Das Wichtigste in Kürze:

  • Technischer Kern: Gasbrennwertkessel nutzen die latente Wärme des Wasserdampfs im Abgas, um Normnutzungsgrade von über 100 % zu erreichen.
  • Effizienz-Vergleich: Trotz moderner Brennwerttechnik sind Wärmepumpen bis zu fünfmal effizienter und senken die Heizkosten im Vergleich zum Gaskessel enorm.
  • Gesetzliche Lage: Seit 2024 müssen neue Heizungen in Neubaugebieten die 65 %-Regel für erneuerbare Energien erfüllen; ab Mitte 2028 gilt dies bundesweit.
  • Bauliche Anforderung: Durch die kühlere Abgastemperatur stellt die Brennwertfeuerung spezielle Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit des Schornsteins.
  • Prognose: Der Gasbrennwertkessel gilt als Auslaufmodell, da das Heizungsgesetz den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen wie Gas und Öl besiegelt hat.

Moderne Gasheizungen mit Brennwerttechnik erreichen Normnutzungsgrade von über 100 %. Damit können Heizungen mit Gasbrennwerttechnik in Kombination mit einer optimal eingestellten Heizung und moderner Gebäudedämmung den Gasverbrauch zwar senken und auch Schadstoff-Emissionen reduzieren. Im Vergleich zur Wärmepumpe sind sie jedoch deutlich ineffizienter.

Bis zu fünfmal effizienter sind Wärmepumpen und senken somit Ihre Heizkosten enorm. Auch im Altbau und ohne Fußbodenheizung sind sie mittlerweile das beste Heizsystem und dem Gasbrennwertkessel überlegen.

Technik von Gasbrennwertkesseln

Besser sind die Gasbrennwertkessel durch die Nutzung der Kondensationswärme des Wasserdampfs im Abgas geworden. Dadurch reduzieren sich sowohl der Verbrauch an Gas als auch der Ausstoß von Schadstoffen. Bei älteren Heizkesseln war es technisch beabsichtigt, die Abgastemperatur möglichst hochzuhalten, um die Heizungsanlage und den Schornstein nicht zu schädigen.

Unterschied zwischen Heizwert & Brennwert

Durch die Brennwertfeuerung ist dies nicht mehr nötig, wodurch der Einbau eines Gasbrennwertkessels neue Anforderungen an den Schornstein stellt. Über den Wärmetauscher erfolgt die Nutzung der latenten Wärme des Wasserdampfs in den Abgasen. Das Kondensat und das Abgas werden abgeleitet.

Mit modernen Gasbrennwertkesseln lässt sich die Vorlauftemperatur senken. Mit der optimalen Einstellung ist der Betrieb der Heizung – sei es für die Versorgung von Heizkörpern oder von Fußbodenheizungen – möglich.

Gasbrennwertkessel sind Auslaufmodell

Mit der Reformierung des Gebäudeenergiegesetzes, dem sogenannten Heizungsgesetz, wurde der Ausstieg aus Gas und Öl besiegelt. Seit 2024 gilt bei neuen Heizungen die 65 %-Regel. Neue Heizungen müssen demnach mit 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden. Diese Regel gilt erst einmal nur in Neubauten in Neubaugebieten und soll spätestens Mitte 2028 überall in Deutschland gelten.

FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Thema

Wie funktioniert die Brennwerttechnik bei einem Gaskessel genau?

Ein Gasbrennwertkessel gewinnt zusätzliche Energie, indem er den Wasserdampf in den Abgasen bis zur Kondensation abkühlt. Dieser Prozess nutzt die physikalischen Eigenschaften des Brennstoffs optimal aus:

  • Über einen Wärmetauscher wird die latente Wärme des Dampfes dem Heizkreislauf zugeführt.
  • Das entstehende Kondensat sowie die abgekühlten Abgase werden sicher abgeleitet.
  • Dadurch sinkt der Gasverbrauch im Vergleich zu alten Heizkesseln, die diese Wärme ungenutzt durch den Schornstein ließen.
Warum gilt der Gasbrennwertkessel heute als Auslaufmodell?

Der Gasbrennwertkessel basiert auf fossilen Brennstoffen, deren Nutzung durch das reformierte Gebäudeenergiegesetz (GEG) schrittweise beendet wird. Es gibt mehrere Gründe für diesen Status:

  • Neue Heizungen müssen künftig zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
  • Im Vergleich zu modernen Wärmepumpen ist die Gasverbrennung deutlich ineffizienter.
  • Der Gesetzgeber hat das Ziel, die Abhängigkeit von Gas und Öl langfristig vollständig aufzulösen.
Ist eine Wärmepumpe einem Gasbrennwertkessel wirklich überlegen?

Ja, eine Wärmepumpe ist bis zu fünfmal effizienter als ein Gasbrennwertkessel und damit das überlegene Heizsystem. Dies gilt nicht nur für Neubauten, sondern zunehmend auch für den Bestand:

  • Wärmepumpen senken die Heizkosten durch die Nutzung von Umweltenergie massiv.
  • Sie funktionieren auch im Altbau und in Kombination mit herkömmlichen Heizkörpern zuverlässig.
  • Im Gegensatz zum Gaskessel ist die Wärmepumpe zukunftssicher und klimafreundlich.
Welche Anforderungen stellt ein Brennwertkessel an den Schornstein?

Da die Abgase bei der Brennwerttechnik stark abgekühlt werden, steigen sie nicht mehr von selbst durch natürlichen Auftrieb nach draußen und bilden Kondensat. Dies macht bauliche Anpassungen am Schornstein notwendig:

  • Der Schornstein muss feuchtigkeitsunempfindlich und korrosionsbeständig sein.
  • Die niedrigen Abgastemperaturen erfordern eine aktive Ableitung der Gase.
  • Bei alten Heizwertgeräten war die Temperatur absichtlich hoch, um Schäden durch Kondensation zu vermeiden – bei Brennwerttechnik ist die Kondensation hingegen erwünscht.
Ab wann gilt die 65 %-Regel für erneuerbare Energien in ganz Deutschland?

Die Pflicht, neue Heizungen mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien zu betreiben, soll spätestens bis Mitte 2028 überall in Deutschland in Kraft treten. Der aktuelle Zeitplan sieht folgende Schritte vor:

  • Seit Januar 2024 gilt die Regel bereits für Neubauten innerhalb von Neubaugebieten.
  • Für bestehende Gebäude und Neubauten außerhalb von Neubaugebieten greift die Regelung nach Abschluss der kommunalen Wärmeplanung.
  • Die Wärmepumpe ist die beste Option, um diese gesetzlichen Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.