Hybridheizung: Gas und Wärmepumpe kombinieren
Ein Artikel von Luisa Ney | Zuletzt aktualisiert am: 27.09.2026
Kann ich eine Wärmepumpe mit einer Gasheizung kombinieren?
Ja, eine Wärmepumpe kann mit einer Gasheizung kombiniert werden. Um diese Hybrid-Variante sinnvoll betreiben zu können, müssen beide Systeme über einen ausreichend großen Wärmespeicher miteinander verbunden werden.
Der Pufferspeicher ist bei der Kombination aus Wärmepumpe und Gasheizung unerlässlich. Wärmeüberschüsse, die von der Wärmepumpe erzeugt werden, können so sinnvoll zwischengespeichert werden.
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Wie funktioniert eine Wärmepumpe mit Gasheizung?
Bei der Hybridheizung aus Gas mit Wärmepumpe übernimmt die umweltfreundliche Wärmepumpe oftmals den Hauptbetrieb. Dadurch werden der Brennstoffverbrauch und die CO₂-Emissionen der Gastherme oder Gasheizung reduziert. Lediglich bei sehr niedrigen Außentemperaturen springt die Gas-Brennwertheizung ein.
Um mit einem Hybrid aus Gas und Wärmepumpen zu heizen, gibt es zwei Möglichkeiten:
- Sie können Ihre vorhandene Gasheizung mit einer neuen Wärmepumpe kombinieren.
- Sie können eine komplette Hybridheizung aus Gasheizung und Wärmepumpe als neues Heizsystem anschaffen.
Um eine effiziente Nutzung zu gewährleisten, muss eine entsprechende Heizungsregeltechnik in Form einer automatischen Steuereinheit vorhanden sein. Diese überwacht die Außentemperatur sowie die Vorlauftemperatur. Die Technik erkennt selbstständig, ab wann es wirtschaftlicher ist, die Gasheizung zu nutzen und schaltet den Betrieb dann auf das Brennwertgerät um.
Erfüllt eine Hybridheizung aus Wärmepumpe und Gasheizung die Anforderung des GModG?
Ja, eine Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe erfüllt die Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG). Unter Umständen können Sie mit der Kombination auch von den Vorgaben der Bio-Treppe verschont bleiben.
Kurz erklärt: Läuft die Wärmepumpe vorrangig im bivalent-parallelen Betrieb, gilt die Quote automatisch als erfüllt. Läuft das Hybridsystem z. B. im bivalent-alternativen Betrieb, wenn die Gasheizung ab einer bestimmten Temperatur den Heizbetrieb übernimmt, werden max. 15 % Bio-Quote angerechnet. Für einen höheren Anteil muss ein Fachbetrieb nachweisen, in welchem Umfang die Wärmepumpe die Quote erfüllt.
Erfüllt die Wärmepumpe die Anforderungen nicht, unterliegt die Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe ab 2029 – spätestens ab 2035 – der Bio-Treppe.
Das sind die Stufen der Bio-Treppe:
| ab dem | Pflichtanteil erneuerbarer Brennstoffe |
|---|---|
| 01.01.2029 | 10 % |
| 01.01.2030 | 15 % |
| 01.01.2035 | 30 % |
| 01.01.2040 | 60 % |
Was kostet eine Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe?
Die Kosten für eine Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe liegen bei einer kompletten Neuinstallation zwischen 36.000 und 65.000 €. Die hohen Kosten entstehen dadurch, dass Sie mit Gasheizung und Wärmepumpe zwei vollwertige Heizsysteme anschaffen müssen.
Möchten Sie eine bereits vorhandene Gasheizung mit einer Wärmepumpe nachrüsten, kommen nur die Kosten für den Kauf der Wärmepumpe auf Sie zu.
So setzen sich die Kosten zusammen:
- Eine Gasheizung kostet je nach Anforderung zwischen 9.000 und 15.500 €.
- Wärmepumpen kosten vor Abzug der Förderung zwischen 27.000 und 50.000 €. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind mit 27.000 bis 40.000 € etwas günstiger als andere Varianten mit Erdwärme oder Grundwasser. Aufgrund der aufwendigen Erschließung der Wärmequelle kosten diese Wärmepumpen-Arten bis zu 50.000 €.
