Ölheizung kaufen – darf ich das noch?
Ein Artikel von Luisa Ney | Zuletzt aktualisiert am: 10.06.2026
Ölheizung bleibt erlaubt: Aus GEG wird GmodG
Am 1. Januar 2024 ist die Novellierung des GEG (Gebäudeenergiegesetz) in Kraft getreten. Das sog. Heizungsgesetz sollte dabei helfen, Deutschlands Klimaziele zu erreichen und bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden. Das Heizen mit fossilen Brennstoffen stand demnach vor dem Aus.
Am 29. Juli 2026 ist nun durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) in Kraft getreten. Damit wurde u. a. die 65 %-Regel abgeschafft, nach der spätestens ab Mitte 2028 neu eingebaute Heizungen mit 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.
Mit den neuen Regelungen im GModG ist die Anschaffung konventioneller Ölheizungen auch nach 2028 weiterhin erlaubt. Die Pflicht zu 65 % erneuerbaren Energien wird durch die sogenannte „Bio-Treppe“ ersetzt. Diese schreibt das Heizen mit einem steigenden Anteil grüner Brennstoffe wie Bio-Heizöl vor.
Von Öl auf Wärmepumpe umsteigen und bis 80 % Förderung erhalten
Ölheizung kaufen: Kosten, Einschränkungen & Vorgaben
Wenn Sie eine Ölheizung kaufen, können Sie mit Kosten von 12.000–16.000 € rechnen. Für fossile Heizungen gibt es keine Förderungen.
Die Einschränkungen für den Kauf einer Ölheizung werden mit dem neuen GModG im Vergleich zum bestehenden Heizungsgesetz erst einmal gelockert. Neben der 65 %-Regel wurde auch die Beratungspflicht beim Kauf einer fossilen Heizung gestrichen. Zudem müssen alte Heizkessel nicht mehr nach 30 Jahren ausgetauscht werden. Damit fällt das neue Gesetz sogar hinter das GEG aus 2022 zurück.
Das heißt aber nicht, dass Sie jetzt wieder eine Ölheizung kaufen sollten. Die grüne Brennstoffquote ab 2029, die bereits im GEG vorgesehen war, wird mit aktualisierten Beimischungsstufen im GModG weitergeführt. Die vorgeschriebene Nutzung der Bio-Brennstoffe wird sogar zusätzlich im geringeren Umfang auf Bestandsanlagen ausgeweitet.
Damit verspricht das GModG zwar Technologieoffenheit und freie Wahl beim Heizungskauf. Die Verpflichtung zur Verwendung grüner Brennstoffe wie Bio-Heizöl macht fossile Heizungen langfristig zur Kostenfalle für Verbraucher.
Warum? Je höher der biogene Anteil im Heizöl, desto teurer wird der Brennstoff. Denn die Gewinnung von Pflanzenölen und die Umwandlung in Bio-Heizöl erfordern spezielle Produktionsverfahren, die teurer sind als die reine Erdölförderung. Zudem kommt die begrenzte Verfügbarkeit bei steigender Nachfrage, was die Kosten langfristig explodieren lässt.
Das sind die Stufen der Bio-Treppe gem. GModG:
- Mit dem Start der Bio-Treppe 2029 beträgt die Beimischungsquote für nach dem 29. Juli 2026 eingebaute Ölheizungen 10 %.
- Ab 2030 beträgt die Quote für grüne Brennstoffe 15 %.
- 2035 wird die Beimischungsquote auf 30 % erhöht.
- Die letzte Stufe tritt 2040 in Kraft und beträgt 60 %.
Zusätzlich soll eine sogenannte „Grünheizölquote“ eingeführt werden. Diese verpflichtet Inverkehrbringer, ihre Brennstoffe ab 2045 vollständig auf klimaneutrale Alternativen umzustellen. Wie genau die Zwischenschritte aussehen, wird ein Gesetz regeln, das die Bundesregierung bis zum 1. Dezember 2026 vorlegen soll. Der Eckpunkteplan des GModG sah einen Start 2028 bei 1 % vor.
