Zuletzt aktualisiert am: 12.01.2022

Heizstab für die Heizung – sinnvolle Ergänzung für Wärmepumpe und Solar

Ein Heizstab kann die Funktionalität einer Heizungsanlage sicherstellen. Hier haben wir alle wichtigen Informationen über Heizstäbe in der Heiztechnik für Sie zusammengestellt und geben Ihnen einen Überblick mit einer Einordnung.

Ein Heizstab funktioniert ähnlich wie ein Tauchsieder oder Ihr Wasserkocher. Es handelt sich dabei um Heizelemente aus Metall, die in einem Wasserbecken, in Ihrem Fall dem Pufferspeicher, montiert werden. Mithilfe von elektrischer Energie werden diese Heizstäbe erhitzt. Sie geben die Wärme dann direkt an das Wasser ab. Je nach Ausführung verfügen Heizstäbe über eine eigene Temperaturregelung oder eine Integration in die Heizungssteuerung.

Heizstäbe lassen sich im Heizungsbereich für verschiedene Heizsysteme einsetzen. Ein Heizstab kann dabei folgende Aufgaben erfüllen:

  • Sicherstellen der hygienischen Anforderungen an die Trinkwasserspeicherung
  • Frostschutz im Winter
  • Aufrechterhaltung der Heizleistung in der Heizperiode
  • der Heizstab kommt vor allem im Pufferspeicher zum Einsatz

Entsprechend dieser Aufgaben können Heizstäbe in folgenden Heizsystemen Anwendung finden:

Holzheizungen:

  • Wer mit einer Holzheizung mit Scheitholz heizt, muss seinen Heizkessel in der Regel mehrmals täglich mit frischem Feuerholz beschicken. Doch insbesondere in der Nacht sinkt die Temperatur des Heizsystems meist ab. Dann wird auch der Pufferspeicher nicht mehr mit ausreichend Wärme versorgt. Ein installierter Heizstab kann dies verhindern und die Temperatur im Pufferspeicher halten. So wird weniger Wärmeenergie benötigt, wenn die Heizung morgens wieder frisch befeuert wird. In Pelletheizungen sind Heizstäbe in der Regel schon automatisch in den Pufferspeicher integriert.

Solarthermie:

  • Wer mit Solarthermie heizt oder Warmwasser erzeugt, muss die Wärme sinnvoll speichern. Nur so kann die Sonnenenergie sinnvoll genutzt werden. Allerdings kann es an Tagen mit kaum Sonnenschein oder geringer Strahlungsintensität dazu kommen, dass zu wenig Wärme entsteht. Der Heizstab kann diese geringere Wärmezufuhr zumindest teilweise ausgleichen und die Temperatur im Pufferspeicher halten, bis wieder neue Wärmeenergie zugeführt wird.

Wärmepumpen:

  • Speziell an kalten Wintertagen kann es vorkommen, dass die Wärmeleistung einer Wärmepumpe nicht vollständig zum Heizen und für Warmwasser ausreicht. Dann können Heizstäbe im Pufferspeicher die notwendige Unterstützung liefern.

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Heizstäbe für Pufferspeicher bzw. Heizsysteme gibt es in unterschiedlichen Varianten. Die einfachsten Modelle verfügen lediglich über eine Aus- und An-Funktion. Sie schalten sich zu, sobald die Temperatur im Pufferspeicher einen bestimmten Wert unterschreitet. Ist die Temperatur wieder erreicht, schaltet sich der Heizstab aus.

Komplexere Heizstäbe verfügen selbst über eine stufenlose Regelung und können ihre Leistung an den jeweiligen Wärmebedarf anpassen.

Vor dem Einbau eines Heizstabs wird der Wärmebedarf ermittelt. Abhängig davon wird die erforderliche Einbaulänge des Heizstabs sowie dessen Leistung bestimmt. Für einfache Heizstäbe mit 3 Kilowatt Leistung reicht in der Regel ein Hausanschluss. Leistungsstärkere Systeme mit 4,5 und mehr Kilowatt müssen üblicherweise mit einem Starkstromanschluss von 400 Volt verbunden werden. Sie sind dann bis zu 745 Millimeter lang.

Was kostet ein Heizstab für Heizungsanlagen?

Wie hoch die Kosten für den Heizstab sind, hängt von dessen Leistung und Steuerungsmöglichkeiten ab. Einfache Modelle mit maximal 3 Kilowatt Wärmeleistung kosten rund 100 Euro. Wer eine stärkere Leistung benötigt, muss mit Kosten von bis zu 250 Euro rechnen.

Abhängig vom Installationsaufwand müssen Hausbesitzer noch einmal rund 100 Euro für die Montage rechnen. Damit das Gerät sicher und effizient arbeitet, sollte der Einbau nur durch einen Fachbetrieb erfolgen.

Ähnlich wie alle anderen Komponenten der Heizung kann auch der Heizstab im Rahmen der Wartung kontrolliert werden. Das Bauteil ist grundsätzlich wartungsarm. Doch bei sehr kalkhaltigem Wasser können Ablagerungen die Leistung des Heizstabs beeinträchtigen. Das gilt vor allem dann, wenn das Wasser aus hygienischen Gründen zur Vermeidung von Legionellen öfter auf über 60 °C aufgeheizt wird. Sind Heizstäbe zu stark verkalkt, ist ein Austausch notwendig.

Heizstäbe im Pufferspeicher stellen sicher, dass Ihr Brauchwasser keimfrei bleibt, auch wenn keine Wärme durch Ihr Heizsystem zugeführt werden kann. Gleichzeitig sorgen sie für einen reibungslosen Heizbetrieb und die konstante Verfügbarkeit von warmem Wasser.

Damit Ihr Heizstab die notwendige Funktionalität erfüllt, muss er ebenso wie Ihr Heizsystem regelmäßig im Rahmen der Wartung überprüft werden. Um das Bauteil nachhaltig zu betreiben, empfiehlt es sich für den Heizstab den Strom aus einer Brennstoffzellenheizung oder einer PV-Anlage zu verwenden.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.