Zuletzt aktualisiert am: 10.02.2021

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – Wichtige Informationen für Verbraucher

Mit dem Start der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ werden die staatlichen Programme zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz im Gebäudebereich ab 2021 gebündelt. Wir haben für Sie das Wichtigste zusammengefasst.

Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren zahlreiche Förderprogramme aufgelegt, um z.B. Hausbesitzern den Umstieg auf erneuerbare Energien oder effizientere Heiztechnik zu erleichtern.

Ziel dieser Förderprogramme ist es, die im Klimaschutzprogramm 2030 gesteckten Ziele auch im Gebäudesektor zu erreichen. So gilt z.B. die Energieeffizienz von Gebäuden als zentraler Faktor bei der Energieeinsparung und der Senkung von schädlichen CO2-Emissionen.

Ab 2021 werden die bisherigen Programme in der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, zusammengeführt.

Hierzu gehört neben den KfW-Programmen „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ auch die Förderung Heizung im Rahmen des Marktanreizprogramms zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP).

Das neue BEG soll Hausbesitzern noch mehr Anreize geben, um die Energieeffizienz in Gebäuden zu steigern. Ein Ziel ist es u.a., die Rate der energetischen Sanierungen durch Anreize nochmals zu erhöhen.

Aufbau der BEG

Die Förderung über das BEG wird wie bisher sowohl über Zuschüsse als auch über zinsgünstige Kredite realisiert.

Wie bisher können die jeweiligen Fördermittel als Zuschüsse entweder über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder als Kredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über die Hausbank beantragt werden.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude setzt sich aus drei Teilen zusammen. Jeder Teil beinhaltet eine Förderung über Zuschüsse oder Kredite:

  • Wohngebäude (BEG WG)
  • Nichtwohngebäude (BEG NWG)
  • Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Am 2. Januar 2021 ist der Startschuss für die Zuschussförderung von Einzelmaßnahmen über das BAFA in den Bereichen BEG NWG und BEG EM.

Die Förderung umfasst dabei Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Rahmen von energetischen Sanierungen oder dem Einbau von effizienteren Heizsystemen.

Ziel der geförderten Maßnahmen ist es, Bestandsgebäude auf einen Effizienzhausstandard zu bringen.

Ab dem 1. Juli 2021 können Hausbesitzer geförderte Kredite für BEG EM bei der KfW beantragen. Bis zu diesem Datum können KfW-Programme wie bisher in Anspruch genommen werden.

Ab dem 1. Januar 2023 soll die Förderung über Zuschüsse für Effizienzhäuser und -gebäude nur noch über das BAFA abgewickelt werden. Die Kreditförderung übernimmt dann allein die KfW.

Die auch jetzt schon möglichen Förderungen durch Zuschüsse und staatlich geförderte Kredite werden im Rahmen der BEG erhöht.

Gleichzeitig gibt es neue Förderangebote für Sanierungen und Neubau. Neu ist u.a., dass vom Bundesinnenministerium anerkannte Nachhaltigkeitszertifikate bei der Höhe der Förderung berücksichtigt werden können.

Erweitert wird die Förderung digitaler Maßnahmen, welche den Betrieb und Verbrauch von Heizsystemen optimieren.

Mit dem Inkrafttreten der Bundesförderung effizienter Gebäude werden Einzelmaßnahmen in Neubauten nicht mehr gefördert.

Im Rahmen des BEG EM können Hausbesitzer z.B. kein Haus bauen und nur die Wärmepumpe oder eine Solarthermieanlage einzeln fördern lassen. Die Förderung ist im Neubau mit der BEG nur noch als Paket möglich.

Mit Einführung der BEG müssen sich Antragsteller künftig zwischen BAFA-Zuschuss oder KfW-Kredit entscheiden. Eine Kombination beider Fördermodelle ist ab 1. Januar 2021 nicht mehr möglich.

Es wird deshalb im Einzelfall empfehlenswert sein, die verschiedenen Varianten genau zu prüfen. Wenn es um Einzelmaßnahmen geht, wird lediglich die Bezuschussung durch das BAFA möglich sein.

Wenn ein Gebäude neu gebaut wird, ist nur ein KfW-Kredit möglich, weil Einzelmaßnahmen in den BEG nicht mehr in Neubauten gefördert werden.

Im Rahmen der BEG EM werden verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden gefördert. Die Förderung bezieht sich auf Wohn- und Nichtwohngebäude. Hier wird nicht mehr differenziert.

Folgende Förderung mit Zuschüssen ist möglich:

  • 20 Prozent Zuschuss für Maßnahmen zur energetischen Optimierung der Gebäudehülle, z.B. Wärmedämmung
  • 20 bis 50 Prozent Zuschuss für den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme (z.B. Wärmepumpen, Solarthermie) und Gas-Hybridheizungen. Wichtig: Ölheizungen werden nicht mehr gefördert!
  • 20 Prozent Zuschuss für Maßnahmen an der Anlagentechnik, außer Heizungen, z.B. der Einbau von digitaler Technik zur Verbrauchsoptimierung
  • 20 Prozent Zuschuss für die Heizungsoptimierung, z.B. hydraulischer Abgleich oder Austausch von Heizungspumpen

Die maximal förderfähigen Kosten liegen bei Wohngebäuden bei 60.000 Euro pro Wohneinheit. Die förderfähigen Kosten liegen bei Nicht-Wohngebäuden bei 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, maximal aber bei bis zu 15 Millionen Euro.

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Durch das Angebot von Zuschüssen oder geförderten Krediten in allen Bereichen unter einem Gesamtprogramm wird es Hausbesitzern erleichtert, sich bei den Fördermöglichkeiten zurechtzufinden.

Gleichzeitig erhöht sich die Flexibilität bei der Auswahl der passenden Förderung. Insgesamt werden vier verschiedene Förderprogramme von KfW und BAFA in einer Gesamtförderung gebündelt.

Noch eine Erleichterung: Künftig soll nur ein Antrag ausreichen, um sämtliche Fördermittel beantragen zu können. Die Anträge können dann entweder bei der KfW oder dem BAFA eingereicht werden.

Mit dem Start der Bundesförderung für effiziente Gebäude haben es Hausbesitzer künftig leichter, passende Fördermöglichkeiten auszuwählen und zu beantragen.

Alle bisherigen Förderprogramme für Gebäude des BAFA und der KfW werden in einem großen Programm übersichtlich gebündelt. Da das BAFA dann nur noch für Zuschüsse und die KfW nur für Kredite zuständig sind, entsteht mehr Übersichtlichkeit.

Durch den Wegfall der Förderung von Einzelmaßnahmen im Neubau werden künftige Hausbauer dazu animiert, Effizienzhausstandards umzusetzen und dabei gleich auf erneuerbare Energien zu setzen.

Für Hausbesitzer ist es eine gute Nachricht, dass sich der Umstieg auf effizientere Heiztechnik mindestens so wie bisher lohnen wird.

Voraussetzung ist dabei, dass erneuerbare Energien eingesetzt werden. Hier sind Gas-Hybridheizungen eine bezahlbare, effiziente und sehr energiesparende Möglichkeit.

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