Das Klimaschutzprogramm hat bei Verbrauchern viele Fragen zur Ölheizung aufgeworfen. Die wichtigste: Wen betrifft das teilweise Verbot ab 2026 und lohnt es sich jetzt noch, eine Ölheizung zu kaufen?

Unsere Position zu Heizungen mit fossilen Brennstoffen

Um die eigenen Klimaziele zu erreichen, muss Deutschland die CO2-Emissionen im Gebäudesektor bis 2030 halbieren. Das kann nur mit der Abkehr von Gas und Öl und dem Umstieg auf die Wärmepumpe funktionieren. Die Bundesregierung hat bereits eine große Wärmepumpenoffensive beschlossen und ein deutliches Wärmepumpen-Gebot ausgesprochen. Ab dem 1. Januar 2024 soll möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. Damit bricht das Zeitalter der Wärmepumpe auch in Deutschland an.

Wir von thermondo gehen hier voran und beschleunigen den Umstieg – auch im Altbau! Denn bereits jetzt können sechs Millionen Haushalte mit uns auf die Wärmepumpe umsteigen. Wir bieten dafür das passende Komplettpaket und machen den Umstieg so einfach wie möglich. Dabei decken wir alle notwendigen Schritte Ihres Wechsels auf die Wärmepumpe ab, helfen Ihnen bei der Beantragung der Förderung und machen so Wärme klimaneutral. Und wenn der Umstieg auf die Wärmepumpe bei Ihnen noch nicht möglich ist, bieten wir Ihnen als größter Heizungsinstallateur Deutschlands energieeffiziente und moderne Alternativen.

Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner, wir beraten Sie gerne, welche Heizung zu Ihrem Zuhause passt.

Für Besitzer von Ölheizungen war die Aufregung groß, als die Bundesregierung das teilweise Verbot von Ölheizungen ab 2026 als Teil des Klimaschutzprogramms vorstellte. Daher gleich zu Beginn: Ölheizungen dürfen auch 2026 und darüber hinaus genutzt werden. Die Einschränkung vom Verkauf von Ölheizungen bezieht sich auf die Neu-Installation einer reinen Ölheizung, wenn bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt werden. So sollen ab 2026 nur noch neue Ölheizungen verbaut werden, die beispielsweise mit erneuerbaren Wärmeerzeugern, wie Solarthermie, kombiniert werden.

Die aktuelle Bundesregierung hat sogar beschlossen, diese Regelung auf 2024 vorzuziehen. Noch steht hier der Gesetzgebungsprozess aus, aber es damit zu rechnen, dass die Einschränkung schon 2024 kommen wird.

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Von dieser Einschränkung gibt es Ausnahmen. So darf eine Ölheizung auch weiterhin wie bisher und ohne Solarthermie oder Wärmepumpe installiert werden, wenn das Gebäude nicht an das Gasnetz angeschlossen werden kann und wenn die anteilige Deckung des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien technisch nicht möglich ist oder zu unbilligen Härten führen würde.

Das heißt: Bis 2026 dürfen Sie weiterhin Ihre alte Ölheizung gegen eine neue austauschen (auch ohne erneuerbare Energien) und diese natürlich auch über 2026 hinaus nutzen.

Davon unberührt besteht weiterhin eine Austauschpflicht für alte Ölheizungen. Mit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2014 wurde festgelegt, dass Heizungen, die 30 Jahre und älter sind, ausgetauscht werden müssen. Betroffen sind davon vor allem Ölheizungen, die mit Heizwerttechnik arbeiten. Nutzen Sie bereits energiesparende Brennwert- oder Niedertemperaturgeräte, ist ein Austausch nicht zwingend erforderlich.

Auch wenn Hausbesitzer nicht direkt von der Austauschpflicht für alte Ölheizungen betroffen sind, ist es sinnvoll, die Ölheizung auszutauschen. Als erste Wahl sollten heutzutage immer Heizsysteme aus erneuerbaren Energien, wie die Wärmepumpe, in Betracht gezogen werden. Damit verringern Sie nicht nur Ihre Heizkosten, sondern heizen auch emissionsfrei. Zudem erhalten Sie beim Austausch der alten Ölheizung gegen eine Wärmepumpe die maximale Förderung von bis zu 50 Prozent (ab 15.08.22 40 Prozent).

