Gasheizung: Darf ich noch eine einbauen – und lohnt sie sich?
Ein Artikel von Pia Marie Oppermann | Zuletzt aktualisiert am: 02.11.2026
Darf ich 2026 noch eine Gasheizung einbauen?
Ja, Sie dürfen 2026 eine neue Gasheizung einbauen. Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat die 65 %-Regel des als „Heizungsgesetz“ bekannten Gebäudeenergiegesetzes (GEG) abgeschafft.
Die 65 %-Regel sah vor, dass neu eingebaute Heizungen spätestens ab Mitte 2028 zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Durch den Wegfall dieser Regel ist der Einbau einer konventionellen Gasheizung mit Erdgas wieder uneingeschränkt möglich.
Folgende Vorgaben des GEG sind außerdem hinfällig:
- die Beratungspflicht vor dem Kauf einer Gasheizung zu potenziellen Risiken und Unrentabilität
- die Austauschpflicht für bestimmte 30 Jahre alte Heizkessel
- die Kopplung an die kommunale Wärmeplanung
Mit dem GModG greift stattdessen für neu eingebaute Öl- und Gasheizungen ab 2029 die sogenannte Bio-Treppe. Diese Bio-Treppe schreibt vor, dass neu eingebaute fossil betriebene Heizungen ab 2029 einen schrittweise steigenden Anteil grüner Brennstoffe nutzen müssen. Dazugehören beispielsweise Biogas bzw. Biomethan oder auch Wasserstoff.
Wichtig: Obwohl der Kauf einer Gasheizung durch das GModG erleichtert wird, lohnt er sich 2026 nicht mehr. Denn die Abhängigkeit von Gas wird zunehmend zum Kostenrisiko.
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Für welchen Gebäudetyp benötigen Sie eine neue Heizung?
Wie lange darf ich meine alte Gasheizung noch betreiben?
Sie dürfen Ihre alte Gasheizung ohne gesetzliche Frist weiter betreiben. Durch die Novellierung des GEG zum GModG ist die Austauschpflicht für 30 Jahre alte Heizkessel des GEG entfallen. Zudem dürfen Sie sowohl Ihre bestehende Gasheizung reparieren als auch eine neue Gasheizung kaufen.
Somit geht das GModG über einen reinen Bestandsschutz hinaus. Aus wirtschaftlicher Sicht ist jedoch vom Heizen mit Gas abzuraten. Denn aufgrund des steigenden CO₂‑Preises sowie der steigenden Netzentgelte sind zukünftig enorme Gaspreissteigerungen zu erwarten.
Wie lange hält eine Gasheizung?
Eine Gasheizung hält durchschnittlich 15–20 Jahre. Die genaue Lebensdauer der Heizung hängt von der Qualität der Anlage, den Nutzungsbedingungen und der regelmäßigen Wartung der Gasheizung ab.
Die Wartung der Gasheizung sollte 1-mal jährlich durch einen Fachbetrieb erledigt werden. Sie stellt den effizienten und möglichst kostensparenden Betrieb der Heizung sicher. Außerdem ermöglicht die regelmäßige Wartung das Erreichen der empfohlenen Lebensdauer der Anlage.
Allerdings sollten Gasheizungen nicht länger betrieben werden als empfohlen. Denn mit steigendem Alter werden Gasheizungen zunehmend ineffizient. Sie verbrauchen dann immer mehr Brennstoff für die gleiche Heizleistung.
Bei der Wartung der Gasheizung wird unter anderem der Wärmetauscher gereinigt. Der Wärmetauscher ist essenziell für Funktion und Effizienz der Heizung. Denn er überträgt die bei der Verbrennung entstehende Wärme an das Heizwasser.
Wird der Wärmetauscher durch Rußpartikel, Staub, Rost oder andere Fremdkörper beschmutzt, blockiert das die Wärmeübertragung. Die Folgen sind weniger Heizleistung und höhere Heizkosten.
Aber auch bei regelmäßiger Wartung hat jede Gasheizung nach etwa 15–20 Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht.
Diese Anzeichen signalisieren, dass ein Heizungstausch notwendig ist:
- Hohes Alter der Heizungsanlage: Mit steigendem Alter werden Gasheizungen zunehmend ineffizient. Außerdem wird es schwieriger und kostspieliger, im Schadensfall Ersatzteile zu bekommen.
