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Heizstudie

Die große Studie zu Heizungstechnik und Heizverhalten in Deutschland

In einer von Thermondo in Zusammenarbeit mit TopTarif in Auftrag gegebenen Studie wurden die Heizgewohnheiten in Deutschland genauer unter die Lupe genommen.

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. befragte im August 2016 Eigenheimbesitzer danach, welche verschiedenen Heizungsarten sie verwenden, wie sie zu klassischen und alternativen Heizmethoden stehen, und was sie über einen Heizungswechsel denken.

Befragt wurden 1037 Personen zwischen 20 und 69 Jahren. Die Mehrheit lebt in einem Haushalt mit 2 – 4 Personen und 36,1 Prozent aller befragten Personen verfügen über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen zwischen 2.600 und 4.000 Euro.

Es wurden Bürger aus allen Bundesländern befragt, die Mehrzahl der Studienteilnehmer wohnt auf dem Land oder in einer mittleren Stadt mit bis zu 99.000 Einwohnern in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Wichtig war, dass sie ein Mitspracherecht bei der Heizung in dem von ihnen bewohnten Haus haben.
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Deutschland heizt mit Öl und Gas – Erneuerbare nur Randerscheinung

In deutschen Eigenheimen heizt so gut wie jeder Zweite mit einer Gasheizung. Mit großem Abstand, aber immerhin noch 24 Prozent, folgt die Ölheizung auf Rang zwei. Damit bestimmen die beiden Brennstoffe zwei Drittel der deutschen Heizlandschaft. Erneuerbare Energien sind bisher eine Randnotiz, es gibt allerdings starke regionale Unterschiede, die das zukünftige Potenzial bereits andeuten.

Momentan heizen sechs Prozent mit Holz und Holzpellets, eine Solarthermie oder Erdwärme werden jeweils nur von zwei Prozent genutzt. Damit haben die erneuerbaren Energien noch deutliches Potenzial, welches beispielsweise in Berlin schon deutlich stärker ausgeschöpft wird. Hier liegt ihr der Anteil an der Wärmenutzung bereits bei 21 Prozent. Es folgen Bayern mit 17 und Rheinland Pfalz mit 15 Prozent.

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Auf die Frage, warum die Entscheidung auf das aktuelle Heizsystem gefallen war, gaben 42 Prozent an, dass dieses bereits installiert gewesen sei. Für 25 Prozent waren die geringen Betriebskosten ausschlaggebend, während 19 Prozent den günstigen Anschaffungspreis schätzten.

Interessant ist, dass viele Heizungen in deutschen Eigenheimen ein Alter erreicht haben, in dem eine Modernisierung aus ökonomischen und ökologischen Sinnen empfohlen wird. So sind 30 Prozent zwischen elf und zwanzig Jahren alt, 12 Prozent bereits zwischen 12 und 30 Jahre und 5 Prozent sogar schon über 30 Jahre alt. Hier soll einmal darauf hingewiesen sein, dass der Austausch 30 Jahre alter Heizkessel gesetzlich vorgeschrieben ist.

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Thüringen am aufgeschlossensten gegenüber Solarthermie – Mecklenburg Vorpommern Schlusslicht

Hätten die Eigenheimbesitzer in Deutschland die freie Wahl und müssten ihre Entscheidung nicht von Preisen, baulichen Voraussetzungen oder ähnlichem abhängig machen, wäre für 27 Prozent die Solarthermie das bevorzugte Heizsystem. Für eine Gasheizung würden sich nur noch 23 Prozent entscheiden. Recht populär ist auch Erdwärme, mit der 18 Prozent heizen wollen würden.

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Besonders attraktiv ist die Solarthermie in Thüringen. Hier würden 47 Prozent gerne mit der Solarthermie heizen. Es folgen Sachsen mit 37 Prozent und Brandenburg mit 36 Prozent. Die Beliebtheit der Solarthermie lässt sich unter anderem auch mit ihrer Reputation begründen, schließlich sind 94 Prozent der Befragten überzeugt, dass sie mit ihr umweltfreundlich heizen. Ein Wert, den kein anderes Heizsystem auch nur annähernd erreicht. So halten 73 Prozent die Wärmepumpe für umweltfreundlich und 42 Prozent Erdgas.

Erneuerbare Energie: Solarthermie hat das größte Potenzial

Bei den Studienteilnehmern, die in den kommenden zwölf Monaten eine Heizungssanierung planen, haben 31 Prozent noch keine Entscheidung über das Heizsystem getroffen. Die momentane Tendenz spricht allerdings für Erdgas und Solarthermie. Während 20 Prozent eine Gasheizung kaufen werden, haben sich 19 Prozent für eine Solarthermie entschieden. Die Ölheizung ist weit weniger populär und wird nach der Modernisierung nur in 3,5 Prozent der Haushalte zu finden sein.

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Interessant ist in diesem Zusammenhang, wo sich die Befragten über ihren Heizungswechsel informieren: für 70 Prozent ist das Internet die Informationsquelle, während 66 Prozent ihre Fragen offline an den Fachmann richten.

Für die Kaufentscheidung spielen verschiedene Eigenschaften der Heizung eine unterschiedlich starke Rolle. So zeigt die Studie, dass vor allem drei Merkmale besonders hoch im Kurs stehen: Mit jeweils 76 Prozent sind eine lange Lebensdauer und hohe Zuverlässigkeit für die Befragten am wichtigsten. Mit 75 Prozent sind geringe Betriebskosten fast gleichauf.

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Deutsche sind ahnungslos bei Förderung

Generell gilt: Die Deutschen sind mit ihrem aktuellen Heizsystem zufrieden. Das erklärten 83 Prozent der Studienteilnehmer, 30 Prozent erklärten sogar, sie seien vollkommen zufrieden. Von denen, die mit ihrer Heizung nicht zufrieden sind, gaben 32 Prozent die hohen Brennstoffpreise als Grund an.

Das Hauptmotiv für einen Heizungswechsel ist für 46 Prozent der Befragten die Aussicht, mit der neuen Heizung Energie einzusparen. Insgesamt denken 42 Prozent, dass sie mit einem modernen Heizsystem ihre Heizkosten um 20 Prozent reduzieren können.

Die Studie zeigt auch, dass großer Nachholbedarf in Sachen Förderung besteht, denn nur 32 Prozent kennen ihre Möglichkeiten bei einer Heizungssanierung. Das ist insofern bedauerlich, da mehr Wissen eine Modernisierungsentscheidung positiv beeinflussen würde. Es gibt jedoch starke regionale Unterschiede. Während in Berlin 47 Prozent gut informiert sind, gaben alle Bremer Befragten an, nicht ausreichend über Fördermöglichkeiten informiert zu sein.

Jeder Zweite schränkt sich beim Heizen ein, um Kosten zu sparen

Die Studie ergab, dass 53 Prozent der Befragten darauf achten, nicht zu warm zu heizen, um so die Heizkosten nicht in die Höhe zu treiben. Darüber hinaus werden auch andere Energiespartipps umgesetzt. Am populärsten ist das Stoßlüften (77 Prozent), das Freiräumen der Heizkörper (51 Prozent) und die Abdichtung der Fenster und Türen (44 Prozent).

Interessantes Ergebnis am Rand: Ungeachtet aller Sparmaßnahmen sehen zwei Drittel der Deutschen ihre Wohlfühltemperatur bei 20 – 22,5°Celsius.

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