Wenn der Austausch gegen eine Wärmepumpe oder ein anderes Heizsystem bei Ihnen nicht möglich ist, lohnt es trotzdem, die alte Ölheizung gegen eine neue zu tauschen. Denn die moderneren Heizgeräte zeichnen sich dank Brennwertkessel durch einen geringeren Brennstoffverbrauch aus und bieten mehr Heizkomfort. Abhängig von der Modellauswahl amortisieren sich die Anschaffungskosten durch die Heizkostenersparnis innerhalb von zehn Jahren.

>> Erfahren Sie mehr zur EnEV und der Austauschpflicht

Darum ist eine Ölheizung mit Brennwerttechnik effizienter

Alte Ölheizungen, die überwiegend mit Heizwerttechnik arbeiten, erzeugen einen großen Teil an Wärmeenergie, die den Schornstein ungenutzt als heißes Abgas verlässt. Moderne Ölbrennwertheizungen verwenden die bei der Ölverbrennung im Kessel erzeugte Wärme optimal.

So wird bei Brennwertgeräten ein Großteil der Wärmeenergie aus dem Abgas dem Heizprozess zugeführt. Somit benötigt die Ölheizung bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff, um Heizungswasser oder Brauchwasser zu erwärmen. Der Clou der Brennwerttechnik liegt somit in einer Kombination aus direkter und indirekter Energieausbeute.

Für den Kauf einer neuen Ölbrennwertheizung inklusive Montage und Anpassung des Abgassystems können Sie mit Kosten zwischen knapp 10.000 und 15.000 Euro rechnen. Seit Anfang 2020 besteht nun nicht mehr die Möglichkeit, die Anschaffungskosten durch Fördermittel zu reduzieren.

Das entsprechende Förderprogramm KfW 430 für effiziente Heizungsanlagen wurde eingestellt. Damit gibt es für Ölheizungen keine Förderung mehr. Auch nicht für Öl-Hybridheizungen. Sollten Sie eine neue Ölbrennwertheizung mit Solarthermie kombinieren, erhalten Sie ausschließlich für die regenerative Wärmequelle 30 Prozent (ab 15.08.22 25 Prozent) Förderung.

Wenn Sie Ihre alte Ölheizung gegen eine Wärmepumpe austauschen, erhalten Sie bis zu 50 Prozent (40 Prozent ab 15.08.22) Förderung und halbieren die Anschaffungskosten. So ist am Ende eine Wärmepumpe nicht teurer als eine Ölheizung, aber im Betrieb deutlich günstiger. Sogar im Altbau, denn die moderne Wärmepumpentechnologie ist sehr effizient im Bestand.

Ist kein Austausch gegen eine Wärmepumpe möglich, lohnt sich der Austausch der alten Ölheizung dennoch. Denn auch eine neue Ölheizung senkt den Brennstoffbedarf um bis zu 30 Prozent. Gerade vor dem Hintergrund der Einführung eines CO2-Preises in 2021 zahlt sich die Einsparung beim Brennstoff und die damit verbundene Senkung von CO2-Emissionen deutlich aus. Die emissionsfreie Wärmepumpe ist da natürlich noch mehr im Vorteil.

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Wenn Sie eine Ölheizung kaufen wollen, gibt es verschiedene Aspekte, die Sie im Vorfeld berücksichtigen sollten:

Heizbedarf:

Um die notwendige Leistung Ihrer neuen Ölheizung zu ermitteln, müssen Sie Ihren Heizbedarf kennen. Wir beraten Sie hierzu gerne per Telefon oder vor Ort. Dabei wird u.a. berücksichtigt, wie viele Personen in Ihrem Haushalt leben, welche Energieeffizienz Ihr Gebäude aufweist und ob die Heizung mit alternativen Energiequellen kombiniert werden kann.

Nennleistung des Kessels:

Auf der Basis der Wärmebedarfsberechnung wird dann bestimmt, welche Leistung der Ölheizkessel mindestens erzielen muss, damit Sie im Winter ausreichend heizen können.

