So funktioniert die Gasheizung: Arten & Unterschiede kurz erklärt
Ein Artikel von Pia Marie Oppermann | Zuletzt aktualisiert am: 27.09.2026
Wie funktioniert eine Gasheizung?
Eine Gasheizung erzeugt Heizwärme durch die Verbrennung von Erdgas in einem Gasbrenner. Die bei der Verbrennung freigesetzte Wärme wird über einen Wärmetauscher an das Heizungswasser abgegeben und über das Rohrsystem des Gebäudes im Haus verteilt.
Die Wärmeerzeugung verläuft in diesen Schritten:
- Heizungsregelung: Die Heizungsregelung wird über die Thermostate oder die außentemperatur- bzw. raumtemperaturgeführte Heizungssteuerung aktiviert und meldet Wärmebedarf.
- Gasverbrennung im Brenner: Durch Unterdruck in den Gasleitungen wird Gas in den Gasbrenner gepumpt, wo es entzündet und verbrannt wird.
- Erwärmung im Wärmetauscher: Die Verbrennungshitze wird über einen Wärmetauscher geleitet, der sie an das Heizungswasser weitergibt.
- Zirkulation des Heizungswassers: Das erhitzte Wasser wird mithilfe der Umwälzpumpe an die Heizkörper weitergeleitet. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser über den Rücklauf zurück zum Kessel, wo es erneut erhitzt werden kann.
Gut zu wissen: Ein zusätzliches Ausdehnungsgefäß sorgt für den nötigen Druckausgleich in den Heizleitungen, da das Wasser durch Erwärmung und Abkühlung in den Rohren sein Volumen verändert.
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Was sind die Unterschiede zwischen Brennwerttechnik und einem Heizwertgerät?
Während ein Heizwertgerät nur die direkte Wärmeenergie aus der Verbrennung des Gases nutzt, verwertet eine Gasheizung mit Brennwerttechnik auch die Kondensationswärme aus den Abgasen.
Bei einer Gasheizung mit Brennwerttechnik wird durch die Wiederverwendung der Abgaswärme ein größerer Teil des Brennstoffs in nutzbare Wärmeenergie umgewandelt als bei einem Heizwertgerät.
Da bei herkömmlicher Heizwerttechnik die Wärmeenergie der Abgase ungenutzt an die Umwelt abgegeben wird, haben Heizwertgeräte einen höheren Wärmeverlust sowie einen höheren Gasverbrauch als Gasheizungen mit Brennwerttechnik. Dadurch erzielt Brennwerttechnik im Vergleich höhere Wirkungsgrade.
Gasheizung Funktion: Welche Aufgabe hat der zweite Wärmetauscher bei der Brennwerttechnik?
Der zweite Wärmetauscher bei einer Gasheizung mit Brennwerttechnik ist für deren höhere Effizienz im Vergleich mit Heizwertgeräten verantwortlich. Die bei der Verbrennung des Gases entstehenden Abgase steigen zum zweiten Wärmetauscher auf und dieser entzieht ihnen Wärme.
Dadurch wird das Rücklaufwasser auf dem Weg zum Gasbrenner bereits vorgewärmt. Der Brenner benötigt durch das vorgewärmte Wasser weniger Energie, um es erneut auf die benötigte Vorlauftemperatur zu erhitzen.
| Wirkungsgrad in % | Wärmeverlust in % | Abgastemperatur in °C | |
|---|---|---|---|
| Konstanttemperaturkessel | 65–70 | 30–35 | 160–180 |
| Niedertemperaturkessel | 80–89 | 11–20 | 160–180 |
| Gas-Brennwertkessel | 90–95 | 5–10 | 40–50 |
Funktion Gas-Brennwertkessel, Kompakttherme, Kombitherme: Welche Unterschiede gibt es?
Das Funktionsprinzip ist bei allen Gasheizungsarten gleich. Sie unterscheiden sich lediglich bezüglich ihrer Leistung und ihrer Art der Warmwassererzeugung.