- Hohe Heizkosten: Wenn die Heizkosten trotz gleichen Heizverhaltens signifikant ansteigen, ist dies ein häufiges Zeichen für veraltete Technik oder einen sinkenden Wirkungsgrad.
- Häufige Reparaturen: Muss die Gasheizung aufgrund von Störungen und Ausfällen häufig repariert werden, erhöht das die laufenden Kosten und macht die Heizung unwirtschaftlich.
- Hohe Abgaswerte: Hohe Abgaswerte sind ein Indiz für eine ineffiziente Heizung. Denn sie deuten darauf hin, dass viel ungenutzte Wärme mit den Abgasen über den Schornstein ausgetoßen wird.
- Hohe Temperaturen im Heizungsraum: Hohe Temperaturen im Heizungsraum deuten auf Wärmeverluste der Anlage hin und sind somit ein Indiz für eine ineffiziente Gasheizung.
Was kostet eine neue Gasheizung?
Eine neue Gasheizung kostet inkl. Installation durchschnittlich 9.000–15.500 € in der Anschaffung. Der finale Preis ergibt sich aus der Leistungsklasse, der Gasheizungs-Art und der Komplexität der Installation.
In der Preisspanne inbegriffen sind die Kosten für Brennwertgerät, Installation und Demontage, Brennwerttechnik sowie für den hydraulischen Abgleich. Gegebenenfalls kommen noch die Kosten für einen separaten Warmwasserspeicher hinzu.
Aufschlüsselung der Anschaffungskosten
| Einzelposten | Kosten |
|---|---|
| Brennwertgerät | 3.000–6.300 € |
| Einbau und Montage | 2.000–2.700 € |
| Brennwerttechnik | 1.600–2.500 € |
| Warmwasserspeicher | 1.300–2.000 € |
| Hydraulischer Abgleich | 600–1.200 € |
| Demontage und Entsorgung | 500–800 € |
Gut zu wissen: Muss vor Inbetriebnahme der Gasheizung erst ein Gasanschluss verlegt werden, müssen Sie für die Verlegung des Anschlusses mit zusätzlich 2.300–3.700 € rechnen.
Wie funktioniert eine Gasheizung?
Eine Gasheizung funktioniert, indem sie durch die Verbrennung von Gas Heizwärme erzeugt. Die am häufigsten verwendete Gasart ist Erdgas. Die Verbrennung erfolgt in einem Gasbrenner und wird über die Thermostate oder die temperaturgeführte Heizungssteuerung in Gang gesetzt.
Die bei der Verbrennung freigesetzte Wärme wird über einen Wärmetauscher an das Heizungswasser abgegeben. Das erhitzte Heizungswasser gelangt dann über das Rohrsystem des Gebäudes in die Heizkörper. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser über den Rücklauf zurück zum Kessel, wo es erneut erhitzt werden kann.
Bei sogenannten Heizwertgeräten wird nur die Wärmeenergie genutzt, welche direkt aus der Verbrennung des Gases entstanden ist. Gasheizungen mit Brennwerttechnik verwerten mittels eines zweiten Wärmetauschers auch die Kondensationswärme der bei der Verbrennung entstehenden Abgase.
Durch die zusätzliche Verwertung der Abgaswärme haben Brennwertgeräte weniger Wärmeverluste und einen geringeren Gasverbrauch als Heizwertgeräte. Dementsprechend ist auch ihr Wirkungsgrad höher.
Welche Gasheizungs-Varianten gibt es?
Es gibt 4 Gasheizungs-Varianten: die Gastherme, die Kombitherme, das Gas-Kompaktgerät und den Gas-Brennwertkessel. Diese Varianten unterscheiden sich in erster Linie bezüglich ihrer Leistung sowie ihrer Art der Warmwassererzeugung:
Gastherme und Brennwertkessel verfügen über einen externen Speicher. Die Kombitherme nutzt zur Warmwasserbereitung das Prinzip eines Durchlauferhitzers und das Kompaktgerät einen integrierten Speicher. Bei einem hohen Wärmebedarf, etwa in Mehrfamilienhäusern, kommt meist der bodenstehende Brennwertkessel infrage.