Kontrolle und Anpassung des Abgassystems:

Wenn Sie von Heizwert auf Brennwert umstellen, ist in der Regel eine Anpassung am Abgassystem notwendig. Da die Abgase durch den Entzug von Wärmeenergie nur noch mit geringen Temperaturen von weit unter 100 °C durch den Schornstein ziehen, wird ein korrosionsbeständiges und feuchteunempfindliches Abgasrohr benötigt.

Durch den höheren Anfall an Kondensat könnte ein klassischer gemauerter Schornstein sonst versotten, wenn Sie ein Ölbrennwertgerät damit betreiben. Die Schornsteinsanierung für Brennwertgeräte ist jedoch mit vergleichsweise geringem Aufwand verbunden. Es wird meist einfach ein Kunststoff- oder einwandiger Edelstahlschornstein im vorhandenen Schacht eingezogen.

Die Anpassung des Abgassystems ist selbstverständlich Teil der Installation Ihrer neuen Ölheizung durch unsere thermondo-Techniker.

Platzbedarf prüfen:

Um eine Ölheizung zu betreiben, benötigen Sie einen Öltank. Wollen Sie Ihren Neubau mit einer Ölbrennwertheizung ausstatten, muss deshalb ein passender Raum für den Tank mitgeplant werden. Eine sehr elegante Lösung sind Erdtanks, die im Garten vergraben werden. Damit sparen Sie wertvollen Platz in Ihrem Haus.

Wenn Sie Ihre Ölheizung erneuern, sollten Sie ebenfalls prüfen, ob der vorhandene Kellerraum für den Öltank überhaupt noch benötigt wird. Da moderne Ölbrennwertgeräte weniger Brennstoff benötigen, können Sie auch Ihren Tank kleiner dimensionieren und bei Bedarf gleich auslagern.

Ist nur sehr wenig Platz in Ihrem Haus vorhanden, könnte sich auch ein wandhängender Ölkessel anbieten.

In jedem Fall übernehmen wir auch die Öltankentsorgung im Rahmen Ihrer Heizungsmodernisierung, wenn Sie dies wünschen.

Kombination mit Solarthermie:

Wenn ein kompletter Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme, wie die Wärmepumpe, möglich ist, sollten Sie über eine Kombination der neuen Ölheizung mit regenerativen Wärmeträgern nachdenken. Moderne Ölbrennwertgeräte können sehr einfach mit Solarthermie kombiniert werden. Wünschen Sie diese Kombination, sollten Sie vorher prüfen, ob ausreichend Platz für Kollektoren auf dem Dach ist und ob deren Ausrichtung für die optimale Ausnutzung der Solarenergie geeignet ist.

Brennstoffe zum Heizen mit Öl

  • herkömmliches Heizöl:

Das in der DIN 51603-1 definierte Standard-Heizöl wird heute nur noch für alte Ölheizungen eingesetzt. Dieses Heizöl hat einen Schwefelgehalt zwischen 50 und 1.000 Milligramm pro Kilogramm. Der Brennwert dieses Öls beträgt rund 45 Megajoule pro Kilogramm. Die Umwelteigenschaften dieses Brennstoffs sind entsprechend negativ.

  • schwefelarmes Heizöl:

Durch die zunehmende Verbreitung von Ölbrennwertgeräten und die Einführung neuerer Umweltverordnungen sind die Ansprüche an die Qualität des Heizöls gestiegen. So wird heute überwiegend schwefelarmes Heizöl (Heizöl EL) in Öl-Brennwertkesseln verbrannt. Sein Schwefelgehalt darf laut DIN 51603-1 50 Milligramm pro Kilogramm Öl nicht überschreiten.

Darüber hinaus muss der Brennwert mindestens 45,4 Megajoule pro Kilogramm betragen. Es hat den Vorteil, dass es fast ohne Rückstände verbrennt und in allen Ölheizungen eingesetzt werden kann. Durch Additive können die Eigenschaften des Brennstoffs zusätzlich verbessert werden, zum Beispiel seine Lagerfähigkeit oder Fließeigenschaften. Der Staat fördert Heizöl EL mit Steuervergünstigungen, sodass dieses Öl mittlerweile gleich teuer ist wie herkömmliches Heizöl.

