Was kostet eine neue Gasheizung mit Montage?
Eine Gasheizung kostet inkl. Installation zwischen 9.000 und 15.500 €. Unterschiede ergeben sich bei der Art der Gasheizung, der Leistungsklasse und der Komplexität der Installation.
Das Basismodell kostet rund 3.000 €, zuzüglich der Einbau- und Speicherkosten. Die Kosten für größere Modelle und Gasheizungen für Mehrfamilienhäuser können dagegen über 15.500 € betragen.
Die Anschaffungskosten einer Gasheizung werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
- Leistung
- Typ der Heizung, z. B. wandhängende Gastherme oder bodenstehender Brennwertkessel
- Art der Warmwasserbereitung
Gegebenenfalls kommen weitere Kosten für einen Warmwasserspeicher hinzu. Wandhängende Gasthermen sind in der Regel günstiger als bodenstehende Gas-Brennwertkessel. Zudem ist der Einbau einer Gastherme unkomplizierter.
Die Anschaffung eines Gas-Brennwertkessels oder einer Gastherme hat jedoch einen erheblichen Kosten-Nachteil: Es gibt keine Förderung. Sämtliche Fördermittel zur Heizungserneuerung fließen ausschließlich in den Ausbau von Anlagen mit erneuerbaren Energien im Gebäudesektor.
Wechseln Sie z. B. auf ein klimafreundliches Heizsystem wie die Wärmepumpe, profitieren Sie von der staatlichen Heizungsförderung von bis zu 80 %. Damit sind Wärmepumpen bereits ab 5.220 € erhältlich und kosten nicht mehr als eine neue Gasheizung.
Allein durch die staatliche Heizungsförderung, die gänzlich auf erneuerbare Energien setzt, hat sich der anfängliche Kostenvorteil der Gasheizung wieder relativiert. Es lohnt sich also, über den Umstieg von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe konkret nachzudenken.
Das zeigt auch eine Umfrage von thermondo aus dem Januar 2026: Eine klare Mehrheit von 46,5 % würde sich heute für eine Wärmepumpe als neues Heizsystem entscheiden.
Das klimafreundliche und effiziente Heizsystem landet damit deutlich auf Platz 1, vor anderen Technologien wie Hybridsystemen auf Platz 2 mit 18 % und Gasheizungen auf Platz 3 mit 14,5 %.
Was kostet eine neue Gasheizung im laufenden Betrieb?
Die Betriebskosten einer Gasheizung belaufen sich auf durchschnittlich 2.670 € pro Jahr. Dieser Wert ergibt sich aus dem aktuellen Gaspreis von 12 ct/kWh und einem angenommenen Wärmebedarf von 20.000 kWh.
Die Betriebskosten einer Gasheizung hängen maßgeblich vom Gasverbrauch und den Gaspreisen ab. Der persönliche Verbrauch, die Effizienz der Anlage mit dem passenden Gasanschluss und der Zustand des Gebäudes sind hier ausschlaggebende Faktoren.
Hinzu kommen die Kosten für die Wartung und den Schornsteinfeger, aber auch die immer weiter steigende CO₂-Steuer, die das Heizen mit Gas langfristig verteuert.
Gut zu wissen: Die Wärmepumpe, die mit Strom betrieben wird, stößt im laufenden Betrieb keine Emissionen aus. Daher ist sie weder aktuell noch in Zukunft von der CO₂‑Steuer betroffen.
Kosten Gasheizung: Welche Auswirkungen hat die CO₂-Steuer?
Die CO₂-Bepreisung in Deutschland, die 2021 eingeführt wurde, verteuert das Heizen mit Gas zunehmend. Im Jahr 2026 ist der Preis pro Tonne CO₂ gestiegen und bewegt sich in einem Korridor zwischen 55 und 65 €.
2028 wird das aktuell von der Politik festgelegte Preismodell vom europäischen Emissionshandel abgelöst, der auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr ausgeweitet wird. Ab dann orientiert sich der CO₂-Preis frei am Markt.
