CO₂-Steuer: Heizen mit fossilen Brennstoffen wird teuer
Ein Artikel von Sebastian Calließ | Zuletzt aktualisiert am: 27.09.2026
Was ist die CO₂-Steuer?
Die CO₂-Steuer ist ein politisch festgelegter Preis auf den Ausstoß von Treibhausgasen. Durch die CO₂-Steuer werden bspw. fossile Heizsysteme wie Öl- oder Gasheizungen teurer. Jedes Jahr steigen die Kosten, wodurch Verbraucher langfristig mit hohen Mehrkosten konfrontiert werden.
Die schrittweise Erhöhung der CO₂-Steuer ist eine Maßnahme, die Unternehmen und Privatpersonen motivieren soll, auf klimafreundliche Alternativen umzusteigen. Sie ist ein Instrument, das dazu dient, die bis 2045 angestrebte Klimaneutralität erreichen zu können.
Ab 2028 soll dann die nationale CO₂-Abgabe durch den EU-Emissionshandel abgelöst werden.
Im Bundesklimaschutzgesetz, dem sogenannten Klimapaket, hat die damalige Bundesregierung verschiedene Stufen festgehalten, um die auf der Klimakonferenz in Paris ausgelobten Ziele zu erreichen:
- Die CO₂-Emissionen sollen bis 2030 um 65 % gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 sinken.
- Der CO₂-Ausstoß soll bis 2040 88 % weniger betragen.
- Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden. Ab dann soll also nicht mehr CO₂ produziert werden, als von der Umwelt resorbiert werden kann.
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CO₂-Steuer: Was bedeutet das für Hausbesitzer?
Für Hausbesitzer, die eine fossile Heizung betreiben, bedeutet die CO₂-Steuer jährlich steigende Heizkosten. Seit 2021 ist die Bepreisung für Heizungsbesitzer zu spüren. Die CO₂-Steuer startete bei 25 € pro Tonne und ist bis 2025 auf 55 € pro Tonne CO₂ angestiegen.
Seit 2026 bewegt sich der Preis für die Tonne CO₂ in einem Preiskorridor von 55 bis 65 €. Die tatsächliche Höhe ist abhängig von Angebot und Nachfrage, begrenzt durch eine politisch festgelegte Obergrenze. Mit der Ausweitung des Emissionshandels auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr ab 2028 orientiert sich der Preis dann komplett am Markt.
Wie erhöhen sich die Heizkosten mit der CO₂-Steuer?
Die CO₂-Steuer wird anhand des Brennstoffverbrauchs berechnet und danach, wie viel CO₂ bei der Verbrennung freigesetzt wird.
- CO₂-Emissionen einer Gasheizung pro kWh: 0,22 CO₂/kWh
- CO₂-Emissionen einer Ölheizung pro kWh: 0,28 CO₂/kWh
Rechnung: (Wärmebedarf × CO₂-Emissionen) × Preis pro Tonne CO₂ = Zusatzkosten durch CO₂-Abgabe
Im Fallbeispiel zeigen wir die Mehrkosten für einen Zwei-Personen-Haushalt sowie eine vierköpfige Familie, die mit einer Gasheizung oder einer Ölheizung heizt.
- Heizenergiebedarf im Zwei-Personen-Haushalt pro Jahr: ca. 10.000 kWh
- Heizenergiebedarf in einer vierköpfigen Familie pro Jahr: ca. 20.000 kWh
CO₂-Steuer-Tabelle: Gas
| Jahr | Preis pro Tonne CO₂ | Zusatzkosten bei 10.000 kWh | Zusatzkosten bei 20.000 kWh |
|---|---|---|---|
| 2021 | 25 € | 55 € | 110 € |
| 2022 | 30 € | 66 € | 132 € |
| 2023 (ausgesetzt) | 35 € | 77 € | 144 € |
| 2024 | 45 € | 99 € | 198 € |
| 2025 | 55 € | 121 € | 242 € |
| 2026 | 55-65 € | 121-143 € | 242-286 € |
CO₂-Steuer-Tabelle: Öl
| Jahr | Preis pro Tonne CO₂ | Zusatzkosten bei 10.000 kWh | Zusatzkosten bei 20.000 kWh |
|---|---|---|---|
| 2021 | 25 € | 70 € | 140 € |
| 2022 | 30 € | 84 € | 168 € |
| 2023 (ausgesetzt) | 35 € | 98 € | 196 € |
| 2024 | 45 € | 126 € | 252 € |
| 2025 | 55 € | 154 € | 308 € |
| 2026 | 55-65 € | 154-182 € | 308-364 € |
Was kommt mit dem Emissionshandel auf Eigenheimbesitzer zu?