  • Bio-Heizöl:

Bei Bio-Heizöl handelt es sich um Heizöl EL mit einem bestimmten Anteil an flüssigen, erneuerbaren Brennstoffen. Diese Brennstoffe sind besser bekannt als Bio-Diesel, das aus Raps, Sonnenblumen oder Soja gewonnen wird. Der Bioanteil wird u.a. durch die Vornorm DIN-V 51603-6 bestimmt und liegt je nach Anbieter und Produkt bei fünf bis 20 Prozent.

Das gängige Kürzel für Bio-Heizöl lautet „Heizöl EL A“. Bio-Heizöl mit 10 prozentigem Anteil an Biokraftstoff heißt dann „Heizöl EL A 10“. Durch die Verwendung von Bio-Heizöl können Sie als Verbraucher CO2-Emissionen zusätzlich senken und die fossilen Ressourcen schonen. Allerdings liegen die Kosten für Bio-Heizöl um rund 10 Prozent über den Kosten für herkömmliches, schwefelarmes Heizöl.

Wenn ein Öltank installiert wird, müssen Brandschutz, Wasserrecht und Gewässerschutz berücksichtigt werden. So dürfen Öltanks zum Beispiel nur von Betrieben installiert werden, die die notwendige Qualifikation dafür besitzen.

Jeder Öltank ab 1.000 Liter Fassungsvermögen muss vor der Inbetriebnahme oder nach Änderungen des Heizsystems, zum Beispiel die Umstellung auf Brennwerttechnik, geprüft werden. Möchten Sie Ihren Öltank unterirdisch anlegen, ist alle fünf Jahre eine Prüfung erforderlich. Dies gilt übrigens auch, wenn Sie einen Außentank stilllegen wollen, weil er nicht mehr benötigt wird.

Ölbrennwertheizung mit Solarthermie kombinieren

Um die Energieeffizienz Ihrer Heizungsanlage zu steigern, können Sie Ihre neue Ölbrennwertheizung mit Solarthermie kombinieren. Im Vergleich zu alten Heizsystemen ist eine Energieeinsparung von über 40 Prozent möglich. Durch Förderprogramme des BAFA lässt sich auch die Solaranlage günstiger errichten und die Mehrkosten haben sich ebenfalls in knapp zehn Jahren durch die Einsparungen beim Heizöl amortisiert.

Neben dieser Kosteneinsparung reduzieren Sie außerdem mit der Kombination aus Ölbrennwertheizung und Solarthermie nachhaltig die Umweltbelastung durch CO2-Emissionen.

Der Austausch der alten Ölheizung lohnt sich definitiv, allerdings sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken, ob es unbedingt eine neue Ölheizung sein soll. Die Ökobilanz der Ölheizung ist schlecht, denn die CO2-Emissionen sind hoch. Moderne Brennwerttechnik kann das reduzieren, aber bleibt weit über der Bilanz anderer Heizsysteme. Mit einer Wärmepumpe heizen Sie emissionsfrei, wenn Sie Ökostrom verwenden. Die modernen Geräte sind sogar ohne Fußbodenheizung im Bestand einsetzbar. Das große Plus: Sie werden unabhängig von Öl und damit auch von extremen Preisschwankungen.

Wenn kein Wechsel auf ein anderes Heizsystem möglich ist, leistet auch eine neue Öl-Brennwertheizung mehr als die alte. So sind mit Brennwerttechnik Energieeinsparungen bis 30 Prozent möglich. Denn diese schaffen eine Brennstoffausnutzung von durchschnittlich 96 Prozent, während herkömmliche Standardkessel nur auf knapp 70 Prozent kommen.

Von der Beratung über die Planung bis hin zur Installation und Öltankentsorgung sind wir an Ihrer Seite. Auch darüber hinaus können Sie mit unseren attraktiven Wartungspaketen weiterhin von unserem Service profitieren. Nutzen Sie unseren Heizungsplaner für Ihre neue Heizung.

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