- Gasheizung mit Solar: Das sind die gesetzlichen Vorgaben
- Wie viel Gas spart eine Gasheizung mit Solarthermie?
- Was kostet eine neue Gasheizung mit Solarthermie?
- Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
- Welche Vor- und Nachteile hat eine Gasheizung mit Solar?
- Darum ist die Wärmepumpe die bessere Wahl
- FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Gasheizung mit Solar
- Mit thermondo unabhängig von Gas werden
Gasheizung mit Solar: Das sind die gesetzlichen Vorgaben
Am 1. Januar 2024 trat das reformierte Gebäudeenergiegesetz (GEG) – gemeinhin als „Heizungsgesetz“ bekannt – in Kraft. Dieses wird voraussichtlich im Herbst 2026 durch das geplante Gebäude-Modernisierungsgesetz (GMG) abgelöst.
Das sieht das aktuelle GEG vor:
- 65 %-Regel: Neu installierte Heizungen müssen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Dies gilt bereits für Neubauten in Neubaugebieten. Für Bestandsbauten gilt die Regel spätestens ab 2028.
- Ausstiegsdatum: Ab 2045 ist der Betrieb von Heizungen mit rein fossilen Brennstoffen (Erdgas und Öl) gesetzlich verboten.
Das ändert sich voraussichtlich durch das geplante GMG:
- Biotreppe statt 65 %-Regel: Anstelle der 65 %-Regel des GEG wird die sogenannte Biotreppe treten. Diese sieht vor, dass Gasheizungen ab 2029 einen steigenden Anteil grüner Gase nutzen müssen.
- Kein Ausstiegsdatum: Das Verbot fossiler Gasheizungen ab 2045 entfällt mit dem GMG.
Erfüllt eine Gasheizung mit Solar die Anforderungen des GEG?
Nein, eine Gasheizung mit Solarthermie erfüllt nicht dauerhaft die gesetzlichen Anforderungen des GEG.
Laut Gebäudeenergiegesetz muss spätestens ab 2028 jede neue Heizung zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Allerdings erreicht Solarthermie meist nur einen Deckungsanteil von 15–20 %.
Grund dafür ist der Winter: Während die Solarthermie im Sommer nahezu 100 % des Warmwassers klimaneutral erzeugt, sinkt ihr Ertrag im Winter aufgrund mangelnder Sonneneinstrahlung auf ein Minimum.
Wenn der Heizbedarf am höchsten ist, muss das Heizsystem größtenteils mit fossilem Erdgas betrieben werden.
Erfüllt eine Gasheizung mit Solar die Anforderungen des GMG?
Grundsätzlich erlaubt das geplante GMG den Einbau neuer Gasheizungen.
Voraussetzung ist allerdings, dass diese ab 2029 eine schrittweise steigende Menge an „grünen Brennstoffen“, wie Biomethan oder grünem Wasserstoff, nutzen müssen („Bio-Treppe“). Diese Quote beginnt 2029 bei 10 % und soll bis 2045 stufenweise ansteigen.
Wichtig: Wer sich heute noch für eine neue Gasheizung entscheidet, geht ein erhebliches Kostenrisiko ein. Grüne Brennstoffe sind knapp und kostspielig. Durch die geringe Verfügbarkeit bei gleichzeitig steigender Nachfrage wird sich der Preis weiter erhöhen.
Gut zu wissen: Entscheiden Sie sich für ein zukunftssicheres Heizsystem wie die Wärmepumpe, erfüllen Sie alle aktuellen und zukünftigen Vorgaben des GEG bzw. des GMG.
Wie viel Gas spart die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie?
In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus spart die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie ca. 15 bis 20 % des Gasbedarfs ein. In Niedrigenergiehäusern mit wenig Heizbedarf ist das Sparpotenzial etwas höher.
Der Ertrag der Solaranlage ist stark von den Sonnenstunden pro Tag abhängig. Bei einer idealen Auslegung deckt die Solarthermieanlage im Sommer den Warmwasserbedarf ab und kann zur zusätzlichen Heizungsunterstützung eingesetzt werden.
Gut zu wissen: Damit überschüssige Wärme an sehr sonnenreichen Tagen optimal vom Heizsystem genutzt werden kann, ist zusätzlich zur Solaranlage ein Speicher notwendig. Dieser speichert überschüssige Solarwärme, die bei Bedarf zum Heizen genutzt werden kann.
Welcher Speicher passt zur Gasheizung mit Solar?
