Kondensatpumpe – wichtige Ergänzung für Brennwertheizgeräte
Mit einer Kondensatpumpe lässt sich kondensierter Wasserdampf aus der Abgasanlage sicher abführen. Doch wann ist eine solche Pumpe sinnvoll und wie funktioniert sie? Alles Wissenswerte rund um die Kondensatpumpe erfahren Sie hier.
Ein Artikel von Sebastian Calließ | Zuletzt aktualisiert am: 27.09.2026
Was ist überhaupt Kondensat?
Als Kondensat wird allgemein das Ergebnis einer Kondensation bezeichnet. Eine Kondensation erfolgt, wenn sich ein Stoff von einem gasförmigen in Folge einer Temperaturveränderung in einen flüssigen Zustand verwandelt. Wir kennen Kondensation zum Beispiel beim Kochen, wenn Wasserdampf aufsteigt, sich an den Küchenfliesen sammelt und als flüssiges Wasser daran herunterläuft.
Kondensat entsteht bei Abgasen, wenn der sogenannte Taupunkt erreicht ist. Bei Abgasen, die durch die Verbrennung von Erdgas entstehen, liegt der Taupunkt bei rund 59 °C, bei der Verbrennung von Öl liegt er bei rund 49 °C. Fällt also die Abgastemperatur Ihrer Brennwertheizung unter diese Marke, kann Kondensat entstehen.
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Wie entsteht Kondensat in der Abgasanlage der Heizung?
Wer seine Heizungsanlage auf ein neues Brennwertgerät umrüstet, profitiert von geringeren Heizkosten, da Brennwertheizungen die Wärmeenergie aus den Abgasen zusätzlich zur Wärmeerzeugung verwenden. Auf diese Weise sind Wirkungsgrade von über 100 Prozent möglich.
Aber: Verglichen mit der Wärmepumpe sind Brennwertheizungen dennoch viel ineffizienter. Wärmepumpen können je nach Ausführung Wirkungsgrade von 300–500 % erzielen. Im Gegensatz zu Gasheizungen kommen sie ganz ohne Verbrennung respektive Schornstein aus und erzeugen somit auch kein Kondensat.
Bei Brennwertheizungen ist das anders. Da die Abgase bei alten Heizgeräten deutlich heißer waren, war der natürliche Sog (=Zug) im Schornstein größer, sodass die Abgase schneller nach draußen gelangten. Die Abgase der Brennwertgeräte kühlen dagegen stark ab und ziehen daher langsamer ab.
Beim Abkühlen wird der Taupunkt der Wassermoleküle im Abgas unterschritten und es fällt Kondensat an, das sich an den Wänden der Abgasanlage absetzt. Der kondensierte Wasserdampf fließt dann im Schornstein zurück und sammelt sich am Ende des Rohres.
Menge des Kondensats hängt von verschiedenen Faktoren ab
Wie viel Kondensat entsteht, hängt davon ab, wie intensiv die Heizung gerade arbeitet und wie stark die Abgase im Schornstein abkühlen. Als Richtwert gilt, dass pro Kubikmeter Gas bis zu 1,5 l Kondensat anfallen können. 1 l Heizöl kann bis zu 0,9 l Kondensat enthalten.
Ein Beispiel: Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 16 l Heizöl pro Quadratmeter pro Jahr und einem Durchschnittsverbrauch von rund 16 Kubikmetern Gas pro Quadratmeter benötigen Sie für das Beheizen von 100 m² Wohnfläche 1.600 l Heizöl pro Jahr oder 1.600 m³ Gas. Pro Jahr können demnach beim Heizen mit Öl bis zu 1.400 l Kondensat und beim Heizen mit Gas bis zu 2.400 l Kondensat anfallen.
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Wann ist eine Kondensatpumpe sinnvoll?
Üblicherweise wird das Kondensat aus dem Schornstein über einen Ablauf in die Abwasserleitung geführt. Bei modernen Heizgeräten in Neubauten wird der Ablauf bereits berücksichtigt. Allerdings besteht bei der Umrüstung von alten Öl- oder Gasheizungen auf Brennwertgeräte meist keine Möglichkeit, das Kondensat sicher abzuführen. Häufig ist der Abfluss meist zu weit von Schornstein und Heizkessel entfernt. Das anfallende Kondensat würde sich dann stauen und im schlimmsten Fall zum Kessel zurückströmen.
Mit einer Kondensatpumpe kann diesem Missstand entgegengewirkt werden. Sie pumpt das kondensierte Wasser aus den Abgasen sicher in den Abfluss und bewahrt so Schornstein und Heizung vor Schäden.
Aufbau und Funktion einer Kondensatpumpe
Kondensathebepumpen sind sehr einfach aufgebaut. Sie bestehen aus einem Auffangbehälter, einem Förderelement sowie einem sogenannten Rückflussverhinderer. Zunächst fängt der Auffangbehälter das anfallende Kondensat auf. Erreicht die Flüssigkeit eine bestimmte Füllhöhe, setzt die Pumpe ein und pumpt das Kondensat über einen Schlauch in den Abfluss. Mithilfe des Rückflussverhinderers wird das Kondensat am Überlaufen gehindert, sollte die Pumpe aufgrund technischer Probleme nicht funktionieren.