So unterscheiden sich die Gasheizungs-Varianten:
- Gasthermen sind in ihrem Aufbau die einfachste Variante der Gasheizung. Dieses Brennwertgerät ist meist wandhängend und stellt Heizungswärme sowie Warmwasser bereit. Die Erwärmung des Wassers erfolgt dabei über einen externen Speicher.
- Kombithermen ähneln äußerlich den Gasthermen. Allerdings kombinieren sie Heizung und Warmwasser in einem Gerät. Das Wasser wird hier mittels Durchlauferhitzer erwärmt. So wird nur bei Bedarf erhitzt und nicht gespeichert.
- Gas-Kompaktgeräte kombinieren Heizung und Warmwasser in einem Gerät. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt in einem integrierten Speicher. Das hat den Vorteil, dass das Warmwasser schneller verfügbar ist.
Diese Brennwertgeräte in kompakter Form sind aufgrund des internen Speichers größer und können sowohl wandhängend als auch bodenstehend sein.
- Gas-Brennwertkessel sind deutlich größer, bodenstehend und können einen höheren Wärmebedarf als die anderen Varianten abdecken. Daher finden sich diese Gasheizungen häufig in Mehrfamilienhäusern oder in Gebäuden mit hohem Wärmebedarf.
Die Warmwasserversorgung wird über einen externen Wasserspeicher gewährleistet. Dies ist bei einem bodenstehenden Brennwertkessel notwendig, da ein kleiner interner Speicher bei einem hohen Bedarf schnell an seine Grenzen geraten würde.
Varianten der Gasheizung im direkten Vergleich
| Merkmale | Gastherme | Kombitherme | Kompaktgerät | Gaskessel |
|---|---|---|---|---|
| Wandhängend oder bodenstehend? | Wandhängend | Überwiegend wandhängend | Wandhängend oder bodenstehend | Bodenstehend |
| Warmwasser | Externer Speicher | Durchlauferhitzer | Integrierter Speicher | Externer Speicher |
| inkl. Speicher? | Nein | Nein | Ja | Nein |
| Einsatzort | Wohnung, Einfamilienhaus | Wohnung, Einfamilienhaus | Meist Einfamilienhäuser | Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus |
Gut zu wissen: Neben reinen Gasheizungen gibt es auch Hybridsysteme, bei denen zwei Wärmeerzeuger miteinander kombiniert werden. Solche Hybridheizungen kombinieren meist eine Gasheizung mit einer Wärmepumpe.
Da eine Hybridheizung aus zwei Heizsystemen besteht, fallen doppelte Kosten an – sowohl für die zwei Geräte als auch für Strom bzw. Gas. Zudem fällt die Förderung für die Wärmepumpe geringer aus, wenn die bestehende Gasheizung weiterbetrieben wird. Denn der Klimageschwindigkeits-Bonus von bis zu 16 % entfällt.
Diesen erhalten selbstnutzende Eigentümer beim Austausch einer mindestens 20 Jahre alten Gaszentralheizung oder einer Gas-Etagenheizung (unabhängig vom Alter) nur dann, wenn die alte Gasheizung fachgerecht demontiert und entsorgt wird.
Die Wohneinheit darf danach nicht mehr von fossilen oder gasbetriebenen Heizungen versorgt werden. Eine Wärmepumpe als alleiniges Heizsystem erweist sich daher als kostengünstiger.
Varianten der Gasheizung: Welche unterschiedlichen Brennstoffe gibt es?
Gasheizungen können mit Erdgas, Flüssiggas oder Biogas betrieben werden. Der größte Anteil der Gasheizungen in Deutschland wird mit Erdgas betrieben. Es gelangt über das Gasnetz ins Haus. Flüssiggas ist meist teurer und wird in einem Tank gelagert.
Biogas ist im Gegensatz zu den anderen Gasarten ein potenziell CO₂‑neutraler Brennstoff. Allerdings ist es 25 % teurer als Erdgas und nur knapp verfügbar.
- Erdgas wird über unterirdische Gasnetze direkt zum Brennwertkessel oder zur Gastherme im Gebäude geleitet. Hierfür ist ein Gasanschluss im Haus notwendig.
