Wenn Sie mit Öl heizen, haben Sie die letzten Meldungen aus der Presse sicherlich auch verunsichert. Von einem teilweisen Verkaufsverbot der Ölheizung ist die Rede. Doch was ist an der Einschränkung dran und was bedeutet das für Sie?

Ganz kurz, die wichtigsten Informationen:

  • ab 2026 dürfen zum Großteil keine Ölheizungen mehr ohne Einbindung einer erneuerbaren Wärmequelle verkauft werden
  • es gibt Ausnahmen, die wir Ihnen im Text vorstellen
  • Sie dürfen Ihre Ölheizung aber auch über 2026 hinaus weiter nutzen
  • Umstieg von Ölheizung auf eine Wärmepumpe wird mit bis zu 50 % Förderung belohnt
  • Der Umstieg auf eine Wärmepumpe macht Sie unabhängig von fossilen Brennstoffen und schwankenden Ölpreisen.
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Die damalige Bundesregierung hat im Oktober 2019 das Klimapaket beschlossen. Es sieht in besonderem Maße Energieeinsparungen vor. Seit 2021 gibt es eine Abgabe für CO2 und ab 2026 außerdem ein teilweises Verbot für Ölheizungen. Ziel der Maßnahmen soll es sein, den Ausstoß von klimaschädlichen Abgasen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent zu reduzieren. Die aktuelle Bundesregierung will die Regelung auf 2024 vorziehen, hier muss noch das Parlament entscheiden.

Bei Verbrauchern, die mit Öl heizen oder gerade eine moderne, energiesparende Ölbrennwertheizung in Auftrag gegeben haben, löste die Ankündigung des Klimapakets Unruhe aus. Laut Pressemeldungen sollen bereits viele Aufträge für eine neue Ölheizung storniert worden sein.

Der Ukraine-Krieg hat 2022 zur Verunsicherung von Verbrauchern geführt. Denn in der Folge der kriegerischen Auseinandersetzung ist der Ölpreis rapide gestiegen, sodass vielen Hausbesitzern deutlich wurde, wie abhängig sie von schwankenden Preisen sind.

Tatsächlich gibt es im Rahmen des Klimapakets ein partielles Verbot für Ölheizungen, allerdings nur für den Kauf ab 2026, nicht aber für den Betrieb. Wenn Sie bisher mit einer Ölheizung heizen, können Sie das auch weiterhin tun. Sie können auch bis 2026 weiterhin eine Ölheizung kaufen und fachgerecht installieren lassen.

Aber: Ab 2026 sollen nach Möglichkeit nur noch sogenannte „Hybridsysteme“ in Betrieb genommen werden. Das bedeutet, die Kombination einer Ölbrennwertheizung mit einem alternativen Energieerzeuger wie Photovoltaik oder Solarthermie. Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Bundesregierung diese Regelung schon auf 2024 vorziehen will. Das parlamentarische Votum steht noch, es ist aber eher unwahrscheinlich, dass es scheitert.

Nach der bisherigen Regelung dürfen Sie noch bis Ende 2025 auf eine Ölbrennwertheizung umrüsten und sparen so bis zu 30 Prozent an Brennstoffen gegenüber einem alten Ölkessel. Allerdings müssen Sie sich fragen, ob Sie nicht gleich auf Erneuerbare Energien setzen, wenn Sie Ihre alte Ölheizung ohnehin tauschen. Denn dann sparen Sie nicht nur Heizkosten, sondern Sie machen sich unabhängig von fossilen Brennstoffen und schwankenden Preisen. Außerdem profitieren Sie von bis zu 50 Prozent staatlicher Förderung, wenn Sie auf eine Wärmepumpe umsteigen.

Es gibt kein definitives Verbot für Ölheizungen. Das belegen auch die Ausnahmen, welche im Klimapaket definiert wurden.

So sollen Gebäude von einem Ölheizungsverzicht ausgenommen werden, in welchen eine technische Umrüstung der Heiztechnik nicht möglich ist. Das wäre z.B. der Fall:

  • wenn alternativ erzeugte Wärme nicht in ausreichendem Maße genutzt oder erzeugt werden kann
  • weil keine Anschlussmöglichkeit an Fernwärme besteht
  • Solarmodule nicht in ausreichender Zahl installiert werden können
  • keine Möglichkeit für den Bau einer Wärmepumpe vorhanden ist

Wenn Sie Ihre Ölheizung erst kürzlich gegen eine moderne Ölbrennwertheizung ausgetauscht haben, können Sie erst einmal Ruhe bewahren. Es besteht aktuell und auch in naher Zukunft kein Handlungsbedarf.

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Bis Ende 2019 zahlte die Kreditanstalt für Wiederaufbau attraktive Förderung für eine neue Ölbrennwertheizung. Im Rahmen des Klimapakets ist diese Förderung nun weggefallen. Seit Anfang 2020 ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) größtenteils für die Förderung für Heizungen zuständig.

Daran ändert auch das seit Januar 2021 geltende Gesetz Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nichts, in das die Förderung überführt wurde. Die Fördersätze sind geblieben und wurden um einen attraktiven Punkt erweitert. So wird ein Bonus von fünf Prozentpunkten gewährt, wenn die Modernisierung der Heizung im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans durchgeführt wird.

