Das Wichtigste zur Gasheizung in Kürze:

  • Anschaffungskosten: Eine neue Gasheizung kostet inklusive Installation durchschnittlich 9.000–15.500 € in der Anschaffung.
  • Keine Förderung: Für den Kauf einer Gasheizung gibt es 0 % staatliche Heizungsförderung, während für Wärmepumpen bis zu 80 % Zuschuss bei den förderfähigen Kosten möglich sind.
  • Laufende Betriebskosten: Eine Gasheizung verursacht bei einem Wärmebedarf von 20.000 kWh und einem Gaspreis von 12 ct/kWh durchschnittlich 2.670 € an jährlichen Betriebskosten.
  • Erlaubnis nach GModG: Der Einbau von Gasheizungen ist 2026 erlaubt, wird jedoch zunehmend unwirtschaftlich. Bspw. gilt ab 2029 die Biotreppe mit schrittweise steigendem Anteil teurer grüner Brennstoffe (2029: 10 %, 2030: 15 %, 2035: 30 %, 2040: 60 %).
  • Ersparnis durch Wärmepumpe: Eine Wärmepumpe spart jährlich etwa 730 € an Betriebskosten gegenüber einer Gasheizung und amortisiert sich nach etwa 9,5 Jahren.

Darf ich 2026 noch eine Gasheizung einbauen?

Ja, der Einbau und der Kauf einer Gasheizung sind 2026 erlaubt. Die Änderung des als „Heizungsgesetz“ bekannten Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat den Einbau einer Gasheizung sogar wieder erleichtert.

Durch die Novellierung ist nämlich das Kernelement des ehemaligen GEG entfallen: die sogenannte 65 %-Regel. Die 65 %-Regel gab seit dem 1. Januar 2024 vor, dass neu eingebaute Heizungen ab spätestens Mitte 2028 zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.

Folgende Vorgaben des GEG sind außerdem hinfällig:

Laut GModG ist stattdessen die Einhaltung der sogenannten Biotreppe die Voraussetzung für die Installation neuer Öl- und Gasheizungen. Als Biotreppe wird die Vorgabe bezeichnet, dass neu eingebaute fossil betriebene Heizungen ab 2029 einen schrittweise steigenden Anteil grüner Brennstoffe nutzen müssen, wie Biogas bzw. Biomethan oder auch grünen Wasserstoff.

Wichtig: Obwohl der Kauf einer Gasheizung durch das GModG erleichtert wird, lohnt er sich 2026 nicht mehr. Denn die Abhängigkeit von Gas wird zunehmend zum Kostenrisiko.

Was kostet eine neue Gasheizung?

Eine neue Gasheizung kostet inkl. Installation durchschnittlich 9.000–15.500 € in der Anschaffung. Der finale Preis ergibt sich aus der Leistungsklasse, der Gasheizungs-Art und der Komplexität der Installation.

Aufschlüsselung der Anschaffungskosten

Einzelposten Kosten
Gas-Brennwertkessel 4.000–7.000 €
Installation und Demontage 2.000–3.000 €
Schornsteinsanierung 1.000–2.500 €
Warmwasserspeicher 1.000–2.000 €
Hydraulischer Abgleich (nach Verfahren B) 1.000 €

Gut zu wissen: Muss vor Inbetriebnahme der Gasheizung erst ein Gasanschluss verlegt werden, beispielsweise beim Bezug eines Neubaus, müssen Sie für die Verlegung des Anschlusses mit zusätzlich 2.300–3.700 € rechnen.

Welche Gasheizungs-Varianten gibt es?

Es gibt vier Gasheizungs-Varianten, die sich in erster Linie bezüglich ihrer Leistung sowie ihrer Art der Warmwassererzeugung unterscheiden:

  • Gastherme: Gasthermen sind in ihrem Aufbau die einfachste Variante der Gasheizung. Dieses Brennwertgerät ist meist wandhängend und sorgt für Heizungswärme sowie Warmwasser. Die Erwärmung des Wassers erfolgt dabei über einen externen Speicher.

  • Kombitherme: Kombithermen ähneln äußerlich den Gasthermen. Allerdings kombinieren sie Heizung und Warmwasser in einem Gerät. Das Wasser wird hier mittels Durchlauferhitzer erwärmt. So wird nur bei Bedarf erhitzt und nicht gespeichert.