- Flüssiggas ist ein eher selten genutzter Brennstoff, da es meist teurer ist als Erdgas. Flüssiggas wird nicht wie beim Erdgasanschluss direkt zur Gasheizung geleitet. Stattdessen wird es im Haus oder auf dem Grundstück in einem Tank gelagert.
Die Kosten für Miete bzw. Kauf sowie Reinigung und Tankpflege müssen Verbraucher selbst tragen. Zudem müssen Sie wie bei einer Ölheizung regelmäßig den Brennstoffvorrat kontrollieren und ggf. selbstständig neues Flüssiggas ordern.
- Biogas wird durch die Vergärung von Biomasse erzeugt und ist potenziell CO₂‑neutral. Allerdings ist die Versorgung damit kostspieliger als mit Erdgas und nur knapp verfügbar. Die begrenzte Verfügbarkeit bei wachsender Nachfrage kann den Preis zukünftig weiter erhöhen.
Zudem ist „Biogas“ kein geschützter Begriff, weshalb sich auch Erdgasgemische mit lediglich 10–30 % Biogasanteil dahinter verbergen können.
Auch Klima- und Ökogastarife werden zum Teil als „Biogastarife“ bezeichnet. Diese Tarife enthalten allerdings mehrheitlich konventionelles Erdgas, dessen CO₂-Emissionen laut Anbieter bspw. durch Klimaschutzprojekte kompensiert würden.
Das Umweltbundesamt (UBA) zweifelt die ausreichende Wirksamkeit dieser Klimaschutzprojekte an. Denn der vollständige Abbau fossiler Emissionen kann bis zu mehreren hunderttausend Jahren dauern.
Gut zu wissen: Wirkliche CO₂-Neutralität ohne Kostenrisiko kann nur durch ein fossilfreies Heizsystem wie die Wärmepumpe erreicht werden. Eine fossile Heizung lohnt sich unabhängig von der verwendeten Gasart nicht mehr.
Quellen:
Umweltbundesamt, „Die Treibhausgase“ (zuletzt abgerufen am 30.06.2026)
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Wie hoch sind die Betriebskosten – und wie wirkt der CO₂-Preis?
Die Betriebskosten einer Gasheizung betragen aktuell durchschnittlich 2.670 € pro Jahr. Dieser Durchschnittswert ergibt sich aus dem aktuellen Gaspreis von 12 ct/kWh, einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 0,9 der Gasheizung und einem Wärmebedarf von 20.000 kWh.
Allerdings erwarten Experten unter anderem durch den steigenden CO₂‑Preis enorme Gaspreissteigerungen. Allein durch den CO₂‑Preis seien ab 2030 Mehrkosten von rund 1.300 € im Jahr möglich. Der CO₂‑Preis ist einer von 4 Preistreibern, die das Heizen mit Gas zukünftig verteuern.
Diese Preistreiber sind:
- CO₂-Preis: Die sogenannte CO₂-Steuer ist ein Teil des Gaspreises. Denn sie bepreist CO₂-Emissionen, die durch die Verbrennung von Gas emittiert werden.
Ab 2028 wird der Preis nicht länger politisch festgelegt, sondern frei am Markt in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage gebildet. Grund dafür ist die Ausweitung des EU-Emissionshandels (ETS2) auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr.
Eine Modellrechnung des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung zeigte, dass bis 2030 sogar Preise von 200–300 €/t CO₂ möglich sind. Daraus würden sich CO₂‑Mehrkosten von rund 1.300 € für eine Gasheizung im durchschnittlichen Einfamilienhaus ergeben.
- Bio-Treppe: „Bio-Treppe“ bezeichnet die Vorgabe zur Nutzung biogener Brennstoffe für ab dem 29. Juli 2026 neu installierte Öl- und Gasheizungen. Sie beginnt 2029 bei der ersten Stufe von 10 %. Für die zweite Stufe im Jahr 2030 ist ein Anteil von 15 % vorgesehen, im Jahr 2035 von 30 % und im Jahr 2040 von 60 %.
