Das Wichtigste in Kürze:

  • Aktueller Gaspreis: Der aktuelle Durchschnittspreis liegt bei 12 Cent pro kWh, wobei Neukundentarife meist günstiger und die Grundversorgung teurer ausfallen.
  • Preistreiber: Rund 48 % der Kosten entfallen auf Netzentgelte und Steuern, während die Beschaffung am Weltmarkt etwa 45–47 % ausmacht.
  • CO₂-Abgabe: Der CO₂-Preis schwankt 2026 zwischen 55 und 65 € pro Tonne, was für eine Durchschnittsfamilie (20.000 kWh Gasverbrauch) Mehrkosten von insgesamt 280 € jährlich bedeutet.
  • Ersparnis durch Wechsel: Ein Umstieg auf eine Wärmepumpe reduziert die Heizkosten um durchschnittlich 800 € pro Jahr.
  • Staatliche Förderung: Für den Austausch einer Gasheizung gegen ein fossilfreies System sind Zuschüsse von bis zu 70 % möglich.

Wie hoch ist der aktuelle Gaspreis?

Der aktuelle Gaspreis liegt bei durchschnittlich 12 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Wie hoch der genaue Preis ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. sind Neukundenpreise meist günstiger und die Grundversorgung teurer. Aktuelle geopolitische Konflikte verschärfen die Situation wieder und belasten Kunden.

Wie hat sich der Gaspreis zuletzt entwickelt?

Nach dem Gaspreisschock 2022 haben Bundesregierung und EU zahlreiche Maßnahmen gestartet, um die Gaspreise für die Endkunden sowie die Industrie wieder zu senken.
Verträge mit neuen Gaslieferanten wie Usbekistan und Aserbaidschan wurden geschlossen, neue LNG-Terminals in Deutschland gebaut und die Liefermenge von Partnern wie Norwegen und den Niederlanden erhöht.

Trotz der Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung im April 2024 war der Gaspreis zunächst auf einem vermeintlich stabilen Niveau. Nachdem er seit Frühjahr 2025 langsam, aber stetig gesunken ist, steigt er aktuell durch den Einfluss internationaler Konflikte wieder an.

Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?

  • Netzentgelt und Steuern: In puncto Gaspreisentwicklung machen diese beiden Komponenten rund 48 % des Gaspreises in Deutschland aus. Besonders die erneute Erhöhung der Gasnetzentgelte 2025 sowie 2026 sorgte nicht nur bei Verbrauchern, sondern auch medial für Aufsehen. Insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahr die aktuellen Kosten für Steuern und Umlagen zurückgegangen, da die Gasspeicherumlage entfallen und die Mehrwertsteuerbelastung zurückgegangen ist.
  • CO₂-Preis: Etwa 10 % des Gaspreises gehen auf den CO₂-Preis zurück. Seit 2021 erhebt der Bund eine CO₂-Steuer für fossile Brennstoffe. Diese ist pro Tonne CO₂ festgelegt und stieg bis 2026 kontinuierlich an. Aktuell liegt der CO₂-Preis in einem Korridor zwischen 55 und 65 € und ergibt sich marktabhängig aus Angebot und Nachfrage.
    Beispiel: Für eine Familie mit einem Gasverbrauch von 20.000 kWh steigen die Heizkosten 2026 um 40 € gegenüber dem Vorjahr. Damit summieren sich die Mehrkosten durch die CO₂-Abgabe bei diesem Verbrauch auf 280 € jährlich.
  • Beschaffungskosten: Der Gaspreis besteht zu etwa 45–47 % aus den Beschaffungskosten. Damit sind die Kosten der Konditionen gemeint, zu denen die Gasversorger Erdgas oder Flüssiggas auf dem Weltmarkt einkaufen.
  • Preispolitik der Gasversorger: Der Gaspreis wird zusätzlich von Angebot und Nachfrage sowie der Preisgestaltung der Gasanbieter mitbestimmt.
  • Vertragsart: Wie viel Sie aktuell für den Betrieb Ihrer Gasheizung bezahlen, hängt auch davon ab, welchen Gasvertrag Sie abgeschlossen haben. So bieten z. B. längere Laufzeiten zwar Preissicherheit, doch bei sinkenden Gaspreisen zahlen Sie am Ende drauf.
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Was kann ich bei steigenden Gaspreisen tun?