Für Ölheizungen gibt es keine Förderung mehr. Auch Gasheizungen werden allein nicht mehr bezuschusst. Ausschließlich in Kombination mit erneuerbaren Energien können Sie Förderung beantragen.

Die aktuellen Förderrichtlinien machen Ihnen einen Wechsel von Öl zu Erneuerbaren Energien so attraktiv wie nie zuvor. So erhalten Sie einen Zuschuss von 40 Prozent, wenn Sie auf eine Gas-Hybridheizung bspw. mit Solarthermie umsteigen. Ein Wechsel auf eine Hybridheizung mit zwei erneuerbaren Wärmequellen oder eine Wärmepumpe bringt Ihnen sogar 45 Prozent Förderung. Wie bereits geschrieben, erhöht sich diese Förderung um fünf Prozentpunkte, wenn ein Sanierungsfahrplan vorliegt. Das bedeutet, es sind bis zu 50 Prozent Förderung möglich.

Mögliche Alternativen zur Ölheizung

Wenn Sie ohnehin schon mit dem Gedanken spielen, Ihre alte Ölheizung zu ersetzen, bieten sich folgende Alternativen an:

  • strombasierte Wärmepumpen: Wärmepumpen, im privaten Bereich vor allem die Luft-Wasser-Wärmepumpe, sind für den Heizungstausch sehr gut geeignet. Die Heizgeräte sind oftmals nicht größer als ein Kühlschrank und lassen sich sowohl für die Heizungssanierung als auch in Neubauten installieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie erzeugen sehr klimafreundlich Wärme und müssen nur für den Strom bezahlen, den die Pumpe benötigt. Gleichzeitig erzeugen Sie keine schädlichen Emissionen und machen sich unabhängig von fossiler Energie. Darüber hinaus sind Wärmepumpen sehr wartungsarme Heizsysteme. Was auch für den Umstieg auf die Wärmepumpe spricht: Sie bekommen bis zu 50 Prozent Zuschuss vom Staat.
  • Umstieg auf eine Gas-Brennwertheizung mit Solarthermie: In diesem Fall müssten Sie zuvor prüfen, ob ein Gas-Hausanschluss vorhanden ist. Das Heizen mit Gas erzeugt weniger Emissionen und Sie sparen langfristig Geld dank noch effizienterer Brennwerttechnik. In Kombination mit Solarthermie reduzieren Sie den Gasverbrauch und können bis zu 50 Prozent Heizkosten einsparen. Dachneigung und -ausrichtung müssen jedoch Voraussetzungen erfüllen, damit Solarthermie Sinn ergibt. Der große Nachteil: Der Ukraine-Krieg hat gezeigt, dass der Gaspreis ebenfalls hohen Schwankungen unterworfen ist. Somit bleiben Sie mit einer Gasheizung weiterhin abhängig von fossilen Brennstoffen, wenn Sie nicht ausschließlich mit Biogas heizen.
  • Pelletkessel, Hackschnitzelheizungen: Das Heizen mit Holz kann eine sinnvolle Alternative sein, da durch die Verbrennung nicht mehr CO2 freigesetzt wird als ohnehin durch die Verrottung des Holzes freigesetzt würde. In der Anschaffung sind Pelletkessel zwar teurer, es existieren jedoch mehr Fördermöglichkeiten. Außerdem sind Holzpellets beim Heizen immer noch günstiger als Gas oder Öl. Nachteil an diesen Feuerungsanlagen: Sie benötigen große Lagerflächen für Brennstoff und der Unterhalt der Heizsysteme ist aufwändig.

Einem eingeschränkten Ölheizung-Verbot sollten Sie erst einmal mit Ruhe begegnen. Sie können Ihre alte Ölheizung weiter betreiben. Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass Ihr Heizsystem CO2-Emissionen verursacht und Sie in hohem Maße abhängig von stark schwankenden Ölpreisen sind. Auch das Umrüsten auf eine neue Ölheizung sollte nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn aus technischen Gründen der Einbau eines anderen Heizsystems nicht möglich ist.

Mehr Heizkosten lassen sich langfristig zwar mit einem Umstieg auf Gasheizung sparen. Und in Kombination mit Solarthermie können Sie Ihre Heizkosten noch einmal massiv senken. Doch auch hier bleiben Sie weiterhin abhängig von fossilen Brennstoffen und den damit einhergehenden Preisschwankungen. Sollten Sie nicht vorhaben, mittelfristig mit Biogas zu heizen, gibt es mit der Wärmepumpe die beste Alternative zur Ölheizung.

Sie verspricht eine hohe Förderung und nachhaltiges Heizen mit Umweltwärme.

Haben Sie sich für eine neue umweltfreundliche Heizung entschieden, übernehmen wir im Anschluss alle notwendigen Schritte. Zudem helfen wir Ihnen, mit unserem Fördermittelservice das Maximum an Förderung zu erhalten. Die Installation übernehmen unsere festangestellten Heizungstechniker und auch im Servicefall sind wir für Sie da.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.