Ölheizung kaufen trotz Verbot? Das müssen Sie jetzt wissen

Mit dem Verbot für Ölheizungen ab 2026 stellen sich für Verbraucher viele Fragen. Wir geben Antworten.

Für Besitzer von Ölheizungen war die Aufregung groß, als die Bundesregierung das Verbot von Ölheizungen ab 2026 als Teil des Klimaschutzprogramms vorstellte. Daher gleich zu Beginn: Ölheizungen dürfen auch 2026 und darüber hinaus genutzt werden. Das Verbot von Ölheizungen bezieht sich auf die Neu-Installation. So sollen ab 2026 nur noch neue Ölheizungen verbaut werden, die mit erneuerbaren Wärmeerzeugern, wie beispielsweise Solarthermie, kombiniert werden.

Von diesem Verbot gibt es Ausnahmen. So darf eine Ölheizung auch weiterhin wie bisher und ohne Solarthermie oder Wärmepumpe installiert werden, wenn das Gebäude nicht an das Gasnetz angeschlossen werden kann und wenn die anteilige Deckung des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien technisch nicht möglich ist oder zu unbilligen Härten führen würde.

Das heißt: Bis 2026 dürfen Sie weiterhin Ihre alte Ölheizung gegen eine neue austauschen (auch ohne erneuerbare Energien) und diese natürlich auch über 2026 hinaus nutzen.

Davon unberührt besteht weiterhin eine Austauschpflicht für alte Ölheizungen. Mit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2014 wurde festgelegt, dass Heizungen, die 30 Jahre und älter sind, ausgetauscht werden müssen. Betroffen sind davon vor allem Ölheizungen, die mit Heizwerttechnik arbeiten. Nutzen Sie bereits energiesparende Brennwert- oder Niedertemperaturgeräte, ist ein Austausch nicht zwingend erforderlich.

Auch wenn Hausbesitzer nicht direkt von der Austauschpflicht für alte Ölheizungen betroffen sind, ist es sinnvoll, die Ölheizung zu erneuern. Denn die modernen Heizgeräte zeichnen sich dank Brennwertkessel durch einen bedeutend geringeren Brennstoffverbrauch aus und bieten mehr Heizkomfort. Abhängig von der Modellauswahl amortisieren sich die Anschaffungskosten durch die Heizkostenersparnis innerhalb von zehn Jahren.

>> Erfahren Sie mehr zur EnEV und der Austauschpflicht

Darum ist eine Ölheizung mit Brennwerttechnik effizienter

Alte Ölheizungen, die überwiegen mit Heizwerttechnik arbeiten, erzeugen einen großen Teil an Wärmeenergie, die den Schornstein ungenutzt als heißes Abgas verlässt. Moderne Ölbrennwertheizungen verwenden die bei der Ölverbrennung im Kessel erzeugte Wärme optimal.

So wird bei Brennwertgeräten ein Großteil der Wärmeenergie aus dem Abgas dem Heizprozess zugeführt. Somit benötigt die Ölheizung bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff, um Heizungswasser oder Brauchwasser zu erwärmen. Der Clou der Brennwerttechnik liegt somit in einer Kombination aus direkter und indirekter Energieausbeute.

Für den Kauf einer neuen Ölbrennwertheizung inklusive Montage und Anpassung des Abgassystems können Sie mit Kosten zwischen knapp 9.000 und 12.000 Euro rechnen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, die Gesamtkosten durch Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau zu reduzieren.

Wenn Sie zum Beispiel das Programm 430 der KfW nutzen, erhalten Sie bis zu 15 Prozent Ihrer Investitionskosten zurück. Der Gesamtpreis der neuen Ölbrennwertheizung reduziert sich dann auf eine Spanne von etwa 7.700 bis 10.000 Euro.

Durch die Energieeinsparung von bis zu 30 Prozent senken Sie Ihre Brennstoffkosten deutlich. Abhängig von Ihrem Verbrauch haben sich die Anschaffungskosten der neuen Ölheizung dann in acht bis 12 Jahren amortisiert.

Wichtig: Noch erhalten Sie Förderung für eine neue Ölbrennwertheizung. Im Rahmen des Klimaschutzprogramms wird diese in absehbarer Zeit jedoch wegfallen. Planen Sie eine Modernisierung Ihrer alten Ölheizung? Dann lassen Sie sich die Förderung nicht durch langes Warten entgehen.

Wir helfen Ihnen, mit unserem Förderservice das Maximum an Fördermitteln für Ihren Heizungswechsel herauszuholen.

