- Was ist eine Wärmepumpe und wie funktioniert sie?
- Lohnen sich Wärmepumpen im Altbau?
- Welche Art eignet sich für mein Haus?
- Kosten, Förderung & Fallbeispiele
- Vorteile & Nachteile einer Wärmepumpe
- Die wichtigsten Effizienzfaktoren
- Vergleiche, Testberichte & Co.
- Wärmepumpe mit Solarthermie oder Photovoltaik?
- Zusammenfassung für den Kauf einer Wärmepumpe
- Wichtige Fragen und Antworten zur Wärmepumpe
- Komplettpaket & Kundenbewertungen
Was ist eine Wärmepumpe und wie funktioniert sie?
Eine Wärmepumpe ist ein nachhaltiges Heizsystem, das thermische Energie aus der Außenluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich gewinnt und diese unter Einsatz von Strom auf ein höheres Temperaturniveau hebt, um sie als Heizenergie an das Gebäude abzugeben.
Da sie bis zu 75 % der benötigten Energie kostenlos aus der Umwelt bezieht, gilt sie als effizienteste Lösung für die Wärmewende 2026 – sowohl im Neubau als auch in der Sanierung.
Wie funktioniert der Kältemittelkreislauf?
Für die kostengünstige und effiziente Wärmegewinnung ist unter anderem das innerhalb der Wärmepumpe zirkulierende Kältemittel verantwortlich. Sobald dieses mit der Umweltwärme in Berührung kommt, erwärmt es sich und verdampft selbst bei geringen Temperaturen.
Mittels eines strombetriebenen Verdichters wird das bislang gasförmige Kältemittel komprimiert, was das Temperaturniveau noch einmal erhöht. Danach wird das Kältemittel in einem Kondensator wieder verflüssigt, womit die dadurch freigegebene Wärme an das Heizungssystem abgegeben werden kann.
Mehr Hintergrundwissen zur Funktion der Wärmepumpe:
Wärmepumpe kaufen: Rentiert sich die Wärmepumpe in meinem Altbau?
Wärmepumpen lohnen sich nicht nur für Neubauten, sondern arbeiten auch im Altbau effizient. Die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen im Altbau und Bestandsgebäuden erforschte auch das Kopernikus-Projekt Ariadne in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut.
Die Studie ergab, dass Wärmepumpen gegenüber Gasheizungen bereits heute, aber vor allem in Zukunft weniger Heizkosten verursachen. Hinsichtlich der Effizienz sind vor allem die fachgerechte Installation sowie die korrekte Berechnung der Wärmepumpe von entscheidender Bedeutung – und zwar unabhängig von Gebäudetyp oder Baujahr.
Kopernikus-Projekt Ariadne (2024), Analyse: Heizkosten und Treibhausgasemissionen in Bestandswohngebäuden – Aktualisierung auf Basis der GEG-Novelle 2024 (abgerufen am 07.05.2025)
thermondo-Installationen zeigen: Wärmepumpen funktionieren auch ohne Fußbodenheizung
Auch die Kombination der Wärmepumpe mit einer Fußbodenheizung ist für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht notwendig. Dennoch ist diese Annahme nach wie vor weit verbreitet.
Nach mehr als 10.000 Wärmepumpen-Installationen können wir sagen: Ein Großteil der thermondo-Kunden betreiben ihre Wärmepumpe im Bestandsbau effizient mit normalen Heizkörpern und ohne Fußbodenheizung. Zudem ist ein Tausch der alten Heizkörper nur selten nötig.
Wärmepumpen-Art kaufen: Welche eignet sich für mein Haus?
Wer eine Wärmepumpe kaufen möchte, findet hierzulande die gängigen Typen Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Diese unterscheiden sich durch die jeweils genutzte Wärmequelle.
- Luft-Wasser-Wärmepumpe
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe wandelt die Wärmeenergie aus der Außenluft in Heizwärme um. Daher gehören Sie auch zu den Luftwärmepumpen. Dabei saugt sie die Außenluft an, wodurch das Kältemittel erwärmt wird und den Wärmepumpen-Kreislauf in Gang setzt.
