Die Gaspreise steigen und machen deutlich, wie wichtig eine effiziente Heizung ist. Denn mit einer modernen Gasbrennwertheizung senken Sie Ihren Verbrauch um bis zu 30 Prozent. Reicht das aus, um den Preis der Heizung und die Gesamt-Investitionskosten auszugleichen? Ja, und zwar schneller als Sie denken.

Die Gasheizung ist die beliebteste Heizung in Deutschland. Grund hierfür ist die effiziente, bewährte und sichere Technik sowie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine neue Gasheizung bekommen Sie bereits für ca. 3.000 Euro. Das ist nur der Gerätepreis. Mit Installation und Wasserspeicher belaufen sich die Kosten der Gasheizung auf ca. 7.000 - 11.000 Euro, je nach Gerät und Anforderungen.

Damit ist die Gasheizung im Vergleich zu anderen Heizsystemen die günstigste Variante in der Anschaffung.

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Um Ihnen eine bessere Vorstellung über die Kosten einer Gasheizung zu geben, haben wir Ihnen ein vereinfachtes Preisbeispiel zusammengestellt. Die ausgewählte Gasheizung ist die thermondo t1.

Posten Preis
Heizung thermondo t1.
(inkl. tado° Heizungssteuerung mit 2 Thermostaten)
2020 Euro
Komplette Installation der Heizungsanlage 1570 Euro
Warmwasserspeicher 150 Liter 860 Euro
Alle notwendigen Heizkreiskomponenten 270 Euro
Abgassystem 250 Euro
vollst. Peripheriegeräte & Montagematerial 1000 Euro
Gesamt Netto 5970 Euro
Ihre Kosten (Brutto) 6925,20 Euro

Die Rechnung kann hier nur beispielhaft dargestellt werden. Sie sind an einem Festpreisangebot speziell für Ihre Immobilie interessiert? Dann nutzen Sie unseren Heizungsplaner und holen Sie sich Ihr individuelles Angebot.

Es gibt einige Faktoren, die den abschließenden Preis einer Gasheizung beeinflussen. Daher lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf nachfolgende Fragen:

  • Welche Leistung soll die Gasheizung haben? Handelt es sich um eine wandhängende Gastherme oder einen bodenstehenden Gasbrennwertkessel?

Je nach Leistungsklasse der einzubauenden Gasheizung und nach Modell unterscheiden sich die Preise für die einzelnen Geräte. Während ein wandhängendes Gasbrennwertgerät der Leistungsklasse 15 bis 20 Kilowatt bereits ab circa 2.500 Euro erhältlich ist, liegen bodenstehende Gasbrennwertkessel in der Regel zwischen 3.500 und 6.000 Euro.

  • Handelt es sich um eine wandhängende Gastherme oder einen bodenstehenden Gasbrennwertkessel?

Wandhängende Gasthermen sind in der Anschaffung günstiger als bodenstehende Gasbrennwertkessel. Letztgenannte können einen größeren Leistungsbereich bedienen und durch einen großen Warmwasserspeicher auch größere Mengen Warmwasser bereitstellen.

  • Wollen Sie eine Heizung mit integrierter Trinkwassererwärmung oder externem Speicher?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Warmwasser bereitzustellen und damit auch preisliche Unterschiede zwischen diesen Optionen. Gasthermen haben keinen Warmwasserspeicher integriert und arbeiten nach dem Durchlaufprinzip. Kombithermen haben einen integrierten Speicher, der jedoch keine großen Wassermengen bereitstellen kann. Ein externer Speicher bietet hier weitaus mehr Volumen, ist allerdings auch teurer.

  • Bevorzugen Sie einen bestimmten Hersteller?

Auch bei Heizungen bieten unterschiedliche Hersteller Modelle verschiedenster Ausführungen an, die sich selbstverständlich auch im Preis unterscheiden.

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  • Verfügt Ihre Immobilie über einen Gasanschluss?

Ist noch kein Gasanschluss vorhanden und soll dieser gelegt werden, müssen hier zusätzliche Kosten einkalkuliert werden. Alternativ können Sie auf Flüssiggas zurückgreifen. Dies erhöht jedoch bei der Gasheizung die Kosten im laufenden Betrieb und verlangt zudem einen Tank zur Lagerung des Flüssiggases.

  • Haben Sie bereits einzelne Sanierungsmaßnahmen, wie Wärmedämmung oder den Einbau von Fenstern mit Isolierverglasung vorgenommen?