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Wenn Sie eine Ölheizung kaufen wollen, gibt es verschiedene Aspekte, die Sie im Vorfeld berücksichtigen sollten:

Heizbedarf:

Um die notwendige Leistung Ihrer neuen Ölheizung zu ermitteln, müssen Sie Ihren Heizbedarf kennen. Wir beraten Sie hierzu gerne per Telefon oder vor Ort. Dabei wird u.a. berücksichtigt, wie viele Personen in Ihrem Haushalt leben, welche Energieeffizienz Ihr Gebäude aufweist und ob die Heizung mit alternativen Energiequellen kombiniert werden kann.

Nennleistung des Kessels:

Auf der Basis der Wärmebedarfsberechnung wird dann bestimmt, welche Leistung der Ölheizkessel mindestens erzielen muss, damit Sie im Winter ausreichend heizen können.

Kontrolle und Anpassung des Abgassystems:

Wenn Sie von Heizwert auf Brennwert umstellen, ist in der Regel eine Anpassung am Abgassystem notwendig. Da die Abgase durch den Entzug von Wärmeenergie nur noch mit geringen Temperaturen von weit unter 100°C durch den Schornstein ziehen, wird ein korrosionsbeständiges und feuchteunempfindliches Abgasrohr benötigt.

Durch den höheren Anfall an Kondensat könnte ein klassischer gemauerter Schornstein sonst versotten, wenn Sie ein Ölbrennwertgerät damit betreiben. Die Schornsteinsanierung für Brennwertgeräte ist jedoch mit vergleichsweise geringem Aufwand verbunden. Es wird meist einfach ein Kunststoff- oder einwandiger Edelstahlschornstein im vorhandenen Schacht eingezogen.

Die Anpassung des Abgassystems ist selbstverständlich Teil der Installation Ihrer neuen Ölheizung durch unsere Thermondo-Techniker.

Platzbedarf prüfen:

Um eine Ölheizung zu betreiben, benötigen Sie einen Öltank. Wollen Sie Ihren Neubau mit einer Ölbrennwertheizung ausstatten, muss deshalb ein passender Raum für den Tank mitgeplant werden. Eine sehr elegante Lösung sind Erdtanks, die im Garten vergraben werden. Damit sparen Sie wertvollen Platz in Ihrem Haus.

Wenn Sie Ihre Ölheizung erneuern, sollten Sie ebenfalls prüfen, ob der vorhandene Kellerraum für den Öltank überhaupt noch benötigt wird. Da moderne Ölbrennwertgeräte weniger Brennstoff benötigen, können Sie auch Ihren Tank kleiner dimensionieren und bei Bedarf gleich auslagern.

Ist nur sehr wenig Platz in Ihrem Haus vorhanden, könnte sich auch ein wandhängender Ölkessel anbieten.

In jedem Fall übernehmen wir auch die Öltankentsorgung im Rahmen Ihrer Heizungsmodernisierung, wenn Sie dies wünschen.

Kombination mit Solarthermie:

Moderne Ölbrennwertgeräte können sehr einfach mit Solarthermie kombiniert werden. Wünschen Sie diese Kombination, sollten Sie vorher prüfen, ob ausreichend Platz für Kollektoren auf dem Dach ist und ob deren Ausrichtung für die optimale Ausnutzung der Solarenergie geeignet ist.

Brennstoffe zum Heizen mit Öl

  • herkömmliches Heizöl:

Das in der DIN 51603-1 definierte Standard-Heizöl wird heute nur noch für alte Ölheizungen eingesetzt. Dieses Heizöl hat einen Schwefelgehalt zwischen 50 und 1.000 Milligramm pro Kilogramm. Der Brennwert dieses Öls beträgt rund 45 Megajoule pro Kilogramm. Die Umwelteigenschaften dieses Brennstoffs sind entsprechend negativ.

  • schwefelarmes Heizöl:

Durch die zunehmende Verbreitung von Ölbrennwertgeräten und die Einführung neuerer Umweltverordnungen sind die Ansprüche an die Qualität des Heizöls gestiegen. So wird heute überwiegend schwefelarmes Heizöl (Heizöl EL) in Öl-Brennwertkesseln verbrannt. Sein Schwefelgehalt darf laut DIN 51603-1 50 Milligramm pro Kilogramm Öl nicht überschreiten.

Darüber hinaus muss der Brennwert mindestens 45,4 Megajoule pro Kilogramm betragen. Es hat den Vorteil, dass es fast ohne Rückstände verbrennt und in allen Ölheizungen eingesetzt werden kann. Durch Additive können die Eigenschaften des Brennstoffs zusätzlich verbessert werden, zum Beispiel seine Lagerfähigkeit oder Fließeigenschaften. Der Staat fördert Heizöl EL mit Steuervergünstigungen, sodass dieses Öl mittlerweile gleich teuer ist wie herkömmliches Heizöl.

