aus 59 Bewertungen | zuletzt aktualisiert am: 16.10.2019

Förderung Heizung: Das zahlt Ihnen der Staat

Bei einem Heizungswechsel unterstützt Sie der Staat mit attraktiven Fördergeldern. Wir zeigen Ihnen den Weg durch den Förderdschungel.

Primäre Anlaufstellen beim Thema Förderung Heizung sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Ob Sie den Antrag auf Förderung Heizung bei der KfW oder beim BAFA einreichen, hängt jedoch von zwei grundlegenden Fragen ab:

  1. Interessieren Sie sich für einen einmaligen Zuschuss oder planen Sie eine Kreditfinanzierung?
  2. Wechseln Sie auf moderne Brennwerttechnik mit fossilen Brennstoffen oder werden Sie erneuerbare Energien nutzen?

Während die KfW sowohl einmalige Investitionszuschüsse als auch Kreditfinanzierung für neue Heizungen anbietet, erhalten Sie beim BAFA ausschließlich Zuschüsse zum neuen Heizsystem.

Des Weiteren fördert die KfW hauptsächlich den Umstieg von veralteten Heizsystemen auf energieeffiziente Brennwerttechnik auf Basis von Öl oder Gas.

Das BAFA gewährt hingegen Förderung auf den Umstieg auf erneuerbare Energien. Dazu gehören zum Beispiel die Kombination von Brennwerttechnik mit Solarthermie oder der Einbau von Wärmepumpen.

In folgender Tabelle erhalten Sie einen ersten Überblick zu den wichtigsten Programmen:

Staatliche Zuschüsse

Heizungsart Programm Max. Höhe der Förderung
Moderne Gas- oder Ölbrennwertheizung Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (KfW 430) Bis 30.000 Euro Max. 15% der Kosten
Brennstoffzellenheizung mit einer elektrischen Leistung von mindestens 0,25 kW Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle (KfW 433) Minimum 7.050 Euro und bis zu 40% der förderfähigen Kosten
Solarthermie, Wärmepumpe, Biomasse BAFA Basis- und Zusatzförderung Abhängig vom gewählten Produkt

Kreditfinanzierung:

Heizungsart Programm Konditionen
Moderne Gas- oder Ölbrennwertheizung Energieeffizient Sanieren – KfW Kredit 151/152 Bis 50.000 Euro mit 0,75% effektiver Jahreszins
und bis 12,5% Tilgungszuschuss
Moderne Heizanlage auf Basis erneuerbarer Energien Energieeffizient Sanieren – KfW Kredit 167 Bis 50.000 Euro mit 1,3% effektiver Jahreszins

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Beim Thema Förderung Heizung kann jeder Privateigentümer die Programme der KfW und BAFA in Anspruch nehmen, wenn er seine Immobilie selbst nutzt oder vermietet.

Für einen Antrag auf Förderung bei der KfW muss Ihr Haus bereits vor 2002 und bei einem Antrag bei der BAFA vor 2009 erbaut worden sein.

Außerdem ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs notwendig, um die Förderung der KfW für die Installation einer neuen Brennwertheizung zu erhalten. Ohne hydraulischen Abgleich wird die Wärme nur ungleichmäßig im Haus verteilt, das hat zur Folge, dass Heizkörper, die weiter entfernt vom Heizkessel stehen, nur schlecht warm werden. Näher zum Heizkessel stehende Heizkörper werden hingegen zur gleichen Zeit zu heiß. Als Resultat dessen ist der Energieverbrauch unnötig hoch.

Der hydraulische Abgleich gewährleistet die optimale und gleichmäßige Wärmeverteilung im Haus und sorgt so für eine effizientere Nutzung des Brennstoffes. Allein durch diese Maßnahme sind bis zu 15 Prozent Energieeinsparung möglich.

Eine weitere wichtige Fördervoraussetzung: Bei der auszutauschenden Heizung sollte es sich um ein Heizwertgerät handeln. Besitzen Sie hingegen schon eine Brennwertheizung und planen, sich ein neues Modell zuzulegen, erhalten Sie dafür keine Förderung.