  • Gas-Kompaktgerät: Gas-Kompaktgeräte kombinieren ebenfalls Heizung und Warmwasser in einem Gerät. Allerdings erfolgt die Warmwasseraufbereitung in einem integrierten Speicher. Das hat den Vorteil, dass Warmwasser schneller verfügbar ist.

    Diese Brennwertgeräte in kompakter Form sind aufgrund des internen Speichers größer und können sowohl wandhängend als auch bodenstehend sein.

  • Gas-Brennwertkessel: Gas-Brennwertkessel sind deutlich größer, bodenstehend und können einen höheren Wärmebedarf als die anderen Varianten abdecken. Daher finden sich diese Gasheizungen häufig in Mehrfamilienhäusern oder Gebäuden mit hohem Wärmebedarf.

    Die Warmwasserversorgung wird über einen externen Wasserspeicher gewährleistet. Dies ist bei einem bodenstehenden Brennwertkessel notwendig, da ein kleiner interner Speicher bei einem hohen Bedarf schnell an seine Grenzen geraten würde. Über den externen Wasserspeicher kann dieser Heizkessel mit Solarthermie kombiniert werden.

Varianten der Gasheizung im direkten Vergleich

Merkmale Gastherme Kombitherme Kompaktgerät Gaskessel
Wandhängend oder bodenstehend? Überwiegend wandhängend Überwiegend wandhängend Wandhängend oder bodenstehend Bodenstehend
Warmwasser Externer Speicher Durchlauferhitzer Integrierter Speicher Externer Speicher
inkl. Speicher? Nein Nein Ja Nein
Einsatzort Wohnung, Einfamilienhaus Wohnung, Einfamilienhaus Meist Einfamilienhäuser Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus

Gut zu wissen: Neben reinen Gasheizungen gibt es auch Hybridsysteme, bei denen zwei Wärmeerzeuger miteinander kombiniert werden. Meist bestehen solche Hybridheizungen aus einer Wärmepumpe und einer Gas-Brennwerttherme.

Da eine solche Hybridheizung aus zwei Heizsystemen besteht, fallen doppelte Kosten an – sowohl für die Geräte als auch für Strom bzw. Gas. Zudem entfällt bezüglich der Förderung der Wärmepumpe der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 %.

Diesen erhalten Sie nur, wenn Sie auf ein vollständig fossilfreies Heizsystem umsteigen. Eine Wärmepumpe als alleiniges Heizsystem erweist sich daher als kostengünstiger.

Sind thermondo Teams in Ihrer Nähe verfügbar?
Ein thermondo Lieferwagen mit einer Lupe auf einer Deutschlandkarte.
Mit Eingabe Ihrer Postleitzahl finden Sie bequem heraus, ob wir auch in Ihrer Nähe aktiv sind.
Systemfehler. Bitte versuchen Sie es erneut.
Gute Nachricht! Wir sind auch in Ihrer Nähe. Holen Sie sich jetzt Ihr Festpreisangebot – kostenlos und unverbindlich!
Zum Festpreisangebot
Leider sind wir in Ihrer Nähe nicht verfügbar.

Varianten der Gasheizung: Welche unterschiedlichen Brennstoffe gibt es?

Gasheizungen unterscheiden sich nicht nur bezüglich ihrer Leistung und ihrer Art der Warmwassererzeugung, sondern auch hinsichtlich des genutzten Brennstoffes:

  • Erdgas: Der größte Anteil der Gasheizungen in Deutschland wird mit Erdgas betrieben. Dabei wird das Gas über unterirdische Gasnetze direkt zum Brennwertkessel oder zur Gastherme im Gebäude geleitet. Hierfür ist ein Gasanschluss im Haus notwendig.

  • Flüssiggas: Flüssiggas ist ein eher selten genutzter Brennstoff, da es meist teurer ist als Erdgas. Flüssiggas wird nicht wie beim Erdgasanschluss direkt zur Gasheizung geleitet, sondern im Haus oder auf dem Grundstück in einem Tank gelagert.

