Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2021

Förderung der Gasheizung: Welche Fördermöglichkeiten gibt es 2021?

Die Gasbrennwerttechnik liefert eine effiziente Schlüsseltechnologie für den Ausstieg aus der fossilen Heizungstechnik und für den kompletten Umstieg auf eine nachhaltige Wärmeerzeugung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie von der Förderung mit Gasheizung profitieren können.

Gasheizung Fördersatz
Gasheizung mit Brennwerttechnik keine Förderung
Gasheizung "renewable ready" 20 % der Kosten
Gashybridheizung bis zu 45 % der Kosten

Lassen Sie sich zu Ihren Förderansprüchen für eine neue Gasheizung beraten

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Mit der Verabschiedung des Klimapakets im Dezember 2019 hat sich der Fokus der Heizungsförderung verändert. Wurde bisher Gas- und Ölbrennwerttechnik durch die KfW und das Bafa gefördert, fällt ein großer Teil dieser Förderung nun weg. Das hat einen einfachen Grund: Die Bundesregierung möchte mit dem Klimaschutzgesetz die CO2-Emissionen bis 2050 deutlich reduzieren. Da das Heizen mit fossilen Brennstoffen einen großen Teil des in Deutschland emittierten CO2 erzeugt, hat der Staat dringenden Handlungsbedarf gesehen.

Im Mittelpunkt stehen deshalb nun erneuerbare Energien. Es werden nur noch Gasbrennwertheizungen gefördert, wenn sie mit erneuerbaren Energien kombiniert werden. Für Ölheizungen oder Gasbrennwertheizungen allein gibt es keine Förderung mehr. Das KfW-Programm 430 ist weggefallen.

Förderung Gasheizung in Bestandsbauten

Mit Beginn des Jahres 2021 wurde die bisherige Förderung in das Gesetz Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) überführt. An den Fördersätzen ändert sich kaum etwas, sie entsprechen denen des Marktanreizprogramms (MAP) des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die erst im vergangenen Jahr geändert wurden. So gelten weiterhin Zuschüsse für neue Heizungen in Höhe von 20 bis 45 Prozent vor. Neu seit 2021 ist ein Bonus von fünf Prozentpunkten, wenn die Heizungsmodernisierung im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans durchgeführt wird.

Die Förderung einer Gasheizung ist für Bestandsgebäude nur in Kombination mit erneuerbaren Energien möglich. „Bestand“ bedeutet dabei, dass das Heizungssystem vor mehr als zwei Jahren installiert wurde. Welche Förderung für die Gasheizung möglich ist, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

  • 20 Prozent Förderung für Gasbrennwertheizungen „renewable ready“: Diese Gasbrennwertheizungen sind so ausgelegt, dass sie ohne zusätzlichen Einbau von Regeltechnik mit erneuerbaren Energien kombiniert werden können. Um die Förderung zu behalten, muss die Heizungsanlage in den nächsten zwei Jahren z.B. mit einer Wärmepumpe oder Solarthermie ergänzt werden. Erfolgt keine Erweiterung, muss die staatliche Förderung zurückgezahlt werden. Um die Förderung der renewable-ready-Gasheizung zu bekommen, muss außerdem nach der Installation ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden, der weitere Kosten verursacht.
  • 30 Prozent Förderung für Gas-Hybridheizung: Hierbei handelt es sich um eine Gasbrennwertheizung, die schon beim Einbau mit einer Wärmepumpe, einer Biomasseanlage oder einer Solarthermie-Anlage kombiniert wird. Handelt es sich bei der alten Heizung um eine Ölheizung, werden sogar 40 Prozent der Kosten übernommen. Wenn Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan als Grundlage der Modernisierung nutzen, erhalten Sie noch fünf Prozentpunkte als Bonus. Die Förderung beträgt demnach 35 - 45 Prozent.

Der Austausch einer Ölheizung ist generell attraktiv und kann bis zu 50 Prozent Förderung bringen. Mehr erfahren Sie in unserem Artikel zur Förderung Heizung.

Gasheizung mit Solarthermie kombinieren und dabei 45 % der Kosten sparen

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Wichtig: Im Neubau werden keine neuen Heizungen als Einzelmaßnahmen mehr gefördert. Stattdessen erhalten Sie einen Förderkredit mit attraktivem Tilgungszuschuss, wenn der Neubau ein Effizienzhaus ist. Je mehr erneuerbare Energien verbaut werden, desto höher ist der Tilgungszuschuss.

Die Gasheizungsförderung muss beim BAFA beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag vor Beginn Ihres Projekts beim BAFA eingeht.