Da Kältemittel für Wärmepumpen selbst bei niedrigsten Temperaturen verdampfen, arbeiten Wärmepumpen auch bei Minusgraden im zweistelligen Bereich noch zuverlässig. Je nach Außentemperatur benötigen sie jedoch mehr oder weniger Strom, um die aufgenommene Wärme zu verdichten.
So beträgt der Stromverbrauch einer Wärmepumpe pro Tag im Winter in einem Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche durchschnittlich 20–35 kWh Strom.
Der Aufstellort einer Luft-Wasser-Wärmepumpe wird in den meisten Fällen außerhalb des Hauses gewählt, da dort ein ungehinderter Zugang zur Umgebungsluft besteht. Sie sind in Deutschland die beliebtesten Wärmepumpen, da sie günstig in der Anschaffung und unkompliziert zu installieren sind.
Für den Einbau müssen, anders als bei anderen Wärmepumpen-Arten, keine Erdbohrungen durchgeführt oder Sondergenehmigungen eingeholt werden. Daher eignen sich Luft-Wasser-Wärmepumpen auch für bebaute und kleinere Grundstücke und sind häufig in Altbauten zu finden.
- Sole-Wasser-Wärmepumpe
Sole-Wasser-Wärmepumpen nutzen Geothermie zur Energiegewinnung, weshalb sie auch als Erdwärmepumpen bezeichnet werden. Elementare Bestandteile sind eine Erdsonde oder ein Erdkollektor und ein mit Sole gefülltes Rohrsystem.
Da Erde ein guter Wärmespeicher ist, funktionieren Erdwärmepumpen bei Frost noch einwandfrei und gelten als hocheffizient. Denn selbst bei Minusgraden haben tiefere Erdschichten noch eine Temperatur zwischen 7 °C und 13 °C.
Um eine Erdwärmepumpe nutzen zu können, muss das Erdreich eine gewisse Qualität aufweisen. Zur Erschließung der Wärmequelle sind oftmals tiefe Erdwärmebohrungen und das Einholen behördlicher Genehmigungen notwendig.
Die Installations- und Anschaffungskosten liegen daher auch auf einem deutlich höheren Niveau als bei Luft-Wasser-Wärmepumpen. Die Vorbereitungs- und Einbauphase einer Sole-Wasser-Wärmepumpe nimmt oftmals mehrere Monate in Anspruch.
- Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Wasser-Wasser-Wärmepumpen beziehen ihre Wärme in der Regel aus dem Grundwasser, weshalb man sie auch Grundwasserwärmepumpe nennt. Einige Anlagen nutzen aber auch Oberflächen- oder Abwasser.
Bei der Grundwasserwärmepumpe befindet sich eine Sonde im Grundwasser, die in einem eigens gebohrten Brunnen nach oben gepumpt wird. Am Ende des Kreislaufs wird das abgekühlte Grundwasser über einen zweiten Brunnen wieder dem Boden zugeführt.
Auch bei dieser Wärmepumpen-Art ist eine Versorgung in kalten Jahreszeiten kein Problem, da das Wasserreservoir im Boden ganzjährig konstante Temperaturen bietet. Allerdings kam es im Sommer 2023 zu vermehrten Ausfällen einiger Anlagen, da durch eine Dürreperiode der Grundwasserspiegel für Wasser-Wasser-Wärmepumpen zu niedrig war.
Voraussetzung für die Nutzung der Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist, neben dem vorhandenen Grundwasser auch die Wasserqualität. Enthält es beispielsweise zu viel Eisen, kann die Pumpe schneller verstopfen. Wichtig ist außerdem ein ausreichender Grundwasserspiegel.
Auch hier sind Genehmigungen und Sonderbohrungen notwendig, was die Installation oftmals sehr teuer werden lässt. Muss für die Sonde mehr als 20 Meter tief gebohrt werden, lohnt sich die Anschaffung meist nicht mehr, da der Energieaufwand für das Pumpen des Grundwassers zu hoch ist.
Wärmepumpe kaufen – die gängigsten Arten im Vergleich:
Sonderfall: Luft-Luft-Wärmepumpe als Lüftungssystem
Luft-Luft-Wärmepumpen stellen innerhalb der gängigen Wärmepumpen-Typen einen Sonderfall dar. Offiziell sind sie nicht als Heizsysteme klassifiziert, sondern gehören zu den Lüftungsanlagen. Sie nutzen die Außenluft oder Abluft als Wärmequelle und übertragen die Wärme direkt auf die Raumluft, anstatt auf das Heizungswasser.