    Die Kosten für Miete bzw. Kauf sowie Reinigung und Tankpflege müssen Verbraucher selbst tragen. Zudem müssen Sie wie bei einer Ölheizung regelmäßig den Brennstoffvorrat kontrollieren und ggf. selbstständig neues Flüssiggas ordern.

  • Biogas: Biogas wird durch die Vergärung von Biomasse erzeugt und ist potenziell CO₂‑neutral. Allerdings ist es bis zu 25 % teurer als Erdgas und nur knapp verfügbar. Die begrenzte Verfügbarkeit bei wachsender Nachfrage kann den Preis zukünftig weiter erhöhen.

    Zudem ist „Biogas“ kein geschützter Begriff, weshalb sich auch Erdgasgemische mit lediglich 10–30 % Biogasanteil dahinter verbergen können.

    Auch Klima- und Ökogastarife werden zum Teil als Biogastarife bezeichnet. Diese Tarife enthalten allerdings meist konventionelles Erdgas, dessen CO₂-Emissionen laut Anbieter bspw. durch Klimaschutzprojekte kompensiert würden.

    Das Umweltbundesamt (UBA) zweifelt die ausreichende Wirksamkeit dieser Klimaschutzprojekte an. Denn der vollständige Abbau fossiler Emissionen kann bis zu mehreren hunderttausend Jahren dauern.
Quellen:

Umweltbundesamt, Die Treibhausgase“ (zuletzt abgerufen am 30.06.2026)

Gut zu wissen: Wirkliche CO₂-Neutralität ohne Kostenrisiko kann nur durch ein fossilfreies Heizsystem wie die Wärmepumpe erreicht werden. Eine fossile Heizung lohnt sich unabhängig von der verwendeten Gas-Art nicht mehr.

thermondo flex - Wärmepumpe auf Raten - 78 €
Flexible Finanzierung: Wärmepumpe ab 78 € im Monat

Mit der neuen Finanzierungsmöglichkeit thermondo flex profitieren Sie ab sofort von einer flexiblen Ratenfinanzierung:

  • Ihre neue Wärmepumpe bereits ab 78 € im Monat (nach Abzug der Förderung).
  • Eine Laufzeit von 15 Jahren mit der Option, jederzeit Sondertilgungen vorzunehmen, um die monatliche Rate bei Bedarf zu reduzieren.
  • Sie können den Kredit ohne Zusatzkosten komplett vorzeitig zurückzahlen.
Zum Festpreisangebot

Wie hoch sind die Betriebskosten – und wie wirkt der CO₂-Preis?

Die Betriebskosten einer Gasheizung betragen durchschnittlich 2.670 € pro Jahr. Dieser Durchschnittswert wurde auf Grundlage des aktuellen Gaspreises von 12 ct/kWh und eines angenommenen Wärmebedarfs von 20.000 kWh ermittelt. Allerdings sind zukünftig massive Gaspreissteigerungen zu erwarten.

Die Gründe dafür sind:

  • CO₂-Preis: Die sogenannte CO₂-Steuer ist ein Teil des Gaspreises. Denn sie bepreist CO₂-Emissionen, die durch die Verbrennung von Gas emittiert werden. Ab 2028 wird der Preis nicht länger politisch festgelegt, sondern frei am Markt in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage gebildet.

    Experten halten hier Preise von 300 €/t CO₂ für möglich. Daraus würden sich Mehrkosten von rund 1.300 € für eine Gasheizung im durchschnittlichen Einfamilienhaus ergeben.

  • Biotreppe: Die Biotreppe, also die Vorgabe zur Nutzung biogener Brennstoffe für neu installierte Öl- und Gasheizungen, beginnt 2029 bei der ersten Stufe von 10 %. Für die zweite Stufe im Jahr 2030 ist ein Anteil von 15 % vorgesehen, im Jahr 2035 von 30 % und im Jahr 2040 von 60 %.

    Allerdings sind diese grünen Brennstoffe sehr kostspielig und nur begrenzt verfügbar. Die ausreichende Versorgung kann also nicht gewährleistet werden und beinhaltet ein großes Kostenrisiko.
Stufen der Bio-Treppe gem. GModG
  • Netzentgelte: Als Netzentgelte werden die Fixkosten des Gasnetzes bezeichnet, welche anteilig von allen Gaskunden über den Gaspreis gezahlt werden. Diese dienen der Finanzierung des Ausbaus, der Wartung sowie des Betriebs der Netzinfrastruktur.