Experten gehen von hohen Preissprüngen aus und rechnen bereits ab 2030 mit hohen Mehrkosten von bis zu 300 €/t CO₂. Dr. Michael Pahle, Experte für Emissionshandelssysteme, äußert sich über zu erwartende CO₂-Preissprünge durch den EU-Emissionshandel im thermondo Talk zum CO₂-Preis:
Das System ist darauf ausgelegt, dass die Emissionen in den abgedeckten Sektoren Gebäude und Straßenverkehr sehr schnell sinken müssen. Und durch dieses sehr schnelle Sinken [...] wird der Preis perspektivisch stark ansteigen. Das muss er auch, damit die Klimaziele erreicht werden, und dann bewegen wir uns in anderen Größenordnungen, dann sind wir nicht mehr zweistellig, sondern irgendwann dreistellig.
Das System ist darauf ausgelegt, dass die Emissionen in den abgedeckten Sektoren Gebäude und Straßenverkehr sehr schnell sinken müssen. Und durch dieses sehr schnelle Sinken [...] wird der Preis perspektivisch stark ansteigen. Das muss er auch, damit die Klimaziele erreicht werden, und dann bewegen wir uns in anderen Größenordnungen, dann sind wir nicht mehr zweistellig, sondern irgendwann dreistellig.
Weitere Nebenkosten der Gasheizung
Im laufenden Betrieb einer Gasheizung fallen neben den reinen Brennstoffkosten und der CO₂-Steuer noch weitere Nebenkosten an.
Dazu gehören:
- Stromkosten für die Steuerung und die Pumpe der Gasheizung
- Schornsteinfegerkosten für die Wartung und regelmäßige Überprüfung der Gasheizung
Gut zu wissen: Im Vergleich zur Gasheizung sind Wärmepumpen wartungsärmer und frei von Schornsteinfegerkosten. Das macht sie langfristig günstiger in der Unterhaltung.
Gasheizung Kosten: Lohnt sich der Kauf noch?
Nein, der Kauf einer Gasheizung lohnt sich heute nicht mehr, da die Abhängigkeit von Gas zunehmend zur Kostenfalle wird.
Künftig wird das als Heizungsgesetz bekannte Gebäudeenergiegesetz (GEG) durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) novelliert.
Das GModG erleichtert den Kauf einer neuen Gasheizung, denn mit ihm entfällt die 65 %-Regel des GEG. Diese legte fest, dass neu installierte Heizungen ab spätestens 2028 zu 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Außerdem sieht das GModG bislang kein Aus für das Heizen mit Gas vor.
Es gibt allerdings verschiedene Faktoren, welche zukünftig große Preissprünge beim Heizen mit Gas verursachen werden.
Diese Preistreiber machen die Gasheizung zur Kostenfalle:
- Bio-Treppe: An die Stelle der 65 %-Regel des GEG tritt durch die Einführung des GModG die sogenannte Bio-Treppe. Gemäß GModG sind der Erwerb sowie der Betrieb fossiler Heizungen weiterhin erlaubt, sofern diese ab 2029 mit einem steigenden Anteil grüner Brennstoffe betrieben werden.
Allerdings sind diese grünen Brennstoffe sehr kostspielig und nur begrenzt verfügbar. Die ausreichende Versorgung kann also nicht gewährleistet werden und beinhaltet ein erhebliches Kostenrisiko.
- CO₂-Preis: Die CO₂-Steuer ist bereits Teil des Gaspreises. Sie bepreist CO₂-Emissionen, welche bei der Verbrennung von Gas ausgestoßen werden. Während der Preis bislang politisch festgelegt war, wird er ab 2028 frei am Markt in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage gebildet.
Experten halten hier Preise von 300 €/t CO₂ für möglich. Das würde Mehrkosten von rund 1.300 € für eine Gasheizung im durchschnittlichen Einfamilienhaus bedeuten.
- Netzentgelte: Ein Teil des Gaspreises geht auf die Fixkosten des Gasnetzes zurück – die sogenannten Netzentgelte. Diese werden anteilig von allen Gaskunden gezahlt. Da immer mehr Menschen auf fossilfreie Heizsysteme wie die Wärmepumpe umsteigen, verteilen sich die Netzkosten auf immer weniger Haushalte.
Mit der fortschreitenden Abkehr vieler Haushalte von Gasheizungen werden sich die Fixkosten des Gasnetzes für die verbleibenden Haushalte weiter erhöhen. Eine Modellrechnung des Fraunhofer-Instituts zeigt, dass eine neue Gasheizung bis 2045 jährliche Netzkosten von 3.300–4.300 € verursachen könnte.
