Gasverbrauch berechnen: So können Sie Ihre Gaskosten selbst ermitteln
Ein Artikel von Pia Marie Oppermann | Zuletzt aktualisiert am: 27.09.2026
Gasverbrauch berechnen: Diese Umrechnungsformel können Sie anwenden
Verbraucher mit einer Gasheizung haben sicher schon einmal festgestellt, dass auf ihrer Gasrechnung der Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) angegeben wird. Der Wärmezähler hingegen verwendet jedoch die Einheit Kubikmeter (m³). Das liegt daran, dass die Mengen von gasförmigen Stoffen wie Erdgas in Volumeneinheiten gemessen werden.
Damit Sie Ihren Gasverbrauch berechnen können, gibt es eine einfache Umrechnungsformel. Dazu benötigen Sie neben der verbrauchten Menge in Kubikmetern den Brennwert und die Zustandszahl. Diese Zahlen können Sie in der Regel Ihrer Gasrechnung entnehmen.
Um auf der Basis Ihres Gaszählers den Gasverbrauch zu berechnen, können Sie folgende Formel anwenden: Gasverbrauch in kWh = Gasverbrauch in m³ × Brennwert in kWh/m³ × Zustandszahl
Beispiel: Ihr Gasverbrauch liegt laut Ihrem Gaszähler bei rund 2.100 m³. Der Brennwert beträgt 10 kWh/m³ und die Zustandszahl 0,95.
Rechnung: 2.100 m³ × 10 kWh/m³ × 0,95 = 19.950 kWh
Ergebnis: Ihr Gasverbrauch in Kilowattstunden beträgt demnach 19.950 kWh.
Gut zu wissen: Einige Gasanbieter weisen Brennwert und Zustandszahl nicht mehr gesondert in der Rechnung aus, sondern nur noch einen Faktor aus beiden Werten. Bei ungewöhnlichen Abweichungen sollte man sich an Gasanbieter oder Netzbetreiber wenden und Brennwert und Zustandszahl erfragen.
Festpreisangebot in nur 2 Minuten anfragen
Für welchen Gebäudetyp benötigen Sie eine neue Heizung?
Gasverbrauch berechnen: Die Faktoren der Umrechnung verstehen
Vielen Verbrauchern sind die Begriffe wie Brennwert und Zustandszahl nicht geläufig, obwohl beides wichtige Faktoren sind, wenn Sie Ihren Gasverbrauch berechnen wollen. Was genau sind also Brennwert und Zustandszahl?
Gasverbrauch berechnen: Das sagt der Brennwert aus
Um den Gasverbrauch berechnen zu können, ist neben der Menge des verbrauchten Gases auch der Brennwert erforderlich. Der Wert bezeichnet die Wärmeenergie, die durch Verbrennung und Kondensation des Wasserdampfs von 1 kg Brennstoff entsteht.
Dieser Wert ist für die Berechnung wichtig, da das gelieferte Erdgas je nach Förderstelle eine unterschiedliche Qualität aufweist.
Grundsätzlich handelt es sich beim Brennwert also um ein Qualitätsmerkmal, das angibt, welche Energie bzw. Leistung das jeweilige Erdgas pro Kubikmeter liefert. Das bedeutet, dass Erdgas umso mehr Energie liefert, je höher der Brennwert ausfällt. Angegeben wird der Brennwert in Kilowattstunden pro Kubikmeter (kWh/m³).
Gasverbrauch berechnen: Das bedeutet die Zustandszahl
Um den Gasverbrauch berechnen zu können, wird zusätzlich zur Menge des verbrauchten Gases und dem Brennwert auch die sogenannte Zustandszahl benötigt. Diese gibt das Verhältnis des Gasvolumens in einem vorab festgelegten Normzustand zum Erdgasvolumen im Betriebszustand an.
