Kann ein Gasbrennwertkessel effizient heizen?
Moderne Gasheizungen mit Brennwerttechnik erreichen Normnutzungsgrade von über 100 %. Damit können Heizungen mit Gasbrennwerttechnik in Kombination mit einer optimal eingestellten Heizung und moderner Gebäudedämmung den Gasverbrauch zwar senken und auch Schadstoff-Emissionen reduzieren. Im Vergleich zur Wärmepumpe sind sie jedoch deutlich ineffizienter.
Bis zu fünfmal effizienter sind Wärmepumpen und senken somit Ihre Heizkosten enorm. Auch im Altbau und ohne Fußbodenheizung sind sie mittlerweile das beste Heizsystem und dem Gasbrennwertkessel überlegen.
Technik von Gasbrennwertkesseln
Besser sind die Gasbrennwertkessel durch die Nutzung der Kondensationswärme des Wasserdampfs im Abgas geworden. Dadurch reduzieren sich sowohl der Verbrauch an Gas als auch der Ausstoß von Schadstoffen. Bei älteren Heizkesseln war es technisch beabsichtigt, die Abgastemperatur möglichst hochzuhalten, um die Heizungsanlage und den Schornstein nicht zu schädigen.
Durch die Brennwertfeuerung ist dies nicht mehr nötig, wodurch der Einbau eines Gasbrennwertkessels neue Anforderungen an den Schornstein stellt. Über den Wärmetauscher erfolgt die Nutzung der latenten Wärme des Wasserdampfs in den Abgasen. Das Kondensat und das Abgas werden abgeleitet.
Mit modernen Gasbrennwertkesseln lässt sich die Vorlauftemperatur senken. Mit der optimalen Einstellung ist der Betrieb der Heizung – sei es für die Versorgung von Heizkörpern oder von Fußbodenheizungen – möglich.
Gasbrennwertkessel sind Auslaufmodell
Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das im Sommer 2026 in Kraft getreten ist, wurde der schrittweise Ausstieg aus Gas und Öl beim Heizen weiter festgeschrieben. Wer nach dem 29. Juli 2026 einen neuen Gasbrennwertkessel in ein bestehendes Gebäude einbaut, muss den Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung schrittweise erhöhen.
Das sind die Stufen der sogenannten Bio-Treppe:
- ab 2029 auf 10 %
- ab 2030 auf 15 %
- ab 2035 auf 30 %
- ab 2040 auf 60 %
Zusätzlich kommt die sogenannte Grüngas-/Grünheizölquote. Die Bundesregierung soll bis Ende 2026 ein Gesetz vorlegen, das Inverkehrbringer von fossilen Brennstoffen verpflichtet, die Brennstoffe für die Gebäudewärme bis 2045 vollständig auf klimaneutrale Varianten umzustellen.
Das heißt: Selbst wer eine Gasheizung behält, bekommt über die Jahre zunehmend teurere, klimaneutrale Brennstoffe geliefert.
Wer heute noch auf Gas setzt, muss die Anlage also über die kommenden Jahre zunehmend mit erneuerbaren Energieträgern betreiben – ein zusätzlicher Aufwand, den eine Wärmepumpe von vornherein vermeidet.
FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Thema
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Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.