Häufig werden sie im Sommer als Klimaanlage oder zur Unterstützung einer fossilen Heizung verwendet. Ein wesentlicher Nachteil ist, dass sie nicht zur Warmwasserbereitung geeignet sind. Daher wird bei der Nutzung einer Luft-Luft-Wärmepumpe als alleinige Heizquelle eine zusätzliche Anlage zur Erwärmung von Frischwasser benötigt.
Eine weitere Unterart ist die Abluftwärmepumpe. Der Hauptunterschied zwischen Luft-Luft- und Abluftwärmepumpen liegt darin, dass die Luft-Luft-Wärmepumpe die Außenluft zum Heizen nutzt. Abluftwärmepumpen nutzen die bereits im Gebäude vorhandene, warme Abluft.
Gut zu wissen: Anders als Luft-Luft-Wärmepumpen können Abluftwärmepumpen auch zur Erzeugung von Warmwasser eingesetzt werden.
Mehr zu den Wärmepumpen-Arten:
Wärmepumpe kaufen: Kosten für Anschaffung und Betrieb
Mit welchen Anschaffungskosten muss ich rechnen?
Je nach Typ und Modell liegen die Kosten für eine Wärmepumpe zwischen 27.000 und 50.000 €. Die große Preisspanne ergibt sich vor allem durch die unterschiedlichen Installationskosten.
Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen erfordern Erdbohrungen und sind teurer und aufwendiger in der Installation. Im Durchschnitt liegen die Anschaffungskosten zwischen 40.000 und 50.000 €.
Die Kosten für Luft-Wasser-Wärmepumpen liegen, abhängig von der jeweiligen Leistung, mit 27.000–40.000 € vor Förderung unter den Preisen anderer Wärmepumpen-Arten.
Übrigens: thermondo-Kunden kaufen am häufigsten die 10-kW-Wärmepumpe für rund 32.000 €. Bei einem durchschnittlichen Förderzuschuss von 46 % kostet die Wärmepumpe am Ende nur noch 19.120 €. Bei einem Anspruch auf den Einkommensbonus, kostet das Modell mit 80 % Förderung nur 9.600 €. Für kleinere Einfamilienhäuser sind unsere Wärmepumpen nach Förderung bereits ab 8.700 € erhältlich!
Mit welchen Betriebskosten muss ich rechnen?
Eine Wärmepumpe in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus benötigt rund 5.880 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Strompreis von 33 ct/kWh sind das rund 1.940 € Heizkosten jährlich. Damit liegen die Betriebskosten weiter unter denen einer fossilen Heizung.
Wärmepumpen können die Betriebskosten im Vergleich zu fossilen Heizsystemen um bis zu 45 % senken. Das liegt daran, dass Wärmepumpen aus einer Einheit Strom etwa vier Wärmeeinheiten erzeugen können – also deutlich mehr Energie in Wärme umwandeln als herkömmliche Heizungen.
- Das bedeutet: Aus 1 kWh Strom erzeugen Wärmepumpen mit einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 3,4 bzw. 340 % rund 3,4 kWh Heizenergie.
- Zum Vergleich: Der Wirkungsgrad von Gas- und Ölheizungen beträgt in der Regel 0,8–0,9 bzw. 80–90 %.
- Beispiel: Bei einem Jahreswärmebedarf von 20.000 kWh würde eine Gasheizung etwa 22.222 kWh Gas und eine Wärmepumpe etwa 5.880 kWh Strom benötigen.
Wichtig: Für Wärmepumpen fällt keine CO₂-Steuer an – ein erheblicher Kostenvorteil, sowohl heute als auch in Zukunft. Besonders relevant wird dies mit dem ab 2028 geplanten CO₂-Emissionshandel für die Sektoren Gebäude und Verkehr. Viele Experten erwarten, dass der CO₂-Preis stark ansteigen könnte und Verbraucher mit mehreren hundert Euro Mehrkosten pro Jahr konfrontiert sind.
Mehr zu Kosten der Wärmepumpe:
Wärmepumpe kaufen: Welche Förderung gibt es 2026?
