Aufgrund der stark gestiegenen Energie- und Spritpreise, durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, plante die Ampel-Koalition Maßnahmen für mehr Energieeffizienz. Damit sollen Bürgerinnen und Bürger finanziell entlastet werden. Im Gespräch ist unter anderem eine temporäre Senkung der Energiesteuer und eine einmalige Auszahlung einer Energiepauschale. Doch auch in puncto Heizungstausch gäbe es Neuerungen, wenn der Beschluss verabschiedet wird. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Bereits ab 2024 soll demnach jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. Ursprünglich war diese Vorgabe erst ab dem 1. Januar 2025 vorgesehen. Eigenheimbesitzer sollen außerdem ihre über 20 Jahre alte Heizung austauschen können. Weiterhin ist von einer großen Wärmepumpen-Offensive die Rede.

Soll der Einbau neuer Gasheizungen in Zukunft verboten werden? Ja, teilweise – zumindest wenn es nach Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geht. Kürzlich verkündete er in der ARD-Sendung “Bericht aus Berlin“, dass der Einbau neuer Gasheizungen in Eigenheimen gestoppt werden solle. Stattdessen müsse die Gebäudedämmung massiv nach vorne gebracht und notwendige Geldmittel dafür bereitgestellt werden.

Der Krieg in Osteuropa wird die Energiewende und damit die Umstellung auf Erneuerbare Energien erneut beschleunigen. Dem eingeschränkten Verkaufsverbot der Ölheizung ab 2026 – auch hier ist ein früherer Ausstieg bereits im Gespräch – könnte also bald tatsächlich ein partielles Verbot der Gasheizung folgen. Anzumerken ist, dass das teilweise Verbot immer nur den Einbau neuer Heizungen ohne Einbindung Erneuerbarer Energien beinhaltet. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Beispielsweise, wenn ein Gebäude unter Denkmalschutz steht und der Einbau von Erneuerbaren Energien nicht umsetzbar ist.

In einigen Bundesländern gelten bereits Nutzungspflichten Erneuerbarer Energien beim Heizungstausch oder nachträglichen Einbau neuer Heizungen. In Hamburg und Baden-Württemberg müssen Eigenheimbesitzer bereits heute einen Anteil von mindestens 15 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien abdecken. In Schleswig-Holstein sind Hausbesitzer ab dem 1. Juli 2022 dazu verpflichtet.

Auch wenn in naher Zukunft von einem strikten Verbot der Gasheizung noch nicht die Rede sein kann, wäre in puncto Heizungstausch eine Orientierung in Richtung Erneuerbarer Energien zur Wärmegewinnung sehr ratsam.

Im Beschluss der Koalition war ebenfalls von einer “Wärmepumpen-Offensive” die Rede. Was das konkret bedeutet, wurde bislang zwar nicht erläutert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Einbau und ggf. die Förderung von Wärmepumpen künftig stärker in den Fokus gesetzt werden soll.

Die wichtigsten Informationen zur Wärmepumpe

Wärmepumpen ziehen ihre Energie zur Wärmegewinnung aus der Umgebung – nämlich der Luft, dem Wasser und der Erde. Genau das macht die Wärmepumpe so umweltfreundlich. Da es drei verschiedene Energiequellen gibt, gibt es auch drei verschiedene Wärmepumpen Arten:

  • Die Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe

Dabei funktionieren Wärmepumpen alle nach dem gleichen Prinzip, das mit dem eines Kühlschranks zu vergleichen ist – nur umgekehrt. Sie entziehen dem Außenbereich Wärme und führen diese in Form von Heizenergie dem Haus zu. Im Inneren der Wärmepumpe zirkuliert ein flüssiges Kältemittel, sobald dieses die Energie aus der Umgebung aufnimmt (Bspw. Luft), beginnt es zu verdampfen. Mithilfe eines Kompressors verflüssigt sich das Kältemittel, was vorher gasartig war. Dieser Vorgang erhöht das Temperaturniveau nochmals. Im Anschluss verflüssigt sich das Kältemittel in einem Kondensator wieder und die dadurch freigegebene Wärme wird dem Heizsystem zugeführt. Dieser Kreislauf wiederholt sich bei allen Wärmepumpen-Arten immer wieder.