Gut zu wissen: Da die Quote direkt beim Brennstoff ansetzt, werden auch bestehende Ölheizungen davon betroffen sein. Für Verbraucher mit neuen Ölheizungen wird die die Grünheizölquote auf die Bio-Treppe angerechnet.
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Lohnt es sich noch, eine Ölheizung zu kaufen?
Auch wenn das neue GModG zunächst Lockerungen verspricht, bedeutet das nicht, dass es sich jetzt lohnt, eine Ölheizung zu kaufen. Sie gehen damit große wirtschaftliche Risiken ein, die das Heizen deutlich teurer machen werden:
- Steigende CO₂-Preise: Die aktuelle CO₂-Steuer liegt zwischen 55 € und 65 € – je nach Angebot und Nachfrage. Der Preis wird lediglich durch eine politisch festgelegte Obergrenze von 65 € gedeckelt.
- Emissionshandel: Ab 2028 wird der Emissionshandel auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr ausgeweitet, wodurch die politische Deckelung entfällt. Experten erwarten große Preissprünge und rechnen bereits 2030 mit Kosten von bis zu 300 €/t CO₂. Für Verbraucher mit Ölheizung könnte das Mehrkosten von 1.600 € pro Jahr bedeuten.
- Bio-Heizöl: Bis jetzt gibt es noch keine geeignete Infrastruktur für den Brennstoff und es ist fraglich, ob er ab 2029 – dem Start der Bio-Treppe – in ausreichender Menge produziert werden kann. Die geringe Verfügbarkeit verteuert wiederum das Heizöl, was die Heizkosten weiter erhöht.
- Ölpreis: Kriege und Krisen der letzten Jahre haben gezeigt, wie fragil der Heizölpreis ist. Mit Beginn des Iran-Kriegs ist der Ölpreis Anfang März 2026 sprunghaft angestiegen und hat sich zeitweise fast verdoppelt. Heizen Sie weiterhin mit Öl, machen Sie sich von der Preispolitik der großen Ölnationen und Ölkartelle abhängig.
Unabhängig vom Kostenfaktor schadet eine neue Ölheizung der Umwelt mehr als andere Heizungen, da sie am meisten klimaschädliches CO₂ erzeugt.
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Alternativen zur Ölheizung: Effizienter und günstiger heizen
Bevor Sie mit dem Gedanken spielen, eine neue Ölheizung zu kaufen, sollten Sie sich über die Vorzüge moderner Heizsysteme informieren.
Beispielsweise setzen Sie mit einer Wärmepumpe auf eine sehr sinnvolle Alternative zum Heizen mit Öl oder Gas und sparen durchschnittlich mehrere hundert Euro Heizkosten jährlich. Denn eine Wärmepumpe produziert rund 4-mal effizienter Wärme als eine Ölheizung. Das bedeutet, dass Sie im Vergleich zum Heizen mit Öl deutlich weniger Energiekosten zahlen müssen.
Dank der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erhalten Sie eine Wärmepumpe nach Förderung schon ab 8.700 €. Damit liegen Sie weit unter den Kosten für eine neue Ölheizung, für die es keine Förderung gibt. Insgesamt sind für die Wärmepumpe über die BEG bis zu 80 % staatlicher Förderung bei 28.000 € förderfähigen Kosten und damit einem maximalen Förderbetrag von 22.400 € möglich.
Nach dem Einbau der Wärmepumpe erfüllen Sie alle Anforderungen des GModG und heizen zukunftssicher. Das bedeutet, dass Sie keine weiteren Auflagen wie die Bio-Treppe erfüllen müssen und unabhängig vom EU-Emissionshandel und steigenden CO₂-Preisen sind.
Wärmepumpe Altbau: Lohnt sich die Anschaffung auch im Bestandsbau?
Auch in Altbauten können Wärmepumpen ökonomisch sinnvoll eingesetzt werden. In folgendem Artikel erläutern wir, wann die Anschaffung einer Wärmepumpe im Altbau sinnvoll ist und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.
