aus 0 Bewertungen | zuletzt aktualisiert am: 07.10.2019

Solarheizung – mit Sonnenenergie umweltfreundlich heizen

Sonnenergie ist kostenlos verfügbar und umweltfreundlich. Warum sollte man sie dann nicht zur Wärmeerzeugung nutzen? Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um die Solarheizung und das Heizen mit Solartechnik.

Der Begriff „Solarheizung“ ist im eigentlichen Sinne nicht ganz eindeutig. Denn eine Heizung, die nur mit Sonnenkraft betrieben wird, ist alleine mit Solarthermie nicht unbedingt möglich. Vielmehr wird die thermische Energie der Sonnenstrahlen über Kollektoren eingefangen und als Ergänzung für die Warmwassererzeugung oder Heizung genutzt.

Eine „Solarheizung“ ist demnach eine Solarthermie-Anlage, die mit einer Gasheizung, Ölheizung, Holzheizung oder Fernwärme kombiniert wird, um die Effizienz des Heizsystems sowie dessen Ökobilanz zu verbessern. Darüber hinaus hat das Heizen mit Solartechnik noch einen weiteren positiven Effekt: Sie können mit einer nachhaltigen Methode Heizkosten sparen.

Der Einfachheit halber verwenden wir hier in diesem Beitrag die Bezeichnung „Solarheizung“, auch wenn die Heizungsanlage nicht ausschließlich mit Solartechnik betrieben wird.

Solarthermie ist nicht gleich Photovoltaik

Sonnenenergie können wir heute auf unterschiedliche Weise nutzen. Allerdings unterscheidet sich je nach Hausanlage die Art der mit Sonnenenergie erzeugten Energieform. Während die Solarthermie-Heizungen Wärme erzeugen, produzieren Solarzellen bzw. Photovoltaik-Anlagen Strom.

>> Mehr zum Thema Solarthermie oder Photovoltaik

Wir kennen alle die angenehme Wärme, die durch Sonnenstrahlen erzeugt wird. Dabei handelt es sich um Strahlungswärme, die mithilfe von Lichtstrahlen im nicht sichtbaren Spektrum erzeugt wird. Dazu gehören zum Beispiel auch natürliche Infrarotstrahlen. Mithilfe der Strahlungswärme können Festkörper und auch Trägermedien wie Wasser oder andere Flüssigkeiten erwärmt werden.

Und genau dieses Funktionsprinzip macht sich die Solarheizung zunutze. Ihre Wärmeerzeugung basiert nicht auf Verbrennungsvorgängen, sondern auf dem „Einsammeln“ (deshalb die Bezeichnung „Sonnenkollektor“) von Sonnenstrahlen und der Wärmeübertragung.

Solarheizungen nutzen die Sonnenkraft deshalb entweder zur direkten Erwärmung von Brauchwasser in den Sonnenkollektoren oder zum Erwärmen einer Trägerflüssigkeit, die wiederum Heizungs- und/oder Brauchwasser in einem Wärmespeicher oder Pufferspeicher erwärmt.

So kann das mit Solarthermie erwärmte Wasser zum Beispiel das Heizwasser vorwärmen, sodass die Heizungsanlage selbst weniger Primärenergie aufwenden muss, um das Heizungswasser auf die gewünschte Vorlauftemperatur zu bringen.

  • kostenlose Wärmequelle
  • unerschöpfliche Ressource
  • umweltfreundliche Heiztechnik
  • emissionsfreie Wärmeerzeugung
  • Fördermöglichkeiten durch Bundesmittel
  • langfristige Senkung der Heizkosten

Die einzigen Nachteile dieser Technik liegen in den vergleichsweise hohen Anschaffungskosten sowie darin, dass gewisse bauliche Gegebenheiten für den Einsatz von Solarkollektoren vorliegen müssen.

Damit Sie die Vorteile der Solarheizung nutzen können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Pufferspeicher: Um die mit Sonnenkraft erzeugte Wärme zu speichern, benötigen Sie einen entsprechend großen Pufferspeicher. Dieser hält das Warmwasser zum Heizen, Duschen oder Waschen vor.
  • moderne Heiztechnik: Wirklich sinnvoll ist eine Solarheizung nur dann, wenn sie mit moderner Brennwerttechnik (Gas oder Öl) oder einer CO2-neutralen Holzheizung kombiniert wird.
  • ausreichende Dach- oder Wandfläche für Kollektoren: Damit Ihre Solarheizung effizient arbeiten kann, benötigen Sie eine ausreichend große Fläche für die Installation der Kollektoren. Diese Fläche hängt u.a. von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen sowie dem Heiz- bzw. Wärmebedarf ab.
  • geeignete Lage der Kollektoren: Um eine thermische Solaranlage zu betreiben, müssen die Solarkollektoren möglichst optimal ausgerichtet sein, um die Sonnenkraft bestmöglich zu nutzen. Bei schlechter Ausrichtung können die Wirkungsgrade dieser Anlagen dramatisch stark fallen und die Effizienz der Anlage geht verloren.

Wenn Sie zum Heizen Solarthermie einsetzen wollen, müssen Sie mit Anschaffungs- und Installationskosten zwischen 5.000 und 13.000 Euro rechnen. Wie hoch die Kosten tatsächlich ausfallen, hängt von der Größe der Anlage und den zu installierenden Komponenten ab. So benötigen Sie die entsprechende Regeltechnik und passende Wärmespeicher.

>> Hier haben wir alle wichtigen Informationen zu den Solarthermie-Kosten für Sie zusammengestellt.

Da die Solarheizung zu den nachhaltigen Formen der Wärmeerzeugung gehört, wird diese Technik von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Hausbesitzer haben dabei die Möglichkeit, je nach Förderprogramm über 7.000 Euro abzurufen. Lesen Sie hier ausführlich, welche Solarheizung-Förderung möglich ist.

Wie wirtschaftlich ist eine Solarheizung?

Die Wirtschaftlichkeit jeder Solarthermie-Anlage ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen spielt die Qualität der Anlage eine wichtige Rolle. Zum anderen wirken sich Ihr persönlicher Verbrauch sowie die Einbindung der Solarkraft in Ihren Wärmehaushalt darauf aus, wie wirtschaftlich Sie eine Solarheizung betreiben.

Um die Effizienz einer Solarheizung zu ermitteln, können Sie die entstehenden Kosten mit den eingesparten Kosten verrechnen. Hierzu benötigen Sie die Verbrauchswerte, die auf Ihrer letzten Heizkostenabrechnung beruhen.

>> Wie genau Sie die Wirtschaftlichkeit der Solarheizung ermitteln, haben wir hier für Sie erklärt.

Eine Solarheizung ist für alle Hausbesitzer mit Brennwertheizung eine überaus sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Technik. Sie nutzen damit die kostenlose Sonnenkraft, müssen keine Gebühren für die Einspeisung in das zentrale Netz bezahlen wie bei Photovoltaik und können ganzjährig von der Wärmequelle Sonne profitieren.

Wenn alle baulichen Gegebenheiten vorhanden sind, ist es für Eigenheimbesitzer empfehlenswert, sich ein Angebot für eine Solarheizung inklusive Fördermöglichkeiten einzuholen. Langfristig profitieren Sie von günstigeren Heizkosten sowie einem besseren CO2-Fußabdruck – und die Umwelt von deutlich weniger Emissionen.

Nutzen Sie hierfür unseren Heizungsplaner und erhalten Sie eine kompetente Beratung plus Angebot von uns.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.