Die staatliche Heizungsförderung (gem. BEG) belohnt Hausbesitzer beim Kauf einer Wärmepumpe aktuell mit bis zu 80 % Förderung. Bei 28.000 € förderfähigen Kosten entspricht dies einem maximalen Förderzuschuss von bis zu 22.400 €. Dadurch können die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe deutlich reduziert werden.
Gut zu wissen: Die förderfähigen Kosten werden planmäßig alle 6 Monate zum 1. Februar und 1. August um 750 € reduziert. Die erste Senkung greift zum 1. Februar 2028.
Ihre aktuellen Förderoptionen:
- 30 % Grundförderung bei Neuanschaffung einer Wärmepumpe
- 16 % Klima-Geschwindigkeitsbonus* für den Austausch von Öl-, Gasetagen-, Kohle- und Nachtspeicheröfen oder bei Austausch von 20 Jahre alten Gas- und Biomasseheizungen (noch funktionsfähig)
- Dreistufiger Einkommens-Bonus für selbstnutzende Eigentümer, abhängig vom zu versteuernden Jahreshaushaltseinkommen (zvE)
1. Stufe: 40 % bis 30.000 € zvE
2. Stufe: 30 % bis 40.000 € zvE
3. Stufe: 10 % bis 50.000 € zvE
Familienzuschlag: Lebt min. ein minderjähriges Kind in Ihrem Haushalt, erhöht sich die Einkommensgrenze einmalig um 10.000 €.
Die Grundförderung kann mit allen Boni kombiniert werden, ist allerdings auf eine Obergrenze gedeckelt. So sind derzeit mit Stufe 1 des Einkommensbonus maximal 80 % Förderung möglich, ab Stufe 2 beträgt der Förderdeckel 70 %.
Wichtig: Um eine Förderung zu erhalten, müssen Sie den Förderantrag vor Beginn der Baumaßnahmen, also vor der Installation, einreichen. Eine nachträgliche oder rückwirkende Förderung ist nicht mehr möglich.
*Der Klimageschwindigkeits-Bonus sinkt alle 6 Monate um 4 %. Der Bonus entfällt zum 1. August 2028.
Aktuelle Förderung schnell selbst berechnen
Mit unserem Förderrechner können Sie selbst herausfinden, wie viel Förderung für Sie und Ihren Heizungswechsel möglich ist:
Allgemeine Fördervoraussetzungen beim Kauf einer Wärmepumpe
Von der staatlichen Heizungsförderung können Sie profitieren, wenn Ihr Gebäude mindestens fünf Jahre alt ist und Sie in den letzten drei Jahren keinen Förderantrag gestellt haben.
Um zu gewährleisten, dass nur effiziente Anlagen installiert werden, muss die Wärmepumpe so ausgelegt werden, dass die sog. Jahresarbeitszahl (JAZ) rechnerisch min. 3,0 erreicht. Die Kennzahl wird vom Fachbetrieb bei der Planung ermittelt.
Kurz erklärt: Die tatsächliche JAZ der Wärmepumpe kann frühestens ein Jahr nach Inbetriebnahme ermittelt werden. Erst dann stehen die realen Verbrauchszahlen – Stromeingang und Wärmeabgabe – zur Verfügung.
Eine weitere technische Vorgabe ist die messtechnische Erfassung der Energieverbräuche sowie der erzeugten Wärmemengen. Dies kann durch Strom- oder Wärmemengenzähler erfolgen. Geräteintegrierte Bilanzierungen über die Regelung der Wärmepumpe sind jedoch ebenfalls möglich.
Zudem müssen Wärmepumpen eine interoperable Schnittstelle zur netzdienlichen Steuerung (gem. § 14a EnWG) für die Anbindung an ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) und an eine Steuerungseinrichtung vorweisen. Ist noch kein Smart Meter vorhanden, muss der Einbau bei einem Messstellenbetreiber beantragt werden.
Im Rahmen der Installation muss zudem ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B durchgeführt und die Heizkurve an das Gebäude angepasst werden.
Sind alle Vorgaben zur Förderung erfüllt, können sich Hausbesitzer beim Einbau einer Wärmepumpe über eine Förderung von bis zu 80 % freuen. In den förderfähigen Kosten enthalten sind – neben der Wärmepumpe – auch Umfeldmaßnahmen, wie die Demontage und Entsorgung der alten Heizung.
