Das Wichtigste zur Gaspreisentwicklung in Kürze:

  • Preisschwankungen: Im Jahr 2021 lag der Gaspreis bei ca. 7 Cent pro kWh, 2022 befand er sich zwischenzeitlich auf einem Allzeithoch von ca. 40 Cent pro kWh. Aktuell beträgt er ca. 12 Cent pro kWh, zukünftig ist jedoch mit weiteren Steigerungen zu rechnen.
  • Marktentwicklung: Die Verkäufe von Gasheizungen fielen 2025 auf einen historischen Tiefstand von 229.000 Stück, was einen Rückgang von 36 % zum Vorjahr bedeutet.
  • CO₂-Kosten: Experten erwarten durch die Ausweitung des freien Emissionshandels auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr ab 2028 einen Preisanstieg auf bis zu 200 € pro Tonne. Das entspricht Mehrkosten von ca. 1.000 € jährlich für einen 4-Personen-Haushalt.
  • Betriebsverbot: Fossile Gasheizungen haben ein festes Ablaufdatum und dürfen ab dem Jahr 2045 in Deutschland nicht mehr betrieben werden.
  • Einsparpotenzial: Ein Wechsel zur Wärmepumpe spart bei einem Bedarf von 20.000 kWh jährlich etwa 870 € an Betriebskosten ein.

Wie entwickelt sich der Gaspreis?

Der Gaspreis unterlag in den letzten Jahren drastischen Schwankungen.
Während er 2021 ca. 7 Cent pro kWh betrug, löste der Krieg in der Ukraine eine Energiekrise aus. Diese führte 2022 zu einem durchschnittlichen Gaspreis von 16,47 Cent pro kWh und einem zwischenzeitlichen Allzeithoch von etwa 40 Cent pro kWh für Neukunden.

2023 und 2024 stabilisierte sich der Preis, lag jedoch mit etwa 10–11 Cent pro kWh auf einem höheren Niveau als vor der Energiekrise.
Der aktuelle Gaspreis liegt bei durchschnittlich 12 Cent pro kWh. In Zukunft ist mit weiteren Preisschwankungen zu rechnen, die langfristige Tendenz ist jedoch klar steigend.

Wovon ist die Gaspreisentwicklung abhängig?

Verschiedene geopolitische Konflikte haben gezeigt, wie stark die Kosten für fossile Brennstoffe durch globale Krisen und instabile Versorgungslagen beeinflusst werden.

Neben internationalen Konflikten spielen folgende Faktoren eine Rolle bei der Gaspreisentwicklung:

  • CO₂-Preis: Die steigende CO₂-Steuer sorgt dafür, dass der Gaspreis weiter steigt. Ab voraussichtlich 2028 soll außerdem der EU-Emissionshandel auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr ausgeweitet werden, wodurch die Preise für Gas und Öl bis Ende 2044 stark ansteigen werden.
  • Marktsituation: Ebenso wie andere auf dem Weltmarkt gehandelte Waren oder Güter wird auch der Preis von Erdgas von Angebot und Nachfrage bestimmt. Zudem haben Fördermenge und Vorräte der einzelnen Länder maßgeblichen Einfluss auf die Gaspreisentwicklung.
  • Lieferverträge: Wer als Verbraucher einen Vertrag mit kurzer Laufzeit abschließt, muss oft mit höheren Gaspreisen rechnen. Kürzere Vertragslaufzeiten bieten zwar mehr Flexibilität, gehen aber häufig mit höheren Verbrauchskosten einher.
  • Preispolitik der Gasversorger: Gasanbieter sind Wirtschaftsunternehmen, die auf Gewinn bedacht sind. Aus diesem Grund können Anbieter die Preise für Erdgas vergleichsweise frei gestalten und durch Erhöhen der Gaspreise den Gewinn steigern oder Kapital für notwendige Investitionen in das Versorgungsnetz erhalten. Durch Senken der Gaspreise haben die Energieversorger wiederum die Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen.
    Ölpreise: Auch wenn es in Verbraucherverträgen offiziell keine Ölpreisbindung mehr gibt, bestimmt der Ölpreis weiterhin mit, wie sich der Gaspreis entwickelt. Dies liegt u. a. daran, dass viele Energieunternehmen sowohl Öl als auch Gas fördern und durch die Preisbindung verhindern, dass ein Brennstoff aufgrund günstigerer Preise bevorzugt wird.

