Der Gasbrenner – das Herzstück der Gasheizung
Ein Artikel von Sebastian Calließ | Zuletzt aktualisiert am: 14.08.2024
Die Aufgabe des Gasbrenners in der Gasheizung
Die zentrale Aufgabe des Gasbrenners ist es, das Gas im Heizkessel so schadstoffarm wie möglich und unter maximaler Energieausbeute zu verbrennen. Je besser ein Gasbrenner arbeitet, desto geringer ist der Brennstoffverbrauch, was wiederum zu geringeren Emissionen und zu geringeren Heizungskosten für den Verbraucher führt. Man muss aber sagen, dass dies seine technischen Limits hat. Daher ist der Ausstieg der Gasheizung festgelegt. Die Wärmepumpe ist beispielsweise eine Heizung, die komplett emissionsfrei heizen kann und circa viermal effizienter als eine Gasheizung ist. Sie ist die Heizung der Zukunft und senkt die Heizkosten im Vergleich zur Gasheizung enorm.
Wärmepumpe: Funktion, Kosten & Förderung 2026
Eine Wärmepumpe ist ein nachhaltiges Heizsystem, das thermische Energie aus der Außenluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich gewinnt und diese unter Einsatz von Strom auf ein höheres Temperaturniveau hebt. Da sie bis zu 75 % der benötigten Energie kostenlos aus der Umwelt bezieht, gilt sie als effizienteste Lösung für die Wärmewende 2026 – sowohl im Neubau als auch in der Sanierung.
Funktionsweise des Gasbrenners
Damit die Verbrennung von Erdgas im Gasbrenner erfolgen kann, wird zunächst Gas über eine Leitung zum Brenner geführt. Ein spezieller Gasdruckregler sorgt dafür, dass das Gas in der gewünschten Menge und mit dem erforderlichen Druck zum Brenner strömt. Gleichzeitig muss ausreichend Sauerstoff vorhanden sein, damit das Gas brennen kann. Deshalb verfügen Heizräume über Lüftungsöffnungen, über die Verbrennungsluft zugeführt wird.
Zum Entzünden des Gas-Luft-Gemischs wird üblicherweise eine sogenannte „Piezo-Zündung“ verwendet. Dabei handelt es sich um einen thermoelektrischen Zündvorgang, der hohe Sicherheit garantiert. Die Entzündung erfolgt mithilfe einer Feder und einem speziellen Kristall. Wird gezündet, schlägt die Feder auf den Kristall. Dadurch wird Spannung zwischen zwei Metallkontakten erzeugt, die einen Funken auslösen, welcher das Gas in Brand setzt.
Sobald der Brenner in Betrieb ist, wird die durch die Verbrennung erzeugte Energie in Wärmeenergie umgewandelt. Hierfür kommt ein Wärmetauscher zum Einsatz. Er nimmt die Wärme auf und erhitzt das Heizungswasser, das über ein Rohrsystem zu den einzelnen Heizkörpern geleitet wird.
Arten von Gasbrennern
Gasbrenner für Gasheizungen lassen sich anhand folgender Merkmale klassifizieren:
- Aufbereitung des Gas-Luft-Gemischs: Sogenannte „Vormischbrenner“ mischen Luft mit Gas vor dem Entzünden der Flamme. Andere Brenner mischen nur teilweise vor der Flamme sowie in der Flamme. Diese Brenner werden „Diffusionsbrenner“ genannt. Wird nur in der Flamme gemischt, handelt es sich um einen katalytischen Brenner.
- Art des Gases: Hier werden z.B. H-Gasbrenner oder Gasbrenner für Flüssiggas unterschieden.
- Höhe des Gasdrucks und Betriebsweise: Bei modernen Gasbrennern wird der Gasdruck vollautomatisch geregelt. Es gibt jedoch auch Brenner mit manueller oder halbautomatischer Gasdruckregelung.
Am wichtigsten ist jedoch die Unterscheidung von Gasbrennern nach Art der Luftaufbereitung. Hier werden atmosphärische Brenner von gebläseunterstützten Brennern, auch Gasgebläsebrenner genannt, unterschieden.
