Mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) ändern sich die Vorgaben für die Erneuerung und den Austausch von Ölheizungen. Wir zeigen Ihnen, warum es sinnvoll ist, eine Ölheizung auszutauschen und nicht mehr zu erneuern, sowie welche Kosten damit verbunden sein können.

Das bedeutet das neue Gebäudeenergiegesetz für die Erneuerung einer Ölheizung

Mit den kommenden Regelungen des GEG spricht vieles gegen die Erneuerung einer Ölheizung. Zwar wurde das angekündigte teilweise „Ölheizungsverbot“ ab 2026 gestoppt, jedoch ist dies mit der Novelle und der anstehenden Wärmeplanung spätestens 2028 der Fall. Ab dann muss jede neu eingebaute Heizung mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden.

Geht es um alternative Brennstoffe für fossile Heizsysteme, ist grüner Wasserstoff für Gasheizungen in aller Munde. Dabei ist aber ist jedoch noch nicht klar, wie die Versorgungslage und die Brennstoffpreise in Zukunft aussehen werden. Experten rechnen mit hohen Kosten, wenn es überhaupt flächendeckend Versorgungsnetze für Privatverbraucher geben wird. Für Ölheizungen sieht der zukünftige Brennstoffmarkt sogar noch unklarer aus. Um die 65-Prozent-Regel einzuhalten, sollen Bio-Heizöl oder sogenannte E-Fuels eingesetzt werden.

Das Heizen mit diesen flüssigen Brennstoffen ist jedoch ineffizient und die Verfügbarkeit nicht gesichert. Bisher ist es technisch lediglich möglich, bis zu 20 Prozent Brennstoffe auf regenerativer Basis beizumischen. Bereits 2029 müssen Ölheizungen und andere Heizsysteme mit mindestens 15 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden, ab 2035 sind es bereits 30 Prozent. Spätestens dann reicht aktuell verfügbares Bio-Heizöl nicht mehr aus, um den geforderten Anteil an erneuerbaren Energien zu erfüllen. Wie es 2040 bei 60 Prozent oder 2045 mit 100 Prozent erneuerbaren Energien Anteil aussehen wird, kann nicht vorausgesagt werden.

Aus diesem Grund müssen Sie sich bei der Erneuerung einer Ölheizung ab 2024 verbindlich beraten lassen. Dabei werden Sie unter anderem über die wirtschaftlichen Risiken bezüglich der immer weiter steigenden CO2-Steuer für fossile Brennstoffe und die Unsicherheit bezüglich des Bio-Heizöls oder der E-Fuels aufgeklärt. Zudem werden Sie dazu beraten, was der jährlich steigende Anteil Bioenergie für Ihr Heizsystem bedeutet und welche möglichen Alternativen es mit erneuerbaren Energien gibt. So sind Wärmepumpen bereits jetzt deutlich effizienter als Ölheizungen.

Darum sollten Sie Ihre Ölheizung austauschen und nicht mehr erneuern

Der Wechsel von einer alten zu einer neuen Ölheizung ist nicht mehr zeitgemäß. Denn Ölheizungen stoßen im Vergleich zu Heizsystemen, die auf erneuerbaren Energien basieren, CO2 aus. Damit sind auch moderne Öl-Brennwertgeräte durch die immer weiter steigende CO2-Steuer mit hohen Zusatzkosten verbunden. Diese soll 2024 um 50 Prozent auf 45 Euro steigen. Ab 2027 wird zudem der EU-Emissionshandel für Privatverbraucher eingeführt. Dann orientiert sich der bisher politisch bestimmte Preis komplett am Markt und wird demnach extremen Preissprüngen ausgesetzt sein.