Die Gasheizungsarten im direkten Vergleich
| Gas-Brennwertkessel | Kombitherme | Gas-Kompakttherme | |
|---|---|---|---|
| Aufstellung | bodenstehend | wandhängend | wandhängend |
| Leistung | hohe Warmwasser-und Wärmeleistung | geringe Warmwasserleistung | hohe Warmwasser- und Wärmeleistung |
| Warmwasserversorgung | interner Speicher, externer Speicher | Durchlauferhitzer | interner Speicher |
| Geeigneter Gebäudetyp | Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser | Etagenwohnung, kleine Einfamilienhäuser | Etagenwohnung, Ein- und Zweifamilienhäuser |
Gasheizung Funktion: Gibt es eine wirtschaftlichere Alternative?
Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Es hat das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzt. Neu eingebaute Gasheizungen müssen mit dem neuen Heizungsgesetz also nicht mehr zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden.
Ein Verbot fossiler Heizungen enthält das GModG zwar nicht und lässt Ihnen auf dem Papier bei der Wahl Ihres Heizsystems freie Hand. Kostenfrei ist diese Freiheit aber nicht: Experten warnen vor den hohen Mehrkosten, die eine neue Gasheizung über die Jahre verursacht. Neben der steigenden CO₂‑Steuer und den steigenden Netzentgelten wird vor allem die sogenannte Bio-Treppe, die einen schrittweise steigenden Anteil Biobrennstoffe vorsieht, für eine Kostensteigerung sorgen.
Eine Berechnung des Fraunhofer-Instituts hat ergeben, dass eine neu eingebaute Gasheizung in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus über eine Lebensdauer von 19 Jahren Mehrkosten von über 23.700 € gegenüber einem fossilfreien Heizsystem wie der Wärmepumpe verursachen kann.
Quellen:
Fraunhofer ISI, Berechnungen: Mit geplantem Gebäudemodernisierungsgesetz gehen Heizkosten durch die Decke (zuletzt abgerufen am 18.06.2026)
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Die Gründe für die hohen Mehrkosten durch Gasheizungen sind:
- Wirkungsgrad: Gasheizungen sind verglichen mit Wärmepumpen das deutlich ineffizientere Heizsystem. Während eine Gasheizung einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 0,9 hat, ist der Wirkungsgrad der Wärmepumpe ca. 4-mal so hoch.
Dadurch ist die Wärmepumpe im Betrieb günstiger – auch im Altbau und ohne Fußbodenheizung.
- Bio-Treppe: Wer seine Gasheizung nach dem 29. Juli 2026 neu einbaut, muss ab 2029 einen steigenden Anteil grüner Brennstoffe nutzen (10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035 und 60 % ab 2040). Dazu gehören Biomethan oder grüner, blauer, orangener und türkiser Wasserstoff, die bislang aber teuer und knapp sind.
- Grüngasquote: Neben der Bio-Treppe soll eine Grüngas- und Grünheizölquote kommen. Gas- und Öllieferanten sollen ihre Brennstoffe für die Gebäudewärme schrittweise und bis 2045 vollständig auf klimaneutrale Alternativen umstellen. Die Mehrkosten dafür landen beim Endkunden – also bei Ihnen.
- CO₂-Preis: Da durch die Verbrennung von Gas CO₂-Emissionen verursacht werden, besteht der Gaspreis teilweise aus der sog. CO₂-Steuer.
Ab 2028 wird der CO₂-Preis nicht länger gesetzlich festgelegt, sondern bildet sich durch die Ausweitung des Emissionshandels auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr frei am Markt. Experten halten bis zu 300 €/t CO₂ für möglich.
- Netzentgelte: Als Netzentgelte werden die Fixkosten des Gasnetzes bezeichnet, die den Ausbau, die Wartung und den Betrieb der Netzinfrastruktur abdecken. Diese werden anteilig von allen Gaskunden über den Gaspreis gezahlt.
