Zuletzt aktualisiert am: 09.11.2021

Gas-Hybridheizung: Solar + Erdgas mit 45% Förderung

Bei einer Gas-Hybridheizung werden unterschiedliche Wärmeerzeuger mit einem Gasbrennwertkessel kombiniert. Wir klären, wie das genau funktioniert, welche Vorteile die Gas-Hybridheizung hat und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Eine Gas-Hybridheizung besteht aus einer Gas-Brennwertheizung und einem oder mehreren alternativen Energieerzeugern wie Solarthermie oder einer Wärmepumpe.

Den Basis-Wärmebedarf zum Heizen und für Warmwasser deckt dabei die alternative Energiequelle ab. Die Gasheizung springt ein, wenn besonders viel Wärme benötigt wird, z.B. an sehr kalten Wintertagen.

Die Gas-Hybridheizung verfügt über eine intelligente Steuerungstechnik. Sie sorgt dafür, dass die Heizungsanlage die Leistung jeweils an den Bedarf anpasst. Wichtiger Bestandteil der Gas-Hybridheizung ist der Wärmespeicher. Er kann überschüssige Wärme aufnehmen, die mit der Solarthermie-Anlage produziert wird.

Grundsätzlich wählt jede Gas-Hybridheizung die passende Wärmequelle selbständig aus. Dabei können bei hohem Bedarf auch zwei Wärmequellen gleichzeitig genutzt werden. Je besser die Heizungssteuerung austariert wird, desto effizienter kann das Hybridsystem arbeiten und Brennstoff sowie Heizkosten sparen.

Gas-Hybrid mit Wärmepumpe: Diese Gas-Hybridheizung ist eine sehr kostengünstige Variante, wenn sie mit einer Luft-Wärmepumpe kombiniert wird. Im Frühling und im Herbst reicht die von der Wärmepumpe erzeugte Energie in der Regel aus, um einen ganzen Haushalt mit Wärme zu versorgen.

Im Sommer können Hausbesitzer auf die Gasbrennwertheizung verzichten und sich ausschließlich mit Wärme von der Wärmepumpe versorgen. Erst bei kälteren Außentemperaturen im Winter muss die Gasbrennwertheizung die Wärmepumpe unterstützen.

Allerdings spielt hier auch die Wärmedämmung des Gebäudes eine wichtige Rolle. 

Gas-Hybridheizungen mit Wärmepumpe können je nach Modell so gesteuert werden, dass möglichst wenig CO2 freigesetzt wird oder die Hybridheizung möglichst kostengünstig arbeiten soll.

Gas-Hybrid mit Solarthermie: Wird die Gas-Brennwertheizung mit einer Solarthermie-Anlage kombiniert, nutzen Hausbesitzer in den Sommermonaten ausschließlich die Solaranlage zur Wärmegewinnung. Erst, wenn die Sonneneinstrahlung schwächer wird oder bei langen Regenperioden kommt die Gasheizung zum Einsatz.

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Die Vorteile beim Heizen mit einem Gas-Hybridsystem sind groß:

  • sichere und zuverlässige Wärmeversorgung
  • geringere Heizkosten
  • hoher Heizkomfort
  • geringere Emissionen der Heizung
  • geringere Abhängigkeit von einer Energiequelle
  • flexibel und individuell erweiterbare Systeme, z.B. mit einer zweiten alternativen Wärmequelle
  • lukrative Fördermöglichkeiten (über BAFA im Rahmen des BEG)

Wie jedes Heizsystem hat auch die Gas-Hybridheizung Nachteile:

  • höhere Anschaffungskosten als bei einer reinen Gasbrennwertheizung
  • komplexere Technik ist eher anfällig für Fehler
  • weiterhin bestehende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern
  • keine rein nachhaltige Energieerzeugung

Eignen sich Gas-Hybridheizungen eher für Neubau oder Altbau?