Wärmepumpe im Einfamilienhaus: Optionen im Altbau & Neubau
In Zeiten steigender Energiepreise und des verstärkten Umweltbewusstseins wird die Wärmepumpe für Einfamilienhäuser immer beliebter. Mit ihrer effizienten Technologie und ihrem geringen CO₂‑Ausstoß bietet sie nicht nur eine nachhaltige Alternative zur fossilen Heizung, sondern ermöglicht auch erhebliche Einsparungen bei den Heizkosten. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über die Wärmepumpe im Einfamilienhaus und warum sie sowohl für den Neubau als auch für Altbauten eine attraktive Option ist.
Fazit: Ölheizung kaufen – mit dem GModG weiter möglich, aber nicht mehr lohnenswert
Mit der Neuerung, die das GModG eingeführt hat, können Sie weiterhin eine konventionelle Ölheizung kaufen. Bei objektiver Betrachtung steht jedoch schnell fest, dass der Kauf einer neuen Ölheizung wirtschaftlich keinen Sinn mehr ergibt. Mit der Wärmepumpe steht eine viel günstigere, umweltfreundlichere und emissionslose Alternative bereit.
Der Kauf und Einbau einer konventionellen Ölheizung bleibt mit den neuen GModG-Regelungen erlaubt. Ab 2029 greift jedoch die Bio-Treppe mit steigenden Quoten für teurere, grüne Brennstoffe.
Zudem führt die geplante Grünheizölquote dazu, dass voraussichtlich ab 2045 nur noch klimaneutrale Brennstoffe in Verkehr gebracht werden dürfen. Demnach müssen ab 2045 fossile Heizungen mit klimaneutralen Brennstoffen betrieben werden.
Eine Wärmepumpe ist nach Förderung ab 8.700 € erhältlich, während Ölheizungen keinen Zuschuss erhalten und zwischen 12.000 und 16.000 € kosten.
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind bis zu 80 % Förderung bei maximal 22.400 € Zuschuss möglich.
Zudem arbeitet die Wärmepumpe rund 4-mal effizienter und spart langfristig Energiekosten.
Ab 2028 entfällt die politische CO₂-Preisdeckelung von 65 €, was zu massiven Preissprüngen im Sektor Gebäude führt. Experten erwarten bis 2030 CO₂‑Kosten von bis zu 300 €/t, was jährliche Mehrkosten von 1.600 € bedeutet. Zusätzliche Kostentreiber sind die teure Produktion von Bio-Heizöl und unvorhersehbare Weltmarktpreise.
Nein, eine Fußbodenheizung ist für den effizienten Betrieb einer modernen Wärmepumpe nicht zwingend erforderlich. Daten von über 16.000 thermondo-Installationen (Stand: August 2026) zeigen:
- Über 90 % der Kunden nutzen die Wärmepumpe mit konventionellen Heizkörpern.
- Bei lediglich 6 % der Gebäude mussten die Heizkörper gegen effizientere Modelle getauscht werden.
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Unsere Lieblingsbewertungen
23.10.2026
Sehr empfehlenswert
Thermondo hat die aufwendige Installation innerhalb von 4 Tagen abgeschlossen. Alles funktionierte, jetzt schon 2 Jahre lang. Ich kann Thermondo sehr empfehlen.
Harald Guse
23.10.2026
Sehr kompetente und empathische Beratung
Ich habe mich von den ersten Minute an absolut professionell und gut aufgehoben gefühlt. Die Beratung war nicht nur fachlich auf dem höchsten Niveau, sondern auch menschlich total angenehm. Ich kann die Dienstleistung mit besten Gewissen weiterempfehlen. Danke!
Darius Zielinski
23.10.2026
Hat alles super geklappt
Hat alles super geklappt, man hat sich sofort um alles gekümmert. So wie es sein soll. Tolle Erfahrung, kann ich nur empfehlen. Nette Monteure.