Ideal ist der Schichtladespeicher, der eine besondere Form des Pufferspeichers ist. Ein Pufferspeicher ist notwendig, um die Wärme aus der Gasheizung mit der aus der Solarthermie zusammenzuführen.
Auch hier gilt: Die richtige Größe entscheidet über die Wirtschaftlichkeit des Speichers und sollte daher an den persönlichen Wärmebedarf angepasst sein. Ist der Speicher zu klein, geht Wärme verloren. Ist er zu groß, springt die Gasheizung früher an als notwendig.
Was kostet eine neue Gasheizung mit Solarthermie?
Für die Kombination einer Gasheizung mit Solarthermie muss mit Kosten von ca. 25.000 € gerechnet werden. Die finalen Kosten hängen allerdings von verschiedenen Faktoren ab.
Entscheidend sind:
- die Größe der Solarthermieanlage
- die Größe der zu beheizenden Wohnfläche
- der Wärmebedarf der Immobilie
- die Anzahl der Personen im Haushalt
- das Fassungsvermögen des Pufferspeichers.
Gut zu wissen: Eine Gas-Solar-Heizung ist in der Anschaffung nicht günstiger als z. B. eine Luft-Wasser-Wärmepumpe vor Förderung.
Nach Förderung ist die Wärmepumpe oft sogar günstiger als eine Gas-Solar-Heizung. Denn nur mit der Wärmepumpe profitieren Sie von der hohen staatlichen Förderung von bis zu 70 %.
Wird eine Gasheizung mit Solar gefördert?
Gasheizungen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, werden nicht staatlich gefördert. Für eine Solarthermieanlage erhalten Sie eine Grundförderung in Höhe von 30 %.
Liegt das zu versteuernde Jahreseinkommen Ihres Haushalts unter 40.000 €, erhalten Sie einen zusätzlichen Bonus von 30 %. Den Maximalfördersatz von bis zu 70 % erhalten Sie mit einem Hybridsystem aus Gas und Solar nicht.
Gut zu wissen: Nur mit einem fossilfreien Heizsystem wie der Wärmepumpe profitieren Sie von der maximalen staatlichen Förderung von bis zu 70 %. Der sogenannte Klimageschwindigkeits-Bonus in Höhe von 20 % ist an die Bedingung geknüpft, dass die fossile Heizung komplett ausgetauscht wird.
Beispiel: Bei thermondo erhalten Sie eine Wärmepumpe mit 12 kW ab 32.000 € vor Förderung. Mit der Maximalförderung von 70 % bei 30.000 € förderfähigen Kosten erhalten Sie die Wärmepumpe bereits ab 11.000 €.
Welche Voraussetzungen müssen für eine Gasheizung mit Solar erfüllt sein?
Grundsätzlich sind die meisten neu installierten Gasbrennwertkessel bzw. Gasbrennwertthermen mit Solar kombinierbar. Die Wirtschaftlichkeit dieser hybriden Heizung ist an die Auslastung der Solarthermieanlage geknüpft.
Der Grund: Je mehr kostenlose Sonnenenergie in Wärme umgewandelt und im Haushalt genutzt wird, umso größer sind die Einsparungen.
Diese baulichen Anforderungen an das Dach sind für den optimalen Einsatz einer Solarthermieanlage elementar:
- Größe: Je mehr Dachfläche zur Verfügung steht, desto größer kann die Solaranlage geplant werden. Mit einer größeren Kollektorfläche kann ein höherer Wärmebedarf gedeckt werden.
- Ausrichtung: Für einen maximalen Ertrag ist eine Südausrichtung optimal. Aber auch mit einer Ost-West-Ausrichtung können bis zu 80 % des Höchstertrags erwirtschaftet werden.
- Neigungswinkel: Ein Neigungswinkel der Dachfläche zwischen 30 und 50 ° ist am besten geeignet. Leichte Abweichungen können durch eine Aufständerung ausgeglichen werden. Beträgt der Neigungswinkel unter 15 ° oder mehr als 70 °, ist das Dach nicht geeignet.
Welche Vor- und Nachteile hat eine Gasheizung mit Solar?
Der Vorteil einer Gas-Solar-Heizung liegt darin, dass sie weniger CO₂-Emissionen ausstößt, als eine konventionelle Gasheizung. Dadurch ist das Heizsystem etwas klimaschonender und kostengünstiger im Betrieb.
Verglichen mit der Wärmepumpe überwiegen allerdings die Nachteile einer Gasheizung mit Solar.
