Gas ist mittlerweile ein knappes Gut. Verbraucher fürchten Versorgungsengpässe und müssen mit weiteren Preiserhöhungen rechnen. Eine Gasheizung mit Solar kann hier helfen, die Kosten zu senken und Gas einzusparen. Wie das geht und ob es für eine Gasheizung mit Solar auch in 2022 noch Förderung gibt, erfahren Sie hier.

Die Kombination aus Gasheizung und Solar wird als Hybridheizung bezeichnet, da sie auf zwei Energieträger zurückgreift.

Während Sie bereits mit einer neuen Gasbrennwertheizung bis zu 30 Prozent Heizkosten einsparen, erhöht eine angeschlossene Solarthermieanlage das Sparpotenzial auf bis zu 50 Prozent. Damit hat die Gasheizung mit Solar starke Argumente auf Ihrer Seite, wenn Sie nach einem Heizsystem suchen, mit dem Sie die hohen Gaspreise langfristig senken können.

Der Grund ist recht einfach, denn Sonnenenergie kostet nichts. Wie viel Sie am Ende jedoch einsparen, hängt vor allem davon ab, ob Sie Ihre Gasheizung nur bei der Warmwasserbereitung oder auch beim Heizen mit Solar unterstützen wollen oder können.

Je höher der Wärmebedarf ist, der über die Solarkollektoren abgedeckt wird, desto größer muss die Kollektorfläche sein.

Unabhängig von Gas werden und auf Wärmepumpe umsteigen
Zum Angebot mit Förderberatung

Die Preisspanne für eine Gasheizung mit Solaranlage ist recht breit und reicht inklusive Speicher und Montage ab ca. 15.000 Euro bis weit über 20.000 Euro.

Eine genaue Preisangabe lässt sich erst tätigen, wenn der genaue Wärmebedarf der Immobilie bekannt ist. Allerdings lassen sich die Kosten für diese Hybridheizung durch staatliche Fördermittel senken.

Wie hoch ist die Förderung?

Mitte August trat eine kurzfristige Änderung hinsichtlich der staatlichen Förderung in Kraft. Seitdem werden Gashybridheizungen – ebenso wie vormals bereits Ölhybridheizungen – nicht mehr staatlich gefördert. Allerdings können Sie den Anteil erneuerbarer Energien separat beim BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) einreichen. Für eine Kombination aus Gasheizung und Solar bekämen Sie dann noch 25 Prozent Zuschuss ausschließlich auf die Solarthermie.

thermondo Preisbeispiel für Gasheizung + Solar

Damit Sie sich ein erstes Bild über die Kosten einer Gasheizung mit Solar machen können, haben wir Ihnen ein Preisbeispiel zusammengestellt:

  • Gesamtinvestition Gasheizung mit Solar: 23.000 Euro
  • Anteil Solarthermie: 6.900 Euro
  • 25 % Förderung auf Solarthermie: 1.725 Euro
  • Ihre Kosten abzüglich Förderung: 21.275 Euro

Die Kosten im Beispiel können selbstverständlich von Ihrem Angebot abweichen, geben Ihnen aber einen ersten Eindruck über die Höhe der Investition in eine Gasheizung mit Solar.

Angebot zugeschnitten auf:

Bei dem hier dargestellten Angebot für eine Hybridheizung wurden folgende Parameter berücksichtigt:

  • Reihenhaushälfte in dem fünf Personen leben
  • 3 Etagen
  • Fläche 185 m²
  • Baujahr 1972
  • keine Fassadendämmung
  • Dachdämmung
Jetzt auf Hybridheizung mit Gas + Solar umsteigen
Zur Beratung mit Angebot

Erfahren Sie Wissenswertes über die Kosten von Solarthermie und mehr zur Förderung einer neuen Heizung

Erfahren Sie mehr zu den dargestellten Produkten, indem Sie diese anklicken.

Die meisten neu installierten Gasbrennwertkessel beziehungsweise neu installierten Gasbrennwertthermen sind mit Solar kombinierbar.

Doch die Wirtschaftlichkeit dieses Hybriden ist vor allem an die Auslastung der Solarthermieanlage geknüpft. Denn je mehr kostenlose Sonnenenergie in Wärme umgewandelt und im Haushalt genutzt wird, umso größer sind die Einsparungen.

Damit das gewährleistet ist, sind die baulichen Anforderungen der Solaranlage einzuhalten. Hierzu zählen ein entsprechender Neigungswinkel und die passende Ausrichtung des Daches, denn die Kollektoren benötigen so viel Sonne wie möglich.

Darüber hinaus ist die Dachfläche für das Potenzial der Gasheizung mit Solar entscheidend. Denn mit größerer Kollektorfläche lässt sich auch ein höherer Wärmebedarf erfüllen.

Erfüllen Sie die Voraussetzungen? Wir beraten Sie gerne!
Jetzt beraten lassen

Da die Sonne ihre natürlichen Grenzen hat und daher nicht ständig verfügbar ist, wird die Gasheizung vor allem den Wärmebedarf in den Wintermonaten decken.