Ralph Kirchheim
22.10.2026
Gut geplante Installation bei allen 3…
Gut geplante Installation bei allen 3 Schritten: Fundamentarbeiten, Elektronische Arbeiten und Demontage und Installation der Heizung bzw. der Wärmepumpe. Monteure alle kompetent, zuverlässig und freundlich. Der Kundenberater ist ebenfalls als kompetent und freundlich zu bewerten. Spannend wird nun wie die Betreuung in der Zukunft aussieht falls ein Problem aufgetreten ist. Lassen wir uns überraschen.
HANS-JOACHIM PFEUFFER
21.10.2026
Thermondo hat sich um alles gekümmert
Thermondo hat sich um alles gekümmert. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und kompetent. Die Installation erfolgte problemlos.
Dieter Schütte
21.10.2026
Heizungswechsel gut ausgeführt
Der von Thermondo organisierte Demontagebetrieb für die Entfernung unserer Öltanks war 1A. Die Entfernung erfolgte rückstandslos. Die beteiligten Montageteams von Thermondo (Elektro, Fundament/Hauswand und Installation) erledigten ihre Gewerke gemäß ihren Vorgaben professionell. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen. Wenn ein anberaumtes Gewerk an einem bestimmten Tag nicht termingerecht begonnen wird, darf man sich nicht nervös machen lassen, das hat dann meist seinen Grund ( so bei uns). Es wird übrigens bei Ankündigung der Termine darauf hingewiesen, das es zu Verschiebungen kommen kann. Der betreffende Handwerker kam am nächsten Tag und wurde auch zum vorgesehenen Zeitpunkt fertig. Der Abschluss der Arbeiten erfolgte jedenfalls termingerecht.
Angeloberto Eremito
20.10.2026
Installation der Wärmepumpe
Die Installation wurde schnell und ordentlich durchgeführt. Die Mitarbeiter waren kompetent und freundlich.
H. Popp
20.10.2026
Kundenorientierung, Termintreue, Ausführungsqualität
Termintreue, Ausführungsqualität und Freundlichkeit des Personals sind sehr überzeugend und vorbildlich. Ein besonderer Dank gilt auch dem Vertrieb für seine kundenorientierte Beratung, seine Geduld und sein Verständnis für unsere Fragen und Belange - speziell ist hier Herr Tiryaki gemeint!
Robert Bitz
19.10.2026
Sehr zu empfehlen was Beratung, Planung und Kommunikation betrifft!
Wir sind derzeit noch in der Planungs- und Datenaufnahmephase mit Thermondo. Bis jetzt ist nur Positives zu berichten. Der Berater ist sehr nett, nimmt sich Zeit, erklärt alles und meldet sich umgehend zurück, sollte er bei einer Kontaktaufnahme mal nicht erreichbar sein. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Aber bis dato ist Thermondo, auch vom Preis-Leistungsverhältnis her gesehen, sehr zu empfehlen.
Andreas
18.10.2026
Begeistert
Bereits das Erstgespräch war sehr angenehm und informativ. Sehr gut fanden wir, daß nach der telefonischen Akquise unmittelbar ein persönliches Treffen mit einem Vertriebsmitarbeiter von Thermondo an der Installationsadresse stattfand und uns durch Herrn Stietzel alle wichtigen Informationen zur Wärmepumpe und PV-Anlage erklärt wurden. Das nachfolgende Angebot, welches wir kurz darauf bestätigt haben, entsprach exakt den besprochenen Inhalten. Besonders wichtig fanden wir für uns, daß die Planung und Installation der Wärmepumpe und PV-Anlage aus einer Hand erfolgen wird und damit die Abstimmung beider Komponenten auf den Bedarf im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten gewährleistet ist. Wir sind bis zum jetzigen Zeitpunkt mit sämtlichen Abläufen sehr zufrieden, fühlen uns sehr gut betreut und freuen uns nun, nach der Feinplanung durch Thermondo, auf die Ausführung der beiden Projekte.
Jochen
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Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.
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