Staatliche Fördermittel als Hebel für Klimaschutz

Warum wird nur der Wechsel von Heizwert- auf Brennwertheizung gefördert? Mit der Zustimmung zum Pariser Klimaschutzabkommen hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, die CO2-Emissionen in Deutschland erheblich zu reduzieren.

Eine Maßnahme ist, den Wärmebedarf privater Bestandsbauten bis 2050 um 80 Prozent gegenüber den Werten von 2008 zu senken.

Die Brennwerttechnik ist die momentan effizienteste Methode, Öl- und Gas in Energie umzuwandeln. Insofern trägt der Austausch von alten gegen neue Brennwertheizungen nicht im selben Maße wie der Austausch von Heizwert- gegen Brennwertgeräten zur CO2-Reduzierung bei.

Grundsätzlich erhalten Sie keine Förderung für Heizungen die auf Basis von Strom arbeiten. Damit sind Nachtspeicherheizungen nicht förderfähig.

Zudem wird die hier vorgestellte KfW-Förderung 420 nur bei Gebäuden gewährt, deren Bauanzeige oder Bauantrag vor dem 1. Februar 2002 gestellt wurde.

Ist Ihre Anlage bereits älter als 30 Jahre, haben Sie sehr wahrscheinlich auch keinen Anspruch auf staatliche Förderung zur neuen Heizung.

Denn dann greift voraussichtlich die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014), welche die Pflicht zum Heizungswechsel vorschreibt.

Erfahren Sie hier, ob Sie von der Austauschpflicht für Heizkessel nach EnEV 2014 betroffen sind.

Eine hervorragende Klimabilanz weisen erneuerbare Energien auf. Dennoch scheuen viele Hausbesitzer die Investition, da die Anschaffungskosten vergleichsweise hoch sind. Mit einem Zuschuss im Rahmen der BAFA-Förderung lassen sich diese Kosten jedoch enorm reduzieren.

Bei Solarthermie zahlt die BAFA die Förderung je nach Nutzung und Kollektorfläche. Kommt Solarthermie sowohl für Warmwasseraufbereitung als auch heizungsunterstützend zum Einsatz, wird ein Zuschuss von mindestens 2000 Euro gewährt. Bei mehr als 14m² Kollektorfläche beträgt die Förderung 140 Euro pro m².

Bei ausschließlicher Warmwasseraufbereitung ist der Mindestbetrag 500 Euro. Ab einer Kollektorfläche von mindestens 11m² werden 50 Euro pro m² gezahlt. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und was Sie darüber hinaus beachten müssen, haben wir in unserem Artikel zur Förderung von Solarthermie zusammengestellt.

Auch Wärmepumpen fallen unter die Förderung

Bei Wärmepumpen fördert das BAFA die Errichtung von Wärmepumpen mit einer Nennwertleistung bis 100 Kilowatt im folgenden Anwendungsgebiet:

  • Warmwasseraufbereitung und Raumheizung in Kombination
  • ausschließliche Raumheizung, insofern die Warmwasseraufbereitung zu einem wesentlichen Teil durch andere erneuerbare Energien erfolgt
  • ausschließliche Raumheizung von Nichtwohngebäuden
  • Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze

Hier sind bis zu 15.000 Euro an Fördermitteln möglich. Im Moment bieten wir ausschließlich Brauchwasserwärmepumpen, die jedoch nicht durch die BAFA förderfähig sind.

KfW-Förderung oder Zuschuss: Für einen Antrag bei der KfW müssen Sie einen Energieberater hinzuziehen.

Die Aufgabe des Energieberaters ist es, Ihr Sanierungsvorhaben beratend zu begleiten und sowohl vor der Antragstellung als auch nach der Installation die korrekte Umsetzung schriftlich zu bestätigen.

Die Förderanträge zum Heizungswechsel selbst sind dann online im KfW-Zuschussportal einzureichen.

BAFA-Förderung: Für einen Antrag auf Zuschuss beim BAFA müssen Sie keinen Energieberater hinzuziehen.

Sie können den Antrag direkt beim BAFA einreichen und vorab ein nicht unterschriebenes Exemplar zur Registrierung Ihres Sanierungsvorhabens über die Internetseite des BAFA übermitteln.