Der EU-Emissionshandel galt bisher nur für Industrie und Strom (EU-ETS 1). Ab 2028 soll dieser auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr (EU-ETS 2) ausgeweitet werden.
Gut zu wissen: Ursprünglich sollte der Emissionshandel bereits 2027 eingeführt werden. Das EU-Parlament hat im November 2025 den Start jedoch nach hinten – auf 2028 – verschoben.
Unternehmen, die fossile Brennstoffe wie Öl, Erdgas oder Benzin in Verkehr bringen, müssen dann CO₂-Zertifikate ersteigern. Die Mehrkosten für die Zertifikate werden auf Privatverbraucher umgelegt, die weiterhin mit fossilen Brennstoffen heizen oder Verbrenner-Autos fahren.
Die Anzahl der Zertifikate ist jedoch begrenzt und wird jedes Jahr reduziert. Steigen Privatverbraucher nicht schnell genug auf klimafreundliche Alternativen um, bleibt der CO₂-Ausstoß hoch. Dadurch können die Preise stark ansteigen.
Kurz erklärt: Experten gehen von hohen Preissprüngen aus und rechnen bereits ab 2030 mit hohen Mehrkosten von mehreren hundert Euro pro Jahr. Umso wichtiger ist es für Eigenheimbesitzer, frühzeitig auf erneuerbare Energien umzusteigen.
Wie die Preisgestaltung ab 2028 tatsächlich aussieht, lässt sich schwer voraussagen. Vieles hängt von der Nachfrage und den verfügbaren Zertifikaten ab. Da die Anzahl der Zertifikate begrenzt ist, wird der Preis zwangsläufig steigen.
thermondo Talk zum CO₂-Preis mit Dr. Michael Pahle vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
In unserem thermondo Talk ordnet Dr. Michael Pahle vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung die aktuellen Entwicklungen zum Emissionshandel (ETS2) ein. Er spricht über Chancen und Risiken und erklärt, was das für Endverbraucher konkret bedeutet.
Fazit: Die Wärmepumpe ist das Heizsystem der Zukunft – nicht nur wegen der entfallenden CO₂-Steuer
Wer Preissteigerungen durch die CO₂‑Steuer vermeiden will, sollte sich auf der Suche nach einem neuen Heizsystem von vornherein mit Alternativen vertraut machen, die auf erneuerbaren Energien basieren. Die beste Alternative bietet dabei die Wärmepumpe.
Das effiziente und zukunftssichere Heizsystem kommt gänzlich ohne fossile Brennstoffe aus. Sie nutzt zu 75 % kostenlose Umweltenergie und zu 25 % Strom. Demnach müssen Sie mit einer Wärmepumpe keine CO₂-Steuer für Ihr Heizsystem bezahlen. Zudem erfüllt sie als alleiniges Heizsystem die 65 %-Regelung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), auch Heizungsgesetz genannt.
Deswegen wird die Anschaffung einer Wärmepumpe mit einer hohen staatlichen Förderung belohnt. Wer von einer Öl- oder Gasheizung auf die Wärmepumpe umsteigt, kann bis zu 80 % der Anschaffungskosten erstattet bekommen.
