Zuletzt aktualisiert am: 02.09.2021

Ölheizung ersetzen: Heizung tauschen und von hoher Förderung profitieren

Wer mit Öl heizt, nutzt eine bewährte und sichere Heiztechnik. Doch es gibt viele vernünftige Gründe, die Ölheizung zu ersetzen. Wir haben alle Argumente für den Heizungstausch und Informationen zu dessen Umsetzung für Sie zusammengestellt.

Lange Zeit galt das Heizen mit fossilen Brennstoffen als nahezu alternativlos. Eine Ölheizung bietet bis heute einen hohen Heizkomfort und kann in nahezu jedem Gebäudetyp eingesetzt werden.

Allerdings gibt es mittlerweile gute Gründe dafür, dass Sie als Hausbesitzer Ihre Ölheizung ersetzen.

  • geringe Nachhaltigkeit: Beim Heizen mit Öl nutzen Sie einen fossilen Brennstoff, der endlich ist. Es wird also der Tag kommen, an welchem die Ölvorkommen erschöpft sind. Zudem hat die Bereitstellung von Erdöl gravierende Folgen für die Umwelt und das Klima. Durch die Ölförderung werden Gase freigesetzt. Große Ölfelder beeinflussen die Natur, Offshore-Bohrplattformen bedrohen bei Schäden ganze Ökosysteme im Meer, und beim Transport des Erdöls entsteht CO2, das dem Klima schadet.
  • Abhängigkeit von schwankenden Preisen: Der Ölpreis wird von vielen verschiedenen Faktoren bestimmt, u.a. von der Nachfrage und der Fördermenge der erdölfördernden Länder. Wenn Sie eine Ölheizung betreiben, sind Sie immer abhängig vom Ölpreis.
  • Emissionen: Bei der Verbrennung von Öl entstehen deutlich mehr klimaschädliche Gase als bei Gas. Mit Ihrer Ölheizung tragen Sie somit direkt zur Klimaerwärmung bei.
  • alte Heiztechnik: Nutzen Sie eine Ölheizung, die 30 Jahre alt oder älter ist, müssen Sie diese gegen eine neue Heizung austauschen. Gerade ältere Ölheizungen verbrauchen unverhältnismäßig mehr Brennstoff als moderne Heizgeräte. Durch einen Austausch sparen Sie Betriebskosten ein.
  • hoher Platzbedarf: Heizen Sie mit Öl, benötigen Sie dafür einen eigenen Aufstellraum für den Öltank. Durch den Umstieg auf ein anderes Heizsystem können Sie diesen freigewordenen Raum sinnvoller nutzen.
  • hohe staatliche Förderung: Die Bundesregierung fördert Hausbesitzer, die ihre Ölheizung ersetzen wollen. Dank dieser Förderung für Heizungen amortisiert sich die Investition in ein neues Heizsystem noch schneller.

Tipp: Alten Öltank zum Wassertank umrüsten lassen. Wenn Sie Ihre Ölheizung ersetzen, können Sie den alten Öltank umfunktionieren. Es gibt professionelle Anbieter, die den Öltank zum Wassertank umwandeln.

Damit lässt sich Regenwasser über die Regenrinnen Ihres Hauses sammeln. Das Wasser kann zum Gießen oder Bewässern des Rasens genutzt werden.

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Welches neue Heizgerät den Platz Ihrer alten Ölheizung einnimmt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es gibt viele Alternativen:

Gas-Brennwerttechnik: Auch wenn eine Gasheizung ebenfalls einen fossilen Brennstoff nutzt, ist sie um einiges wirtschaftlicher als eine Ölheizung. Zudem hat die Gasheizung den Vorteil, dass Sie keinen Öltank mehr benötigen und im Vergleich deutlich günstiger heizen. Steigen Sie von Heizwert- auf Brennwerttechnik um, sind bei den Heizkosten Einsparungen von bis zu 30 Prozent möglich. Bei Ölkosten von rund 2.500 Euro pro Jahr für ein Einfamilienhaus, sparen Sie so jedes Jahr über 800 Euro an Heizkosten ein, wenn Sie auf Gas-Brennwert umsteigen.

Sollte kein Gasanschluss auf Ihrem Grundstück möglich sein, könnte auch Flüssiggas eine mögliche Alternative sein. Nachteil beim Heizungstausch zu Gasbrennwert: Sie erhalten bei dieser Variante keine staatliche Förderung.