Weitere Gründe, weshalb Sie Ihre Ölheizung austauschen sollten:

  • Senken der Heizkosten: Moderne Heizsysteme, die wie die Wärmepumpe auf erneuerbaren Energien basieren, senken Ihre Heizkosten nachhaltig. Fossile Energien sind teilweise extremen Preissprüngen unterworfen. Zudem steigen die Preise für CO2-Emissionen in Zukunft. Der aktuelle politisch bestimmte CO2-Preis wird 2027 vom europäischen Emissionshandel abgelöst. Dieser orientiert sich am Markt und wird deutlich über dem aktuellen CO2-Preis liegen. Heizen mit Öl wird dann extrem teuer.
  • Gesetzliche Austauschpflicht: Sie müssen Ihre alte Ölheizung austauschen, wenn sie 30 Jahre oder älter ist und nicht auf Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik basiert. Mit dieser schon jahrelang bestehenden Regelung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sollen die CO2-Emissionen nachhaltig gesenkt werden.
  • Steigerung des Immobilienwerts: Der Wert einer Immobilie wird in Zeiten des Energiewandels auch von der Energieeffizienz des Heizsystems mitbestimmt. Wenn Sie Ihre Ölheizung erneuern und zum Beispiel in ein modernes Heizsystem wie die Wärmepumpe investieren, steigern Sie den Wert Ihrer Immobilie.
  • Mehr Heizkomfort: Moderne Heizsysteme bieten einen höheren Heizkomfort. So können diese Geräte zum Beispiel in ein Smart Home integriert und noch individueller eingestellt und gesteuert werden.
  • Änderung der baulichen Gegebenheiten: Im Zuge einer energetischen Sanierung verändert sich der Wärmebedarf in Wohnräumen meist drastisch. Ältere Ölheizungen können dann überdimensioniert sein. Durch den Austausch der Ölheizung passen Sie die neue Heizung, z. B. eine Wärmepumpe, den neuen energetischen Bedingungen perfekt an.
  • Weniger Emissionen: Eine neue Heizung und vor allem Erneuerbare-Energien-Heizungen reduzieren Emissionen beim Heizen auf null.
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Ölheizung austauschen: Diese Optionen sind möglich

Möchten Sie Ihre alte Ölheizung austauschen, lohnt es sich langfristig auf erneuerbare Energien zu wechseln. Gemäß dem GEG haben Sie folgende zukunftssichere Möglichkeiten:

  • Umweltwärme mit der Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist ein zuverlässiges und effizientes Heizsystem und gilt als die vielversprechendste Alternative zu fossilen Brennstoffen. Auf den ersten Blick wirkt der Kaufpreis einer Wärmepumpe zwar deutlich teurer, dafür profitieren Verbraucher bei der Anschaffung von hohen Fördersätzen. Während Ölheizungen schon lange gar nicht mehr gefördert werden, wird die Wärmepumpe mit bis zu 70 Prozent bezuschusst. Damit zahlen Sie für eine Wärmepumpe inkl. Förderung fast den gleichen Preis wie für eine neue Ölheizung. Dazu kommen die Ersparnisse bei den Betriebskosten, von denen Sie mit einer Wärmepumpenheizung profitieren.

Zudem verbraucht Ihre Wärmepumpe kein teures Heizöl und stößt keine CO2-Emissionen aus. Das macht Sie von der immer weiter steigenden CO2-Steuer und dem kommenden Emissionshandel für Privatverbraucher unabhängig. Sie erfüllt auch bereits heute alle Voraussetzungen des GEG und die kommende 65-Prozent-Regel. So müssen Sie sich in den kommenden Jahren keine Gedanken über die Auswirkungen der kommunalen Wärmeplanung machen oder wie Sie ihr Heizsystem Schritt für Schritt auf Bioenergie umstellen.

Entgegen häufiger Behauptungen können Wärmepumpen auch in Altbauten eingesetzt werden, in denen zuvor eine Ölheizung verbaut war. Dabei ist eine ausreichende Leistung und Größe der Wärmepumpe wichtig. Denn ein Altbau ohne Dämmung erfordert eine andere Dimensionierung im Vergleich zu einem gut gedämmten Neubau. Auch die Heizkörper sollten ausreichend groß dimensioniert sein, eine Fußbodenheizung ist aber nicht notwendig.

Gut zu wissen: Entscheiden Sie sich für eine Wärmepumpe von thermondo, ist der Heizkörper-Check in unserem Komplettpaket inklusive.

