Das Wichtigste zur Gasheizung mit Solar in Kürze:

  • Anschaffungskosten: Eine neue Gasheizung in Kombination mit Solarthermie kostet insgesamt ca. 25.000 €.
  • Einsparpotenzial: In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus spart die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie ca. 15–20 % des Gasbedarfs ein.
  • Eingeschränkte Förderung: Für die fossile Gasheizung gibt es 0 % Förderung; lediglich die Solarthermieanlage erhält eine Grundförderung von 30 % (zzgl. ggf. einkommensabhängigem Bonus), während der maximale Satz von 80 % nicht erreicht werden kann.
  • Anforderungen an die Solaranlage: Zur Erfüllung der GModG-Vorgaben werden bei Ein- und Zweifamilienhäusern mindestens 0,04 m² Kollektorfläche pro m² Nutzfläche benötigt (0,03 m² bei größeren Wohngebäuden).
  • Betriebskosten-Vergleich: Eine Wärmepumpe spart im Vergleich zu einer Gasheizung bis zu 45 % der Heizkosten ein, da sie aus 1 kWh Strom ca. 3,4 kWh Wärme erzeugt (Gasheizung: 0,9 kWh Wärme aus 1 kWh Erdgas).

Gasheizung mit Solar: Das sind die gesetzlichen Vorgaben

Das als „Heizungsgesetz“ bekannte Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist novelliert worden und heißt nun „Gebäudemodernisierungsgesetz“ (GModG).

Das ändert sich durch das GModG:

  • Bio-Treppe statt 65 %-Regel: An die Stelle der 65 %-Regel des ehemaligen GEG ist die „Bio-Treppe“ getreten. Als „Bio-Treppe“ wird die Vorgabe des GModG bezeichnet, dass neu eingebaute Gasheizungen ab 2029 einen steigenden Anteil grüner Brennstoffe nutzen müssen.
  • Keine Beratungspflicht: Die gesetzlich vorgeschriebene Beratungspflicht vor dem Einbau einer neuen fossilen Heizung wurde abgeschafft. Diese sollte über die Kostenrisiken von Gas – wie die steigende CO₂-Steuer und die Mehrkosten durch Bio-Brennstoffe – aufklären.
  • Kein Betriebsverbot: Das GModG ersetzt das Betriebsverbot für Gasheizungen ab 2045 durch eine geplante Grüngas-/Grünheizölquote. Diese soll Gas-, Öl- und Flüssiggaslieferanten verpflichten, ab 2045 ausschließlich klimaneutrale Brennstoffe anzubieten.

Erfüllt eine Gasheizung mit Solar die Anforderungen des GModG?

Ja, eine Gasheizung mit Solarunterstützung kann die gesetzlichen Vorgaben des GModG erfüllen. Ab 2029 müssen neu eingebaute Gasheizungen gemäß GModG einen wachsenden Anteil ihrer Wärme klimafreundlich erzeugen. Um diesen Anteil zu erfüllen, ist Solarthermie eine der Möglichkeiten.

Wie viel die Solaranlage beiträgt, hängt allerdings von ihrer Kollektorfläche im Verhältnis zur Wohnfläche ab: Bei Ein- und Zweifamilienhäusern braucht es mindestens 0,04 m² Kollektorfläche pro Quadratmeter Nutzfläche, bei größeren Wohngebäuden reichen 0,03 m².

Wer mehr als 15 % der Wärme über Solarthermie deckt und dies anrechnen lassen möchte, braucht den Nachweis einer fachkundigen Person oder eine Unternehmererklärung. Der Nachweis soll bestätigen, dass die Solarthermie tatsächlich diesen hohen Anteil deckt.

Eine Solaranlage auf dem Dach reicht also nicht automatisch aus – entscheidend ist, ob die Kollektorfläche im richtigen Verhältnis zur Gebäudegröße steht.

Wie viel Gas spart die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie?

In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus spart die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie ca. 15–20 % des Gasbedarfs einer reinen Gasheizung ein. In Niedrigenergiehäusern mit wenig Heizbedarf ist das Sparpotenzial etwas höher.