Bei der Gasabnahme herrschen unterschiedliche Temperaturen und ein anderer Druck, die sich auf das Volumen des gelieferten Gases auswirken. Mithilfe der Zustandszahl werden diese lokalen Einflüsse in der Rechnung berücksichtigt. Bezogen wird sich dabei immer auf den Normzustand von 0 °C und einem Druck von rund 1 bar.
Der durchschnittliche Gasverbrauch im Einfamilienhaus liegt bei rund 14 m³/m² Wohnfläche für die Heizung. Wird das Warmwasser ebenfalls mit Gas aufbereitet, geht man in Deutschland von einem Gasverbrauch von rund 16 m³/m² Wohnfläche aus.
Bei einer Schätzung anhand der Wohnfläche wird mit einem gerundeten Faktor aus Brennwert und Zustandszahl von 10 gerechnet. Um anhand der Wohnfläche Ihren Gasverbrauch berechnen zu können, müssen Sie den Durchschnittswert mit der Quadratmeterzahl multiplizieren.
- Durchschnittlicher Gasverbrauch ohne Warmwasser: 14 m³/m² bzw. 140 kWh/m²
- Durchschnittlicher Gasverbrauch mit Warmwasser: 16 m³/m² bzw. 160 kWh/m²
Gut zu wissen: Die durchschnittlichen Verbrauchswerte haben sich in Deutschland als Orientierungswerte etabliert. Die tatsächlichen Werte können davon jedoch stark abweichen, da viele Einflussfaktoren auf den Verbrauch eines Hauses einwirken.
Sind thermondo Teams in Ihrer Nähe verfügbar?
Mit Eingabe Ihrer Postleitzahl finden Sie bequem heraus, ob wir auch in Ihrer Nähe aktiv sind.
Fazit: Ist Ihr Gasverbrauch zu hoch, bringt ein Heizungswechsel enorme Ersparnisse
Um die Heizkosten Ihrer Gasheizung zu ermitteln, sollten Sie den Gasverbrauch berechnen können. Dabei ist es sinnvoll, wenn Sie nachvollziehen können, wie sich die Verbrauchsberechnung zusammensetzt.
Ist Ihr Gasverbrauch zu hoch oder Ihre Gasheizung älter als 15 Jahre, sollten Sie über einen Heizungswechsel nachdenken. Durch den Umstieg von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe machen Sie sich unabhängig von schwankenden Gaspreisen, bspw. durch internationale Konflikte ausgelöst, und schützen sich vor steigenden CO₂-Kosten.
Da Wärmepumpen mit Strom anstelle von fossilen Brennstoffen betrieben werden, verursachen sie keine direkten CO₂-Emissionen. Daher sind sie weder jetzt noch zukünftig von der CO₂‑Steuer betroffen.
Wärmepumpen sind im Durchschnitt ca. 4-mal effizienter als Gasheizungen. Während eine Gasheizung einen Wirkungsgrad von etwa 0,9 aufweist – also aus 1 kWh Gas ca. 0,9 kWh Wärme erzeugt –, beträgt der Wirkungsgrad der Wärmepumpe durchschnittlich 3,4. Dementsprechend wandelt sie 1 kWh Strom in ca. 3,4 kWh Wärmeenergie um.
So sparen Sie mit der Wärmepumpe durchschnittlich 730 € Ihrer Heizkosten. Kombinieren Sie Ihre Wärmepumpe mit einem intelligenten Energiemanager (HEMS) wie thermondo smart, erhöhen Sie die Ersparnis auf bis zu 1.130 € im Jahr.
Zudem wird der Wechsel von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe staatlich mit bis zu 80 % bezuschusst. Damit sind Wärmepumpen bereits ab 8.700 € erhältlich und nicht mehr teurer als eine neue Gasheizung.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Um den Gasverbrauch in Kilowattstunden zu berechnen, multiplizieren Sie die verbrauchten Kubikmeter mit dem Brennwert und der Zustandszahl. Diese Werte finden Sie in der Regel auf Ihrer letzten Gasrechnung. Die Formel lautet:
Gasverbrauch in kWh = Gasverbrauch in m³ x Brennwert x Zustandszahl.