Gut zu wissen: Selbstnutzende Hausbesitzer können auch ihr Riester-Vertragsguthaben zur Finanzierung einer Wärmepumpe verwenden. Voraussetzung dafür ist, dass das beauftragte Fachunternehmen bestätigt, dass die Maßnahme eine energetische Sanierung gemäß Einkommensteuergesetz darstellt.
Mehr zur Förderung der Wärmepumpe:
Fallbeispiel im Einfamilienhaus: Vollkostenrechnung Gas vs. Wärmepumpe
Dass sich Wärmepumpen im Altbau lohnen, zeigt der Vergleich einer konventionellen Gasheizung und einer modernen Wärmepumpe. Dafür haben wir die gängigsten Parameter wie Kosten, Förderung und Wirkungsgrad verglichen:
- Gebäudetyp: Einfamilienhaus
- Gebäudezustand: Altbau (teilsaniert)
- Bewohneranzahl: 4 Personen
- Aktuelle Heizung (inkl. Warmwasser): Gasheizung
- Heiztechnik: Brennwerttechnik
- Künftige Heizung (inkl. Warmwasser): Luft-Wasser-Wärmepumpe
- Leistungsgröße: 10 kW
- Kältemittel: R290 (Propan)
- Förderung: 46 % (Grundförderung inkl. Klima-Geschwindigkeitsbonus)
Beispielrechnung: Anschaffungskosten & Förderung
| Gasheizung | Wärmepumpe | |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten (vor Förderung) | 12.000 € | 32.000 € |
| Staatliche Förderung | 0 % | 46 % |
| Kosten nach Förderung | 12.000 € | 19.120 € |
Ergebnis: Die Gasheizung ist rund 7.000 € günstiger in der Anschaffung.
Beispielrechnung: Betriebskosten & Amortisierung
Wichtig sind jedoch auch die langfristigen Kosten der beiden Heizsysteme. Dank der effizienten Betriebsweise der Wärmepumpe, sparen Sie im laufenden Betrieb 730 € pro Jahr:
| Gasheizung | Wärmepumpe | |
|---|---|---|
| Wärmebedarf | 20.000 kWh | 20.000 kWh |
| Wirkungsgrad | ~ 0,9 | ~ 3,4 |
| Jahresverbrauch | 22.222 kWh | 5.880 kWh |
| Energiepreis | 12 ct/kWh | 33 ct/kWh |
| Heizkosten (inkl. Netzentgelte & CO2-Steuer) | 2.670 € | 1.940 € |
Fazit: Beispielrechnung Gas vs. Wärmepumpe
- Der Kauf einer Gasheizung ist rund 7.000 € günstiger.
- Die Betriebskosten der Wärmepumpe sind um 730 € geringer.
- Nach 9,5 Jahren hat sich die Anschaffung der Wärmepumpe amortisiert.
Gut zu wissen: Das Ergebnis des Kostenvergleichs berücksichtigt nicht, dass die CO₂-Steuer und die Netzentgelte für Gasheizungen in Zukunft stark ansteigen könnten. Eine Berechnung des Fraunhofer-Instituts hat dies analysiert und gezeigt, dass eine Gasheizung im Vergleich zur Wärmepumpe über 23.000 € Mehrkosten über die Lebenszeit von 19 Jahren (2027–2045) verursacht.
Mehr zum großen Kostenvergleich:
Wärmepumpe kaufen: Vorteile & Nachteile im Überblick
Wärmepumpen bieten viele Vorteile, bringen jedoch auch einige Herausforderungen mit sich, die bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden sollten.
Wärmepumpe kaufen: Vorteile des effizienten Heizsystems
Zu den größten Vorteilen der Wärmepumpe zählen die hohen staatlichen Förderungen, die die Anschaffungskosten erheblich senken können. Durchschnittlich erhalten Haushalte 46 % Förderung, in einigen Fällen sogar bis zu 80 %.
Wärmepumpen sind zudem besonders effizient, da sie je nach Modell aus 1 kWh Strom etwa 3–5 kWh Wärme erzeugen. Etwa 75 % der benötigten Energie stammen dabei aus der kostenfreien Umweltenergie, was langfristig die Betriebskosten reduziert – auch im Altbau ohne Fußbodenheizung.