Der Ertrag der Solaranlage ist stark von den Sonnenstunden pro Tag abhängig. Bei einer idealen Auslegung deckt die Solarthermieanlage im Sommer den Warmwasserbedarf ab und kann zur zusätzlichen Heizungsunterstützung eingesetzt werden.

Gut zu wissen: Damit überschüssige Wärme an sehr sonnenreichen Tagen optimal vom Heizsystem genutzt werden kann, ist zusätzlich zur Solaranlage ein Speicher notwendig. Dieser speichert überschüssige Solarwärme, die bei Bedarf zum Heizen genutzt werden kann.

Welcher Speicher passt zur Gasheizung mit Solar?

Ideal ist der Schichtladespeicher, der eine besondere Form des Pufferspeichers ist. Ein Pufferspeicher ist notwendig, um die Wärme aus der Gasheizung mit der aus der Solarthermie zusammenzuführen.

Auch hier gilt: Die richtige Größe entscheidet über die Wirtschaftlichkeit des Speichers und sollte daher an den persönlichen Wärmebedarf angepasst sein. Ist der Speicher zu klein, geht Wärme verloren. Ist er zu groß, springt die Gasheizung früher an als notwendig.

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Was kostet eine neue Gasheizung mit Solarthermie?

Für die Kombination einer Gasheizung mit Solarthermie muss mit Kosten von ca. 25.000 € gerechnet werden. Die finalen Kosten hängen allerdings von verschiedenen Faktoren ab.

Entscheidend sind:

  • die Größe der Solarthermieanlage
  • die Größe der zu beheizenden Wohnfläche
  • der Wärmebedarf der Immobilie
  • die Anzahl der Personen im Haushalt
  • das Fassungsvermögen des Pufferspeichers.

Gut zu wissen: Eine Gas-Solar-Heizung ist in der Anschaffung nicht günstiger als z. B. eine Luft-Wasser-Wärmepumpe vor Förderung.

Nach Förderung ist die Wärmepumpe manchmal sogar günstiger als eine Gas-Solar-Heizung. Denn nur mit einem fossilfreien Heizsystem wie der Wärmepumpe profitieren Sie von der hohen Förderung von bis zu 80 %.

Wird eine Gasheizung mit Solar gefördert?

Gasheizungen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, werden nicht staatlich gefördert. Für die Solarthermieanlage erhalten Sie hingegen eine Grundförderung in Höhe von 30 % der förderfähigen Kosten.

Liegt das zu versteuernde Jahreseinkommen Ihres Haushalts unter 30.000/40.000/50.000 €, erhalten Sie einen zusätzlichen Einkommensbonus von 40/30/10 % für den erneuerbaren Teil des Heizsystems. Den Maximalfördersatz von bis zu 80 % erhalten Sie mit einem Hybridsystem aus Gas und Solar nicht.

Gut zu wissen: Nur mit einem vollständig fossilfreien Heizsystem wie der Wärmepumpe profitieren Sie von der maximalen Förderung von bis zu 80 % der förderfähigen Kosten. Denn der sogenannte Klimageschwindigkeitsbonus in Höhe von 16 % ist an die Bedingung geknüpft, dass die fossile Heizung komplett ausgetauscht wird.

Beispiel: Bei thermondo erhalten Sie eine Wärmepumpe mit 10 kW ab 32.000 € vor Förderung. Mit der Maximalförderung von 80 % bei 28.000 € förderfähigen Kosten erhalten Sie die Wärmepumpe bereits ab 9.600 €.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Gasheizung mit Solar erfüllt sein?

Grundsätzlich sind die meisten neu installierten Gasbrennwertkessel bzw. Gasbrennwertthermen mit Solar kombinierbar. Die Wirtschaftlichkeit dieser hybriden Heizung ist an die Auslastung der Solarthermieanlage geknüpft.

Der Grund: Je mehr kostenlose Sonnenenergie in Wärme umgewandelt und im Haushalt genutzt wird, umso größer sind die Einsparungen.

