Wie hoch ist der aktuelle Gaspreis?
Der aktuelle Gaspreis liegt bei durchschnittlich 12 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Wie hoch der genaue Preis ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. sind Neukundenpreise meist günstiger und die Grundversorgung teurer. Aktuelle geopolitische Konflikte verschärfen die Situation wieder und belasten Kunden.
Wie hat sich der Gaspreis zuletzt entwickelt?
Nach dem Gaspreisschock 2022 haben Bundesregierung und EU zahlreiche Maßnahmen gestartet, um die Gaspreise für die Endkunden sowie die Industrie wieder zu senken.
Verträge mit neuen Gaslieferanten wie Usbekistan und Aserbaidschan wurden geschlossen, neue LNG-Terminals in Deutschland gebaut und die Liefermenge von Partnern wie Norwegen und den Niederlanden erhöht.
Trotz der Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung im April 2024 war der Gaspreis zunächst auf einem vermeintlich stabilen Niveau. Nachdem er seit Frühjahr 2025 langsam, aber stetig gesunken ist, steigt er aktuell durch den Einfluss internationaler Konflikte wieder an.
Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?
- Netzentgelt und Steuern: In puncto Gaspreisentwicklung machen diese beiden Komponenten rund 48 % des Gaspreises in Deutschland aus. Besonders die erneute Erhöhung der Gasnetzentgelte 2025 sowie 2026 sorgte nicht nur bei Verbrauchern, sondern auch medial für Aufsehen. Insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahr die aktuellen Kosten für Steuern und Umlagen zurückgegangen, da die Gasspeicherumlage entfallen und die Mehrwertsteuerbelastung zurückgegangen ist.
- CO₂-Preis: Etwa 10 % des Gaspreises gehen auf den CO₂-Preis zurück. Seit 2021 erhebt der Bund eine CO₂-Steuer für fossile Brennstoffe. Diese ist pro Tonne CO₂ festgelegt und stieg bis 2026 kontinuierlich an. Aktuell liegt der CO₂-Preis in einem Korridor zwischen 55 und 65 € und ergibt sich marktabhängig aus Angebot und Nachfrage.
Beispiel: Für eine Familie mit einem Gasverbrauch von 20.000 kWh steigen die Heizkosten 2026 um 40 € gegenüber dem Vorjahr. Damit summieren sich die Mehrkosten durch die CO₂-Abgabe bei diesem Verbrauch auf 280 € jährlich. - Beschaffungskosten: Der Gaspreis besteht zu etwa 45–47 % aus den Beschaffungskosten. Damit sind die Kosten der Konditionen gemeint, zu denen die Gasversorger Erdgas oder Flüssiggas auf dem Weltmarkt einkaufen.
- Preispolitik der Gasversorger: Der Gaspreis wird zusätzlich von Angebot und Nachfrage sowie der Preisgestaltung der Gasanbieter mitbestimmt.
- Vertragsart: Wie viel Sie aktuell für den Betrieb Ihrer Gasheizung bezahlen, hängt auch davon ab, welchen Gasvertrag Sie abgeschlossen haben. So bieten z. B. längere Laufzeiten zwar Preissicherheit, doch bei sinkenden Gaspreisen zahlen Sie am Ende drauf.
Was kann ich bei steigenden Gaspreisen tun?
Wenn Gaspreise steigen, müssen Sie als Verbraucher nicht tatenlos zusehen, sondern Sie haben verschiedene Handlungsoptionen:
- Gasanbieter vergleichen und wechseln
Ist der Gaspreis aktuell hoch, kann es sich kurzfristig lohnen, den Gasanbieter zu wechseln. Viele Verbraucher nutzen den Tarif der Grundversorgung, obwohl dieser meist der teuerste auf dem Markt ist.
Wenn Sie Gaspreise vergleichen, sollten Sie auf verschiedene Aspekte achten:
- Gibt der Gasversorger eine Preisgarantie für die nächsten 12 oder 24 Monate? So sind Sie sicher, dass sich Ihre Gaspreise während der Vertragslaufzeit nicht erhöhen.
- Möchten Sie „grünes“ Gas oder konventionelles Erdgas? Hier gibt es deutliche Preisunterschiede.
- Gilt der günstige Preis nur, wenn Sie im Voraus bezahlen, oder können Sie bequeme monatliche Abschläge nutzen?
- Erhalten Sie einen Bonus für den Wechsel und lohnt sich dieser Bonus überhaupt für Sie?