- atmosphärische Gasbrenner: Diese Brenner verwenden für die Verbrennung überwiegend die Luft im Aufstellraum. Da keine weitere Luft zugeführt wird, wird diese Art von Gasbrenner auch „Naturzugbrenner“ genannt. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass die Menge der verfügbaren Verbrennungsluft schwankt.
- Gasgebläsebrenner: Moderne Gasbrenner nutzen ein zusätzliches Gebläse. Dieses führt dem Gasbrenner konstant die notwendige Verbrennungsluft zu. So lässt sich die Sauerstoffmenge optimal regeln, wodurch der Abbrand im Brenner optimiert wird. Das Gas wird dadurch vollständig verbrannt. Der Vorteil besteht in einem höheren Wirkungsgrad als beim atmosphärischen Brenner.
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Fazit: Regelmäßige Wartung ist wichtig
Damit Gasbrenner unabhängig von der Funktionsweise Gas effizient verbrennen, ist eine regelmäßige Wartung wichtig. So können verschmutzte Brenner das einströmende Gas nicht mehr vollständig verbrennen oder sie regeln die Temperatur unnötigerweise zu hoch, um die Verschmutzung kompensieren zu können. Selbst bei niedrigerem Verbrauch mit einer modernen Gasbrennwertheizung ist eine regelmäßige Reinigung des Brenners wichtig, um nicht nur die Emissionen und den Gasverbrauch zu senken, sondern auch die Lebensdauer der Gasheizung zu erhöhen.
FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Gasbrenner
Der Prozess startet damit, dass Gas über einen Druckregler in der exakten Menge zum Brenner geleitet wird. Dort findet die Umwandlung in Wärme statt:
- Ein Luft-Gas-Gemisch wird durch eine Piezo-Zündung (Spannungserzeugung mittels Kristall) entzündet.
- Die entstehende Flamme erhitzt einen Wärmetauscher.
- Das darin befindliche Heizungswasser nimmt die Energie auf und transportiert sie zu den Heizkörpern.
Atmosphärische Brenner ziehen die benötigte Verbrennungsluft allein aus dem Aufstellraum („Naturzug“), was zu Schwankungen in der Luftmenge führen kann. Gasgebläsebrenner hingegen arbeiten technisch fortschrittlicher:
- Ein integriertes Gebläse führt dem Brennvorgang konstant die exakte Menge Sauerstoff zu.
- Dies ermöglicht eine nahezu vollständige Verbrennung des Gases.
- Der Wirkungsgrad ist deutlich höher, was Brennstoff spart und die Umwelt schont.
Ein verschmutzter Brenner kann das einströmende Gas nicht mehr effizient und vollständig verbrennen. Die Folgen einer mangelnden Wartung sind kostspielig und riskant:
- Die Heizung regelt die Temperatur oft unnötig hoch, um Verschmutzungen auszugleichen, was den Gasverbrauch steigert.
- Die Schadstoffemissionen nehmen zu und die Lebensdauer der gesamten Anlage sinkt.
- Nur ein sauberer Brenner garantiert einen sicheren Betrieb und minimale Heizungskosten.
Vormischbrenner bereiten das Gas-Luft-Gemisch bereits vor dem eigentlichen Entzünden der Flamme auf. Diese Technik dient der Optimierung des Abbrandes:
- Im Gegensatz zu Diffusionsbrennern, die erst in der Flamme mischen, wird hier eine gleichmäßigere Verbrennung erzielt.
- Je nach Bauart wird zwischen Teilvormischung und vollständiger Vormischung unterschieden.
- Ziel ist immer eine maximale Energieausbeute bei gleichzeitig geringstem Schadstoffausstoß.
Da der Ausstieg aus fossilen Gasheizungen gesetzlich festgelegt ist, lohnt sich eine Investition in alte Gas-Technologie 2026 in der Regel nicht mehr. Die Wärmepumpe stellt die wirtschaftlichere und nachhaltigere Lösung dar:
- Wärmepumpen arbeiten etwa viermal effizienter als die besten Gasbrenner.
- Sie heizen komplett emissionsfrei und nutzen bis zu 75 % kostenlose Umweltenergie.
- Durch staatliche Förderungen sind Komplettpakete inklusive Installation bereits ab 8.700 € verfügbar.
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Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.
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