Da immer mehr Menschen auf fossilfreie Heizsysteme umsteigen, erhöhen sich die Kosten für die verbleibenden Haushalte fortschreitend.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema
Eine Gasheizung erzeugt Heizwärme durch die Verbrennung von Erdgas in einem Gasbrenner. Die Heizungsregelung meldet über die Thermostate oder die außentemperatur- bzw. raumtemperaturgeführte Heizungssteuerung ein Signal, woraufhin Gas in den Brenner gepumpt und dort entzündet wird. Die Verbrennungshitze wird über einen Wärmetauscher geleitet, der sie an das Heizungswasser übergibt, welches anschließend per Umwälzpumpe zu den Heizkörpern geleitet wird.
Diese Komponenten der Gasheizung steuern die Zirkulation und den physischen Zustand des Heizungswassers im System.
- Umwälzpumpe: Regelt den Transport des warmen Wassers zu den Heizkörpern und leitet das abgekühlte Wasser zum Kessel zurück.
- Ausdehnungsgefäß: Sorgt für den Druckausgleich, da Wasser sein Volumen verändert, wenn es sich erwärmt oder abkühlt.
Ohne diese Bauteile käme es zu Fehlfunktionen im Wärmekreislauf oder zu Schäden an den Heizleitungen durch Überdruck.
Eine Gasheizung mit Brennwerttechnik nutzt neben der direkten Verbrennungshitze zusätzlich die Kondensationswärme aus den Abgasen. Ein Heizwertgerät gibt diese Energie ungenutzt an die Umwelt ab. Durch die Verwertung der Abgaswärme wird ein größerer Teil des Brennstoffs in nutzbare Energie umgewandelt.
Daraus folgen:
- Höhere Wärmeverluste bei herkömmlichen Heizwertgeräten (10–35 %)
- Höhere Wirkungsgrade bei der Brennwerttechnik (90–95 %)
Der zweite Wärmetauscher bei der Gas-Brennwerttechnik entzieht den bei der Verbrennung entstehenden Abgasen Kondensationswärme, um die Effizienz des Heizsystems zu steigern. Dadurch wird das Rücklaufwasser auf dem Weg zum Brenner bereits vorgewärmt. Der Gasbrenner benötigt dadurch im Anschluss weniger Energie, um das Wasser wieder auf die erforderliche Vorlauftemperatur zu erhitzen.
Eine neu eingebaute Gasheizung wird in Zukunft durch steigende Betriebskosten und gesetzliche Vorgaben zu einem unkalkulierbaren finanziellen Risiko für Verbraucher. Laut Berechnungen des Fraunhofer-Instituts entstehen im Einfamilienhaus über eine Lebensdauer von 19 Jahren potenziell Mehrkosten von über 23.700 € im Vergleich zu einer Wärmepumpe. Die wesentlichen Preistreiber sind:
- Die Bio-Treppe des GModG: Sie schreibt für Gasheizungen, die seit dem 29. Juli 2026 neu eingebaut werden, ab 2029 einen steigenden Anteil grüner Brennstoffe vor – von 10 % ab 2029 auf 60 % ab 2040. Diese Brennstoffe sind teuer und nur knapp verfügbar.
- Der CO₂-Preis, der sich ab 2028 frei am Markt bildet und laut Experten auf bis zu 300 €/t CO₂ steigen kann.
- Steigende Netzentgelte für die Gasinfrastruktur, da sich die Fixkosten auf immer weniger verbleibende Gaskunden verteilen.
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Unsere Lieblingsbewertungen
23.10.2026
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Thermondo hat die aufwendige Installation innerhalb von 4 Tagen abgeschlossen. Alles funktionierte, jetzt schon 2 Jahre lang. Ich kann Thermondo sehr empfehlen.