Zusätzlich soll die sogenannte Grüngas-/Grünheizölquote eingeführt werden. Diese verpflichtet Inverkehrbringer von fossilen Brennstoffen, ihr Angebot ab 2045 auf klimaneutrale Alternativen umzustellen. Damit betrifft die Quote auch bestehende Heizungsanlagen.
Wie genau die Quote vor 2045 aussieht, ist jedoch noch unklar. Das Gesetz zur Grüngas-/Grünheizölquote soll bis zum 1. Dezember 2026 vorgelegt werden. Der Eckpunkteplan des GModG sah einen Start bei 1 % ab 2028 vor.
- Netzentgelte: Als Netzentgelte werden die Fixkosten des Gasnetzes bezeichnet. Diese werden anteilig von allen Gaskunden über den Gaspreis gezahlt. Sie dienen der Finanzierung des Ausbaus, der Wartung sowie des Betriebs der Netzinfrastruktur.
Da immer mehr Menschen von ihrer Gasheizung auf die Wärmepumpe umsteigen, verlagern sich die Fixkosten auf immer weniger Haushalte. Dadurch steigen die Netzentgelte für die verbleibenden Kunden enorm an.
Eine Modellrechnung des Fraunhofer-Instituts im Rahmen einer Studie zur Entwicklung der Gasnetze zeigt: Wer heute eine Gasheizung kauft, zahlt potenziell bis 2045 jährliche Mehrkosten von 3.000–4.000 € nur für die Netzkosten – das entspräche ungefähr einer Verzehnfachung innerhalb der nächsten 20 Jahre.
Gut zu wissen: Viele Netzbetreiber bereiten bereits den schrittweisen Rückbau und die Stilllegung ihrer Gasverteilnetze vor. Für Haushalte mit Gasheizung bedeutet das zwar, dass die leitungsgebundene Versorgung irgendwann eingestellt wird.
Bevor die Versorgung tatsächlich beendet wird, gelten jedoch strenge Fristen. Die erste Information muss 10 Jahre vor der geplanten Trennung erfolgen.
- Geopolitische Unwägbarkeiten: Da es sich bei Erdgas um ein Importgut handelt, haben geopolitische Konflikte in Exportländern das Potenzial zu enormen Gaspreissprüngen. Internationale Konflikte der letzten Jahre haben gezeigt, wie sehr sie die Gaspreisentwicklung beeinflussen können.
Wie viel Gas und Strom verbraucht eine Gasheizung?
Der Gasverbrauch einer Gasheizung im Einfamilienhaus (160 m²) beträgt im Jahr rund 23.000 kWh bzw. 26.000 kWh inkl. Warmwasser. Das entspricht rund 140 kWh/m² Wohnfläche für die Heizung. Wird auch das Warmwasser durch Gas bereitgestellt, beträgt der durchschnittliche Gasverbrauch rund 160 kWh/m² Wohnfläche.
Außerdem verbrauchen einige Komponenten der Gasheizung Strom: Umwälzpumpe, Steuerung, Zündung und Gebläse benötigen etwa 120–250 kWh Strom pro Jahr. Der Stromverbrauch älterer und ineffizienter Anlagen kann bis zu 700 kWh pro Jahr betragen.
Der finale Stromverbrauch einer Gasheizung hängt von mehreren Faktoren ab:
- Alter und Zustand der Anlage sowie ihrer Komponenten
- Wohnfläche des zu beheizenden Gebäudes
- Energetischer Zustand des Gebäudes
- Anzahl und Heizverhalten der Bewohner
Gut zu wissen: Den größten Teil des Stromverbrauchs einer Gasheizung macht die Umwälzpumpe aus. Insbesondere ältere Heizungen haben oft ineffiziente Umwälzpumpen, die die Betriebskosten in die Höhe treiben.
Gibt es eine Förderung für Gasheizungen?
Nein, für den Erwerb einer Gasheizung gibt es keine staatliche Heizungsförderung. Gemäß der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausschließlich fossilfreie Heizsysteme gefördert. Klimafreundliche Heizungen wie die Wärmepumpe werden mit bis zu 80 % der förderfähigen Kosten bezuschusst.