Gas-Hybridheizung mit Solarthermie: Mit einer Gas-Hybridheizung sparen Sie Emissionen und Heizkosten ein. Die Solarthermie-Anlage versorgt Ihr Haus außerhalb der Heizperiode mit Wärme zur Warmwassergewinnung. Im Winter wird die Gas-Brennwertheizung nur dann zugeschaltet, wenn die Wärmeenergie über die Solaranlage nicht zum Heizen ausreicht. Vorteile dieses Systems sind der hohe Heizkomfort und die kostenlose Wärmeerzeugung über Sonnenenergie. Darüber hinaus ist in diesem Fall eine hohe staatliche Förderung möglich.

Brennstoffzellenheizung: Dieses Heizsystem nutzt die sogenannte „kalte Verbrennung“, um mithilfe von Erdgas Wasserstoff herzustellen, der in der Brennstoffzelle wiederum in Wasser und Sauerstoff gespalten wird. Dabei entsteht nicht nur Wärme zum Heizen und für Warmwasser, sondern auch Strom, den Sie selbst nutzen oder ins Stromnetz einspeisen können. Brennstoffzellenheizungen erzeugen nur sehr geringe Emissionen und nutzen die Primärenergie nahezu vollständig zur Wärme- und Stromerzeugung. Neben der hohen staatlichen Förderung durch Zuschüsse und Einspeisevergütung bietet die Brennstoffzelle noch weitere Vorteile. So nimmt sie nur sehr wenig Platz weg, den Sie in Ihrem Haus anderweitig nutzen können.

Neben den hier vorgestellten Optionen gibt es selbstverständlich noch weitere Alternativen zur Ölheizung. So könnten Sie auf eine Pelletheizung umsteigen. Allerdings wären hier der Montage- und Wartungsaufwand deutlich höher. Gleiches gilt für Hackschnitzelanlagen. Für die Verbrennung von Feststoffen wie Holz wird ein leistungsstärkerer Schornstein benötigt, der wiederum für höhere Kosten sorgt. Zudem muss bei Holzheizungen vor allem in urbanen Regionen oder Ballungsgebieten die Feinstaubproblematik berücksichtigt werden. Diese entfällt beim Heizen mit Gas bzw. Gas-Solar.

Die Bundesregierung fördert Hausbesitzer, die von einer Ölheizung auf ein anderes Heizsystem umsteigen.

Steigen Sie im Zuge der Heizungssanierung auf eine Gas-Hybridheizung mit Solar um, können Sie bis zu 45 Prozent der Kosten als staatlichen Zuschuss über die Bundesförderung effizienter Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) zurückerhalten.

Sie bekommen 30 Prozent für den Einbau einer Gas-Hybrid-Heizung mit Solar, 10 Prozent Zuschuss für den Ölheizungstausch und 5 Prozent für das Aufstellen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) mit einem zertifizierten Energieberater.

Ein Beispiel: Kostet die neue Gas-Hybridheizung 15.000 Euro inklusive Montage, können Sie bis zu 6.750 Euro als staatlichen Zuschuss zurückerhalten.

Auch beim Umstieg auf eine Brennstoffzellenheizung ist staatliche Förderung möglich. Sie setzt sich zusammen aus einem Grundbetrag von 6.800 Euro sowie einem Zuschuss von 550 Euro pro angefangene 100 Watt elektrischer Leistung. Die Förderung ist im Rahmen der BEG über die KfW als Kredit bzw. Tilgungszuschuss möglich.

Wenn eine Ölheizung ersetzt wird, ist vor allem der Rückbau des Öltanks bzw. dessen fachgerechte Entsorgung mit dem größten Aufwand verbunden. Wird eine Gas-Hybridheizung installiert, kann üblicherweise das bestehende Abgassystem weiterverwendet werden. Die neue Brennwertheizung lässt sich am selben Ort aufstellen wie die alte Ölheizung. Im Vorfeld muss der dafür notwendige Gasanschluss gelegt werden.

Wer seine Ölheizung ersetzen möchte, sollte die aktuell hohe Förderung nutzen und auf Gas-Hybrid oder die Brennstoffzellenheizung umsteigen. Dank der staatlichen Zuschüsse reduzieren sich die Investitionskosten deutlich. Gleichzeitig sparen Hausbesitzer dauerhaft bei den Heizkosten, sodass sich die Investition nach wenigen Jahren amortisiert hat.

Möchten Sie Ihre Ölheizung umrüsten? Wir bieten Ihnen moderne, innovative und effiziente Heizungssysteme im Komplettpaket. Das umschließt neben der kompetenten Beratung, die Planung und Koordination des Heizungswechsels, den Fördermittelservice und auch die komplette Installation Ihres neuen Heizungssystems. Nutzen Sie hierfür einfach unseren Heizungsplaner und wir melden uns zeitnah bei Ihnen.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.