Gut zu wissen: thermondo-Kunden kaufen am häufigsten die 10-kW-Wärmepumpe für rund 32.000 €. Bei einem durchschnittlichen Förderzuschuss von 46 % kostet die Wärmepumpe am Ende nur noch 19.120 €. Bei einem Anspruch auf den Einkommensbonus, kostet das Modell mit 80 % Förderung nur 9.600 €. Für kleinere Einfamilienhäuser sind unsere Wärmepumpen nach Förderung bereits ab 8.700 € erhältlich!
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Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren: Welche Förderung ist möglich?
Eine Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe wird im gesamten nicht mehr gefördert. Eine staatliche Heizungsförderung wird nur noch für die Komponente gewährt, die auf erneuerbaren Energien basiert. Dazu muss die Wärmepumpe jedoch mindestens 65 % der Heizleistung übernehmen.
So setzt sich die Förderung zusammen:
- 30 % Grundförderung für den Kauf einer Wärmepumpe
- Dreistufiger Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer, abhängig vom zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen (zvE)
1. Stufe: 40 % bis 30.000 € zvE
2. Stufe: 30 % bis 40.000 € zvE
3. Stufe: 10 % bis 50.000 € zvE
Familienzuschlag: Lebt min. ein minderjähriges Kind in Ihrem Haushalt, erhöht sich die Einkommensgrenze einmalig um 10.000 €.
Für die Anschaffung der Wärmepumpe im Hybridsystem mit einem fossilen Energieerzeuger können Sie nicht den vollen Fördersatz in Höhe von 80 % erhalten. Um von 16 % Klima-Geschwindigkeitsbonus profitieren zu können, muss das fossile Heizsystem ersatzlos demontiert werden.
Kombinieren Sie eine Wärmepumpe mit einer Gasheizung, sind daher maximal 70 % möglich. Können Sie nicht vom Einkommensbonus profitieren, erhalten Sie sogar nur 30 % Förderung.
Entscheiden Sie sich gleich für eine Wärmepumpe, ohne diese mit einer Gasheizung zu kombinieren, ist eine Wärmepumpen-Förderung von bis zu 80 % möglich. Der durchschnittliche Fördersatz beträgt 46 % ohne den Einkommensbonus. Damit steht eine Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe im Hinblick auf die Förderung deutlich schlechter da, als eine Wärmepumpe allein.
Hat eine Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe Nachteile?
Hybridheizungen bringen einige Nachteile mit sich, besonders dann, wenn ein Teil auf fossilen Brennstoffen basiert:
- Hohe Anschaffungskosten: Der Einbau einer Hybridheizung mit Gas und Wärmepumpe erfordert einen höheren Investitionsaufwand, da zwei vollständige Heizsysteme angeschafft werden müssen.
- Geringe staatliche Förderung: Bei der Hybridlösung wird lediglich die Wärmepumpe allein gefördert. Aber auch nur dann, wenn die Wärmepumpe mindestens 65 % und damit einen Großteil der Heizleistung übernimmt. Zudem ist sie geringer als für eine Wärmepumpe, die als alleiniges Heizsystem eingesetzt wird.
- Doppelte Wartung: Zudem müssen auch die Wartungs- und Reparaturkosten berücksichtigt werden, die im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen verdoppelt werden können.
- Großer Platzbedarf: Da ein Hybridsystem aus mehreren Elementen wie dem Brennwertkessel, der Wärmepumpe und dem Pufferspeicher besteht, ist der Platzbedarf einer solchen Anlage vergleichsweise hoch.
- Weiterhin abhängig von fossilen Brennstoffen: Dadurch müssen sich Hausbesitzer auf steigende Mehrkosten einstellen. Die Betriebskosten einer Hybridheizung mit Gas werden in den kommenden Jahren vor allem durch die CO₂-Steuer weiter steigen, zusätzlich zu den bereits vorhandenen Rohstoffkosten.