Wenn Gaspreise steigen, müssen Sie als Verbraucher nicht tatenlos zusehen, sondern Sie haben verschiedene Handlungsoptionen:

  • Gasanbieter vergleichen und wechseln

Ist der Gaspreis aktuell hoch, kann es sich kurzfristig lohnen, den Gasanbieter zu wechseln. Viele Verbraucher nutzen den Tarif der Grundversorgung, obwohl dieser meist der teuerste auf dem Markt ist.
Wenn Sie Gaspreise vergleichen, sollten Sie auf verschiedene Aspekte achten:

  1. Gibt der Gasversorger eine Preisgarantie für die nächsten 12 oder 24 Monate? So sind Sie sicher, dass sich Ihre Gaspreise während der Vertragslaufzeit nicht erhöhen.
  2. Möchten Sie „grünes“ Gas oder konventionelles Erdgas? Hier gibt es deutliche Preisunterschiede.
  3. Gilt der günstige Preis nur, wenn Sie im Voraus bezahlen, oder können Sie bequeme monatliche Abschläge nutzen?
  4. Erhalten Sie einen Bonus für den Wechsel und lohnt sich dieser Bonus überhaupt für Sie?
  5. Haben Sie ein gutes Angebot gefunden, sollten Sie Ihren Gasanbieter wechseln. Achten Sie darauf, sich nicht mehr als 12 Monate an den Anbieter zu binden. So haben Sie die Möglichkeit, sich nach einem Jahr erneut nach einem günstigeren Gasversorger umzusehen.

Haben Sie ein gutes Angebot gefunden, sollten Sie Ihren Gasanbieter wechseln. Achten Sie darauf, sich nicht mehr als 12 Monate an den Anbieter zu binden. So haben Sie die Möglichkeit, sich nach einem Jahr erneut nach einem günstigeren Gasversorger umzusehen.

Gut zu wissen: Auch ein Gasanbieterwechsel schützt langfristig nicht vor steigenden Gaskosten. Zukunftssicherheit bietet nur der Wechsel auf ein fossilfreies Heizsystem wie die Wärmepumpe. So machen Sie sich unabhängig von Gaskonzernen und schwankenden Gaspreisen.

  • Sparsamer heizen

Es gibt einfache Möglichkeiten, um die Heizkosten zu senken:

  1. Lüften Sie im Winter nur stoßweise. Kurzes Lüften bei weit geöffneten Fenstern ist besser als dauerhaft angekippte Fenster.
  2. Beheizen Sie nur die Räume mit der gewünschten Raumtemperatur, in denen Sie sich aufhalten.
  3. Nutzen Sie die Nachtabsenkung Ihrer Heizungsanlage.
  4. Tragen Sie im Winter lieber dicke Socken und einen Pullover, anstatt die Wohnräume zu überhitzen.
    Tipp: Wer seine Räume nicht zu warm beheizt, profitiert von einem besseren Raumklima, da zum einen weniger Staub aufgewirbelt wird und zum anderen die Raumluft nicht so stark austrocknet.

Gut zu wissen: Wechseln Sie von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe, sparen Sie automatisch Betriebskosten ein, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Grund dafür ist die effiziente Betriebsweise der Wärmepumpe.

  • Heizung tauschen

Die effektivste Alternative, um steigende Gaspreise zu vermeiden und unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden, ist die Abkehr von Gas. Wenn Sie bspw. von Ihrer Gasheizung auf eine Wärmepumpe umsteigen, sparen Sie auch im Bestandsbau durchschnittlich 800 € Ihrer Heizkosten. Kombinieren Sie die Wärmepumpe mit einem intelligenten Energiemanager (HEMS), erhöhen Sie die Ersparnis auf bis zu 1.100 €.

Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe beträgt durchschnittlich 400 %. Das bedeutet, dass sie aus 1 kWh Strom ca. 4 kWh Wärme erzeugt. Damit liegt die Wärmepumpe deutlich über der Gasheizung, die einen Wirkungsgrad von ca. 90 % erzielt.

