Was wir vom Eisbären lernen können: 8 kuriose Fakten zum Energiesparen
Was können wir in Sachen Energiesparen vom Eisbären lernen. Vielleicht eine ganze Menge. Aber nicht nur der weiße Riese stand Pate für unsere acht kuriosen Fakten zum Energiesparen.
Ein Artikel von Luisa Ney | Zuletzt aktualisiert am: 25.10.2023
Sich ein dickes Fell anschaffen
Eisbärenfelle sind ergiebiger als Sonnenkollektoren. Bei einer Temperatur von 0° Celsius wandeln menschengemachte Kollektoren Tageslicht nur zu 40% in Energie um, Eisbärenfelle hingegen nutzen sogar 95% des Tageslichts, um es in Wärmeenergie zu verwandeln.
Die effiziente Lichtleitung und Wärmeisolation des Eisbärfells hat inzwischen schon Vorbildcharakter für die Forschung im Bereich Wärmedämmung und Gebäudeisolation. 2013 wurde in Baden-Württemberg ein erstes Modellgebäude nach dem Eisbär-Prinzip errichtet.
Weniger naschen
Jedes Mal, wenn die Kühlschranktür geöffnet wird, entweichen bis zu 30% der Kaltluft. Im Gegenzug strömt feuchte warme Luft hinein. Der Kühlschrank und die Lebensmittel erwärmen sich und der Kühlkompressor muss dies ausgleichen – unter höherem Strombedarf. Man sollte sich daher zweimal überlegen, ob es jetzt ein Imbiss sein muss, oder der Appetit nicht noch bis zur großen Mahlzeit warten kann.
Getränke genießen und nicht runterspülen
Die Kaffeebohnen für eine einzige Tasse Kaffee benötigen zum Wachsen und Gedeihen ganze 140 Liter Wasser. Für 200 ml Bier werden immerhin 60 Liter benötigt und für dieselbe Menge Milch ganze 200 Liter. Das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Sich mehr merken und weniger googeln
100 Mal googeln verbraucht in etwa so viel Strom wie eine 60-Watt-Glühbirne in einer halben Stunde. Googles Datenzentren sind nämlich besonders aggressive Energiefresser. Nach Googles eigenen Angaben verbrauchen sie ungefähr 0.013% des weltweiten Energiebedarfs. Das ist genug Energie, um damit dauerhaft 200.000 Haushalte zu versorgen. Vielleicht kann man ja auch mal etwas länger grübeln, wenn einem im Gespräch wieder nicht der Namen dieses einen, ganz bekannten Sängers einfällt … na, der dieses Lied gesungen hat … ganz bekannt … wie war gleich die Melodie?
Vorausschauend Autofahren
Mit der Energie, die während einer Runde Formel 1 durch das Bremsen verloren geht, kann eine Waschmaschine fünfeinhalb Tage am Stück laufen. Wer vorausschauend fährt muss weniger bremsen. Auch wenn das Ersparnis beim einmaligen Bremsen des eigenen Opel Corsa vielleicht nicht ganz einem 5-tägigen Waschmarathon gleichkommt, kann doch auf Lange Sicht ein hübsches Sümmchen durch eine energiebewusste Fahrweise gespart werden.
Mehr Recyceln
Eine niederländische Fluggesellschaft tankt tatsächlich Frittierfett. Dieser leicht erhältliche Bio-Treibstoff fällt häufig als Abfall in der Gastronomie an und kann scheinbar als adäquate Alternative zu Kerosin herhalten. Leider ist der Energieaufwand, um das Fett zu reinigen und aufzubereiten bisher noch zu groß und die Effizienz daher fragwürdig.
In Bewegung bleiben
Amerikanische Studenten konzipierten einen Fußball, der während des Spielens Strom erzeugt. Bereits 15 Minuten gegen das runde Leder kicken reichen aus, um eine LED-Lampe 3 Stunden lang betreiben zu können. Das wäre zumindest ein erster Ansatz, um den ressourcenverschwendenden Stadionbau in Katar etwas klimaneutraler zu gestalten.
Wasserhahn reparieren
Ein tropfender Warmwasserhahn, der einen Tropfen pro Sekunde verliert, verliert im Monat 625 Liter. Das ist mehr Wasser als eine durchschnittliche Person in zwei Wochen verbraucht!
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Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.
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