Zuletzt aktualisiert am: 18.08.2021

Brennwertkessel: Wann ist ein Austausch sinnvoll oder notwendig?

Brennwertkessel liefern zuverlässig Wärme und überzeugen durch hohe Wirkungsgrade. Sie sind vor allem in Kombination mit Solarthermie eine gute Investition. Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um den Austausch eines Brennwertkessels.

Ein Austausch des bestehenden Heizkessels kann sinnvoll oder in manchen Fällen sogar erforderlich sein.

  • Reparaturen häufen sich oder lohnen sich nicht mehr: Wurde ein Heizkessel seltener gewartet oder sehr stark beansprucht, erhöht sich der Verschleiß. Das kann dazu führen, dass in immer kürzeren Intervallen Reparaturen notwendig sind. Mit der Zeit können die Reparaturkosten so hoch sein, dass sich nur noch ein neuer Heizkessel lohnt.
  • Heizkessel ist älter als 20 Jahre: Ist Ihr Brennwertkessel bereits 30 Jahre alt, greift die Austauschpflicht, wenn es sich nicht um Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik handelt. Da sich die Heiztechnik in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert hat und vor allem die Brennwertkessel heute sehr ausgereifte und effiziente Heiztechnik bieten, kann ein Austausch auch unabhängig von einer Austauschpflicht sinnvoll sein. So können Sie z.B. mit moderner Brennwerttechnik bis zu 30 Prozent an Heizkosten einsparen. Das bedeutet im selben Moment auch um 30 Prozent niedrigere Emissionen.
  • Es wird eine energetische Sanierung durchgeführt: Wird Ihr Gebäude ohnehin schon energetisch saniert, sollte auch der Brennwertkessel den hohen Anforderungen an Energieeffizienz genügen. Mit neuer Wärmedämmung oder anderen energetischen Maßnahmen kombiniert, wird Ihre Brennwertheizung noch wirtschaftlicher und noch nachhaltiger.
  • Es ist noch ein alter Ölkessel im Einsatz: Heizen Sie noch mit einem alten Ölkessel, auch mit einem Brennwertkessel, sollten Sie über einen Heizungstausch nachdenken. Die Preise für Öl werden in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit steigen. Gleichzeitig sind beim Heizen mit Öl auch die Wartungskosten sowie der Lagerungsaufwand für den Brennstoff höher als bei Gas. Ein Umstieg auf einen Gasbrennwertkessel kann sich lohnen.
  • Hausbesitzer wollen energieeffizienter heizen: Ein Umstieg auf einen Brennwertkessel ist immer dann sinnvoll, wenn Sie Ihre Energieeffizienz im Bestand verbessern wollen.

Selbst wenn Sie bereits einen Brennwertkessel im Einsatz haben, kann ein Umstieg auf ein neues System sinnvoll sein, z.B. wenn Sie Ihre Gasbrennwertheizung mit erneuerbaren Energien kombinieren oder das Heizsystem an ein Smart Home anbinden wollen. Ältere Brennwertheizungen bieten diese Möglichkeiten nicht und lassen sich auch nicht entsprechend nachrüsten bzw. oftmals lohnt sich eine Nachrüstung nicht.

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Brennwerttechnik ist nach wie vor eine der effizientesten Methoden, um aus Brennstoffen Wärme zu gewinnen. Hinsichtlich des Nutzungsgrades liefern Brennwertkessel Top-Werte. Während Sie mit einem Niedertemperaturkessel bereits einen Nutzungsgrad von 85 Prozent erzielen, liegt dieser Wert bei Brennwerttechnik bei über 94 Prozent.

Das bedeutet, dass die Brennwertheizung 94 Prozent der durch die Verbrennung erzeugten Wärme nutzen kann. Der Brennstoff wird somit nahezu vollständig für die Wärmegewinnung verwendet.

Der hohe Nutzungsgrad und der vergleichsweise günstige Preis von Brennwertkesseln sorgt übrigens dafür, dass sich diese Heizsysteme sehr schnell amortisieren und Sie noch früher effektiv Heizkosten sparen.

Brennwerttechnik gilt in Zeiten der Energiewende als „Brückentechnologie“ zum Übergang in eine Zeit ohne fossile Brennstoffe. Bei diesem Übergang handelt es sich nicht um zwei oder drei Jahre, sondern eher um zwei oder drei Jahrzehnte, berücksichtigt man die Perspektiven der Länder weltweit, welche die Dekarbonisierung für das Jahr 2050 anstreben.

Bis dahin ist Brennwerttechnik nicht einfach nur Brückentechnologie, sondern Schlüsseltechnologie, um effizient, sicher und in Kombination mit alternativen Energieerzeugern nachhaltig Wärme zu liefern.