Sanierungsmaßnahmen verringern den Wärmebedarf und haben damit Einfluss auf die Dimensionierung Ihrer Gasheizung und damit auf die Kosten der Gasheizung. Sind bereits Sanierungsmaßnahmen erfolgt, lohnt sich mitunter eine Wärmepumpe. Gerade bei den aktuell sehr hohen Gaspreisen können Sie mit einer Wärmepumpe viel günstiger heizen.

Zusätzlich sollten Sie folgende Kosten für Ihre Gasheizung mit einbeziehen:

  • Montage an das vorhandene Abgassystem
  • Peripheriegeräte und Montagematerial (zum Beispiel Kondensathebepumpe, Rohre und Schrauben)
  • Montageleistung des Heizungsinstallateurs

Beliebte Gasheizungen in unserem Sortiment

Erfahren Sie mehr zu den dargestellten Gasheizungen, indem Sie sie anklicken. Alle angegebenen Kosten der Gasheizungen verstehen sich inklusive Installation.

Bei der Nutzung einer Gasheizung fallen nach den Anschaffungskosten natürlich auch laufende Kosten an. Wenig überraschend stehen die Verbrauchskosten für den Brennstoff ganz oben auf der Liste. Zudem sind bei diesem Posten auch die größten Schwankungen von Verbraucher zu Verbraucher zu erwarten.

Gasheizung: Kosten verbrauchsabhängig

Zum einen gibt es Unterschiede zwischen den Gasanbietern, stärker wirkt sich allerdings das eigene Heizverhalten, der Zustand der Gasheizung und der Isolierungsgrad des Hauses aus. Bei den aktuell hohen Gaspreisen von bis zu 30 Cent pro kWh ist ein sparsamer Verbrauch zwingend gegeben. Auch sind solch hohen Preise ein guter Grund über einen Wechsel zur Wärmepumpe nachzudenken. Diese ist mittlerweile auch sehr gut im Bestandsbau zu nutzen, auch ohne Fußbodenheizung.

Ebenfalls verbrauchsabhängig sind die Stromkosten für die Heizungssteuerung und die Heizungspumpe. Hier ist im Großen und Ganzen mit 100 - 150 Euro zu rechnen. Nutzen Sie jedoch eine alte Heizungspumpe, steigen die Stromkosten hier enorm.

Schornsteinfeger und Wartung

Eine Heizungsanlage bedarf einer regelmäßigen Überprüfung und Wartung. Zuständig hierfür sind Schornsteinfeger und Heizungstechniker. Wie oft der Schornsteinfeger zu Ihnen kommen muss und was er jeweils in Rechnung stellt, ist von verschiedenen Faktoren, wie dem Alter der Heizung, abhängig. Planen Sie daher 50 - 70 Euro pro Jahr als wiederkehrende Kosten für Ihre Gasheizung ein.

Mit der Wartung Ihrer Gasheizung sichern Sie sich nicht nur den Garantieanspruch vom Hersteller, sondern auch eine lange Lebensdauer und eine effiziente Arbeitsweise der Anlage. Die Wartung der Gasheizung zwischen 80 und 120 Euro, die Anfahrtskosten des Heizungstechnikers und eventuelle Ersatzteile sind hier nicht mit einbezogen.

Gasheizungskosten rauf bei CO2-Bepreisung

Seit 2021 wird in Deutschland auf alle CO2-Emissionen ein Preis erhoben. In 2021 wurde mit 25 Euro pro Tonne CO2 gestartet, bis 2025 soll der Preis auf 55 Euro pro Tonne steigen. Das bedeutet für Wärme aus Gas, dass diese langfristig definitiv teurer wird, unabhängig von den sowieso schon schwankenden Gaspreisen.

Zudem halten Experten den geplanten CO2-Preis für viel zu gering und empfehlen einen realistischen Preis von mindestens 200 Euro pro Tonne. Daher ist es für Sie als Verbraucher wichtig, eine effiziente Heizung zu besitzen, um die Kosten im Rahmen zu halten. Eine Gasheizung mit Brennwerttechnik ist daher Mindestvoraussetzung. Noch besser sind Sie mit einer Gashybridheizung aufgestellt.

Mit einer Gashybridheizung kombinieren Sie Ihre Gasheizung beispielsweise mit Solarthermie und decken einen beträchtlichen Teil Ihres Wärmebedarfs mit kostenloser Sonnenenergie. So sparen Sie noch mehr Heizkosten ein und erhalten 25 Prozent Förderung auf die Kosten der Solarthermie.