Zusammensetzung der Förderung:
- Grundförderung: 30 %
- Förderfähige Kosten: Bis zu 28.000 € für die erste Wohneinheit, sinken ab 1. Februar 2027 alle 6 Monate um 750 €
- Klimageschwindigkeits-Bonus: 16 %, sinkt ab 1. Februar 2027 alle 6 Monate um 4 % und entfällt ab 1. August 2028
- Einkommens-Bonus: 40/30/10 %, je nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen pro Jahr (bis 30.000/40.000/50.000 €)
- Familienzuschlag: Lebt mind. ein minderjähriges Kind im Haushalt, erhöht sich die Einkommensgrenze einmalig um 10.000 €.
- Obergrenze: max. 22.400 € (bei 80 % Förderung)
Die Grundförderung ist mit den einzelnen Förder-Boni kombinierbar. Maximal sind 80 % Zuschuss möglich. Diesen erhalten selbstnutzende Eigentümer mit niedrigem Einkommen, die den Höchstsatz des Einkommens-Bonus von 40 % erhalten. Ansonsten beträgt die Obergrenze 70 %. Die Förderung beantragen Sie selbst über das Online-Portal der KfW.
Gut zu wissen: thermondo-Kunden kaufen am häufigsten die 10-kW-Wärmepumpe für rund 32.000 €. Nach dem durchschnittlichen Förderzuschuss von 46 % kostet diese Wärmepumpe noch 19.120 €.
Haben Sie Anspruch auf den Einkommens-Bonus und erhalten somit den Maximalfördersatz von 80 %, kostet das Modell nur noch 9.600 €. Für kleinere Einfamilienhäuser sind unsere Wärmepumpen nach Förderung bereits ab 8.700 € erhältlich.
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Ihre neue Wärmepumpe bereits ab 78 € im Monat (nach Abzug der Förderung).
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Gasheizung oder Wärmepumpe: Ein Fallbeispiel
Betrachtet man die Wärmepumpe und eine Gasheizung im Vergleich, erweist sich die Wärmepumpe als das wirtschaftlichere Heizsystem. Zwar ist sie in der Anschaffung oftmals teurer als eine Gasheizung. Diese Preisdifferenz gleicht sie allerdings durch ihre effiziente Betriebsweise wieder aus.
Anschaffungskosten der Heizsysteme im Vergleich
Eine Gasheizung ist in der Anschaffung mit durchschnittlich 12.000 € zunächst oftmals günstiger als die Wärmepumpe mit durchschnittlich 32.000 €. Zwar gibt es beim Kauf einer Wärmepumpe die Möglichkeit, die hohe staatliche Heizungsförderung von bis zu 80 % zu erhalten. Die Maximalförderung erhalten die meisten Haushalte jedoch nicht.
Im Durchschnitt profitieren selbstnutzende Eigentümer von 46 % Förderung, da sie sich nicht für den Einkommens-Bonus qualifizieren. Danach kostet die Wärmepumpe 19.120 € und ist damit nur noch 7.120 € teurer als eine Gasheizung.
| Gasheizung | Wärmepumpe | |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten (vor Förderung) | 12.000 € | 32.000 € |
| Staatliche Förderung | 0 % | 46 % |
| Kosten nach Förderung | 12.000 € | 19.120 € |
Die Anschaffungskosten und der Fördersatz können je nach individueller Situation abweichen.
Gut zu wissen: Zusätzliche Anschaffungskosten für das kostspielige Nachrüsten einer Fußbodenheizung fallen in den meisten Fällen nicht an. Denn Wärmepumpen heizen auch ohne Fußbodenheizung in der Regel hocheffizient – entgegen der weitverbreiteten Annahme.
Das belegen u. a. die Installationsdaten bei thermondo: Über 90 % unserer Kunden betreiben ihre Wärmepumpe mit bestehenden, konventionellen Heizkörpern. Ein Heizkörpertausch zu größeren oder moderneren Heizkörpern war nur in ca. 6 % der Fälle notwendig.