- Technische Machbarkeit: Vor der Installation einer Hybridheizung muss geprüft werden, ob der Einbau technisch überhaupt möglich ist. Falls vorher ein komplett anderes Heizsystem – beispielsweise eine Ölheizung – genutzt wurde, ist ein Gasanschluss natürlich Bedingung.
- Hohe Hürden für Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen: Für diese Wärmepumpen-Arten werden verschiedene behördliche Genehmigungen benötigt, da für die Installation Bohrungen im Erdreich vorgenommen werden.
Gut zu wissen: Luft-Wasser-Wärmepumpen können in der Regel ohne aufwendige Baumaßnahmen installiert werden. Sie werden vor dem Haus aufgestellt, müssen dabei allerdings bestimmte Schallemissionen einhalten.
Entscheiden Sie sich direkt für eine Wärmepumpe als alleiniges Heizsystem, profitieren Sie von den Vorteilen erneuerbarer Energien. Zudem heizen Sie zukunftssicher, da Sie nicht die Vorgaben der Bio-Treppe erfüllen müssen. Ebenfalls müssen Sie keine doppelten Kosten aufbringen und sparen durch den effizienten Betrieb der Wärmepumpe und den Wegfall der CO₂-Steuer rund 45 % der Heizkosten gegenüber einer Heizung mit fossilen Brennstoffen.
Die Vorteile und Nachteile einer Hybridheizung mit Gas und Wärmepumpe im Überblick:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| reduziert den Gasverbrauch | doppelte Kosten (Anschaffung, Wartung, Reparatur) |
| reduziert die CO₂-Emissionen | höherer Platzbedarf |
| doppelte Installationsvoraussetzungen | |
| weiterhin abhängig von Erdgas | |
| keine Förderung mehr für Gas-Hybridheizungen |
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Kann eine vorhandene Gasheizung mit einer Wärmepumpe nachgerüstet werden?
Möchten Sie Ihre vorhandene Gasheizung mit einer Wärmepumpe nachrüsten, gibt es verschiedene Varianten. Folgende Kombinationsmöglichkeiten haben Sie bei der nachträglichen Integration einer Wärmepumpe in die Gasheizung:
- Bivalenter Betrieb: Die Wärmepumpe arbeitet zusammen mit der Gasheizung in einem bivalenten Betrieb. Dabei übernimmt die Wärmepumpe den größten Teil des Heizbedarfs bei moderaten Außentemperaturen, wenn nur geringe Vorlauftemperaturen notwendig sind. Bei sehr niedrigen Temperaturen oder hohem Wärmebedarf wird die Gasheizung aktiviert.
Eine intelligente Regelung überwacht Außen- und Vorlauftemperatur und steuert den Wechsel zwischen den beiden Heizungen, um eine effiziente und kostengünstige Beheizung zu gewährleisten.
- Nachgeschaltete Wärmepumpe: Hier wird die Wärmepumpe nach der Gasheizung geschaltet. Das bedeutet, die Gasheizung bleibt als Primärheizung erhalten und die Wärmepumpe wird als ergänzende Heizungsanlage verwendet.
Zusätzlich zur Umweltenergie kann die Wärmepumpe die Abwärme der Gasheizung als Energiequelle nutzen, um den Heizbetrieb zu unterstützen. Dies kann die Effizienz des Gesamtsystems verbessern und den Gasverbrauch reduzieren.
- Vorrangschaltung: Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Wärmepumpe als primäre Heizquelle zu nutzen und die Gasheizung nur bei Bedarf als Backup-System einzuschalten. Die Wärmepumpe deckt den Großteil des Heizbedarfs ab, während die Gasheizung bei niedrigen Außentemperaturen oder hohem Wärmebedarf zusätzliche Wärme liefert.
Ähnlich wie beim bivalenten Betrieb entscheidet eine intelligente Steuerung, wann welches System aktiviert wird, um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten.