Diese baulichen Anforderungen an das Dach sind für den optimalen Einsatz einer Solarthermieanlage elementar:

  • Größe: Je mehr Dachfläche zur Verfügung steht, desto größer kann die Solaranlage geplant werden. Mit einer größeren Kollektorfläche kann ein höherer Wärmebedarf gedeckt werden.
  • Ausrichtung: Für einen maximalen Ertrag ist eine Südausrichtung optimal. Aber auch mit einer Ost-West-Ausrichtung können bis zu 80 % des Höchstertrags erwirtschaftet werden.
  • Neigungswinkel: Ein Neigungswinkel der Dachfläche zwischen 30 und 50 ° ist am besten geeignet. Leichte Abweichungen können durch eine Aufständerung ausgeglichen werden. Beträgt der Neigungswinkel unter 15 ° oder mehr als 70 °, ist das Dach nicht geeignet.
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Welche Vor- und Nachteile hat eine Gasheizung mit Solar?

Der Vorteil einer Gas-Solar-Heizung liegt darin, dass sie weniger CO₂-Emissionen ausstößt, als eine konventionelle Gasheizung. Dadurch ist das Heizsystem etwas klimaschonender und kostengünstiger im Betrieb. Verglichen mit der Wärmepumpe überwiegen allerdings die Nachteile einer Gasheizung mit Solar.

Die Gründe dafür bestehen u. a. in den Kosten sowie in der technischen Unterlegenheit des Heizsystems:

  • Doppelte Kosten: Doppelte Anschaffungs-, Wartungs- und Reparaturkosten durch zwei verschiedene Systeme.

  • Begrenzte staatliche Förderung: Bei der Kombination von Gasheizung und Solarthermie wird nur die Solarthermie staatlich bezuschusst. Für ein fossiles Heizsystem wie die Gasheizung gibt es keine staatliche Heizungsförderung.

  • Abhängigkeit von Gas: Mit einer Gasheizung sind Sie abhängig von Gas und Gaskonzernen – insbesondere im Winter, wenn der Heizbedarf am größten ist.

  • Steigende CO₂-Preise: Besitzer einer Gas-Solar-Heizung sind weiterhin von der steigenden CO₂-Steuer betroffen. Aktuell liegt der Preis in einem Korridor zwischen 55 und 65 €.

    Durch die Ausweitung des Emissionshandels auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr wird der Preis ab 2028 frei am Markt gebildet. Experten prognostizieren für 2030 Kosten von bis zu 200–300 €/t CO₂.

  • Steigende Netzentgelte: Da immer mehr Menschen auf fossilfreie Heizsysteme umsteigen, verlagern sich die Fixkosten des Gasnetzes auf immer weniger Haushalte. In der Konsequenz erhöhen sich die anteiligen Kosten für die verbleibenden Haushalte.

  • Voraussetzung Gasanschluss: Für den Betrieb einer Gasheizung ist ein Gasanschluss notwendig. Muss dieser neu verlegt werden, entstehen zusätzliche Kosten.

  • Bauliche Anforderungen: Eine Solarthermieanlage ist nicht auf jedem Dach umsetzbar, da dieses dafür verschiedene bauliche Voraussetzungen erfüllen muss.

Gasheizung mit Solar: Darum ist die Wärmepumpe die bessere Wahl

Das direkte Betriebsverbot für Gasheizungen ab 2045 wurde revidiert. Allerdings gehen Verbraucher mit einer Gasheizung erhebliche finanzielle und ökologische Risiken ein. Es empfiehlt sich, frühzeitig auf ein fossilfreies Heizsystem wie die Wärmepumpe umzusteigen.

Durch den Umstieg von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe haben Sie folgende Vorteile:

  • Niedrigere Betriebskosten: Wenn Sie von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe umsteigen, senken Sie Ihre Betriebskosten. Grund dafür ist der hohe Wirkungsgrad der Wärmepumpe, durch den sie durchschnittlich 3,4 kWh Wärme aus 1 kWh Strom bereitstellt.

    Eine Gasheizung erzeugt durchschnittlich 0,9 kWh Wärme aus 1 kWh Erdgas. Aufgrund ihrer effizienten Betriebsweise lassen sich mit der Wärmepumpe bis zu 45 % der Heizkosten gegenüber einer Gasheizung einsparen.