- Geopolitische Unsicherheiten: Da Gas ein Importgut ist, können politische Konflikte in Exportländern jederzeit zu unerwarteten Preisspitzen führen. Verschiedene internationale Entwicklungen der letzten Jahre haben wiederholt gezeigt, wie stark die Gaspreisentwicklung durch sie beeinflusst wird.
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), „Fehlende Gasnetzplanung könnte Haushalte bis zu 4.000 Euro im Jahr kosten“ (zuletzt abgerufen am 04.06.2026)
Neue Gasheizung: Kosten im Vergleich zur Wärmepumpe
Beim Vergleich einer Gasheizung mit einer Wärmepumpe zeigt sich, dass die Wärmepumpe langfristig das überlegene Heizsystem ist.
Bei der Anschaffung gehen wir bei der Gasheizung von Kosten in Höhe von rund 12.000 € aus.
Eine vergleichbare Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus kostet vor Förderung 32.000 €. Da der durchschnittliche Haushalt nicht die Maximalförderung von 80 % erhält, gehen wir in unserem Kostenvergleich von einem Zuschuss in Höhe von 46 % bei 28.000 € förderfähigen Kosten aus.
| Gasheizung | Wärmepumpe | |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten (vor Förderung) | 12.000 € | 32.000 € |
| Staatliche Förderung | 0 % | 46 % |
| Kosten nach Förderung | 12.000 € | 19.120 € |
Die Wärmepumpe kostet nach Förderung noch 19.120 €. Damit ist sie in der Anschaffung zunächst teurer als eine Gasheizung.
Beim Kostenvergleich der beiden Heizsysteme müssen jedoch auch die Betriebskosten berücksichtigt werden. Denn diese entscheiden langfristig, ob sich ein Heizungstausch finanziell lohnt.
- Bei einem Wärmebedarf von 20.000 kWh benötigt die Wärmepumpe mit einem Wirkungsgrad von ca. 4 (400 %) rund 5.000 kWh Strom.
- Gasheizungen haben nur einen Wirkungsgrad von knapp unter 100 % (ca. 0,9) und benötigen bei einem Wärmebedarf von 20.000 kWh rund 22.222 kWh Gas.
| Gasheizung | Wärmepumpe | |
|---|---|---|
| Wärmebedarf | 20.000 kWh | 20.000 kWh |
| Wirkungsgrad | ~ 0,9 | ~ 4 |
| Jahresverbrauch | 22.222 kWh | 5.000 kWh |
| Energiepreis | 12 ct/kWh | 36 ct/kWh |
| Heizkosten (inkl. Netzentgelte & CO2-Steuer) | 2.670 € | 1.800 € |
Ergebnis der Vergleichsrechnung:
- Mit der Wärmepumpe sparen Sie ca. 870 € pro Jahr.
Die Vergleichsrechnung zeigt, dass die anfänglichen Mehrkosten in der Anschaffung nach etwa 8 Jahren ausgeglichen sind. Danach sparen sie mit der Wärmepumpe jährlich über 800 € Heizkosten.
Gut zu wissen: Mit steigenden Netzentgelten und dem steigenden CO₂-Preis erhöhen sich auch die Einsparungen der Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung signifikant.
Laut einer Berechnung des Fraunhofer ISI können Gasheizungen über eine Lebensdauer von 19 Jahren über 23.000 € an Mehrkosten im Vergleich zur Wärmepumpe verursachen.
Wärmepumpe mit Energiemanager kombinieren und Sparpotenzial erhöhen
Kombinieren Sie Ihre Wärmepumpe mit einem Home-Energy-Management-System (HEMS) wie thermondo smart, erhöhen Sie die Kostenersparnis Ihrer Wärmepumpe.
Der intelligente Energiemanager steuert den Betrieb der Wärmepumpe so, dass sie ohne Komfortverlust möglichst wenig Strom verbraucht. Dadurch sparen Sie bis zu 30 % Ihrer Stromkosten ein, was etwa 400 € pro Jahr entspricht.
Wenn Sie Ihre Wärmepumpe mit intelligentem Energiemanager zusätzlich mit einem dynamischen Stromtarif wie thermondo dynamic kombinieren, erhöhen Sie die Ersparnis auf bis zu 600 € jährlich.