Lesen Sie hier mehr über nötige Fördervoraussetzungen sowie Antragstellung für die jeweilige Heizungsart:

>> Förderung der Gasheizung
>> Förderung der Ölheizung

Antragstellung zur BAFA-Förderung der Heizung seit 2018 vor Sanierungsbeginn

Was für die KfW schon lange gilt, wurde auch für Förderungen bei der BAFA seit Beginn 2018 relevant.

Wer nun eine neue Heizung auf Basis erneuerbarer Energien kaufen und einbauen lassen will und dazu BAFA-Förderung beantragt, muss den Antrag noch vor Sanierungsbeginn absenden.

Wir unterstützen Sie als Partner bei der Förderung Ihrer Heizung im Rahmen Ihres Heizungswechsels:

Entscheiden Sie sich für einen entspannten und professionellen Heizungswechsel mit uns, brauchen Sie sich um die passende Förderung für Ihre neue Heizung nicht zu sorgen.

Sowohl die Prüfung Ihrer Förderfähigkeit als auch die kostengünstige Vermittlung eines Energieeffizienzberaters sind Teil unserer Leistungen.

Zusätzlich zum Bund fördern auch vereinzelt Länder und Kommunen den Umstieg auf moderne Heiztechnik. Berlin hat ein Förderprogramm gestartet, das vorerst bis Ende 2021 ein Gesamtvolumen von sechs Millionen Euro umfasst. Hauptanliegen ist der Austausch alter Öl- und Gasheizungen mit Heizwerttechnik gegen neue Gasheizungen mit Brennwerttechnik oder Heizsysteme mit erneuerbaren Energien.

Bei einem Wechsel von Heizwertgeräten (Öl und Gas) auf moderne Gasbrennwertheizung werden Zuschüsse in Höhe von 1.000 Euro gewährt. Wird zusätzlich noch eine Solarthermieanlage eingesetzt, erhöht sich der Zuschuss um bis zu 1.500 Euro.

Die Förderung können Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, sowie Einzeleigentümer oder Wohnungseigentümergemeinschaften von Gebäuden mit mehrheitlicher Wohnnutzung mit einer Maximalanzahl von 20 Wohneinheiten erhalten.

Expertenfazit zur Förderung Ihrer Heizung
Andreas Kühl

Die staatliche Förderung macht den Tausch Ihrer alten Niedertemperaturheizung gegen eine moderne Gas-Brennwertheizung noch interessanter, wenn Sie diese mit erneuerbaren Energien kombinieren, z.B. mit einer Solarthermie-Anlage.

Als Verbraucher erhalten Sie attraktive Zuschüsse für Ihre Investition, da Sie helfen, die Wärmewende voran zu bringen. Damit profitieren Sie durch geringere Heizkosten und die Umwelt wird weniger mit Emissionen belastet.

Andreas Kühl
Diplom-Ingenieur (FH) für Bauphysik, Elektromechaniker und Energieblogger

Die staatliche Förderung macht den Tausch Ihrer alten Niedertemperaturheizung gegen eine moderne Gas-Brennwertheizung noch interessanter, wenn Sie diese mit erneuerbaren Energien kombinieren, z.B. mit einer Solarthermie-Anlage.

Als Verbraucher erhalten Sie attraktive Zuschüsse für Ihre Investition, da Sie helfen, die Wärmewende voran zu bringen. Damit profitieren Sie durch geringere Heizkosten und die Umwelt wird weniger mit Emissionen belastet.

Andreas Kühl
Andreas Kühl
Diplom-Ingenieur (FH) für Bauphysik, Elektromechaniker und Energieblogger

Welches staatliche oder auch regionale Förderprogramm für Sie am ehesten infrage kommt, hängt schlussendlich von Ihren individuellen Voraussetzungen ab.

Damit Sie die bestmögliche Förderung zur neuen Heizung erhalten, beraten wir Sie gern ausführlich zu Ihrem Modernisierungsvorhaben, prüfen Ihre Fördervoraussetzungen und unterstützen Sie bei der kompletten Antragstellung.

Füllen Sie dazu ganz einfach unseren Heizungsplaner aus und sichern Sie sich Ihre Förderung zur neuen Heizung.

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