Wenn Sie Ihre vorhandene Gasheizung mit einer Wärmepumpe nachrüsten, ist es wichtig, zunächst die Kompatibilität beider Anlagen zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen am Heizungssystem vorzunehmen. Eine professionelle Beratung und Planung durch einen Fachbetrieb ist in jedem Fall ratsam. Vorab sollten jedoch die bereits erläuterten Nachteile gründlich abgewogen werden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe
Die Kosten für eine komplette Neuinstallation liegen zwischen 36.000 € und 65.000 €. Dies liegt daran, dass Sie zwei vollwertige Heizsysteme anschaffen müssen. Die Gasheizung kostet zwischen 9.000 und 15.500 € und die Wärmepumpe vor Förderung zwischen 27.000 € und 50.000 € (abhängig von der Wärmepumpen-Art).
Eine Hybridheizung wird als Gesamtsystem nicht mehr gefördert. Staatliche Zuschüsse erhalten Sie nur noch für die Wärmepumpen-Komponente. Sie bekommen 30 % Grundförderung, die Sie mit dem Einkommensbonus kombinieren können.
Die vollen 80 % können Sie jedoch nicht erreichen, da der Klimageschwindigkeits-Bonus wegfällt, wenn Sie weiterhin eine Gasheizung betreiben.
Die Wärmepumpe übernimmt den Hauptbetrieb für die Grundlast, während die Gasheizung nur bei sehr niedrigen Außentemperaturen oder hohem Wärmebedarf einspringt. Eine automatische Steuereinheit überwacht die Temperaturen, um den effizientesten Erzeuger zu wählen. Dabei ist ein Pufferspeicher unerlässlich, um beide Systeme hydraulisch zu verbinden.
In den meisten Gebäuden ist eine Wärmepumpe als alleiniges Heizsystem die sinnvollere Wahl, da die Nachteile der Hybridlösung wie doppelte Anschaffungs- und Wartungskosten überwiegen. Moderne Wärmepumpen arbeiten auch im Altbau effizient genug, um gänzlich auf fossile Brennstoffe verzichten zu können.
Lohnt sich eine Wärmepumpe für Ihr Haus?
Fazit: Lohnt sich eine Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe?
In den meisten Gebäuden ist eine Wärmepumpe als alleiniges Heizsystem die sinnvollere Wahl, da die Nachteile der Hybridlösung überwiegen. Viele Altbauten sind bereits für den Betrieb einer Wärmepumpe geeignet, ohne dass aufwendige Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt werden müssen.
Wer ein hybrides Heizsystem nutzt, kann zwar seinen Gasverbrauch reduzieren, muss jedoch doppelte Kosten für Anschaffung, Wartung und eventuelle Reparaturen aufbringen. Hinzu kommt die CO₂-Bepreisung, die in den nächsten Jahren weiterhin ansteigen wird. Je nach Auslegung unterfällt die Hybridheizung auch der Bio-Treppe und ist so mit weiteren Unsicherheiten bezüglich der verpflichtenden Nutzung grüner Brennstoffe verbunden.
Gut zu wissen: Eine Berechnung des Fraunhofer-Instituts hat bereits gezeigt, dass Wärmepumpen im Altbau nachhaltig die Heizkosten reduzieren. So verursacht eine Gasheizung unter Berücksichtigung der vorgesehenen Beimischungsquote für Biomethan über eine Lebensdauer von 19 Jahren insgesamt Mehrkosten von über 23.700 € im Vergleich zur Wärmepumpe.
Als größtes Pro-Argument für eine Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe galt in der Vergangenheit die effizientere Nutzung und ein sparsamerer Verbrauch an sehr kalten Wintertagen. Da Wärmepumpen jedoch einen großen technologischen Fortschritt erlebt haben, arbeiten sie als alleiniges Heizsystem mittlerweile sogar effizienter als in der Kombination mit einer Gasheizung.
Auch im Hinblick auf die Förderung hat eine Wärmepumpe als alleinige Heizung Vorteile. Hier sind bis zu 80 % möglich. Bei einer Hybridheizung aus Gas und Wärmepumpe wird nur die Wärmepumpe gefördert.
Wer sein altes Heizsystem erneuern möchte und die technischen Voraussetzungen für eine Wärmepumpe erfüllt, sollte daher die Gasheizung komplett auf die Wärmepumpe umrüsten. Denn so heizen Sie schon heute zukunftssicher und unabhängig von fossilen Energieträgern.
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Jochen
Leistungsstarke Wärmepumpe – auch für den Altbau

Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.
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