  • Solarthermie: Wärme durch die Kraft der Sonne

Die Sonne kann nicht nur mittels einer Photovoltaikanlage Strom erzeugen. Durch sogenannten Solarthermieanlage kann die Sonneneinstrahlung auch zur Wärmeerzeugung genutzt werden. In den Wärmekollektoren wird dabei eine Flüssigkeit erwärmt, die über einen Kreislauf zu einem Wärmespeicher geleitet wird. Dort wird die Wärme mithilfe eines Wärmetauschers an das Brauchwasser oder den Heizkreislauf übertragen. Die kalte Flüssigkeit fließt danach wieder zu den Kollektoren, um sich erneut aufzuwärmen.

In unseren Breitengraden reicht Solarthermie nicht aus, um als alleiniges Heizsystem eingesetzt zu werden. Gerade im Winter, wo der Heizbedarf am größten ist, bietet die Sonne nicht genügend Energie für ganze Ein- und Zweifamilienhäuser. Aus diesem Grund eignet sich eine Solarthermieanlage lediglich zu Warmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung. Durch die Anschaffung kann der Anteil an erneuerbaren Energien zwar schnell gesteigert werden, langfristig lohnt sich jedoch der Umstieg auf ein effizientes Heizsystem wie die Wärmepumpe.

  • Biomasse: Heizen mit Pellets oder Holz

Holz- und Pelletheizungen gelten als Heizsystem auf der Basis von erneuerbaren Energien und wird auch dementsprechend gefördert. Daher glauben viele Eigenheimbesitzer, damit ihre Alternative zur Ölheizung gefunden zu haben. Wer jedoch über die Anschaffung einer Holz- oder Pelletheizung nachdenkt, muss einiges beachten. Die Lagerung des Brennstoffs benötigt viel Platz, z. B. in Form eines eigenen Pelletraums.

Durch die steigende Nachfrage kann der Holzbedarf inzwischen nicht mehr gänzlich durch Reste aus der Holzverarbeitung gedeckt werden. Dementsprechend müssen nach und nach immer mehr Wälder abgeholzt werden. Mit der Verbrennung von Holz stößt diese Heizart deutlich weniger CO2 aus, als eine Ölheizung. Jedoch erzeugt diese Art der Wärmeerzeugung in nicht unerheblichem Maße Feinstaub und mindern damit die Luftqualität in Ihrer Region.

  • Fernwärme: Ein wichtiger Teil der Energiewende

In der Novellierung des GEG und der kommenden Wärmeplanung spielt die Fernwärme eine wichtige Rolle. Denn wer nicht auf ein Heizsystem umsteigen kann, das die 65-Prozent-Regel erfüllt, kann alternativ einen Fernwärmeanschluss installieren. Dies gilt sogar, wenn die Fernwärme nicht auf erneuerbaren Energien basiert. Daher soll der Ausbau der Fernwärmenetze unterstützt werden.

Neben der guten CO2-Bilanz überzeugt die Fernwärme mit niedrigem Wartungsaufwand und hohem Heizkomfort. Jedoch lohnt sich ein Anschluss nicht in jedem Fall. Häufig können Verbraucher nicht zwischen verschiedenen Versorgern in ihrer Region wählen und sind daher von einem einzigen Anbieter dessen Preisen abhängig. Zudem wird Fernwärme häufig mit fossilen Brennstoffen erzeugt und kann nicht mit anderen Optionen wie z. B. Solarthermie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kombiniert werden.

Ölheizung austauschen: Kosten des Heizungswechsels

Wollen Sie trotz der Neuerungen des GEG und der kommenden Erhöhung der CO2-Steuer bei einer Ölheizung bleiben, hängen die Kosten von der Leistung des Heizgeräts, dem Hersteller und den Arbeitskosten ab. Als Faustregel gilt, dass Sie in einem Einfamilienhaus mit Kosten von 12.000 bis 16.000 Euro für eine moderne Ölheizung rechnen müssen. Wird die Heizung mit einer Solaranlage kombiniert, um gemäß GEG den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen, können noch einmal ähnlich hohe Kosten hinzukommen. Damit liegen Sie bei bis zu 25.000 Euro oder mehr für die neue Öl-Heizung mit Solarunterstützung.