  • Gesetzliche Vorgaben: Entscheiden Sie sich für die Wärmepumpe, erfüllen Sie schon heute alle aktuellen und künftigen Vorgaben des GModG.

  • Hohe staatliche Förderung: Die Anschaffung einer Wärmepumpe wird mit bis zu 80 % staatlich gefördert. So lassen sich die anfänglichen Kosten der Wärmepumpe erheblich reduzieren.

  • Unabhängigkeit von steigenden Gas- und CO₂-Preisen: Durch den Umstieg auf ein fossilfreies Heizsystem wie die Wärmepumpe sind Sie unabhängig von Gaskonzernen und nicht länger von steigenden Gas- und CO₂-Preisen betroffen.

  • Vielseitige Umsetzbarkeit: Wärmepumpen heizen sowohl im Neubau als auch im Altbau effizient. Um eine Wärmepumpe im Altbau installieren zu können, sind meist keine Sanierungsmaßnahmen notwendig.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Gasheizung mit Solar

Was kostet eine Gasheizung mit Solar inkl. Einbau?

Die Kosten für eine Gasheizung mit Solarthermie liegen bei circa 25.000 €. Der finale Preis wird jedoch durch mehrere Faktoren beeinflusst:

  • Die Größe der Solarthermieanlage und die Kollektorfläche auf dem Dach.
  • Der individuelle Wärmebedarf sowie die Größe der zu beheizenden Wohnfläche.
  • Das Fassungsvermögen des benötigten Pufferspeichers.
  • Die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen.
Erfüllt eine Gasheizung mit Solar die Anforderungen des GModG?

Ja, eine Gasheizung mit Solarunterstützung kann die gesetzlichen Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) erfüllen. Ab dem Jahr 2029 müssen neu eingebaute Gasheizungen einen wachsenden Anteil ihrer Wärme klimafreundlich erzeugen, was u. a. durch Solarthermie erreicht werden kann.

Ob die Solaranlage ausreicht, hängt von der Kollektorfläche ab:

  • Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sind mindestens 0,04 m² Kollektorfläche pro Quadratmeter Nutzfläche erforderlich.
  • Bei größeren Wohngebäuden reichen 0,03 m² Kollektorfläche pro Quadratmeter Nutzfläche aus.
  • Wer mehr als 15 % der Wärme über Solarthermie deckt und anrechnen lassen möchte, benötigt den Nachweis einer fachkundigen Person oder eine Unternehmererklärung.
Wie viel Gas spart eine Gasheizung mit Solarthermie ein?

In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus lassen sich durch diese Kombination etwa 15–20 % des Gasbedarfs einsparen. In modernen Niedrigenergiehäusern mit geringem Heizbedarf kann dieser Wert auch etwas höher liegen. Um die Einsparungen zu maximieren, ist ein Schichtladespeicher am besten geeignet. Dieser speichert überschüssige Sonnenwärme für sonnenarme Phasen.

Wird eine Gasheizung mit Solarthermie staatlich gefördert?

Es gibt keine staatliche Förderung für die Gasheizung selbst, jedoch wird die Solarthermie-Komponente mit einer Grundförderung von 30 % bezuschusst. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 30.000/40.000/50.000 € können einen zusätzlichen Bonus von 40/30/10 % erhalten. Der maximale Fördersatz von 80 % ist jedoch ausschließlich fossilfreien Systemen wie der Wärmepumpe vorbehalten.

Sind Gasheizungen ab 2045 verboten?

Das Betriebsverbot für fossile Heizungen ab 2045 ist durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) revidiert worden. Ab 2029 greift allerdings die sogenannte Bio-Treppe. Diese Vorgabe des GModG verpflichtet Betreiber dazu, ihre fossilen Heizungen mit einem schrittweise steigenden Anteil an grünen Brennstoffen – wie Biomethan oder Wasserstoff – zu betreiben. Solche grünen Brennstoffe sind jedoch nicht gesichert verfügbar und mit erheblichen Kostenrisiken verbunden.

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Bild von Pia Marie Oppermann, Fachredakteurin Pia ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.