Der Hauptunterschied liegt im Methan-Anteil und dem daraus resultierenden Brennwert, der die Energiequalität des Erdgases bestimmt.
- L-Gas (Low-Gas) hat einen Methan-Anteil von 80–87 % und einen niedrigeren Brennwert zwischen 8 und 10.
- H-Gas (High-Gas) weist einen Methan-Anteil von bis zu 99 % und einen höheren Brennwert zwischen 10 und 12 auf.
Der durchschnittliche Gasverbrauch liegt in Deutschland bei durchschnittlich 14 m³ pro Quadratmeter Wohnfläche für die reine Heizungsnutzung. Wenn das Warmwasser ebenfalls über die Gasheizung aufbereitet wird, steigt der Orientierungswert auf durchschnittlich 16 m³ pro Quadratmeter.
Die Zustandszahl ist notwendig, um das gemessene Gasvolumen vom Betriebszustand am Zähler in einen vergleichbaren Normzustand umzurechnen. Da Temperatur und Druck am lokalen Hausanschluss schwanken, beeinflusst dies das Volumen des Erdgases. Die Zustandszahl gleicht diese lokalen Einflüsse aus, bezogen auf einen Normzustand von 0 °C und einen Druck von 1 bar.
Ist Ihr Gasverbrauch zu hoch, sollten Sie über den Wechsel zur Wärmepumpe nachdenken. Wärmepumpen werden mit Strom betrieben. Durch den Umstieg machen Sie sich unabhängig von Gaskonzernen und steigenden Gas- sowie CO₂-Preisen.
Lohnt sich eine Wärmepumpe für Ihr Haus?
Mit thermondo auf die Wärmepumpe wechseln und Heizkosten sparen
Sie möchten von Ihrer alten Gasheizung auf die Wärmepumpe umsteigen? Dann sind wir der richtige Partner an Ihrer Seite.
Im Rahmen unseres Wärmepumpen-Komplettpakets erhalten Sie von der Beratung und Planung bis zur fertigen Installation alles aus einer Hand. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und lassen Sie sich ein kostenloses und unverbindliches Festpreisangebot erstellen.
Wärmepumpe ab 8.700 € nach Förderung
Sie haben Fragen zu einem möglichen Heizungswechsel? Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und wir melden uns zeitnah bei Ihnen.

Pia ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.
Weitere Artikel zum Thema Heizen mit Gas
Gasheizung 2026: Kosten, Regeln und lohnt sie sich noch?
Die Zeiten ändern sich – und mit ihnen die Anforderungen an unser Heizverhalten. Angesichts enorm steigender Gaspreise wird die Bezahlbarkeit einer Gasheizung zu einer größer werdenden Herausforderung. In diesem Artikel erfahren Sie, warum sich der Kauf einer neuen Gasheizung 2026 nicht mehr lohnt und wieso die Wärmepumpe die sinnvollste Alternative bietet.
Gas sparen: Mit diesen einfachen Tipps senken Sie Ihren Gasverbrauch
Wer langfristig Gas sparen möchte, besitzt im besten Fall ein modernes Heizsystem, das Erneuerbare Energien nutzt. Doch auch mit einer bestehenden Gasheizung lässt sich der Gasverbrauch durch entsprechende Optimierungen senken. Wir zeigen Ihnen, was Sie tun können.
Gasverbrauch im Einfamilienhaus: Wie viel ist normal?
Kennen Sie den Gasverbrauch für Ihr Einfamilienhaus? Wissen Sie auch, ob er zu hoch ist oder nicht? Wir haben nicht nur die Vergleichswerte für Sie, sondern auch Tipps, wie Sie Ihren Gasverbrauch senken und Kosten sparen.