Wenn Sie in Bezug auf die Anschaffungs- bzw. Investitionskosten eher auf eine Ölheizung setzen, müssen Sie gleichzeitig auch die Fördermöglichkeiten berücksichtigen. Da diese für die Ölheizung entfallen, wird das Heizsystem im Vergleich mit einer Heizung, die auf erneuerbaren Energien basiert, abfallen. So können Sie beim Kauf einer Wärmepumpe bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss vom Staat zurückerhalten. Bei einem Preis von 27.000 bis 50.000 Euro landen Sie nach Abzug der Förderung bei einem ähnlichen Kaufpreis.

Zudem können klimafreundliche Heizsysteme kostengünstiger betrieben werden, als fossile Systeme oder gar das Heizen mit dem oben bereits erwähnten Bio-Heizöl. Ob und wann diese Brennstoffe überhaupt für Privatverbraucher zu vertretbaren Preisen zur Verfügung stehen, ist weiterhin unklar. Bisher ist Bio-Heizöl mit maximal 20 Prozent Öl aus regenerativen Rohstoffen bis zu 15 Prozent teurer als klassisches Heizöl. Dazu kommt die immer weiter steigende CO2-Steuer, die das Heizen mit diesen Brennstoffen von Jahr zu Jahr verteuern. Im Vergleich dazu heizt eine Wärmepumpe zu 75 Prozent mit kostenloser Umweltenergie und zu 25 Prozent mit Strom. Das macht sie nicht nur effizient, sondern sie erfüllt bereits heute alle nötigen Vorgaben des GEG.

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Ölheizung austauschen: Wie funktioniert der Umstieg auf die Wärmepumpe?

Wenn Sie Ihre Ölheizung gegen eine neue Wärmepumpe tauschen wollen, ist das in wenigen Schritten realisierbar. thermondo unterstützt Sie dabei.

  1. Zuerst kommen unsere Experten zu Ihnen nach Hause und suchen nach dem perfekten Aufstellort für die Wärmepumpe. Dabei werden alle Fragen rund um das neue Heizsystem geklärt.
  2. Auf Wunsch führen wir einen Heizkörper-Check durch. Dabei können wir ermitteln, welche Leistung die Wärmepumpe mitbringen muss und welche Art von Wärmepumpe sich in Ihrem Gebäude am besten eignet. Wir führen auch eine Schallrechnung durch, um zu ermitteln, wie sich der Geräuschpegel der Wärmepumpe im Gebäude ausbreitet.
  3. Im nächsten Schritt wird die neue Heizungsanlage geplant.
  4. Danach wird die alte Ölheizung demontiert. Bei Bedarf werden neue Rohre gelegt oder alte Heizungsrohre erneuert.
  5. Ist das System geplant, wird es fachgerecht installiert. Im Komplettpaket sind alle damit verbundenen Handwerkerleistungen wie Fundamentlegung oder Elektroarbeiten eingeschlossen. Selbstverständlich nehmen wir auch Ihre alte Ölheizung zur fachgerechten Entsorgung mit.

Mit thermondo auf die Wärmepumpe umsteigen

Wenn Sie vor dem Austausch Ihrer Ölheizung stehen, bietet sich der Umstieg auf eine Erneuerbare-Energien-Heizung wie die Wärmepumpe an. Die kompakten Heizgeräte nutzen kostenlose Umweltwärme, um ohne CO2-Ausstoß und ohne fossile Brennstoffe Heizwärme zu erzeugen. Wie oben bereits genannt, gibt es viele Gründe, die gegen die Erneuerung einer Ölheizung sprechen. Daher haben wir bei thermondo uns entschieden, keine Ölheizungen mehr zu verkaufen und zu installieren.

Möchten Sie jedoch Ihre alte Ölheizung austauschen und auf die Luft-Wasser-Wärmepumpe umsteigen, dann sind wir Ihr Partner. Mit unserem Komplettpaket sind nicht nur die Planung und Installation der Wärmepumpe inklusive, sondern auch die fachgerechte Entsorgung Ihrer Alten Ölheizung sowie des Öltanks und des Restöls. Nutzen Sie unseren Heizungsplaner und lassen Sie sich im Anschluss von uns telefonisch oder bei Ihnen vor Ort beraten.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.