieben wird. Nach Abzug der staatlichen Förderung liegen Luft-Wasser-Wärmepumpen außerdem auf einem ähnlichen Preisniveau wie konventionelle Ölheizungen. Auch die Gasheizung ist durch die hohen jährlichen Betriebskosten längst keine günstige Alternative mehr. Pelletheizungen setzen durch die Verbrennung von Holz Brennstoffe und Feinstaub frei. Mit der Brennstoffzelle können Sie neben Wärme auch Strom herstellen. Nachteil ist, dass auch dies nur mit Gas funktioniert.

Mit der Wärmepumpe investieren Sie in ein zukunftssicheres und modernes Heizsystem, das durch den großen technologischen Fortschritt mittlerweile auch im Altbau sehr effizient heizt. Doch auch wenn eine Wärmepumpe technisch bei Ihnen nicht realisierbar sein sollte, finden wir gemeinsam die passende Heizung für Ihr Zuhause – perfekt abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse. Nutzen Sie hierfür unseren Heizungsplaner und erhalten Sie ein erstes Angebot.

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Franziska Reiche Franziska ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Heizsysteme, Heizungsförderung und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.