Zuletzt aktualisiert am: 04.08.2020

Gasheizung mit Solar: Bis zu 40 % Förderung vom Staat!

Eine Gasheizung mit Solar gehört zu den attraktivsten Hybridheizungen. Sie wird massiv gefördert, senkt dauerhaft Heizkosten und CO2-Emissionen. Aber ist sie auch für jeden geeignet?

Die Kombination aus Gasheizung und Solar wird als Hybridheizung bezeichnet, da sie auf zwei Energieträger zurückgreift.

Während Sie bereits mit einer neuen Gasbrennwertheizung bis zu 30 Prozent Heizkosten einsparen, erhöht eine angeschlossene Solarthermieanlage das Sparpotenzial auf bis zu 50 Prozent.

Der Grund ist recht einfach, denn Sonnenenergie kostet nichts. Wie viel Sie am Ende jedoch einsparen, hängt vor allem davon ab, ob Sie Ihre Gasheizung nur bei der Warmwasserbereitung oder auch beim Heizen mit Solar unterstützen wollen oder können.

Je höher der Wärmebedarf ist, der über die Solarkollektoren abgedeckt wird, desto größer muss die Kollektorfläche sein.

Die Preisspanne für eine Gasheizung mit Solaranlage ist recht breit und reicht inklusive Speicher und Montage von ca. 15.000 Euro bis weit über 20.000 Euro.

Eine genaue Preisangabe lässt sich erst tätigen, wenn der genaue Wärmebedarf der Immobilie bekannt ist. Allerdings lassen sich die Kosten für diese Hybridheizung durch staatliche Fördermittel erheblich senken.

Seit Januar 2020 sind die neuen Förderrichtlinien für Heizungsmodernisierung in Kraft. Vor allem für die Kombination Gas mit Solar bringt diese eine Reihe von Vorteilen. Denn jetzt erhalten Sie bei Installation einer Gas-Hybridheizung 30 Prozent der Kosten vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zurück. Wechseln Sie von einer alten Ölheizung auf diese Kombination, sind es sogar 40 Prozent.

Bei einer Gas-Hybridheizung mit Solar ist für die Förderung zu beachten, dass die Leistung der Solaranlage mindestens 25 Prozent der Gebäudeheizlast trägt. Ist dies nicht der Fall, wird nur die Solaranlage mit 30 Prozent bezuschusst.

Thermondo Preisbeispiel für Gasheizung + Solar

Damit Sie sich ein erstes Bild über die Kosten einer Gasheizung mit Solar machen können, haben wir Ihnen ein Preisbeispiel in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt. Grundlage ist ein Einfamilienhaus mit drei Personen und einer Wohnfläche von 130 m² auf zwei Etagen. Die vorherige Heizung war eine Ölheizung, daher liegt die Förderung bei 40 Prozent.

Posten Kosten
Heizung Thermondo t1. (inkl. tado° Heizungssteuerung) ca. 2.000 Euro
Komplette Installation der Heizungsanlage ca. 2.250 Euro
Solarthermie Thermondo s1. ca. 2.750Euro
Pufferspeicher ca. 1.750 Euro
Montage der Solarkollektoren ca. 1.500 Euro
1 Heizkreis (gemischt) ca. 500 Euro
Abgassystem ca. 250 Euro
vollst. Peripheriegeräte ca. 400 Euro
vollst. Montagematerial ca. 700 Euro
Hydraulischer Abgleich ca. 300 Euro
Förderantragsunterstützung ca. 200 Euro
Gesamt Netto 12.600 Euro
Gesamt Brutto 14.616 Euro
40 % Förderung -5.846,40 Euro
Ihre Gesamtkosten 8.769,60 Euro

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Die meisten neu installierten Gasbrennwertkessel beziehungsweise neu installierten Gasbrennwertthermen sind mit Solar kombinierbar.

Doch die Wirtschaftlichkeit dieses Hybriden ist vor allem an die Auslastung der Solarthermieanlage geknüpft. Denn je mehr kostenlose Sonnenenergie in Wärme umgewandelt und im Haushalt genutzt wird, umso größer sind die Einsparungen.

Damit das gewährleistet ist, sind die baulichen Anforderungen der Solaranlage einzuhalten. Hierzu zählen ein entsprechender Neigungswinkel und die passende Ausrichtung des Daches, denn die Kollektoren benötigen so viel Sonne wie möglich.

Darüber hinaus ist die Dachfläche für das Potenzial der Gasheizung mit Solar entscheidend. Denn mit größerer Kollektorfläche lässt sich auch ein höherer Wärmebedarf erfüllen.

Da die Sonne ihre natürlichen Grenzen hat und daher nicht ständig verfügbar ist, wird die Gasheizung vor allem den Wärmebedarf in den Wintermonaten decken.

Je nach Kollektorfläche lässt sich in den Sommermonaten und der Übergangszeit die notwendige Wärme für Trinkwasser und Heizung aus der regenerativen Energiequelle ziehen.

An sonnenreichen Tagen hingegen ist es wichtig, überschüssige Wärme zu speichern. Dazu ist ein Speicher notwendig.

Dieser gleicht das Defizit der eingeschränkten Verfügbarkeit von Sonnenenergie zum Teil wieder aus. Mit Speicher wird die Solarwärme so lange konserviert, bis sie gebraucht wird.

Mit einem Pufferspeicher lässt sich die Wärme aus Gasheizung und Solaranlage zusammenführen. Ideal ist der Schichtladespeicher, eine besondere Form des Pufferspeichers.

Auch hier gilt: die richtige Größe entscheidet über die Wirtschaftlichkeit und sollte daher an den persönlichen Wärmebedarf angepasst sein. Ist der Speicher zu klein, geht Wärme verloren, ist er zu groß, springt die Gasheizung früher als notwendig an.

Vorteile

  • signifikante Senkung der Heizkosten und Kosten für Warmwasseraufbereitung
  • Versorgungssicherheit durch problemloses Zuschalten der Gasheizung
  • mehr Unabhängigkeit von Energieversorgern
  • größerer Umweltschutz durch Senkung von CO2-Emissionen
  • kein Vorratsbehälter (wie bei Öl oder Pellets) notwendig
  • die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie ist die preiswerteste Hybridheizung

Nachteile

  • Gasanschluss notwendig
  • bauliche Voraussetzungen an das Dach->nicht überall einsetzbar

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.