Gut zu wissen: Wenn Sie zusätzlich zur Wärmepumpe eine Photovoltaikanlage kaufen, erhöhen Sie die Betriebskostenersparnis Ihrer Wärmepumpe zusätzlich. Denn durch die Kombination beziehen Sie einen Teil des Stroms, den die Wärmepumpe benötigt, von Ihrem eigenen Dach.
Ein weiterer Vorteil ist die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Das stabilisiert nicht nur die Heizkosten, sondern schützt auch vor der CO₂-Steuer sowie den unkalkulierbar ansteigenden Kosten des CO₂-Emissionshandels ab 2028.
Da Wärmepumpen klimafreundlich arbeiten, erfüllen sie die Anforderungen des aktuell gültigen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sowie des kommenden Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG). Mit der Anschaffung leisten Sie somit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Darüber hinaus können sie den Wert der Immobilie langfristig steigern.
Wärmepumpe kaufen: Nachteile im Überblick
Trotz der Förderungen sind die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe häufig höher als die einer fossilen Heizung. Auch der Platzbedarf muss berücksichtigt werden, insbesondere bei Luft-Wasser-Wärmepumpen, die eine Außeneinheit benötigen, oder bei Erdwärmepumpen, die Bohrungen erfordern.
Ein weiterer Aspekt ist der vergleichsweise hohe Strompreis pro kWh. Dieser wird jedoch durch den Wegfall der Brennstoff- und CO₂-Kosten sowie durch die Nutzung von günstigeren Heizstromtarifen oder die Kombination mit Photovoltaikanlagen oft direkt amortisiert.
Ein weiterer Punkt, der als Nachteil einer Wärmepumpe betrachtet werden könnte, ist die Geräuschentwicklung der Außengeräte. Hier ist es wichtig, dass der Installateur auf die Abstandsregeln und Nachbarschaftsrechte achtet.
Beim Kauf einer Wärmepumpe sollten Sie darauf achten, dass Ihr gewünschtes Modell kein Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial nutzt. Aus Umweltschutzgründen empfiehlt es sich daher, auf moderne Systeme zu setzen, die natürliche Kältemittel wie Propan (R290) verwenden.
Wärmepumpe kaufen: Die wichtigsten Effizienzfaktoren
Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird wesentlich durch drei Hauptfaktoren beeinflusst:
- Kältemittel: Das verwendete Kältemittel hat einen signifikanten Einfluss auf den Wirkungsgrad. Ein effizientes Kältemittel, das schnell verdampft und dabei wenig Wärme verliert, erhöht den Wirkungsgrad.
Derzeit empfiehlt es sich laut Experten und Verbraucherzentralen, ein natürliches Kältemittel zu verwenden. Am häufigsten wird hierbei aktuell das Kältemittel Propan (R290) für Wärmepumpen verwendet. - Sanierungszustand: In den meisten Bestandsgebäuden ist eine aufwendige, energetische Sanierung nicht notwendig, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten. Fakt ist jedoch: Je besser ein Gebäude gedämmt ist, desto weniger Energie braucht die Wärmepumpe, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen und aufrechtzuerhalten.
Auch wenn eine Sanierung keine Voraussetzung ist, kann sich besonders in alten und unsanierten Altbauten eine Dämmung von Fassade und Dach lohnen. Das reduziert nicht nur Ihren Wärmebedarf, sondern auch Ihre Heizkosten, wodurch sich eine Sanierung oft durch das Ersparnis bei den Betriebskosten amortisiert. - Vorlauftemperatur: Auch die Vorlauftemperatur des Heizsystems spielt eine Rolle für den Wirkungsgrad. Ein System mit einer geringeren Vorlauftemperatur, wie Niedertemperatur-Heizkörper, arbeitet besonders effizient mit Wärmepumpen.
Höhere Vorlauftemperaturen über 55 °C resultieren hingegen in einem niedrigeren Wirkungsgrad. Dennoch können moderne Wärmepumpen auch mit höheren Vorlauftemperaturen effizient arbeiten und hohe Wirkungsgrade erreichen.
Wärmepumpe kaufen: Vergleiche, Testberichte & Co.
Bevor Sie eine Wärmepumpe kaufen, lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Modelle.