Harald Guse
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Ralph Kirchheim
22.10.2026
Gut geplante Installation bei allen 3…
Gut geplante Installation bei allen 3 Schritten: Fundamentarbeiten, Elektronische Arbeiten und Demontage und Installation der Heizung bzw. der Wärmepumpe. Monteure alle kompetent, zuverlässig und freundlich. Der Kundenberater ist ebenfalls als kompetent und freundlich zu bewerten. Spannend wird nun wie die Betreuung in der Zukunft aussieht falls ein Problem aufgetreten ist. Lassen wir uns überraschen.
HANS-JOACHIM PFEUFFER
21.10.2026
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Thermondo hat sich um alles gekümmert. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und kompetent. Die Installation erfolgte problemlos.
Dieter Schütte
21.10.2026
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Der von Thermondo organisierte Demontagebetrieb für die Entfernung unserer Öltanks war 1A. Die Entfernung erfolgte rückstandslos. Die beteiligten Montageteams von Thermondo (Elektro, Fundament/Hauswand und Installation) erledigten ihre Gewerke gemäß ihren Vorgaben professionell. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen. Wenn ein anberaumtes Gewerk an einem bestimmten Tag nicht termingerecht begonnen wird, darf man sich nicht nervös machen lassen, das hat dann meist seinen Grund ( so bei uns). Es wird übrigens bei Ankündigung der Termine darauf hingewiesen, das es zu Verschiebungen kommen kann. Der betreffende Handwerker kam am nächsten Tag und wurde auch zum vorgesehenen Zeitpunkt fertig. Der Abschluss der Arbeiten erfolgte jedenfalls termingerecht.
Angeloberto Eremito
20.10.2026
Installation der Wärmepumpe
Die Installation wurde schnell und ordentlich durchgeführt. Die Mitarbeiter waren kompetent und freundlich.
H. Popp
20.10.2026
Kundenorientierung, Termintreue, Ausführungsqualität
Termintreue, Ausführungsqualität und Freundlichkeit des Personals sind sehr überzeugend und vorbildlich. Ein besonderer Dank gilt auch dem Vertrieb für seine kundenorientierte Beratung, seine Geduld und sein Verständnis für unsere Fragen und Belange - speziell ist hier Herr Tiryaki gemeint!
Robert Bitz
19.10.2026
Sehr zu empfehlen was Beratung, Planung und Kommunikation betrifft!
Wir sind derzeit noch in der Planungs- und Datenaufnahmephase mit Thermondo. Bis jetzt ist nur Positives zu berichten. Der Berater ist sehr nett, nimmt sich Zeit, erklärt alles und meldet sich umgehend zurück, sollte er bei einer Kontaktaufnahme mal nicht erreichbar sein. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Aber bis dato ist Thermondo, auch vom Preis-Leistungsverhältnis her gesehen, sehr zu empfehlen.
Andreas
18.10.2026
Begeistert
Bereits das Erstgespräch war sehr angenehm und informativ. Sehr gut fanden wir, daß nach der telefonischen Akquise unmittelbar ein persönliches Treffen mit einem Vertriebsmitarbeiter von Thermondo an der Installationsadresse stattfand und uns durch Herrn Stietzel alle wichtigen Informationen zur Wärmepumpe und PV-Anlage erklärt wurden. Das nachfolgende Angebot, welches wir kurz darauf bestätigt haben, entsprach exakt den besprochenen Inhalten. Besonders wichtig fanden wir für uns, daß die Planung und Installation der Wärmepumpe und PV-Anlage aus einer Hand erfolgen wird und damit die Abstimmung beider Komponenten auf den Bedarf im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten gewährleistet ist. Wir sind bis zum jetzigen Zeitpunkt mit sämtlichen Abläufen sehr zufrieden, fühlen uns sehr gut betreut und freuen uns nun, nach der Feinplanung durch Thermondo, auf die Ausführung der beiden Projekte.
Jochen
Wärmepumpe für Altbau ab 8.700 € nach Förderung!

Pia ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.
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