Kondensatpumpen sind außerdem so gebaut, dass sie das Kondensat über die Rückstauebene heben. Deshalb werden sie auch Kondensathebepumpen genannt. Diese Eigenschaft ist wichtig, denn so wird sichergestellt, dass Abwasser bei Starkregen oder Hochwasser sowie verstopften Leitungen nicht in die Kondensatpumpe und somit in die Heizungsanlage strömen kann.
Von anderen Wasserpumpen unterscheidet sich die Kondensatpumpe dadurch, dass sie aus korrosionsbeständigem Edelstahl oder Kunststoff besteht. Diese besonderen Materialeigenschaften sind deshalb erforderlich, weil das Kondensat aus den Abgasen von Öl- oder Gasheizungen sehr sauer ist. Andere Materialien würden bei Dauerkontakt mit diesem Kondensat Schaden nehmen.
Je nach Ausführung haben Kondensathebepumpen eingebaute Schutzfunktionen. Ist der Ablauf zum Beispiel verstopft, schalten manche Pumpen automatisch den Heizkessel aus. Andere Geräte geben einen Warnton von sich, wenn der Kondensatsammelbehälter vollgelaufen ist und nicht geleert werden kann.
Wann ist eine Neutralisationseinrichtung für die Kondensatpumpe erforderlich?
Wenn eine Kondensathebepumpe das Kondensat ins Abwasser leitet, wird die saure Lösung verdünnt und ist nicht schädlich für das Abwassernetz. Allerdings kann der niedrige ph-Wert von großen Mengen Kondensat aus großen Heizungsanlagen in manchen Fällen nicht in ausreichendem Maße durch das Abwasser gesteigert werden. Die Folge wären langfristig Schäden an Abwasserrohren.
Ist die hauseigene Abwassermenge nicht ausreichend, um das Kondensat zu verdünnen, kann eine Neutralisationseinrichtung erforderlich werden. Dabei handelt es sich um einen kleinen Behälter, in welchem sich spezielle Granulate befinden, die das Kondensat beim Durchströmen entsäuern.
Für herkömmliche Gasheizungen oder Ölheizungen, die mit schwefelarmem Heizöl betrieben werden, ist eine Neutralisationseinrichtung allerdings meist nicht erforderlich. Entsprechende Elemente werden erst ab Leistungen von 200 Kilowatt benötigt.
Was kann eine Kondensatpumpe kosten?
Wie teuer eine Kondensatpumpe ist, hängt von der Größe der Pumpe und ihrer Leistung ab. Schließlich muss die Pumpe ausreichen, um das anfallende Kondensat sicher abzupumpen. Kondensatpumpen für Heizungsanlagen kosten zwischen 50 und 150 Euro. Ist eine Neutralisationseinrichtung erforderlich, können auch 200 Euro und mehr fällig werden. Diese Preise beziehen sich nur auf die Geräte ohne Montage.
Wichtig ist, dass die Kondensatpumpe auf die jeweilige Feuerungsart ausgelegt ist. So ist das anfallende Kondensat bei Gasheizungen nicht so sauer wie das Kondensat bei Ölheizungen.
Am besten wenden Sie sich für den Einbau einer Kondensatpumpe an einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe. Die Experten können Ihnen bei der Auswahl der passenden Pumpe weiterhelfen und diese fachgerecht einbauen.
Bei Heizungssanierung mit Wärmepumpe ist keine Kondensatpumpe mehr notwendig
Wer auf Brennwerttechnik umsteigt, muss damit rechnen, dass eine Kondensatpumpe die Kosten der Heizungsanlage und den Installationsaufwand nochmals erhöht.
Steigen Sie gleich auf die Wärmepumpe um, benötigen Sie keine Kondensatpumpe mehr, denn die Wärmepumpe erzeugt keine Abgase. Bei einer hohen staatlichen Förderung von bis zu 80 % beim Umstieg auf die Wärmepumpe hat sich die Heizung in wenigen Jahren amortisiert und Sie sparen an Heizkosten. Durch die hohe Förderung liegen die Kosten für die Wärmepumpe ungefähr auf dem Niveau einer neuen Gasbrennwertheizung. Während Sie jedoch beim Heizen mit Gas mit hohen CO₂-Preisen und dem EU-weiten Emissionshandel mit steigenden Heizkosten rechnen müssen, reduzieren Sie Ihre Heizkosten mit der Wärmepumpe effektiv.
Fazit
Eine Kondensatpumpe ist immer dann erforderlich, wenn so viel Kondensat anfällt, dass es nicht mehr sicher in den Abfluss geführt werden kann. Während bei neu geplanten Niedrigtemperaturheizungen bereits ein Kondensatabfluss eingeplant wird, muss bei Umrüstungen von Öl- und Gasheizungen auf Brennwerttechnik meist mit einer Kondensathebepumpe nachgeholfen werden.
