aus 0 Bewertungen | zuletzt aktualisiert am: 02.07.2019

Wie lange hält eine Heizung? – Alle Fakten über die Lebensdauer von Heizgeräten

Eine Heizungsanlage soll über mehrere Jahre hinweg zuverlässig Wärmeenergie erzeugen. Doch wie hoch ist die Lebensdauer einer Heizung überhaupt und wovon hängt es ab, wie lange die Heizung hält?

Eine Heizung ist eine wichtige Komponente der Gebäudetechnik. Sie muss täglich warmes Wasser erzeugen und in der kalten Jahreszeit für warme Räume sorgen. Umso wichtiger ist es, dass Ihr Heizgerät zuverlässig funktioniert. Diese Aspekte haben Einfluss darauf, wie lange Ihre Heizung hält:

  • Pflege und Wartung:

Eine Heizungsanlage sollte regelmäßig gewartet werden. Denn wie bei jedem Heizgerät gibt es im Laufe der Zeit und bei intensiver Nutzung Verschleiß. So hält eine Anlage auf jeden Fall mehr als ein Jahrzehnt, doch diese Zeitspanne gilt nicht für alle Komponenten Ihrer Heizungsanlage.

Ganz gleich, ob Sie eine Ölheizung, eine Gasheizung oder Holzheizung nutzen, jedes Heizgerät basiert auf einem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten. Damit die Heizung effizient und sicher arbeiten kann, müssen bestimmte Verschleißteile regelmäßig erneuert werden.

Um die hohe Lebensdauer einer Heizungsanlage sicherzustellen, sollten Sie die Heizung mindestens einmal pro Jahr von einem SHK-Betrieb professionell warten lassen.

  • Art der Nutzung:

Je intensiver Sie Ihre Heizung nutzen, desto höher ist die Abnutzung. Vergleichbar ist das mit einem PKW. Nutzen Sie Ihr Auto nur gelegentlich, wird das Auto vermutlich eine höhere Lebensdauer haben.

Nutzen Sie Ihre Heizung nur sporadisch oder wird die Wärmeerzeugung zusätzlich durch Solarthermie oder eine Wärmepumpe unterstützt, kann das die Lebensdauer der Heizungsanlage enorm erhöhen.

  • Qualität der Komponenten:

Sie kennen sicher den Ausspruch „Billig gekauft, doppelt gezahlt“. Bei der Heizung sollten Hausbesitzer nie an der Qualität sparen. Denn so können Sie sichergehen, dass Ihre Heizungsanlage aus hochwertigen Materialien besteht und solide verarbeitet wurde, was wiederum für eine längere Lebensdauer spricht.

  • Sachgerechter Betrieb:

Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Heizung entsprechend der Herstellerangaben und nach kurzer Einweisung durch den Heizungstechniker sachgerecht nutzen. So stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Heizgerät nicht beschädigen oder die Lebensdauer verkürzen.

  • Sinnvolle Planung:

Damit eine Heizungsanlage möglichst effizient arbeiten kann, sollte sie perfekt auf Ihren Heizbedarf und Ihre Raumgrößen ausgerichtet sein. Eine zu klein dimensionierte Heizung muss zum Beispiel immer auf höchster Leistung laufen, was wiederum die Lebensdauer beeinträchtigen kann. Lassen Sie Ihre Heizung deshalb immer nur von einem Fachbetrieb planen und installieren.

Es gibt Richtwerte, die die Lebensdauer einer Heizung beziffern können.

  • Ölheizung: Im Durchschnitt sollte eine Ölheizung mindestens 20 Jahre genutzt werden können, bevor ein Austausch erforderlich ist. Voraussetzung dafür sind eine regelmäßige Wartung und hochwertige Komponenten.
  • Gasheizung: Moderne Gasheizungen haben eine Lebensdauer von mindestens 15 Jahren. Allerdings handelt es sich dabei meist um Durchschnittsangaben der Hersteller. Bei guter Pflege und regelmäßiger Wartung kann eine Gasbrennwertheizung auch 20 Jahre oder länger im Betrieb sein.
  • Pelletheizung: Rund 20 Jahre und mehr kann eine Pelletheizung genutzt werden. Doch gerade bei dieser Heiztechnik spielen Wartung und Pflege eine große Rolle. Ebenso sollten Sie nur hochwertige Holzpellets verbrennen.

Wie alt darf eine Heizung sein?

Mit der Einführung der Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014) wurde gesetzlich festgelegt, dass Heizkessel, die älter als 30 Jahre alt sind und weder Brennwert- noch Niedertemperaturtechnik verwenden, ausgetauscht werden müssen. Ausgenommen von dieser Austauschpflicht sind Hausbesitzer, die schon vor dem 1. Februar 2002 in einem Haus gewohnt haben.

Abgesehen von diesen Vorgaben gibt es jedoch keine Beschränkung dazu, wie alt eine Heizung sein darf. Wichtig ist, dass sie Vorgaben zu Sicherheit und Emissionen erfüllt.

Auch wenn eine Öl- oder Gasheizung mehr als 20 Jahre in Betrieb sein kann, ist es in manchen Fällen sinnvoll, schon vor Ablauf dieser Zeit zu wechseln. Dies gilt vor allem dann, wenn der Betrieb der Heizung nicht mehr wirtschaftlich und nicht mehr ökologisch sinnvoll ist.

Ein Beispiel: Nutzen Sie noch einen alten Heizwert-Ölkessel zum Heizen, brauchen Sie rund 30 Prozent mehr Heizenergie als mit einem modernen Ölbrennwertgerät. Bei Heizölkosten von 2.000 Euro pro Jahr könnten Sie mit einem neuen Heizgerät rund 700 Euro pro Jahr einsparen. Bei einem Anschaffungspreis von geschätzt 10.000 Euro inklusive Einbau hätte sich die neue Heizung nach rund 15 Jahren durch die Einsparungen amortisiert. Nicht eingerechnet sind hierbei die geringeren Kosten für Wartung und Pflege.

Stellen Sie fest, dass Sie Ihre Heizungsanlage sehr oft reparieren lassen oder häufig Teile ausgetauscht werden müssen, können sich die Reparaturkosten bald nicht mehr lohnen. Je älter Ihr Heizgerät ist, desto schwieriger ist es außerdem für den Heizungsbauer, passende Ersatzteile zu besorgen. Das wirkt sich wiederum auf die Preise für die Reparatur aus.

Mit einem Neugerät sparen Sie nicht nur Heizkosten, sondern Sie stoßen deutlich weniger Emissionen aus. Somit tragen Sie nachhaltig zum Umweltschutz bei.

Auch wenn die durchschnittliche Lebensdauer einer Heizung mehr als 15 Jahre beträgt, sollten Sie berücksichtigen, dass diese hohe Lebensdauer nur durch regelmäßige Wartungen und hochwertige Komponenten erzielt werden kann.

Stellen Sie fest, dass Sie sehr viel Brennstoff benötigen und dass Ihr Heizgerät trotz hoher Leistung nicht mehr ausreichend Wärme erzeugt, kann es sinnvoll, Ihre Gasheizung oder Ölheizung erneuern zu lassen. Zudem sind moderne Heizungen auf dem neuesten Stand der Technik und daher deutlich effizienter als alte Geräte. Aufgrund dessen lohnt sich ein Wechsel, bevor die Heizung streikt.

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