Aufgrund der stark gestiegenen Energie- und Spritpreise, durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, brachte die Ampel-Koalition Maßnahmen für mehr Energieeffizienz auf den Weg. Damit sollen Bürgerinnen und Bürger finanziell entlastet werden. Umgesetzt wurde neben dem Neun-Euro-Ticket bereits der Wegfall der EEG-Umlage. Welche neuen Beschlüsse es nun zum Thema Heizungstausch und Verbot von Gasheizungen gab, erfahren Sie hier.

Aktuelle Änderung der Förderung

Bitte beachten Sie, dass das BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) die Heizungsförderung im Rahmen des BEG (Bundesförderung für Effiziente Gebäude) kurzfristig zum 15. August ändert. Angesichts der knapperen zur Verfügung stehenden Mittel konzentriert sich das BMWK jetzt vor allem auf den Gebäudebestand und will die staatliche Förderung auf mehr Haushalte verteilen.

Daraus ergeben sich u. a. folgende Änderungen:

  • Gasheizungen sind nicht länger förderfähig, damit erhalten auch Gashybridheizungen (z. B. mit Solarthermie) keine Förderung mehr.
  • Geänderte Fördersätze für Wärmepumpen: Wärmepumpen werden maximal bis zu 40 % gefördert, wenn Sie von einer Öl-Heizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung umsteigen und den Wärmepumpenbonus erhalten.
  • Der Bonus von 5 %, sofern der Heizungswechsel im Rahmen eines iSFP (individuellen Sanierungsfahrplan) stattfindet, entfällt.

Mit dem Fördermittelservice von thermondo erhalten Sie weiterhin das Maximum an möglicher Förderung für Ihren Heizungswechsel.

Lesen Sie hier mehr zur Förderung.
(Die Bekanntmachung (BAnz AT 27.07.2022 B1) des BMWK finden Sie im Bundesanzeiger hier.)

Nach wie vor soll ab 2024 jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Nur soll die Umsetzung des Ziels jetzt auf mehreren Wegen erreicht werden können. Neben Wärmepumpen können dafür nun auch Gasheizungen mit nachhaltigem Biomethan, grünem Wasserstoff oder anderen grünen Gasen genutzt werden. Auch die Verwendung von Biomasse- und Stromdirektheizungen sowie der Anschluss an ein Fernwärmenetz ist jetzt zur Erreichung des Ziels möglich.

Mit dem aktuellen Beschluss ist die Bundesregierung beim Thema Gasheizungsverbot jetzt deutlich zurückgerudert. Ursprünglich geplant war ein relativ striktes Verbot von Gasheizungen ab 2024, Ausnahmen sollte es nur wenige geben. Da die Umsetzung laut Experten jedoch nicht realisierbar sei, wurde das Verbot schlussendlich gekippt. Möchten Sie ab 2024 eine neue Gasheizung einbauen, ist dies also nach wie vor möglich, solange Sie ein grünes Gas – beispielsweise Biogas – als Brennstoff verwenden. Nichtsdestotrotz hat der Krieg in Osteuropa die Energiewende und damit die Umstellung auf erneuerbare Energien erneut beschleunigt. Das Heizen mit klassischem Erdgas ist ab 2024 für eine neue Gasheizung nämlich dennoch nicht mehr möglich.

In einigen Bundesländern gelten bereits Nutzungspflichten erneuerbarer Energien beim Heizungstausch oder nachträglichen Einbau neuer Heizungen. In Hamburg und Baden-Württemberg müssen Eigenheimbesitzer bereits heute einen Anteil von mindestens 15 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien abdecken. In Schleswig-Holstein sind Hausbesitzer ab dem 1. Juli 2022 dazu verpflichtet.

Auch wenn in Zukunft von einem strikten Verbot der Gasheizung nun nicht mehr die Rede sein kann, wäre in puncto Heizungstausch eine Orientierung in Richtung erneuerbarer Energien zur Wärmegewinnung sehr ratsam.

Auch wenn in naher Zukunft von einem strikten Verbot der Gasheizung noch nicht die Rede sein kann, wäre in puncto Heizungstausch eine Orientierung in Richtung Erneuerbarer Energien zur Wärmegewinnung sehr ratsam.

Ende Juli verkündete das Wirtschaftsministerium einschneidende Änderungen in die bestehende Förderung für Heizungen. Wurden bisher Gashybridheizungen noch mit bis zu 45 Prozent gefördert, fällt dieser Anreiz für den Einbau einer neuen Gasheizung nun komplett weg. Damit werden Gasheizungen, auch in Kombination mit erneuerbaren Energien, deutlich unattraktiver. Steigende Gaspreise, eine unsichere Versorgungslage und keinerlei Subventionen vom Staat lassen Verbraucher nun nach Alternativen suchen.

Die Wärmepumpe gilt als Schlüsseltechnologie der Energiewende im Wärmebereich. Bereits jetzt können rund 40 Prozent aller Bestandsbauten auf eine Wärmepumpe umgerüstet werden, ohne dass weitere Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden müssten. Grund genug, sich die Wärmepumpe einmal genauer anzuschauen.