Brennwerttechnik ist sehr ausgereift und vielfach bewährt. Sie zeichnet sich durch geringe Emissionen und höchste Nutzungsgrade aus. Darüber hinaus können moderne Brennwertkessel auch mit Bio-Gas betrieben werden, was die Zukunftssicherheit der Brennwerttechnik nochmals erhöht.

Zukunftssicher sind Brennwertkessel auch deshalb, weil Markenhersteller wie Vaillant, Viessmann oder Buderus Fachbetriebe zuverlässig mit Ersatzteilen versorgen. So ist z.B. sichergestellt, dass Ihre Brennwertheizung auch noch in zehn Jahren problemlos repariert werden kann.

Im Zuge der Energiewende werden Gasheizungen regelmäßig in Frage gestellt. Generell sollten sich Hausbesitzer fragen, wie sie Nachhaltigkeit beim Heizen und der Warmwasseraufbereitung erhöhen können.

Gasbrennwerttechnik ist deshalb zeitgemäß, weil sie ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis bietet und z.B. Wärmeerzeuger wie Wärmepumpen oder Solarthermie perfekt ergänzen. Die Gasheizung bildet dann das „Backup“ für die erneuerbaren Energien und kann diese bei hoher Heizlast unterstützen. Außerhalb der Heizperiode muss die Gasbrennwertheizung dann gar nicht oder nur sehr selten eingesetzt werden.

Wenn ein Heizungstausch bevorsteht, ist ein Brennwertkessel sogar ohne Kombination mit Solarthermie oder Wärmepumpe zeitgemäß, weil bis zu 30 Prozent an Brennstoff eingespart werden kann.

Eine sehr sinnvolle Lösung sind Brennwertkessel, die mit Solarthermie kombiniert werden. Die solare Energiegewinnung erzeugt keine Emissionen und ist kostenlos nutzbar. In unseren Breiten reicht Solarthermie aus, um den Wärmebedarf in den Sommermonaten und der Übergangszeit zu decken. Erst im Winter bei frostigeren Temperaturen schaltet sich dann die Gasbrennwertheizung als Unterstützung dazu.

Der Vorteil des Brennwertkessels besteht außerdem darin, dass Sie beim Heizungstausch eine bestehende Abgasanlage sehr einfach nachrüsten oder je nach Zustand auch ohne Umrüstung weiterverwenden können. Das liegt daran, dass die Abgastemperaturen beim Brennwertkessel so niedrig sind, dass ein Kunststoffschornstein ausreicht.

Mit einer Gas-Hybridheizung mit Solar verringern Sie schon allein durch den Brennwertkessel Ihren CO2-Fußabdruck gegenüber herkömmlichen Heizsystemen deutlich. Durch die Einbindung von Solarthermie reduzieren sich Ihre jährlichen Emissionen auf ein Minimum, denn Solarthermie ist emissionsfrei.

Was noch für einen Brennwertkessel mit Solarthermie spricht: Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) lassen sich für Einzelmaßnahmen (BEG EM) bis zu 45 Prozent an Förderzuschuss erhalten. Bei geschätzten Kosten von 15.000 Euro für eine Gas-Solar-Heizung wären das bis zu 6.750 Euro, die Sie vom Staat als Zuschuss erhalten. Hier macht sich das sehr gute Preisleistungsverhältnis von Brennwertkessel und Solaranlage nochmals bemerkbar.

Bei einer Einsparung von 400 Euro an Heizkosten pro Jahr, hat sich die Investition in Ihr neues Heizsystem in weniger als 17 Jahren amortisiert. Da die Lebensdauer von Gasbrennwertgeräten sowie Solarthermie problemlos bei 20 Jahren und mehr liegt, profitieren Sie langfristig von günstiger Wärmeenergie. Selbst bei steigenden Gaspreisen oder einer höheren CO2-Steuer wird das Hybridsystem sich auszahlen.

Besonders smart wird eine Gas-Hybridheizung mit Solar dann, wenn Sie das Heizsystem in Ihr Smart Home einbinden. Auf diese Weise profitieren Sie von höchstem Heizkomfort, während Ihre Heizung nachhaltig Wärme erzeugt.

Damit Ihre Gas-Brennwertheizung mit Solar möglichst effizient arbeitet, ist eine genaue Planung notwendig. So sorgt vor allem die genaue Dimensionierung der Solarpanels für einen maximalen solaren Wärmeertrag. Außerdem kann die Gas-Hybridheizung mit Brennwertkessel noch wirtschaftlicher arbeiten, wenn eine Flächenheizung in das Heizsystem einbezogen wird.

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Profilfoto Autor Sebastian Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.