Denn mit einem dynamischen Stromtarif zahlen Sie anstelle eines Fixpreises immer den Börsenstrompreis. Ein intelligenter Energiemanager verlegt den größten Teil des Stromverbrauchs der Wärmepumpe gezielt in Tiefpreisphasen am Markt.
Fazit: Wärmepumpe statt Gasheizung: Kosten und Effizienz sind entscheidend
Mit dem GModG werden die Regelungen des GEG teilweise rückgängig gemacht. Gasheizungen scheinen wieder attraktiv: keine 65 %-Regelung, keine Beratungspflicht und kein Verbot. Doch der Schein trügt. Wer jetzt eine Gasheizung kauft, wird in Zukunft hohe Heizkosten haben. Die Weichen dafür sind gestellt.
Höhere Netzentgelte, die CO₂-Steuer und die Bio-Treppe werden den Gaspreis erhöhen und ein riesiges Loch in die Haushaltskasse reißen.
Ganz anders die Wärmepumpe:
Durch ihre effiziente Betriebsweise spart sie mehrere hundert Euro Heizkosten jährlich. Damit amortisieren sich die anfänglichen Mehrkosten gegenüber einer Gasheizung meist nach 8 Jahren.
Erfüllen Sie die Voraussetzung für die Maximalförderung von 80 %, können Sie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sogar schon ab 5.220 € erhalten. Damit zahlen Sie nicht mehr, teilweise sogar weniger, als für eine neue Gasheizung.
Mit einer Wärmepumpe entscheiden Sie sich für ein zukunftssicheres Heizsystem ohne Kostenrisiko. Sie erfüllt bereits jetzt und auch in Zukunft alle gesetzlichen Vorgaben des GModG und die Anforderungen an nachhaltiges und zuverlässiges Heizen.
Gut zu wissen: Studien wie das 5-jährige Forschungsprojekt des Fraunhofer-Instituts haben gezeigt, dass Wärmepumpen auch im Altbau mit konventionellen Heizkörpern effizient sind.
Das bestätigt auch Dr. Marek Miara, Koordinator Wärmepumpe beim Fraunhofer-Institut, im thermondo talk zum Thema Wärmepumpe im Altbau:
Wärmepumpen können auch mit Heizkörpern arbeiten, nicht nur mit Fußbodenheizung. Dieses Vorurteil wird ständig wiederholt und hat nichts mit der Realität zu tun. Die Wärmepumpe weiß nicht mal, ob sie mit einem Heizkörper arbeitet oder mit einer Fußbodenheizung – und sie schafft beides.
Wärmepumpen können auch mit Heizkörpern arbeiten, nicht nur mit Fußbodenheizung. Dieses Vorurteil wird ständig wiederholt und hat nichts mit der Realität zu tun. Die Wärmepumpe weiß nicht mal, ob sie mit einem Heizkörper arbeitet oder mit einer Fußbodenheizung – und sie schafft beides.
Die Erfahrung bei thermondo zeigt: Fast 90 % unserer Kunden betreiben ihre Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung mit normalen Heizkörpern. Lediglich bei 8 % war ein Austausch einzelner Heizkörper notwendig, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Kosten einer Gasheizung
Heizungswechsel mit thermondo
Wenn auch Sie von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe umsteigen möchten und auf der Suche nach der passenden Wärmepumpe sind, sind Sie bei uns genau richtig.
Bei thermondo erhalten Sie im Rahmen des Komplettpakets eine smarte Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive unseres intelligenten Energiemanagers thermondo smart. Damit können Sie Ihren Energieverbrauch im ganzen Haus optimieren und zusätzlich Kosten sparen.
Nach über 15.000 installierten Wärmepumpen wissen wir genau, worauf es beim Wechsel ankommt.
In unserem hauseigenen Schulungszentrum, der thermondo Akademie, trainieren unsere festangestellten Handwerker und ausgewählte Partner an echten Wärmepumpen, bevor sie zu Ihnen in den Heizungskeller kommen. So sichern wir die Qualität unserer Installationen und den hohen thermondo-Standard.
Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und lassen Sie sich ein kostenloses und unverbindliches Festpreisangebot erstellen.
Pia ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.