Die wichtigsten Informationen zur Wärmepumpe

Wärmepumpen ziehen ihre Energie zur Wärmegewinnung aus der Umgebung – nämlich der Luft, dem Wasser und der Erde. Genau das macht die Wärmepumpe so umweltfreundlich. Da es drei verschiedene Energiequellen gibt, gibt es auch drei verschiedene Wärmepumpen Arten:

Dabei funktionieren Wärmepumpen alle nach dem gleichen Prinzip, das mit dem eines Kühlschranks zu vergleichen ist – nur umgekehrt. Sie entziehen dem Außenbereich Wärme und führen diese in Form von Heizenergie dem Haus zu. Im Inneren der Wärmepumpe zirkuliert ein flüssiges Kältemittel, sobald dieses die Energie aus der Umgebung aufnimmt (Bspw. Luft), beginnt es zu verdampfen. Mithilfe eines Kompressors verflüssigt sich das Kältemittel, was vorher gasartig war. Dieser Vorgang erhöht das Temperaturniveau nochmals. Im Anschluss verflüssigt sich das Kältemittel in einem Kondensator wieder und die dadurch freigegebene Wärme wird dem Heizsystem zugeführt. Dieser Kreislauf wiederholt sich bei allen Wärmepumpen-Arten immer wieder.

Die wichtigsten Vorteile der Wärmepumpe

  • autarkes Heizen: unabhängig von Gas- und Öl
  • geringe Heizkosten, dank effizientem Heizen
  • CO2-Ausstoß viel geringer als bei Gas- oder Ölheizungen (bis zu 90 Prozent)
  • hohe staatliche Förderung und günstiges Heizen führt zur schnellen Amortisierung der Anschaffungskosten
  • unendliche Energiequellen (Luft, Wasser, Erde)
  • eignet sich für fast jede Gebäudeart
  • sehr geringer Wartungsaufwand

Fördermöglichkeiten für die Wärmepumpe

Da die Wärmepumpe zu den Erneuerbaren Energien zählt, wird der Einbau vom Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen des BEG staatlich gefördert. Das sind Ihre Fördermöglichkeiten:

  • 25 Prozent Förderung bei der Neuanschaffung einer Wärmepumpe
  • 35 Prozent, wenn eine neue Wärmepumpe gegen die alte Ölheizung getauscht wird
  • 35 Prozent, wenn eine neue Wärmepumpe gegen eine alte Gasheizung (mind. 20 Jahre) getauscht wird
  • + 5 Prozent, wenn es sich bei der neuen Anlage um eine Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe handelt

Damit können Sie sich bis zu 40 Prozent der Investitionskosten bereits durch die Förderung wieder zurückholen.

Wenn der Einbau einer Wärmepumpe als neues Heizsystem bei Ihnen nicht realisierbar ist, könnte die Gasheizung mit Solar eine Alternative sein. Diese Hybridheizung besteht durch die Solarthermie-Anlage immerhin teilweise aus Erneuerbaren Energien und reduziert so den Gasverbrauch

Der Hauptteil des Wärmebedarfs wird hier über die Solarthermie gedeckt. An kalten oder dunklen Tagen springt die Gasheizung ein und heizt das Haus zuverlässig und sorgt für warmes Wasser. Das Heizsystem sorgt dafür, dass die Leistung an den individuellen Wärmebedarf angepasst wird. Dies erfolgt durch eine intelligente Steuerungstechnik, über die Gas-Hybridheizungen verfügen. Eine weitere wichtige Komponente ist der Wärmespeicher. Dieser nimmt überschüssige Wärme auf und setzt diese in Bedarfszeiten wieder frei.

Allerdings ist mit Wegfall der Förderung seit August 2022 ein starkes Argument für diese Hybridheizung weggefallen. Statt bis zu 45 Prozent für die Kombination Gas mit Solarthermie, sind nur 25 Prozent allein auf die Solarthermieanlage möglich.

Diese Vorteile haben Sie mit einer Gasheizung mit Solar

  • etwas mehr Unabhängigkeit ggü. Gaspreisentwicklung
  • Heizkosten sinken durch Solaranteil
  • sichere und zuverlässige Wärmeversorgung
  • geringere CO2-Emissionen
  • individuell erweiterbar, z.B. mit zweiter alternativen Wärmequelle

Bei thermondo profitiert momentan jeder zweite Kunde von der staatlichen Förderung. Mit unserem Förderservice führen wir eine Fördermittelanalyse für Sie durch und helfen Ihnen beim Förderantrag. So können wir das Maximum an Förderung für Sie herausholen.

Übrigens: Wenn Sie sich für einen Heizungswechsel entscheiden, kommen Sie ebenfalls in den Genuss unseres Komplettpakets. Dieses beinhaltet die Planung, Koordination, Installation sowie anschließender Reparatur oder Wartung. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und lassen Sie sich ein unverbindliches Festpreisangebot erstellen.

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