    Da immer mehr Menschen von Gasheizungen auf fossilfreie Heizsysteme wie die Wärmepumpe umsteigen, verlagern sich die Fixkosten auf immer weniger Haushalte. Dadurch steigen die Netzentgelte für die verbleibenden Kunden enorm an.

    Eine Modellrechnung des Fraunhofer-Instituts im Rahmen einer Studie zur Entwicklung der Gasnetze zeigt: Wer heute eine Gasheizung kauft, zahlt potenziell bis 2045 jährliche Mehrkosten von 3.000–4.000 € nur für die Netzkosten – das entspräche ungefähr einer Verzehnfachung innerhalb der nächsten 20 Jahre.

  • Geopolitische Unwägbarkeiten: Da es sich bei Erdgas um ein Importgut handelt, haben geopolitische Konflikte von Exportländern das Potenzial zu enormen Gaspreissprüngen. Internationale Konflikte der letzten Jahre haben gezeigt, wie sehr sie die Gaspreisentwicklung beeinflussen können.
Quellen:

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), Fehlende Gasnetzplanung könnte Haushalte bis zu 4.000 Euro im Jahr kosten (zuletzt abgerufen am 04.06.2026)

Gibt es eine Förderung für Gasheizungen?

Nein, für den Erwerb einer Gasheizung gibt es keine staatliche Heizungsförderung. Gemäß der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausschließlich Heizsysteme mit erneuerbaren Energien, wie die Wärmepumpe, gefördert. Für fossilfreie Heizsysteme sind bis zu 80 % Zuschuss bei den förderfähigen Kosten möglich.

So setzt sich die Förderung zusammen:

  • Grundförderung: 30 %
  • Förderfähige Kosten: bis zu 28.000 € für die erste Wohneinheit; sinken ab 1. Februar 2027 halbjährlich um 750 €
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 16 %: sinkt ab 1. Februar 2027 halbjährlich um 4 %, entfällt ab 1. August 2028
  • Einkommensbonus: 40/30/10 % je nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen pro Jahr (bis 30.000/40.000/50.000 €)
  • Familienzuschlag: Lebt min. ein minderjähriges Kind im Haushalt, erhöht sich die Einkommensgrenze einmalig um 10.000 €.
  • Obergrenze: max. 22.400 € (bei niedrigerem Einkommen)

Die Grundförderung ist mit den einzelnen Förder-Boni kombinierbar. Maximal sind 80 % Zuschuss möglich.

Gut zu wissen: thermondo-Kunden kaufen am häufigsten die 10-kW-Wärmepumpe für rund 32.000 €. Bei einem durchschnittlichen Förderzuschuss von 46 % kostet die Wärmepumpe am Ende nur noch 19.120 €.

Bei einem Anspruch auf den Einkommensbonus kostet das Modell mit 80 % Förderung nur 9.600 €. Für kleinere Einfamilienhäuser sind unsere Wärmepumpen nach Förderung bereits ab 8.700 € erhältlich!

Luft-Wasser-Wärmepumpe schon ab 8.700 € nach Förderung!
Zum Festpreisangebot

Gasheizung oder Wärmepumpe: Ein Fallbeispiel

Vergleicht man eine Wärmepumpe und eine Gasheizung im Einfamilienhaus, zeigt sich schnell, dass die Wärmepumpe das wirtschaftlichere Heizsystem ist.

Anschaffungskosten der Heizsysteme im Vergleich

Die Gasheizung ist in der Anschaffung häufig erst einmal etwas günstiger als die Wärmepumpe. Zwar gibt es beim Kauf einer Wärmepumpe die Möglichkeit, die hohe staatliche Heizungsförderung von bis zu 80 % zu erhalten. Die Maximalförderung erhalten die meisten Haushalte jedoch nicht.

Im Durchschnitt erhalten selbstnutzende Eigentümer 46 % Förderung, da sie sich nicht für den Einkommensbonus qualifizieren. Dementsprechend ist die Anschaffung einer Wärmepumpe meist teurer als die einer Gasheizung.