Die Gründe dafür bestehen u.a. in den Kosten sowie in der technischen Unterlegenheit des Heizsystems:
- Doppelte Kosten: Doppelte Anschaffungs-, Wartungs- und Reparaturkosten durch zwei verschiedene Systeme.
- Begrenzte staatliche Förderung: Bei der Kombination von Gasheizung und Solarthermie wird nur die Solarthermie staatlich bezuschusst. Für ein fossiles Heizsystem wie die Gasheizung gibt es keine staatliche Förderung.
- Abhängigkeit von Gas: Mit einer Gasheizung sind Sie abhängig von Gas und Gaskonzernen – insbesondere im Winter, wenn der Heizbedarf am größten ist.
- Steigende CO₂-Preise: Besitzer einer Gas-Solar-Heizung sind weiterhin von der steigenden CO₂-Steuer betroffen. Aktuell liegt der Preis in einem Korridor zwischen 55 und 65 €. Durch die Ausweitung des Emissionshandels auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr wird der Preis ab 2028 frei am Markt gebildet. Experten prognostizieren für 2030 Kosten von 200 bis 300 € pro Tonne CO₂.
- Steigende Netzentgelte: Der Erdgaspreis wird in Zukunft weiter steigen. Grund sind neben der steigenden CO₂-Steuer auch die steigenden Netzentgelte. Die Fixkosten des Gasnetzes verlagern sich auf immer weniger Haushalte, da immer mehr Menschen auf fossilfreie Heizsysteme umsteigen.
- Voraussetzung Gasanschluss: Für den Betrieb einer Gasheizung ist ein Gasanschluss notwendig. Muss dieser neu verlegt werden, entstehen zusätzliche Kosten.
- Bauliche Anforderungen: Eine Solarthermieanlage ist nicht auf jedem Dach umsetzbar, da dieses dafür verschiedene bauliche Voraussetzungen erfüllen muss.
Gasheizung mit Solar: Darum ist die Wärmepumpe die bessere Wahl
Das Verbot von Gasheizungen wurde revidiert. Allerdings gehen Verbraucher mit einer Gasheizung erhebliche finanzielle und ökologische Risiken ein. Es empfiehlt sich, frühzeitig auf ein fossilfreies Heizsystem wie die Wärmepumpe umzusteigen.
Durch den Umstieg von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe haben Sie folgende Vorteile:
- Niedrigere Betriebskosten: Mit der Wärmepumpe senken Sie Ihre Betriebskosten im Vergleich zu einer Gasheizung. Grund dafür ist der hohe Wirkungsgrad der Wärmepumpe, durch den sie durchschnittlich 4 kWh Wärme aus 1 kWh Strom bereitstellt.
Zum Vergleich: Eine Gasheizung erzeugt durchschnittlich 0,9 kWh Wärme aus 1 kWh Erdgas. Auch in puncto Betriebskosten schneidet die Wärmepumpe deutlich besser ab. Mit ihr lassen sich bis zu 30 % der Heizkosten gegenüber konventionellen Heizsystemen einsparen.
- Gesetzliche Vorgaben: Entscheiden Sie sich für die Wärmepumpe, erfüllen Sie schon heute alle aktuellen und künftigen Vorgaben des GEG bzw. GMG.
- Hohe staatliche Förderung: Die Anschaffung einer Wärmepumpe wird mit bis zu 70 % staatlich gefördert.
- Unabhängigkeit von steigenden Gas- und CO₂-Preisen: Durch den Umstieg auf ein fossilfreies Heizsystem wie die Wärmepumpe sind Sie unabhängig von Gaskonzernen und nicht länger von steigenden Gas- und CO₂-Preisen betroffen.
- Vielseitige Umsetzbarkeit: Wärmepumpen heizen sowohl im Neubau als auch im Altbau effizient. Um eine Wärmepumpe im Altbau installieren zu können, sind meist keine Sanierungsmaßnahmen notwendig.
FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Gasheizung mit Solar
Mit thermondo auf die Wärmepumpe umsteigen und unabhängig von Gas werden
Möchten Sie sich von Gas unabhängig machen und auf ein zukunftssicheres Heizsystem setzen? Mit thermondo haben Sie einen zuverlässigen Partner für den Heizungswechsel an Ihrer Seite.
Dank hoher staatlicher Förderung von bis zu 70 % gibt es unsere Wärmepumpe schon ab 9.000 €. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und lassen Sie sich ein kostenloses und unverbindliches Festpreisangebot zukommen.
Pia ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.