Wer jetzt noch eine Gas- oder Ölheizung einbaut, muss durch die immer weiter steigende CO₂-Steuer mit hohen Mehrkosten rechnen. Zudem wird sowohl der Einbau neuer Ölheizungen als auch der Einbau neuer Gasheizungen durch das GEG eingeschränkt.
Kurz erklärt: Damit eine Gasheizung als Erfüllungsoption des GEG gilt, muss die Heizung mit Biogas betrieben werden können oder „H2-Ready“ sein. Das bedeutet, dass ein Betrieb auch mit Wasserstoff möglich ist. Aufgrund großer Risiken und Unsicherheiten raten jedoch Verbraucherschützer von diesen Heizungen ab.
Gut zu wissen: Spätestens 2028 müssen alle neu verbauten Heizungsanlagen mit 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden. Für fossile Heizungen, die nach 2024 installiert wurden, gilt ab 2029 die sogenannte grüne Brennstoffquote. Das bedeutet, dass Öl- und Gasheizungen mit einem steigenden Anteil erneuerbarer Brennstoffe betrieben werden müssen. 2045 soll dieser 100 % betragen.
Daher ist der Kauf einer neuen Gasheizung seit 2024 nur noch nach einer verpflichtenden Beratung möglich. Diese soll über die Risiken und die potenzielle Unrentabilität wie durch die steigende CO₂-Steuer aufklären.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema CO2-Steuer und Emissionshandel
Im Jahr 2026 liegen die zusätzlichen Kosten für eine Gasheizung bei einem Verbrauch von 20.000 kWh zwischen 242 und 286 €. Die genaue Höhe hängt vom CO₂-Preis ab, der sich in diesem Jahr in einem Korridor zwischen 55 und 65 € pro Tonne bewegt. Bei einem geringeren Verbrauch von 10.000 kWh zahlen Sie etwa 121 bis 143 €.
Der EU-Emissionshandel für die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr (EU-ETS 2) startet offiziell im Jahr 2028. Ursprünglich war der Start für 2027 vorgesehen, wurde jedoch im November 2025 vom EU-Parlament verschoben. Ab 2028 richtet sich der Preis für fossile Brennstoffe dann nicht mehr nach den von der Politik festgelegten Preissätzen, sondern nach dem Marktangebot der verfügbaren Zertifikate.
Durch den Umstieg auf eine Wärmepumpe entfällt die CO₂-Steuer vollständig, da dieses System keine fossilen Brennstoffe nutzt. Da die Wärmepumpe zu 75 % kostenlose Umweltenergie und nur zu 25 % Strom verwendet, fallen keine Abgaben für den CO₂‑Ausstoß des Heizsystems an. Zudem erfüllt sie als alleinige Lösung die gesetzliche Vorgabe, Heizungen mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien zu betreiben.
Hausbesitzer erhalten bis zu 80 % der Anschaffungskosten erstattet, wenn sie von einer Öl- oder Gasheizung auf eine Wärmepumpe wechseln. Dieser hohe Zuschuss dient als finanzieller Anreiz, um die Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 zu erreichen. Die Förderung reduziert die Investitionskosten erheblich und schützt gleichzeitig vor den kommenden Preissteigerungen durch den Emissionshandel.
Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo emissionsfrei heizen
Das Heizen mit Gas und Öl wird durch die steigende CO₂-Steuer und den kommenden EU-Emissionshandel zwangsläufig teurer. Um den hohen Mehrkosten zu entgehen, lohnt sich langfristig der Umstieg auf erneuerbare Energien.
Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe machen Sie sich nicht nur unabhängig von der steigenden CO₂-Abgabe und dem kommenden Emissionshandel, sondern erfüllen auch alle Vorgaben des GEG. Entscheiden Sie sich für die Luft-Wasser-Wärmepumpe von thermondo, erhalten Sie im Rahmen unseres Komplettpakets von der Planung bis zur Installation alles aus einer Hand.
Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und wir rufen Sie schnellstmöglich zurück, um gemeinsam einen Beratungstermin per Telefon oder bei Ihnen zu Hause zu vereinbaren.
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Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.
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