Die Anschaffungskosten und der Fördersatz können je nach individueller Situation abweichen.
Gasheizung Wärmepumpe
Anschaffungskosten (vor Förderung) 12.000 € 32.000 €
Staatliche Förderung 0 % 46 %
Kosten nach Förderung 12.000 € 19.120 €

Gut zu wissen: Zusätzliche Anschaffungskosten für das kostspielige Nachrüsten einer Fußbodenheizung fallen in den meisten Fällen nicht an. Denn Wärmepumpen heizen auch ohne Fußbodenheizung in der Regel hocheffizient – entgegen der weitverbreiteten Annahme.

Das belegen u. a. unsere Installationsdaten bei thermondo: Rund 90 % unserer Kunden betreiben ihre Wärmepumpe mit bestehenden, konventionellen Heizkörpern. Lediglich 10 % heizen nur mit Fußbodenheizung. Ein Heizkörpertausch zu größeren oder moderneren Heizkörpern war nur in ca. 8 % der Fälle notwendig.

Betriebskosten der Heizsysteme im Vergleich

Den anfänglichen Preisunterschied gleicht die Wärmepumpe durch ihre effiziente Betriebsweise aus, denn mit ihr sparen Sie gegenüber einer Gasheizung jährlich etwa 730 € an Betriebskosten. So amortisiert sich die Anschaffung einer Wärmepumpe nach etwa 9,5 Jahren.

Die Wirkungsgrade der Heizungsanlagen können je nach Modell und Gegebenheiten im Haus variieren.
Gasheizung Wärmepumpe
Wärmebedarf 20.000 kWh 20.000 kWh
Wirkungsgrad ~ 0,9 ~ 3,4
Jahresverbrauch 22.220 kWh 5.880 kWh
Energiepreis 12 ct/kWh 33 ct/kWh
Heizkosten (inkl. Netzentgelte & CO2-Steuer) 2.670 € 1.940 €

Der große Kostenvergleich: Lohnt sich für Familie Müller die Elektrifizierung im Eigenheim?

Familie Müller setzt auf die Elektrifizierung in ihrem Einfamilienhaus: Wärmepumpe mit Photovoltaik und Elektroauto inklusive intelligentem Energiemanagement. Die Investition vergleichen wir mit Familie Schmidt, die mit Gasheizung und Benziner bei Altbekanntem bleibt.

Ob sich die Investition in die Elektrifizierung des Eigenheims lohnt, zeigen wir Ihnen an einem langfristigen und realistischen Vergleich der beiden Familien.

Energiekosten einsparen
Familie Müller hat nachgerechnet: Die Energiewende im Eigenheim lohnt sich!
Familie Müller will Energiekosten einsparen und von alten Gewohnheiten auf moderne Technik umsteigen – lohnt sich der Wechsel zu Wärmepumpe, Photovoltaik und E-Auto wirklich?

Fazit: Ist die Wärmepumpe die beste Alternative zur Gasheizung?

Ja, die Wärmepumpe ist die wirtschaftlichere und klimafreundlichere Alternative zur Gasheizung. Die Wärmepumpe ist ein zukunftssicheres Heizsystem, das jetzt und in Zukunft alle Anforderungen des GModG erfüllt und durch seine Unabhängigkeit von Gas oder der CO₂-Bepreisung kein Kostenrisiko birgt.

Die Nachteile einer neuen Gasheizung im Überblick:

  • Keine Förderung: Die fehlende staatliche Förderung für Gasheizungen und Gas-Hybridsysteme macht Gasheizungen im Vergleich zu fossilfreien Alternativen finanziell weniger sinnvoll. Die Wärmepumpe wird im Gegensatz dazu aktuell noch mit bis zu 80 % bezuschusst.
  • Steigende Betriebskosten: Die kontinuierliche Erhöhung des CO₂-Preises und die Ausweitung des Emissionshandels auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr zusammen mit den steigenden Netzentgelten werden die Kosten für den Betrieb einer Gasheizung enorm erhöhen.
  • Effizienz und Umweltfreundlichkeit: Der Wirkungsgrad der Wärmepumpe ist ca. 4-mal höher als der einer Gasheizung. Zudem arbeiten Wärmepumpen zu 75 % mit unbegrenzter und kostenloser Umweltwärme und zu 25 % mit Strom. Das macht sie nicht nur deutlich effizienter, sondern auch umweltfreundlicher als eine Gasheizung.