  • Bio-Heizöl:

Bei Bio-Heizöl handelt es sich um Heizöl EL mit einem bestimmten Anteil an flüssigen, erneuerbaren Brennstoffen. Diese Brennstoffe sind besser bekannt als Bio-Diesel, das aus Raps, Sonnenblumen oder Soja gewonnen wird. Der Bioanteil wird u.a. durch die Vornorm DIN-V 51603-6 bestimmt und liegt je nach Anbieter und Produkt bei fünf bis 20 Prozent.

Das gängige Kürzel für Bio-Heizöl lautet „Heizöl EL A“. Bio-Heizöl mit 10 prozentigem Anteil an Biokraftstoff heißt dann „Heizöl EL A 10“. Durch die Verwendung von Bio-Heizöl können Sie als Verbraucher CO2-Emissionen zusätzlich senken und die fossilen Ressourcen schonen. Allerdings liegen die Kosten für Bio-Heizöl um rund 10 Prozent über den Kosten für herkömmliches, schwefelarmes Heizöl.

Wenn ein Öltank installiert wird, müssen Brandschutz, Wasserrecht und Gewässerschutz berücksichtigt werden. So dürfen Öltanks zum Beispiel nur von Betrieben installiert werden, die die notwendige Qualifikation dafür besitzen.

Jeder Öltank ab 1.000 Liter Fassungsvermögen muss vor der Inbetriebnahme oder nach Änderungen des Heizsystems, zum Beispiel die Umstellung auf Brennwerttechnik, geprüft werden. Möchten Sie Ihren Öltank unterirdisch anlegen, ist alle fünf Jahre eine Prüfung erforderlich. Dies gilt übrigens auch, wenn Sie einen Außentank stilllegen wollen, weil er nicht mehr benötigt wird.

Ölbrennwertheizung mit Solarthermie kombinieren

Um die Energieeffizienz Ihrer Heizungsanlage zu steigern, können Sie Ihre neue Ölbrennwertheizung mit Solarthermie kombinieren. Im Vergleich zu alten Heizsystemen ist eine Energieeinsparung von über 40 Prozent möglich. Durch Förderprogramme der KfW lässt sich auch die Solaranlage günstiger errichten und die Mehrkosten haben sich ebenfalls in knapp zehn Jahren durch die Einsparungen beim Heizöl amortisiert.

Neben dieser Kosteneinsparung reduzieren Sie außerdem mit der Kombination aus Ölbrennwertheizung und Solarthermie nachhaltig die Umweltbelastung durch CO2-Emissionen.

1. Ölheizung austauschen, 30 Prozent Heizkosten einsparen

Kaufen Sie eine Ölheizung mit Brennwerttechnik, sind Energieeinsparungen bis 30 Prozent möglich. Denn diese schaffen eine Brennstoffausnutzung von durchschnittlich 96 Prozent, während herkömmliche Standardkessel nur auf knapp 70 Prozent kommen.

2. Ölheizung kaufen, hohe Zuschüsse vom Staat erhalten

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert Kauf und Installation Ihrer neuen Ölheizung momentan noch mit bis zu 15 Prozent. Kaufen Sie eine Ölheizung inklusive Solarthermie ist sogar noch mehr Förderung für die neue Ölheizung drin.

Grund dafür: Schon nach 15 Jahren arbeiten Heizanlagen in der Regel ineffizient, die Reparaturanfälligkeit sowie der CO2-Ausstoß steigen. Gerade in diesem Bereich liegt ein großes Einsparpotenzial, um den nationalen Klimazielen ein Stück näherzukommen.

Deshalb setzt die Bundesregierung auf finanzielle Anreize für den Austausch ineffizienter Ölheizungen. Da absehbar ist, dass ein Wechsel von Öl zu Öl nicht mehr lange bezuschusst werden wird, sollten Sie schnell handeln!

3. Gesetzliche Austauschpflicht

Ist Ihre Heizung über 30 Jahre alt und ein Öl-Heizwertgerät, dann müssen Sie sogar eine neue Ölbrennwertheizung kaufen. Denn mit der Energieeinsparverordnung (Enev 2014) schreibt der Gesetzgeber einen Umstieg auf Brennwerttechnik vor.

Von der Planung über die Förderberatung bis hin zur Installation und Öltankentsorgung sind wir an Ihrer Seite. Auch darüber hinaus können Sie mit unseren attraktiven Wartungspaketen weiterhin von unserem Service profitieren. Nutzen Sie unseren Heizungsplaner für Ihre neue Ölheizung.

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