Brennstoffzellenheizung kaufen: Werden Sie zum Energie-Selbstversorger

Mit einer Brennstoffzellenheizung kaufen Sie mehr als nur einen Wärmeerzeuger. Sie werden auch zu Ihrem eigenen Stromproduzenten. Wie sie funktioniert und was bei Kauf und Einbau beachten müssen, erfahren Sie hier.

Stromerzeugende Heizungen mit Brennstoffzellentechnik funktionieren nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und gehören zu den Nano-Blockheizkraftwerken. Im Gegensatz zu herkömmlichen Blockheizkraftwerken mit Verbrennungsmotor basiert die Energieerzeugung bei einer Brennstoffzellenheizung auf einem elektrochemischen Prozess: der sogenannten kalten Verbrennung.

Die Brennstoffzelle besteht aus zwei Elektroden, einer Anode (-) auf der einen Seite und einer Kathode (+) auf der anderen. Zwischen den beiden befindet sich ein Elektrolyt mit einer festen und ionendurchlässigen Membran.

Infografik zur Funktion einer Brennstoffzellenheizung

Nun wird von außen kontinuierlich Wasserstoff (aus dem Erdgas) und Sauerstoff zugeführt. Wobei der Wasserstoff die Anode und der Sauerstoff die Kathode versorgt. Der Wasserstoff wird in Elektronen (-) und Protonen (+) gespalten. Da sich die Elektronen über einen Leiter zur Kathode bewegen, fließt Strom. 

Das Proton hingegen diffundiert am Elektrolyt  (Membran) und gelangt so auf die Seite der Kathode, um sich dort mit dem Sauerstoffion zu vereinigen. Dabei nehmen sie noch ein Elektron von der Kathode auf und es kommt zur Knallgasreaktion, bei der Wärme freigesetzt wird und Wasser entsteht.

Während die Wärme für die Erwärmung des Heiz- und Brauchwassers genutzt wird, bleibt das entstandene Wasser im Kreislauf. Es wird abgeführt, um so für den erneuten Vorgang der Wasserstoffspaltung und zur Kühlung der Brennstoffzellenheizung verwendet zu werden.

Für den Kauf und die Montage der Brennstoffzellenheizung müssen Sie momentan mit Kosten zwischen 30.000 und 35.000 Euro rechnen. Die genaue Summe ist abhängig von der gewünschten Kilowattzahl des Geräts und den Voraussetzungen Ihres Hauses. Kostenfaktoren sind unter anderem:

  1. die Brennstoffzelle selbst
  2. ein Gasbrennwertgerät als Spitzenlastkessel (falls nicht in Brennstoffzellengerät integriert)
  3. Warmwasserbereitung/Pufferspeicher (falls nicht integriert)
  4. Kosten für Montage und Material
  5. Peripheriegeräte wie Ausdehnungsgefäß, etc.
  6. Abgassystem
  7. hydraulischer Abgleich

Kosten versus Nutzen der Brennstoffzellenheizung

Eine Brennstoffzellenheizung ist in der Anschaffung zwar preisintensiver als Gasheizungen. Doch bei ausreichender Auslastung über das Jahr hinweg , amortisieren sich die recht hoch erscheinenden Kosten der Brennstoffzellenheizung in 10-15 Jahren.

1.   Bauliche Voraussetzungen

Bevor Sie sich für den Kauf einer Brennstoffzellenheizung entscheiden, sollten Sie Ihre prüfen, ob Sie ausreichend Platz haben. Denn da die Wärmeerzeugung der Brennstoffzelle in den Wintermonaten nicht ausreicht, wird ein Gasbrennwertgerät hinzugeschaltet. Für Warmwasser und Heizwasser ist zusätzlich ein Speicher nötig.
Auch einen Gasanschluss sowie ein auf Brennwerttechnik gerüsteter Schornstein ist für den Betrieb notwendig.

2.   Wirtschaftlich nur durch hohe jährliche Laufzeit

Eine Brennstoffzellenheizung ist in der Anschaffung zwar preisintensiver als Gasheizungen, bei entsprechender Auslastung aber eine lohnende Anschaffung. Denn je länger die stromerzeugende Heizung über das Jahr gesehen läuft, umso mehr Strom produzieren Sie und können so auf zusätzlichen Strom von Ihrem Energieanbieter verzichten.
Bei effizienter Ausnutzung der Brennstoffzellenheizung haben Sie den Kaufpreis bereits nach 10 bis 15 Jahren wieder drin. Steigt der Strompreis, verringert sich auch die Amortisationszeit dementsprechend.

3.   Fördermöglichkeiten im Vorfeld prüfen

Die Bundesregierung fördert Brennstoffzellenheizungen mit attraktiven Zuschüssen: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Kauf zum Beispiel mit einer Grundförderung von 5.700 plus 450 Euro je angefangener 100 Watt elektrischer Leistung des Geräts.

Weiter Informationen zu Erfahrungen, Kosten und Förderung der Brennstoffzelle finden Sie hier:

Im Moment führen wir keine Brennstoffzellenheizung in unserem Sortiment, wir beraten Sie aber gerne zu Gas- und Ölheizungen - jeweils auch in Kombination mit Solarthermie. Jede dieser Optionen ermöglicht Ihnen, Ihre Energiekosten zu senken und CO2-Emissionen zu verringern. 

  • Sie senken laufende Kosten erheblich

Kaufen Sie eine Brennstoffzellenheizung, erzeugen Sie Wärme und Strom aus einer Hand. Vor allem mit der Stromproduktion ergibt sich ein enormes Einsparpotenzial, da Sie nicht den Strompreissteigerungen durch Energielieferanten ausgeliefert sind.

  • Sie verdienen mit Stromproduktion Geld

Kaufen Sie eine Brennstoffzellenheizung für Ihr Haus, senken Sie nicht nur laufende Kosten, sondern verdienen auch Geld mit der Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz und erhalten Steuervergünstigungen.

  • Sie reduzieren Ihren CO2-Verbrauch

Die Kombination von Strom- und Wärmeproduktion bei einer Brennstoffzellenheizung reduzieren Sie nicht nur Ihre Energiekosten, Sie sparen auch bis zu 50 Prozent CO2 ein. Nicht zuletzt deshalb erreichen Geräte wie die Viessmann Vitovalor mit A++ die bislang höchste Energieeffizienzklasse.

Auch wenn wir momentan keine Brennstoffzellenheizung im Sortiment haben, beraten wir Sie zu anderen Möglichkeiten, effizient und sparsam zu heizen. Darüber hinaus unterstützen wir Sie bei der Beantragung von Fördermitteln. Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und erhalten Sie ein erstes auf Sie zugeschnittenes Angebot.

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