Durch die günstigen Anschaffungs- und Montagepreise ist eine solche Pumpe zwar eine lohnenswerte Investition und Sie erhöhen den Schutz vor möglichen Schäden am Abgassystem und dem Kessel. Doch vergleichen Sie den finanziellen Aufwand für eine neue Gasheizung mit Kondensatpumpe mit einer staatlich geförderten Wärmepumpe, werden Sie schnell feststellen, wie viel Einsparpotenzial mit Erneuerbaren Energien möglich ist.
Falls Sie unsicher sind, ob eine Wärmepumpe auch in Ihrem Haus effizient betrieben werden kann, stehen wir Ihnen gerne zur Beratung zur Verfügung – selbstverständlich kostenfrei und unverbindlich. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner, um uns einen ersten Überblick über Ihre aktuelle Situation zu verschaffen. Nachfolgend werden wir Sie umgehend kontaktieren und gemeinsam einen Termin für eine kostenfreie Beratung vereinbaren.
Unsere Lieblingsbewertungen
23.10.2026
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Thermondo hat die aufwendige Installation innerhalb von 4 Tagen abgeschlossen. Alles funktionierte, jetzt schon 2 Jahre lang. Ich kann Thermondo sehr empfehlen.
Harald Guse
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Ralph Kirchheim
22.10.2026
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Gut geplante Installation bei allen 3 Schritten: Fundamentarbeiten, Elektronische Arbeiten und Demontage und Installation der Heizung bzw. der Wärmepumpe. Monteure alle kompetent, zuverlässig und freundlich. Der Kundenberater ist ebenfalls als kompetent und freundlich zu bewerten. Spannend wird nun wie die Betreuung in der Zukunft aussieht falls ein Problem aufgetreten ist. Lassen wir uns überraschen.
HANS-JOACHIM PFEUFFER
21.10.2026
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Thermondo hat sich um alles gekümmert. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und kompetent. Die Installation erfolgte problemlos.
Dieter Schütte
21.10.2026
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Der von Thermondo organisierte Demontagebetrieb für die Entfernung unserer Öltanks war 1A. Die Entfernung erfolgte rückstandslos. Die beteiligten Montageteams von Thermondo (Elektro, Fundament/Hauswand und Installation) erledigten ihre Gewerke gemäß ihren Vorgaben professionell. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen. Wenn ein anberaumtes Gewerk an einem bestimmten Tag nicht termingerecht begonnen wird, darf man sich nicht nervös machen lassen, das hat dann meist seinen Grund ( so bei uns). Es wird übrigens bei Ankündigung der Termine darauf hingewiesen, das es zu Verschiebungen kommen kann. Der betreffende Handwerker kam am nächsten Tag und wurde auch zum vorgesehenen Zeitpunkt fertig. Der Abschluss der Arbeiten erfolgte jedenfalls termingerecht.
Angeloberto Eremito
20.10.2026
Installation der Wärmepumpe
Die Installation wurde schnell und ordentlich durchgeführt. Die Mitarbeiter waren kompetent und freundlich.
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20.10.2026
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Termintreue, Ausführungsqualität und Freundlichkeit des Personals sind sehr überzeugend und vorbildlich. Ein besonderer Dank gilt auch dem Vertrieb für seine kundenorientierte Beratung, seine Geduld und sein Verständnis für unsere Fragen und Belange - speziell ist hier Herr Tiryaki gemeint!
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19.10.2026
Sehr zu empfehlen was Beratung, Planung und Kommunikation betrifft!
Wir sind derzeit noch in der Planungs- und Datenaufnahmephase mit Thermondo. Bis jetzt ist nur Positives zu berichten. Der Berater ist sehr nett, nimmt sich Zeit, erklärt alles und meldet sich umgehend zurück, sollte er bei einer Kontaktaufnahme mal nicht erreichbar sein. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Aber bis dato ist Thermondo, auch vom Preis-Leistungsverhältnis her gesehen, sehr zu empfehlen.
Andreas
18.10.2026
Begeistert
Bereits das Erstgespräch war sehr angenehm und informativ. Sehr gut fanden wir, daß nach der telefonischen Akquise unmittelbar ein persönliches Treffen mit einem Vertriebsmitarbeiter von Thermondo an der Installationsadresse stattfand und uns durch Herrn Stietzel alle wichtigen Informationen zur Wärmepumpe und PV-Anlage erklärt wurden. Das nachfolgende Angebot, welches wir kurz darauf bestätigt haben, entsprach exakt den besprochenen Inhalten. Besonders wichtig fanden wir für uns, daß die Planung und Installation der Wärmepumpe und PV-Anlage aus einer Hand erfolgen wird und damit die Abstimmung beider Komponenten auf den Bedarf im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten gewährleistet ist. Wir sind bis zum jetzigen Zeitpunkt mit sämtlichen Abläufen sehr zufrieden, fühlen uns sehr gut betreut und freuen uns nun, nach der Feinplanung durch Thermondo, auf die Ausführung der beiden Projekte.
Jochen
Wärmepumpe für Altbauten ab 8.700 € inkl. Förderung

Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.
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