- Haben Sie ein gutes Angebot gefunden, sollten Sie Ihren Gasanbieter wechseln. Achten Sie darauf, sich nicht mehr als 12 Monate an den Anbieter zu binden. So haben Sie die Möglichkeit, sich nach einem Jahr erneut nach einem günstigeren Gasversorger umzusehen.
Haben Sie ein gutes Angebot gefunden, sollten Sie Ihren Gasanbieter wechseln. Achten Sie darauf, sich nicht mehr als 12 Monate an den Anbieter zu binden. So haben Sie die Möglichkeit, sich nach einem Jahr erneut nach einem günstigeren Gasversorger umzusehen.
Gut zu wissen: Auch ein Gasanbieterwechsel schützt langfristig nicht vor steigenden Gaskosten. Zukunftssicherheit bietet nur der Wechsel auf ein fossilfreies Heizsystem wie die Wärmepumpe. So machen Sie sich unabhängig von Gaskonzernen und schwankenden Gaspreisen.
- Sparsamer heizen
Es gibt einfache Möglichkeiten, um die Heizkosten zu senken:
- Lüften Sie im Winter nur stoßweise. Kurzes Lüften bei weit geöffneten Fenstern ist besser als dauerhaft angekippte Fenster.
- Beheizen Sie nur die Räume mit der gewünschten Raumtemperatur, in denen Sie sich aufhalten.
- Nutzen Sie die Nachtabsenkung Ihrer Heizungsanlage.
- Tragen Sie im Winter lieber dicke Socken und einen Pullover, anstatt die Wohnräume zu überhitzen.
Tipp: Wer seine Räume nicht zu warm beheizt, profitiert von einem besseren Raumklima, da zum einen weniger Staub aufgewirbelt wird und zum anderen die Raumluft nicht so stark austrocknet.
Gut zu wissen: Wechseln Sie von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe, sparen Sie automatisch Betriebskosten ein, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Grund dafür ist die effiziente Betriebsweise der Wärmepumpe.
- Heizung tauschen
Die effektivste Alternative, um steigende Gaspreise zu vermeiden und unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden, ist die Abkehr von Gas. Wenn Sie bspw. von Ihrer Gasheizung auf eine Wärmepumpe umsteigen, sparen Sie auch im Bestandsbau durchschnittlich 800 € Ihrer Heizkosten. Kombinieren Sie die Wärmepumpe mit einem intelligenten Energiemanager (HEMS), erhöhen Sie die Ersparnis auf bis zu 1.100 €.
Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe beträgt durchschnittlich 400 %. Das bedeutet, dass sie aus 1 kWh Strom ca. 4 kWh Wärme erzeugt. Damit liegt die Wärmepumpe deutlich über der Gasheizung, die einen Wirkungsgrad von ca. 90 % erzielt.
Der Heizungstausch ist dank der hohen staatlichen Förderung sehr attraktiv: Die Wärmepumpe wird mit bis zu 70 % gefördert! Aufgrund dieser Zuschüsse ist die Wärmepumpe in der Anschaffung oft nicht mehr teurer als eine neue Gasheizung.
Gaspreise aktuell: Fazit
Wer eine Gasheizung nutzt, blickt immer wieder auf die aktuellen Gaspreise. Sowohl die Weltlage als auch die Preispolitik der Gasversorger haben Einfluss auf die Gaspreisentwicklung. Als Verbraucher sind Sie somit stark abhängig von externen Faktoren. Aus diesem Grund und aufgrund der aktuellen Rekordförderung von bis zu 70 % ist der Zeitpunkt zum Umstieg auf die Wärmepumpe nie günstiger gewesen.
Durch den Kauf einer Wärmepumpe sparen Sie nicht nur Heizkosten, sondern Sie heizen zukunftssicher und konform mit den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Außerdem reduzieren Sie Ihre CO₂-Emissionen mit der Wärmepumpe auf ein Minimum.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Wir erleichtern Ihnen den Umstieg auf die Wärmepumpe
Sie möchten auf ein zukunftssicheres Heizsystem umsteigen? Mit thermondo haben Sie den passenden Partner für Ihren Wechsel zur Wärmepumpe. Nach einer kompetenten Beratung, an deren Ende Sie ein Festpreisangebot erhalten, kümmern wir uns um alle notwendigen Schritte für eine reibungslose Umrüstung Ihrer Gasheizung auf die Wärmepumpe. Das beinhaltet auch jegliche Kommunikation und Planung sowie die Installation durch unsere Meisterteams.
Außerdem bieten wir Ihnen mit unserem Fördermittelservice Unterstützung bei der Beantragung von Förderungen. So erhalten Sie die Förderung, die Ihnen laut BEG für Ihre Heizungssanierung zusteht.
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Pia ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.