Betriebskosten der Heizsysteme im Vergleich
Den anfänglichen Preisunterschied gleicht die Wärmepumpe durch ihre effiziente Betriebsweise aus. Im Vergleich zur Gasheizung können Sie jährlich etwa 730 € an Betriebskosten sparen. So amortisiert sich die Anschaffung einer Wärmepumpe nach etwa 9,5 Jahren.
| Gasheizung | Wärmepumpe | |
|---|---|---|
| Wärmebedarf | 20.000 kWh | 20.000 kWh |
| Wirkungsgrad | ~ 0,9 | ~ 3,4 |
| Jahresverbrauch | 22.220 kWh | 5.880 kWh |
| Energiepreis | 12 ct/kWh | 33 ct/kWh |
| Heizkosten (inkl. Netzentgelte & CO₂‑Steuer) | 2.670 € | 1.940 € |
Die Wirkungsgrade der Heizungsanlagen können je nach Modell und Gegebenheiten im Haus variieren.
Der große Kostenvergleich: Lohnt sich für Familie Müller die Elektrifizierung im Eigenheim?
Familie Müller setzt auf die Elektrifizierung in ihrem Einfamilienhaus: Wärmepumpe mit Photovoltaik und Elektroauto inklusive intelligentem Energiemanagement. Die Investition vergleichen wir mit Familie Schmidt, die mit Gasheizung und Benziner bei Altbekanntem bleibt.
Der realistische Vergleich der beiden Familien zeigt: Müllers müssen mehr investieren, sparen durch die Elektrifizierung ihres Eigenheims jedoch rund 4.700 € pro Jahr. Dadurch amortisieren sich die initialen Mehrkosten nach rund 6 Jahren.

Familie Müller hat nachgerechnet: Die Energiewende im Eigenheim lohnt sich!
Familie Müller will Energiekosten einsparen und von alten Gewohnheiten auf moderne Technik umsteigen – lohnt sich der Wechsel zu Wärmepumpe, Photovoltaik und E-Auto wirklich?
Fazit: Ist die Wärmepumpe die beste Alternative zur Gasheizung?
Ja, die Wärmepumpe ist die wirtschaftlichere Alternative zur Gasheizung. Gasheizungen werden durch die steigende CO₂‑Bepreisung und die gesetzliche Bio-Treppe mit teuren Grüngas-Pflichtanteilen langfristig zu einem unkalkulierbaren Kostenrisiko. Mit der Wärmepumpe machen Sie sich dauerhaft unabhängig von fossilen Brennstoffen.
Die Nachteile einer Gasheizung im Überblick:
- Keine Förderung: Fossile Heizsysteme werden nicht gefördert. Die Wärmepumpe wird im Gegensatz dazu aktuell noch mit bis zu 80 % der förderfähigen Kosten bezuschusst.
- Steigende Betriebskosten: Der steigende CO₂‑Preis, steigende Netzentgelte und die zukünftig verpflichtende Nutzung teurer grüner Brennstoffe werden den Gaspreis in die Höhe treiben. Hinzu kommt das immerwährende Risiko plötzlicher Gaspreisspitzen durch internationale Konflikte in Exportländern.
- Effizienz und Umweltfreundlichkeit: Der Wirkungsgrad der Wärmepumpe ist ca. 4-mal höher als der einer Gasheizung. Zudem arbeiten Wärmepumpen zu 75 % mit unbegrenzter und kostenloser Umweltwärme und zu 25 % mit Strom. Das macht sie nicht nur deutlich effizienter, sondern auch umweltfreundlicher als eine Gasheizung.
Obwohl die Anschaffungskosten von Gasheizungen meist niedriger ausfallen, sind Wärmepumpen aufgrund ihrer effizienten Betriebsweise langfristig das günstigere Heizsystem – auch im Altbau und ohne Fußbodenheizung.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Gasheizung
Ja, der Einbau und Kauf einer Gasheizung sind im Jahr 2026 erlaubt. Durch die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist die 65 %-Regel für erneuerbare Energien entfallen.
Nach dem 29. Juli 2026 neu installierte Öl- und Gasheizungen müssen jedoch ab dem Jahr 2029 die Vorgaben der sogenannten Bio-Treppe erfüllen und einen schrittweise steigenden Anteil an grünen Brennstoffen nutzen.