Je nach Kollektorfläche lässt sich in den Sommermonaten und der Übergangszeit die notwendige Wärme für Trinkwasser und Heizung aus der regenerativen Energiequelle ziehen.

An sonnenreichen Tagen hingegen ist es wichtig, überschüssige Wärme zu speichern. Dazu ist ein Speicher notwendig.

Dieser gleicht das Defizit der eingeschränkten Verfügbarkeit von Sonnenenergie zum Teil wieder aus. Mit Speicher wird die Solarwärme so lange konserviert, bis sie gebraucht wird.

Mit einem Pufferspeicher lässt sich die Wärme aus Gasheizung und Solaranlage zusammenführen. Ideal ist der Schichtladespeicher, eine besondere Form des Pufferspeichers.

Auch hier gilt: die richtige Größe entscheidet über die Wirtschaftlichkeit und sollte daher an den persönlichen Wärmebedarf angepasst sein. Ist der Speicher zu klein, geht Wärme verloren, ist er zu groß, springt die Gasheizung früher als notwendig an.

Vorteile

  • Senkung der Heizkosten und Kosten für Warmwasseraufbereitung
  • mehr Unabhängigkeit von steigenden Gaspreisen
  • größerer Umweltschutz durch Senkung von CO2-Emissionen
  • kein Vorratsbehälter (wie bei Öl oder Pellets) notwendig
  • die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie ist die preiswerteste Hybridheizung

Nachteile

  • doppelte Anschaffungs-, Wartungs- und Reparaturkosten
  • staatliche Förderung von 45 Prozent entfiel am 15.08.2022
  • weiterhin abhängig von Gas
  • Gasanschluss notwendig
  • bauliche Voraussetzungen an das Dach -> nicht überall einsetzbar

Aufgrund des Wegfalls der hohen staatlichen Förderung für Gashybridheizungen hat sich der Kaufanreiz für Verbraucher deutlich minimiert. Zudem bleibt man auch mit einer Gasheizung mit Solar nach wie vor abhängig von Gas. Wenn Sie über einen Heizungswechsel nachdenken, wäre ein Heizsystem, welches komplett aus erneuerbaren Energien besteht, die sinnvollere Investition.

Warum die Wärmepumpe die bessere Wahl ist

Die Wärmepumpe gilt bereits jetzt als das Heizsystem der Zukunft und soll erheblich zur Umsetzung der Klimaziele im Gebäudesektor beitragen. Mit bis zu 40 Prozent Förderung zählt sie auch nach Anpassung der Förderrichtlinien zu den Heizsystemen mit den höchsten Fördersätzen. Zusätzlich lassen sich bis zu 30 Prozent Heizkosten gegenüber konventionellen Heizsystemen einsparen.

Wenn Sie sich für eine Wärmepumpe interessieren, spielt es keine Rolle, ob Sie im Neu- oder Altbau wohnen. Durch den technischen Fortschritt sind Wärmepumpen mittlerweile in allen Gebäudearten gut einsetzbar. Tatsächlich könnten 40 Prozent aller Bestandsbauten bereits jetzt mit einer Wärmepumpe ausgerüstet werden, ohne dass weitere Sanierungsmaßnahmen nötig wären.

Ein Großteil der Eigenheimbesitzer entscheidet sich für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Im Vergleich zu anderen Wärmepumpen-Arten sind die Anschaffungs- bzw. Installationskosten weitaus niedriger und die Installation sehr unkompliziert. Am Ende profitiert man von einem effizienten und zukunftssicheren Heizsystem, das Sie komplett unabhängig von Gas macht.

Auch wenn die Wärmepumpe die erste Wahl sein sollte, ist das moderne Heizsystem nicht in jedem Haushalt technisch umsetzbar. Wenn dies der Fall sein sollte, ist eine Gasheizung mit Solarthermie immer noch eine gute Möglichkeit den Gasverbrauch zu reduzieren und ein Stück weit unabhängiger zu machen. Zudem gilt die Kombination aus Gas und Solar als bewährte und sichere Technik, die zu den günstigsten aller hybriden Heizsysteme gehört. Durch den Solaranteil lassen sich Heizkosten verringern und zumindest ein Teil der Investitionskosten durch staatliche Förderung zurückholen.

Ob Ihre Wahl auf eine Wärmepumpe oder Gasheizung mit Solarthermie fällt. Beide Heizsysteme haben wir bei uns im Sortiment und beraten Sie gerne bei etwaigen Fragen. Haben Sie sich für ein Heizsystem entschieden, begleiten wir Sie von der Planung bis zur Installation und anschließenden Wartung. Auch bei Fragen zur staatlichen Förderung beraten wir Sie gerne und holen das Maximum an Förderung für Sie heraus. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und wir setzen uns bereits nach kurzer Zeit mit Ihnen in Verbindung und vereinbaren einen kostenlosen Beratungstermin.

Mit Wärmepumpe Heizkosten sparen 35 % Förderung erhalten
Zum Angebot

Konnten wir nicht alle Fragen zum Thema Gasheizung mit Solar beantworten, freuen wir uns auf Ihre Frage an fragen@thermondo.de.

Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.