Obwohl die Anschaffungskosten von Gasheizungen meist niedriger ausfallen, sind Wärmepumpen aufgrund ihrer effizienten Betriebsweise langfristig das günstigere Heizsystem – auch im Altbau und ohne Fußbodenheizung.

Aufwendige Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten oder die Nachrüstung einer Fußbodenheizung sind entgegen der weitverbreiteten Annahme meist nicht notwendig.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Gasheizung

Darf man 2026 noch eine neue Gasheizung einbauen?

Ja, der Einbau und Kauf einer Gasheizung sind im Jahr 2026 erlaubt. Durch die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist die 65 %-Regel für erneuerbare Energien entfallen. Neu installierte Öl- und Gasheizungen müssen jedoch ab dem Jahr 2029 die Vorgaben der sogenannten Biotreppe erfüllen und einen schrittweise steigenden Anteil an grünen Brennstoffen nutzen.

Was kostet eine neue Gasheizung inklusive Einbau?

Eine neue Gasheizung kostet inklusive Installation durchschnittlich 9.000–15.500 €. Der finale Preis setzt sich aus verschiedenen Einzelposten zusammen:

  • Gas-Brennwertkessel: 4.000–7.000 €
  • Installation und Demontage: 2.000–3.000 €
  • Schornsteinsanierung: 1.000–2.500 €
  • Warmwasserspeicher: 1.000–2.000 €
  • Hydraulischer Abgleich: 1.000 €
  • Optionaler Gasanschluss bei Neubauten: 2.300–3.700 €
Gibt es 2026 eine staatliche Förderung für Gasheizungen?

Nein, für den Erwerb einer Gasheizung gibt es 0 % staatliche Heizungsförderung. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden ausschließlich Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien gefördert. Für klimafreundliche Alternativen wie Wärmepumpen können Eigentümer hingegen bis zu 80 % Zuschuss bei den förderfähigen Kosten erhalten.

Wie hoch sind die jährlichen Betriebskosten einer Gasheizung?

Die Betriebskosten einer Gasheizung belaufen sich auf durchschnittlich 2.670 € pro Jahr. Dieser Wert basiert auf einem angenommenen Wärmebedarf von 20.000 kWh und einem aktuellen Gaspreis von 12 ct/kWh. Künftig ist mit teils massiven Preisanstiegen durch den ab 2028 freien CO₂-Marktpreis (bis zu 300 €/t CO₂ im Jahr 2030 sind möglich), die Biotreppe ab 2029 sowie steigende Netzentgelte zu rechnen.

Lohnt sich der Wechsel von einer Gasheizung zur Wärmepumpe?

Ja, der Umstieg auf eine Wärmepumpe lohnt sich nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell, da sie jährlich etwa 730 € an Betriebskosten einspart. Nach Verrechnung einer durchschnittlichen Förderung von 46 % kostet eine Wärmepumpe rund 19.120 € in der Anschaffung und amortisiert sich nach etwa 9,5 Jahren.

Wenn der Gaspreis zukünftig weiter ansteigt, verstärkt sich der Betriebskostenunterschied weiter zugunsten der Wärmepumpe.

Lohnt sich eine Wärmepumpe für Ihr Haus?
Ihre Situation prüfen

Mit thermondo zur Wärmepumpe wechseln

Für den Umstieg von einer Gasheizung auf die Wärmepumpe ist thermondo der zuverlässige Partner an Ihrer Seite. Denn bei thermondo erhalten Sie alles aus einer Hand: von der Beratung über die Planung bis hin zur Installation. Unsere erfahrenen Förderexperten beantworten außerdem Ihre Fragen zur Förderung und Antragstellung.

Nutzen Sie einfach unseren Heizungsplaner und wir melden uns zeitnah bei Ihnen für ein erstes unverbindliches Beratungsgespräch per Telefon oder bei Ihnen zu Hause.

Wärmepumpe für Altbauten ab 8.700 € nach Förderung
Zum Festpreisangebot
Bild von Pia Marie Oppermann, Fachredakteurin Pia ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.