Sie können die staatliche Förderung Ihrer Gasheizung mit anderen Förderprogrammen kombinieren, wie z.B. dem Programm HeizungstauschPLUS in Berlin. Allerdings darf die Fördersumme dann nicht höher sein als die förderfähigen Kosten.

Eine Kumulierung mit Steuerermäßigungen im Rahmen der Einkommenssteuer ist jedoch nicht möglich.

Neu ist seit 2021 der verpflichtende Einbau eines Wärmemengenzählers zur Effizienzmessung sowie die Pflicht zur Durchführung des hydraulischen Abgleichs.

Gasheizung Förderung über Steuerersparnis prüfen

Das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung sieht Steuererleichterungen für Hausbesitzer vor, die in selbstgenutztem Wohneigentum energetisch sanieren und modernisieren. Sie können bei dieser Variante bis zu 40.000 Euro an Investitionskosten über drei Jahre hinweg steuerlich absetzen. Auch die Kosten für die Fachplanung, die mit der Heizungsinstallation verbundene Energieberatung oder Baubegleitung können bis zu einer Höhe von 50 Prozent abgesetzt werden.

Wenn Sie die Heizungsmodernisierung ohnehin mit einer energetischen Sanierung kombinieren, sollten Sie prüfen, ob Sie mit der BAFA-Förderung oder mit der Steuererleichterung mehr sparen.

Was Sie in beiden Fällen wissen sollten: Sie können sich nur für eine der beiden Varianten entscheiden. Die staatliche Förderung der Gasheizung lässt sich nicht mit den Steuervorteilen bei einer energetischen Modernisierung kombinieren!

Wenn Sie auf eine Gas-Hybrid-Heizung umsteigen, profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

  • Sie senken sofort Ihren Gasverbrauch um bis zu 25 Prozent: Bei dem seit 2021 geltenden und kontinuierlich steigenden CO2-Preis machen sich die Einsparungen noch deutlicher bemerkbar.
  • Kombinieren Sie Ihre Gasheizung mit einer Solarthermie-Anlage, reduzieren Sie Ihren Gasverbrauch im Sommer auf null: Durch die Nutzung der Sonnenenergie können Sie Ihr Warmwasser in den sonnenintensiven Monaten allein mit der Solarthermie-Anlage erzeugen.
  • Kombinieren Sie Ihre Gasheizung mit einer Wärmepumpe, lässt sich der Gasverbrauch ganzjährig senken: Da die Wärmepumpe das ganze Jahr über Wärmeenergie aus dem Boden oder der Umgebungsluft beziehen kann, sparen Sie zusätzlich viel Gas.
  • Wird die Gasheizung mit Biomasse kombiniert, werden Sie unabhängiger von Ihrem Gasversorger und senken die Heizkosten: Pellets oder Hackschnitzel sind deutlich günstiger als Gas, zumal der CO2-Preis die Kosten für Erdgas steigen lässt. Darüber hinaus können Sie je nach Bedarf die Biomasse-Heizung die komplette Wärme erzeugen lassen und sich so vom Gasanbieter unabhängiger machen.

Am meisten sparen Sie, wenn Sie sich jetzt schon für ein Gas-Hybrid-System entscheiden. Denn die Förderung einer renewable-ready-Gasheizung ist deutlich niedriger und Sie müssen die Kosten für den hydraulischen Abgleich hinzurechnen.

Auch wenn die Förderung für eine neue Gasheizung vonseiten der KfW entfällt, der Wechsel auf eine effiziente neue Gasheizung bringt Ihnen viele Vorteile. So sparen Sie im Vergleich zu einer alten Heizung bis zu 30 Prozent der Heizkosten ein. Gerade vor dem Hintergrund der Einführung des CO2-Preises seit Januar 2021 zahlt sich die Einsparung doppelt aus. Denn für das, was Sie nicht verbrauchen, kann auch kein CO2-Preis erhoben werden.

Gerne helfen wir Ihnen, die richtige Heizlösung für Ihr Zuhause und die mögliche Förderung zu finden. So können Sie sich sicher sein, dass Sie nicht nur optimal heizen, Sie erhalten auch das Maximum an möglicher Förderung.

Nutzen Sie hierfür einfach unseren Heizungsplaner und erhalten Sie ein für Sie unverbindliches Festpreisangebot für die neue Gasheizung.

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Konnten wir nicht alle Ihre Fragen zur Förderung der Gasheizung beantworten, freuen wir uns über Ihre Nachricht an fragen@thermondo.de.