Lange Zeit war die Gasheizung nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Betrieb die günstigste Heizung. Gaspreise von 5 bis 6 Cent pro kWh sorgten für warme Häuser, ohne den Geldbeutel zu sehr zu belasten. Im Spätsommer 2022 sind die Preise, je nach Vertrag, vier bis fünfmal so hoch. Das stellt eine enorme Belastung für Verbraucher dar. Daher lohnt es sich, über den Wechsel auf eine Wärmepumpe nachzudenken. Zwar sind die Investitionskosten deutlich höher, allerdings wird eine Förderung von bis zu 40 Prozent gezahlt. Gerade bei den hohen Gaspreisen zeigt sich, dass die Wärmepumpe das effizientere und günstigere System ist. Die Wärmepumpe ist effizient, wenn Sie eine Jahresarbeitszahl von knapp drei hat. Das bedeutet, aus einer kWh Strom macht sie 3 kWh Wärme. In dem Fall müssen Sie den Strompreis per kWh durch drei teilen und können ihn mit dem Gaspreis pro kWh vergleichen.

Hier muss zudem noch erwähnt werden, dass Stromanbieter spezielle Wärmepumpentarife anbieten, die 20 - 25 % günstiger sind als der normale Stromtarif.

Interesse an einem Wechsel auf Wärmepumpe?
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Egal ob wandhängende Gastherme oder Standard-Gaskessel, für langfristige Energieeinsparungen sorgt die moderne Brennwerttechnik. Sie ermöglicht es, die entstehende Abgaswärme, die früher ungenutzt an die Außenluft abgegeben wurde, nutzbar zu machen. Dies erfolgt durch einen Wärmetauscher, der die gefilterte Energie dann wieder in den Heizkreislauf zurückleitet. Das führt zu einer enormen Effektivitätssteigerung der Erdgasheizung, wodurch Sie Ihre laufenden Kosten erheblich reduzieren können.

Zusätzlich arbeiten moderne Gasheizungen mit sogenannten Hocheffizienzpumpen, wodurch Sie eine deutliche Einsparung des Stromverbrauchs erzielen.

Ein geringerer Energieverbrauch und der positive Beitrag zum Umweltschutz sorgen letztendlich dafür, dass sich der Austausch Ihrer Gasheizung in vielerlei Hinsicht lohnt und sich die Investitionskosten nach circa sechs bis zehn Jahren amortisieren.

Expertenfazit zu den Kosten der Gasheizung
Andreas Kühl

In der Anschaffung sind Gasheizungen bereits am günstigsten und bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Auch im Betrieb sind sie durch die Brennwertnutzung effizient. Allerdings sind die Kosten für Gas momentan sehr hoch, sodass die Effizienz der aktuellen Generation von Brennwertheizungen dies nur bedingt ausgleichen können.

Wenn Sie die Betriebskosten noch weiter reduzieren möchten, müssen Sie den Wärmebedarf reduzieren. Dies können Sie zum Beispiel mit Sanierungsmaßnahmen am Haus erreichen, wie neue Fenster oder Wärmedämmung. Es lohnt sich aber auch, über eine Wärmepumpe nachzudenken und so von Gas und den steigenden Gaspreisen komplett unabhängig zu werden.

Andreas Kühl
Diplom-Ingenieur (FH) für Bauphysik, Elektromechaniker und Energieblogger

In der Anschaffung sind Gasheizungen bereits am günstigsten und bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Auch im Betrieb sind sie durch die Brennwertnutzung effizient. Allerdings sind die Kosten für Gas momentan sehr hoch, sodass die Effizienz der aktuellen Generation von Brennwertheizungen dies nur bedingt ausgleichen können.

Wenn Sie die Betriebskosten noch weiter reduzieren möchten, müssen Sie den Wärmebedarf reduzieren. Dies können Sie zum Beispiel mit Sanierungsmaßnahmen am Haus erreichen, wie neue Fenster oder Wärmedämmung. Es lohnt sich aber auch, über eine Wärmepumpe nachzudenken und so von Gas und den steigenden Gaspreisen komplett unabhängig zu werden.

Andreas Kühl
Andreas Kühl
Diplom-Ingenieur (FH) für Bauphysik, Elektromechaniker und Energieblogger

Beim Wechsel von einer herkömmlichen Gasheizung hin zu einer Gasbrennwertheizung in Kombination mit Solarthermie, steigt das Energieeinsparpotenzial auf bis zu 41 Prozent. Denn diese Hybridlösung bezieht einen Teil Ihrer Energie aus der Kraft der Sonne und so werden Sie dank Solarthermie unabhängiger von anderen Energieträgern.

Profitieren Sie zusätzlich noch von staatlichen Förderungen im Rahmen des BEG, verringert sich die Amortisationszeit entsprechend.

Erfahren Sie hier, welche Förderung zur neuen Heizung am besten zu Ihnen passt.

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Quellen:

* Der Heizspiegel für Deutschland 2017 // Stand: 05.04.2017

Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.