Zuletzt aktualisiert am: 05.11.2019

Berliner Senat fördert privaten Heizungstausch mit Förderprogramm HeiztauschPLUS

Berlin möchte 2050 klimaneutral sein. Um das zu erreichen, hat der Senat das Programm HeiztauschPLUS im Rahmen des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 gestartet. Welche Anreize zum Heizungswechsel damit gesetzt werden, erfahren Sie hier.

Hauseigentümer können über das Programm HeiztauschPLUS Förderung* von der Investitionsbank Berlin (IBB) erhalten, wenn sie auf moderne Heiztechnik umstellen oder einen "Sanierungsfahrplan" für die energetische Haussanierung erstellen lassen. HeiztauschPLUS ist Teil des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK) 2030.

Das BEK umfasst Maßnahmen, um die Emissionen schädlicher Klimagase in der Bundeshauptstadt zu verringern. Für HeiztauschPLUS hat der Berliner Senat bis zum 31.12.2021 insgesamt sechs Millionen Euro bereitgestellt, die als Zuschüsse für moderne Heizungen an Hausbesitzer vergeben werden können.

Durch den Austausch alter Heizungsanlagen mit Heizwerttechnik oder Kohleöfen gegen moderne Brennwertgeräte oder andere energieeffiziente Heizungen soll der CO2-Ausstoß um bis zu 25 Prozent gesenkt werden. HeiztauschPLUS soll Hausbesitzern einen Anreiz geben, ihre alten Ölheizungen auszutauschen, um dem Ziel einer klimaneutralen Stadt 2050 näherzukommen.

Von der Berliner Heizungsförderung HeiztauschPLUS können Sie profitieren, wenn:

  • Sie Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses sind und es sich um ein reines Wohngebäude handelt.
  • Sie Einzeleigentümer von einer Immobilie sind, die mehrheitlich zum Wohnen verwendet wird und maximal 20 Wohneinheiten hat.
  • Sie eine Wohneigentümergemeinschaft sind, deren Gebäude mehrheitlich zum Wohnen genutzt wird und maximal 20 Wohneinheiten hat.

Wie hoch ist die Förderung mit HeiztauschPLUS, wenn ich meine Heizung austausche?

Wenn Sie Ihre Heizung tauschen wollen, können Sie für Gasbrennwertheizungen bis zu 1.000 Euro Zuschuss bekommen. Kombinieren Sie Ihre neue Gasbrennwertheizung mit Solarthermie ist ein weiterer Zuschuss von bis zu 1.000 Euro möglich.

Entscheiden Sie sich für Wärmepumpen oder Pellettechnik, Hackschnitzelheizung, Mini-Blockheizkraftwerk oder Brennstoffzellenheizung, lassen sich bis zu 3.500 Euro aus dem Fördertopf des Berliner Senats abrufen. Bei den Fördermitteln handelt es sich um sogenannte "nicht rückzahlbare Zuwendungen". Sie erhalten somit als Förderung einen Festbetrag, den Sie nicht zurückzahlen müssen, wie z.B. einen Förderkredit.

Die Fördergelder werden über die Investitionsbank Berlin bzw. die IBB Business Team GmbH ausgezahlt.

Welche Fördermittel stehen Ihnen außerdem zu?

Sowohl die KfW als auch das BAFA unterstützen sie beim Heizungstausch. Erfahren Sie, welche Heizungsförderung Ihnen in welcher Höhe zusteht:

>> Förderung Heizung in der Übersicht

Der Berliner Senat möchte mit der Förderung erreichen, dass Berliner auf moderne und effiziente Heiztechnik umstellen. Sie können folgende Heizungsanlagen fördern lassen:

Art der Heizung Fördermöglichkeit
Gas-Brennwertkesel bis zu 1.000 Euro
Wärmepumpen bis zu 3.500 Euro
Holzpelletkessel bis zu 3.500 Euro
Hackschnitzelheizung bis zu 3.500 Euro
Solarthermie bis zu 1.000 Euro
Brennstoffzellenheizung bis zu 3.500 Euro
Fernwärme (Hausstation) bis zu 1.000 Euro

Weitere Voraussetzungen für die Förderung

Damit Sie die Förderung vom Berliner Senat beantragen können, müssen folgende Voraussetzungen gelten:

  • Nur eine alte Ölheizung, eine Heizwert-Gasheizung oder ein Kohleofen können ausgetauscht werden. Demnach können Sie die Förderung nicht in Anspruch nehmen, wenn Sie eine alte Holzheizung austauschen wollen.
  • Der Austausch einer Gasheizung mit Heizwerttechnik zu einer Gasbrennwertheizung wird nur bezuschusst, wenn sie mit Solarthermie oder Wärmepumpe (für Warmwasser oder Raumheizung bzw. Warmwasser und Raumheizung) kombiniert wird.
  • Ihr Gebäude muss sich im Berliner Stadtgebiet befinden. Die Förderung des Berliner Senats gilt nur für Berlin und z.B. nicht für Häuser im "Speckgürtel" in Brandenburg. Hier sollten Sie prüfen, ob es Fördermöglichkeiten des Landes Brandenburg oder über die jeweilige Kommune gibt.
  • Ihr Haus muss überwiegend zum Wohnen genutzt werden. Reine Gewerbeimmobilien werden nicht gefördert.
  • Ihr Haus darf nicht mehr als 20 Wohneinheiten umfassen. Für sehr große Wohnblöcke gibt es ein anderes Programm des Berliner Senats, über welches Sie Fördergelder beantragen können.
  • Ihre bestehende Altanlage darf keiner Austauschpflicht unterliegen. Sie darf also in der Regel nicht älter als 30 Jahre alt sein. Sind Sie ohnehin zum Austausch Ihrer Heizung verpflichtet, gilt HeiztauschPLUS nicht. Sie können dennoch eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen.
  • Die Heizungsanlage muss von einem ausgewiesenen Fachbetrieb getauscht und installiert werden. Der Handwerksbetrieb muss bei einer Handwerkskammer eingetragen sein oder einer Innung (Heizung Sanitär Klempner) angehören. Thermondo erfüllt diese Voraussetzungen.
  • Die alte Heizungsanlage muss noch funktionsfähig sein. Sie können z.B. keine defekte Gas- oder Ölheizung austauschen und Fördergelder bekommen.
  • Förderzuschuss bekommen Sie nur, wenn Sie ein Heizgerät einbauen lassen, das auf dem neuesten Stand der Technik ist. Bei Thermondo führen wir ausschließlich Geräte, die dem entsprechen.
  • Sie dürfen keine Prototypen oder Eigenbau-Anlagen verwenden, um Fördergelder zu bekommen.
  • Das Fördergeld ist zweckgebunden und es besteht eine Zweckbindungsfrist von drei Jahren.

Kann ich HeiztauschPLUS auch mit anderen Förderprogrammen kombinieren?

Wenn Sie Fördergelder über HeiztauschPLUS erhalten, ist eine Kombination mit Förderprogrammen von KfW, Bafa oder anderen Programmen möglich. Voraussetzung ist, dass die anderen Fördermaßnahmen eine Kombination zulassen. Tauschen Sie als Hausbesitzer Ihre Heizung und nutzen Fördergelder des Moduls "Heizungsaustausch", können Sie durch Kombination mit weiterer Förderung je nach Programm bis zu 100 Prozent Ihrer gesamten Ausgaben zurückbekommen.

Durch das neue Förderprogramm HeiztauschPLUS können Sie als Hausbesitzer deutlich profitieren, wenn Sie zum Beispiel auf Gasbrennwerttechnik mit Solarthermie umsteigen. Zum einen sparen Sie mit dieser Kombination bis zu 56 Prozent Heizkosten gegenüber der alten Anlage ein, zum anderen reduziert die attraktive Förderung die Investitionskosten erheblich.

Ein großer Vorteil: Die Förderung lässt sich mit weiterer Heizungsförderung kombinieren, sodass die Bedingungen in Berlin für den Umstieg optimal sind. Sie haben die Chance, nicht nur jetzt günstiger an eine neue Heizung zu kommen, sondern langfristig deutlich Heizkosten zu sparen und die Umwelt durch geringere Emissionen zu schützen.

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Quellen:

Mehr zum Berliner Förderprogramm finden Sie hier: https://www.heiztauschplus.de/, zuletzt aufgerufen am 28.10.2019.

Profilfoto Bianca Bianca ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf dem Gebiet Förderung und Finanzierung. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder zum Thema Heizungsförderung haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.