Steigende Gasnetzentgelte durch die Wärmewende

Die Fixkosten des Gasnetzes verlagern sich auf immer weniger Haushalte, wodurch die Gaskosten für die verbleibenden Kunden enorm ansteigen. Grund dafür ist, dass immer mehr Haushalte auf fossilfreie Heizsysteme wie die Wärmepumpe umsteigen.

Die Wärmepumpe war 2025 mit 299.000 verkauften Geräten und einem Marktanteil von 48 % erstmals das meistverkaufte Heizsystem in Deutschland.
Der Verkauf von Gasheizungen erreichte 2025 in Deutschland mit 229.000 Stück einen historischen Tiefstand. Das entspricht einem Minus von 36 % im Vergleich zum Vorjahr.

Zum Vergleich: Von 2019 bis 2022 lagen die Verkaufszahlen von Gasheizungen durchgehend bei mehr als 600.000 Stück und überschritten 2023 sogar 800.000.

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Gaspreisentwicklung in der Zukunft – unsere Prognose

Der Gaspreis ist in den letzten Jahren zwar stabil, aber dennoch auf einem höheren Niveau als 2021 geblieben. In Zukunft ist mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen.

Die Gründe dafür sind:

  • Steigende Gasnetzentgelte: Durch den Rückgang von Gasabnehmern und durch veränderte Abschreibungsregelungen der Bundesnetzagentur werden sich die Gasnetzentgelte weiter erhöhen.
  • Bio-Treppe ab 2029: Ab 2029 gilt für Gasheizungen die sogenannte Bio-Treppe. Diese sieht vor, dass Gasheizungen einen steigenden Anteil an Biogas nutzen müssen. Biogas ist deutlich teurer als Erdgas und die Versorgungssicherheit ist ungewiss. Das treibt die laufenden Kosten einer Gasheizung weiter nach oben.
  • CO₂-Emissionshandel ab 2028: Ab 2028 bildet sich der CO₂-Preis frei am Markt in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage. Das wird die Betriebskosten für eine Gasheizung in die Höhe treiben. Experten erwarten einen Anstieg des Preises auf bis zu 200 € pro Tonne.
    Beispiel: Für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt, der mit Gas heizt, könnte das Mehrkosten von rund 1.000 € pro Jahr bedeuten.

Wichtig: Das Gebäude-Modernisierungsgesetz (GMG) wird voraussichtlich ab dem 1. Juli 2026 das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablösen. Damit entfällt die 65 %‑Regel für neue Heizungen. Der verbindliche Ausstieg aus fossilem Gas sowie die strukturellen Kostentreiber bleiben allerdings bestehen.
Ab 2045 tritt in Deutschland das Betriebsverbot für Gasheizungen in Kraft. Wer heute noch in eine Gasheizung investiert, geht nicht nur ein Kostenrisiko ein, sondern kauft auch ein Heizsystem mit einem festen Ablaufdatum.

Quellen:

ZEW, „Die meisten sind auf diese Preise nicht vorbereitet“ (https://www.zew.de/das-zew/aktuelles/die-meisten-sind-auf-diese-preise-nicht-vorbereitet) (zuletzt abgerufen am 10.04.2026)

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Durch den Heizungswechsel unabhängig von der Gaspreisentwicklung werden

Durch den Umstieg von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe profitieren Sie von mehreren Vorteilen:

  • Reduzierter CO₂-Ausstoß: Wärmepumpen sind fossilfreie Heizsysteme, die keine direkten CO₂-Emissionen verursachen. Sie machen kostenlose und unbegrenzte Umweltwärme als Heizwärme nutzbar und benötigen Strom für den Antrieb. Durch den Umstieg von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe machen Sie sich frei von hohen CO₂-Kosten und tragen aktiv zum Klimaschutz bei.
  • Geringere Betriebskosten: Wechseln Sie zur Wärmepumpe, senken Sie Ihre Heizkosten erheblich.
    Beispiel: Eine Familie mit einem Wärmebedarf von 20.000 kWh zahlt 2.670 € für den Betrieb ihrer Gasheizung. Mit einer Wärmepumpe würde sie unter den gleichen Bedingungen rund 870 € pro Jahr sparen. Grund dafür ist der rund 4-mal höhere Wirkungsgrad der Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung.
  • Hohe staatliche Förderung: Dank der staatlichen Heizungsförderung (gem. BEG) von bis zu 70 % reduzieren sich die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe erheblich und liegen auf einem ähnlichen Preisniveau wie bei einer neuen Gasheizung.

FAQ – Häufige Fragen zur Gaspreisentwicklung

Wie hat sich der Gaspreis in den letzten Jahren entwickelt?

Der Gaspreis stieg von ca. 7 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2021 auf ein temporäres Allzeithoch von bis zu 40 Cent für Neukunden im Jahr 2022.

Nach einer Stabilisierungsphase in den Jahren 2023 und 2024 hat sich der Preis aktuell bei durchschnittlich 12 Cent pro Kilowattstunde eingependelt. Langfristig ist aufgrund politischer und wirtschaftlicher Faktoren jedoch mit weiteren Steigerungen zu rechnen.

Warum steigen die Gaspreise durch die CO₂-Steuer weiter an?

Die steigende CO₂-Steuer sorgt dafür, dass der Gaspreis weiter steigt. Ab 2028 wird der CO₂-Preis frei am Markt gebildet, wodurch Experten eine Erhöhung auf bis zu 200 € pro Tonne erwarten.
Für einen durchschnittlichen Haushalt mit vier Personen bedeutet das eine zusätzliche finanzielle Belastung von rund 1.000 € pro Jahr.

Was ist die Bio-Treppe und wie beeinflusst sie die Gaskosten?

Die Bio-Treppe verpflichtet Betreiber von Gasheizungen ab 2029 dazu, einen schrittweise steigenden Anteil an Biogas für die Wärmeerzeugung zu nutzen. Allerdings ist Biogas in der Herstellung deutlich teurer als fossiles Erdgas und die Versorgungssicherheit ist völlig ungewiss.

Warum erhöhen sich die Gasnetzentgelte für verbleibende Kunden?

Die Gasnetzentgelte steigen, weil sich die Fixkosten des Gasnetzes auf immer weniger Haushalte verteilen. Da immer mehr Verbraucher auf Wärmepumpen umsteigen, müssen die verbleibenden Gaskunden einen höheren Anteil an den Netzkosten tragen. Zudem erhöhen veränderte Abschreibungsregelungen der Bundesnetzagentur den Druck auf die Preise.

Welche Vorteile bietet ein Wechsel von Gas auf die Wärmepumpe?

Wenn Sie von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe umsteigen, haben Sie folgende Vorteile:

  • Ihre Heizkosten sinken erheblich. Grund dafür ist der durchschnittlich 4-mal höhere Wirkungsgrad der Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung.
  • Sie werden unabhängig von fossilen Brennstoffen und damit verbundenen Preissteigerungen
  • Der Kauf einer Wärmepumpe wird staatlich mit bis zu 70 % bezuschusst, wodurch die Anschaffungskosten der Wärmepumpe kaum noch über denen einer Gasheizung liegen.
  • Sie machen sich unabhängig von der steigenden CO₂-Steuer, da Wärmepumpen keine direkten CO₂-Emissionen verursachen.

Mit thermondo auf die Wärmepumpe umsteigen

Wenn auch Sie unabhängig von der Gaspreisentwicklung werden und zur Wärmepumpe wechseln wollen, ist thermondo der Partner an Ihrer Seite. Unser Komplettpaket macht den Umstieg auf die Wärmepumpe kinderleicht. Von der Planung, über die Lieferung bis hin zur Installation Ihrer Wärmepumpe erhalten Sie bei thermondo alles aus einer Hand. Zudem stehen wir Ihnen bei Fragen zur Seite und begleiten Sie bei der Beantragung von Förderungen.

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Bild von Pia Marie Oppermann, Fachredakteurin Pia ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.