Die wichtigsten Vorteile der Wärmepumpe

  • autarkes Heizen: unabhängig von Gas- und Öl
  • geringe Heizkosten, dank effizientem Heizen
  • CO2-Ausstoß viel geringer als bei Gas- oder Ölheizungen (bis zu 90 Prozent)
  • hohe staatliche Förderung und günstiges Heizen führt zur schnellen Amortisierung der Anschaffungskosten
  • unendliche Energiequellen (Luft, Wasser, Erde)
  • eignet sich für fast jede Gebäudeart
  • sehr geringer Wartungsaufwand

Fördermöglichkeiten für die Wärmepumpe

Da die Wärmepumpe zu den Erneuerbaren Energien zählt, wird der Einbau vom Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) staatlich gefördert. Das sind Ihre Fördermöglichkeiten:

  • 35 Prozent Förderung bei der Neuanschaffung einer Wärmepumpe
  • 45 Prozent, wenn eine neue Wärmepumpe gegen die alte Ölheizung getauscht wird
  • + 5 Prozent, wenn der Heizungstausch im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) stattfindet

Damit können Sie sich 50 Prozent der Investitionskosten bereits durch die Förderung wieder zurückholen.

Wenn der Einbau einer Wärmepumpe als neues Heizsystem bei Ihnen nicht realisierbar ist, wäre die Gasheizung mit Solar eine Alternative. Diese Hybridheizung besteht durch die Solarthermie-Anlage immerhin teilweise aus Erneuerbaren Energien und wird daher ebenfalls durch das BAFA gefördert.

Der Hauptteil des Wärmebedarfs wird hier über die Solarthermie gedeckt. An kalten oder dunklen Tagen springt die Gasheizung ein und heizt das Haus zuverlässig und sorgt für warmes Wasser. Das Heizsystem sorgt dafür, dass die Leistung an den individuellen Wärmebedarf angepasst wird. Dies erfolgt durch eine intelligente Steuerungstechnik, über die Gas-Hybridheizungen verfügen. Eine weitere wichtige Komponente ist der Wärmespeicher. Dieser nimmt überschüssige Wärme auf und setzt diese in Bedarfszeiten wieder frei.

Diese Vorteile haben Sie mit einer Gasheizung mit Solar

  • mehr Unabhängigkeit ggü. Gaspreisentwicklung
  • Heizkosten sinken durch Solaranteil
  • sichere und zuverlässige Wärmeversorgung
  • geringere CO2-Emissionen
  • individuell erweiterbar, z.B. mit zweiter alternativen Wärmequelle
  • hohe staatliche Fördermöglichkeit

Diese Förderungen sind bei einer Gasheizung mit Solar möglich

Auch für Ihre Gas-Hybridheizung können Sie hohe staatliche Förderungen über das BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) erhalten. Für eine Gasheizung mit Solar haben Sie folgende Optionen:

  • 30 Prozent Förderung für den Kauf einer Gasheizung mit Solar
  • 40 Prozent Förderung, wenn sie gegen eine alte Ölheizung getauscht wird
  • + 5 Prozent, wenn ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vorliegt

Insgesamt können Sie sich damit bis zu 45 Prozent Förderung für Ihre neue Gasheizung mit Solarthermie-Anlage zurückholen.

Bei thermondo profitiert momentan jeder zweite Kunde von der staatlichen Förderung. Mit unserem Förderservice führen wir eine Fördermittelanalyse für Sie durch und helfen Ihnen beim Förderantrag. So können wir das Maximum an Förderung für Sie herausholen.

Übrigens: Wenn Sie sich für einen Heizungswechsel entscheiden, kommen Sie ebenfalls in den Genuss unseres Komplettpakets. Dieses beinhaltet die Planung, Koordination, Installation sowie anschließender Reparatur oder Wartung. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und lassen Sie sich ein unverbindliches Festpreisangebot erstellen.

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