Der Heizungstausch ist dank der hohen staatlichen Förderung sehr attraktiv: Die Wärmepumpe wird mit bis zu 70 % gefördert! Aufgrund dieser Zuschüsse ist die Wärmepumpe in der Anschaffung oft nicht mehr teurer als eine neue Gasheizung.

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Gaspreise aktuell: Fazit

Wer eine Gasheizung nutzt, blickt immer wieder auf die aktuellen Gaspreise. Sowohl die Weltlage als auch die Preispolitik der Gasversorger haben Einfluss auf die Gaspreisentwicklung. Als Verbraucher sind Sie somit stark abhängig von externen Faktoren. Aus diesem Grund und aufgrund der aktuellen Rekordförderung von bis zu 70 % ist der Zeitpunkt zum Umstieg auf die Wärmepumpe nie günstiger gewesen.

Durch den Kauf einer Wärmepumpe sparen Sie nicht nur Heizkosten, sondern Sie heizen zukunftssicher und konform mit den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Außerdem reduzieren Sie Ihre CO₂-Emissionen mit der Wärmepumpe auf ein Minimum.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der aktuelle Gaspreis pro kWh?

Der aktuelle Gaspreis beträgt im Durchschnitt 12 Cent pro kWh. Die tatsächlichen Kosten hängen jedoch stark vom gewählten Vertrag ab, wobei die Grundversorgung in der Regel teurer ist als Tarife für Neukunden.

Wie setzt sich der Gaspreis in Deutschland zusammen?

Der Gaspreis setzt sich im Wesentlichen aus vier Komponenten zusammen, die die Endkosten für Verbraucher bestimmen:

  • Netzentgelte und Steuern: Machen rund 48 % des Gesamtpreises aus.
  • Beschaffungskosten: Der Einkauf am Weltmarkt beansprucht etwa 45 bis 47 %.
  • CO₂-Preis: Etwa 10 % entfallen auf die staatliche CO₂-Abgabe für fossile Brennstoffe.
  • Preispolitik: Die individuelle Gestaltung der Gasanbieter sowie die gewählte Vertragsart beeinflussen den Preis zusätzlich.
Was kostet die CO₂-Abgabe bei einem Gasverbrauch von 20.000 kWh?

Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh belaufen sich die jährlichen Mehrkosten durch die CO₂-Abgabe im Jahr 2026 auf durchschnittlich 280 . Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung der Heizkosten um ca. 40 €.

Wie viel Heizkosten spart eine Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung?

Durch den Wechsel von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe lassen sich im Bestandsbau durchschnittlich 800  Heizkosten pro Jahr einsparen. In Kombination mit einem intelligenten Energiemanagementsystem (HEMS) kann die jährliche Ersparnis auf bis zu 1.100 € steigen.

Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe beim Heizungstausch?

Der Staat unterstützt den Umstieg auf eine Wärmepumpe mit einer Förderung von bis zu 70 %. Durch diese hohen Zuschüsse sind die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe oft vergleichbar mit denen einer neuen Gasheizung.

Wir erleichtern Ihnen den Umstieg auf die Wärmepumpe

Sie möchten auf ein zukunftssicheres Heizsystem umsteigen? Mit thermondo haben Sie den passenden Partner für Ihren Wechsel zur Wärmepumpe. Nach einer kompetenten Beratung, an deren Ende Sie ein Festpreisangebot erhalten, kümmern wir uns um alle notwendigen Schritte für eine reibungslose Umrüstung Ihrer Gasheizung auf die Wärmepumpe. Das beinhaltet auch jegliche Kommunikation und Planung sowie die Installation durch unsere Meisterteams.

Außerdem bieten wir Ihnen mit unserem Fördermittelservice Unterstützung bei der Beantragung von Förderungen. So erhalten Sie die Förderung, die Ihnen laut BEG für Ihre Heizungssanierung zusteht.

Nutzen Sie jetzt unseren Heizungsplaner und erhalten Sie einen zeitnahen Rückruf zur Vereinbarung Ihres ersten Beratungsgesprächs per Telefon oder bei Ihnen vor Ort.

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Bild von Pia Marie Oppermann, Fachredakteurin Pia ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.