Grundsätzlich spielen Gas-Hybridheizungen vor allem in sehr gut isolierten Gebäuden ihre Stärken aus. Denn in Energiesparhäusern können Sie mit einem Gas-Hybridsystem nahezu ganzjährig mit dem alternativen Wärmeerzeuger, z.B. der Wärmepumpe oder Solarthermie heizen und Warmwasser erzeugen. Die Gasheizung muss dann nur gelegentlich bei Spitzenlast hinzugeschaltet werden.

Das bedeutet aber nicht, dass Gas-Hybridsysteme nicht für Altbauten bzw. Bestandsgebäude geeignet wären. Je nach Heizungsmodell ist es möglich, eine bestehende Gas-Brennwertheizung zu einem Hybridsystem in Kombination mit Solarthermie umzubauen, sodass nach einer Heizungssanierung im Bestand eine Gas-Hybridheizung entsteht.

Aufgrund der attraktiven Förderung lohnt sich aber auch der Heizungstausch im Altbau mit einem Gas-Hybridsystem. Durch die Einsparung an Heizkosten und die Zuschüsse für die neue Heizung über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) amortisiert sich das System schon nach wenigen Jahren.

Wie teuer eine Gas-Hybridheizung wird, hängt von der Leistung, der Arbeitszeit für die Installation und von den Geräten ab. Entscheidend ist aber vor allem die hohe Förderung, welche die im Vergleich zur „normalen“ Gas-Brennwertheizung höheren Anschaffungskosten deutlich senkt.

Wenn Sie Ihre Gas-Hybridheizung heute über das BEG fördern lassen, können Sie bei einer Kombination aus Gas-Solar bis zu 30 Prozent Zuschuss erhalten. Wird eine Wärmepumpe mit einer Gas-Brennwertheizung kombiniert, sind bis zu 35 Prozent Zuschuss möglich. Diese Zuschüsse können nochmals höher ausfallen, wenn Sie Ihre alte Ölheizung austauschen und auf ein Gas-Hybridsystem umsteigen. Dann erhalten Sie 10 Prozent „Austauschbonus“. Weitere fünf Prozent Zuschuss sind nach BEG möglich, wenn Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan für die energetische Sanierung von einem Energieberater aufstellen lassen.

Kurz: Sie können bis zu 40 Prozent für eine Gas-Hybridheizung mit Solar und bis zu 45 Prozent Förderung für eine Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe erhalten, wenn die vorherige Heizung eine Ölheizung war. Ist das nicht der Fall, beträgt die Förderung jeweils zehn Prozentpunkte weniger. Findet die Erneuerung der Heizung im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans statt, erhalten Sie noch einmal fünf Prozentpunkte mehr Förderung.

Ein Beispiel:

Liegen die Kosten für eine Gas-Hybridheizung mit Solarthermie bei ca. 25.000 Euro und war Ihre vorherige Heizung eine Ölheizung, erhalten Sie 40 Prozent Förderung. Das sind in diesem Beispiel 10.000 Euro, die Sie nicht bezahlen müssen. Am Ende zahlen Sie nur noch 15.000 Euro für ein modernes Heizsystem, dessen Kosten sich dank des Wärmeerzeugers aus erneuerbaren Energien viel schneller amortisieren als die einer Gasheizung. Trotz höherer Anschaffungskosten ist die Gas-Hybridheizung die bessere Lösung, wenn alle technischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Ein Umstieg auf eine Gas-Hybridheizung ist für Hausbesitzer attraktiv, denn es winkt eine hohe staatliche Förderung. Die Höhe der Förderung trägt bereits die Kosten für die alternative Wärmequelle, sodass sich das gesamte Heizsystem dank der Heizkosteneinsparung schnell amortisiert.

Gleichzeitig senken Sie die Emissionen bedeutend und tragen so zum Klimaschutz bei. Nutzen Sie unseren Heizungsplaner und holen Sie sich kompetenten Rat für die perfekte Heizlösung für Ihr Zuhause. Wir beraten Sie auch zu Fördermöglichkeiten, damit Sie das Maximum an Förderung erhalten.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.