Hinzu kommt die geplante Grüngas-/Grünheizölquote, die Inverkehrbringer von Gas, Öl und Flüssiggas verpflichtet, die Brennstoffe für die Wärmeversorgung von Gebäuden ab 2045 vollständig auf klimaneutrale Alternativen umzustellen. Da diese Quote auch Bestandsanlagen betrifft, entsteht selbst für bestehende Gasheizungen ein langfristiges Kostenrisiko.
Eine Gasheizung hält durchschnittlich 15–20 Jahre. Die genaue Lebensdauer der Heizung hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Qualität der Anlage
- Nutzungsbedingungen
- regelmäßige Wartung
Die Wartung der Gasheizung sollte 1-mal jährlich durch einen Fachbetrieb erledigt werden. Denn sie ermöglicht das Erreichen der empfohlenen Lebensdauer der Anlage.
Gasheizungen sollten nicht länger betrieben werden als empfohlen, da sie mit steigendem Alter immer ineffizienter werden. Sie verbrauchen dann immer mehr Brennstoff für die gleiche Heizleistung.
Ein bundesweites Abschaltdatum für das Gasnetz gibt es nicht. Bislang gibt es auch keine gesetzliche Pflicht zur Stilllegung oder zum Rückbau von Gasnetzen. Ob Ihr stillgelegt wird, hängt von der kommunalen Wärmeplanung und den Plänen Ihres Netzbetreibers ab.
Geplante Trennungen müssen Netzbetreiber den betroffenen Anschlussnehmern mindestens 10 Jahre vor der Trennung mitteilen. Einzelne Vorreiter wie die Stadtwerke Augsburg haben bereits damit begonnen, ihre Kunden über die geplante Stillegung zu informieren.
Eine neue Gasheizung kostet inklusive Installation durchschnittlich 9.000–15.500 €. Der finale Preis setzt sich aus diesen Einzelposten zusammen:
- Brennwertgerät: 3.000–6.300 €
- Einbau und Montage: 2.000–2.700 €
- Brennwerttechnik: 1.600–2.500 €
- Warmwasserspeicher: 1.300–2.000 €
- Hydraulischer Abgleich: 600–1.200 €
- Demontage und Entsorgung: 500–800 €
Falls erst noch ein Gasanschluss verlegt werden muss – etwa beim Neubau – fallen für die Verlegung zusätzlich 2.300–3.700 € an.
Nein, für den Erwerb einer Gasheizung gibt es 0 % staatliche Heizungsförderung. Gemäß der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausschließlich Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien gefördert. Klimafreundliche Alternativen wie die Wärmepumpe werden mit bis zu 80 % der förderfähigen Kosten bezuschusst.
Die Betriebskosten einer Gasheizung belaufen sich auf durchschnittlich 2.670 € pro Jahr. Dieser Wert basiert auf einem angenommenen Wärmebedarf von 20.000 kWh und einem aktuellen Gaspreis von 12 ct/kWh. Künftig ist mit teils massiven Preisanstiegen durch den CO₂-Preis (bis zu 300 €/t CO₂ im Jahr 2030 sind möglich), die Bio-Treppe sowie die steigenden Netzentgelte zu rechnen.
Ab dem 29. Juli 2026 neu installierte Öl- und Gasheizungen müssen ab 2029 einen steigenden Anteil grüner Brennstoffe zur Wärmegewinnung nutzen. Diese Vorgabe wird allgemein als „Bio-Treppe“ bezeichnet. Sie beginnt 2029 bei der ersten Stufe von 10 %. Für die zweite Stufe im Jahr 2030 ist ein Anteil von 15 % vorgesehen, im Jahr 2035 von 30 % und im Jahr 2040 von 60 %.
Ja, der Umstieg auf eine Wärmepumpe lohnt sich nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell. Denn die Wärmepumpe spart jährlich etwa 730 € an Betriebskostenein.. Nach Verrechnung einer durchschnittlichen Förderung von 46 % kostet eine Wärmepumpe rund 19.120 € in der Anschaffung und amortisiert sich nach etwa 9,5 Jahren.
Wenn der Gaspreis zukünftig weiter ansteigt, verstärkt sich der Betriebskostenunterschied weiter zugunsten der Wärmepumpe.
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Wärmepumpe für Altbauten ab 8.700 € nach Förderung

Pia ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.
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