Stiftung-Warentest vergleicht Wärmepumpen
Luft-Wasser-Wärmepumpen machen über 90 % des Wärmepumpen-Absatzes in Deutschland aus. Daher hat Stiftung Warentest im Juli 2024 fünf Modelle dieser Art einem Wärmepumpen-Test unterzogen.
Für den Test wurden folgende Monoblock-Geräte von den Herstellern Buderus, LG Electronics, Weishaupt, Panasonic und Alpha Innotec in den Vergleich gestellt.
- Buderus Logatherm WLW-186i-10 AR E
- LG Electronics Therma V
- Alpha Innotec Hybrox 8
- Panasonic Aquarea L-Serie KIT WC-09L3E5
- Weishaupt Aeroblock WAB 11-A-RME-A
Alle getesteten Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten mit Propan (R290) als Kältemittel. Diese Geräte eignen sich für viele Einfamilienhäuser und lassen sich flexibel installieren. Getestet wurden die Anlagen in den Kategorien Energieeffizienz, Handhabung und Basisschutz persönlicher Daten. Erstmals floss auch der „Silent Mode“ in die Bewertung ein.
- Testergebnisse:
- Platz 1: Buderus Logatherm WLW186i-10 AR E (10 kW)* – Note 2,3 (GUT). Besonders effizient bei niedrigen Temperaturen, ideal für Bestandsbauten.
- Platz 2: LG Therma V R290 – Note 2,4 (GUT).
*Punktgleich mit dem Produkt eines Wettbewerbers
Gut zu wissen: Bei thermondo erhalten Sie die Testsieger-Wärmepumpe Buderus Logatherm und die zweitplatzierte LG Therma V R290 im Komplettpaket.
Mehr zum Wärmepumpen-Test:
Der Wärmepumpen-Vergleich 2025 von thermondo
Anfang 2025 hat thermondo fünf leistungsstarke Wärmepumpen im Bereich von 9 bis 11 kW getestet:
- Viessmann Vitocal 250-A
- LG Therma V R290
- Vaillant AroTHERM plus
- Buderus Logatherm WLW-186i-10
- Alpha Innotec Hybrox 11
Der Test berücksichtigt Leistung, Effizienz, Lautstärke, Kältemittel, maximale Vorlauftemperatur, Design und Gesamtkosten – ergänzt um die Ergebnisse der Stiftung Warentest. Dabei zeigen wir, welche Modelle im Alltag überzeugen und wie sich Wärmepumpen im Vergleich zu Gasheizungen finanziell rechnen.
Schauen Sie sich die Ergebnisse in unserem Video an:
Die Wärmepumpe im Heizspiegel
Im aktuellen Heizspiegel 2025, herausgegeben von der Beratergesellschaft co2online, wurden über 90.000 Heizkosten-Daten deutscher Haushalte zusammengefasst. Für Verbraucher besteht dadurch die Möglichkeit, die eigenen Heizkosten zu vergleichen, um so den eigenen Verbrauch besser einschätzen zu können.
Die durchschnittlichen Kosten der Wärmepumpe lagen im Abrechnungsjahr 2024 im Mittel etwa 4–5 € pro Quadratmeter unter denen der Gasheizung.
Auch der durchschnittliche CO₂-Ausstoß ist gem. Heizspiegel bei Wärmepumpen am niedrigsten:
- Wärmepumpe 0,9 t
- Fernwärme 2,0 t
- Gasheizung 2,0 t
- Ölheizung 2,7 t
Wichtig: Der CO₂‑Ausstoß bei Wärmepumpen entsteht ausschließlich durch den Strom, den sie für ihren Antrieb benötigen. Wenn Sie jedoch Ökostrom statt herkömmlichem Haushaltsstrom verwenden, arbeiten Wärmepumpen CO₂-neutral.
Bereits heute ist klar, dass der CO₂-Preis in den nächsten Jahren deutlich steigen wird. Das Heizen mit Öl und Gas wird daher immer teurer. Da Wärmepumpen keine direkten CO₂-Emissionen verursachen, fällt für sie grundsätzlich keine CO₂-Steuer an, unabhängig davon, wie der Strom produziert wird. Damit zeigt nicht nur der Heizspiegel ganz deutlich, dass die Wärmepumpe das Heizsystem der Zukunft ist.
co2online, Heizspiegel für Deutschland 2025 (Abrechnungsjahr 2024), (abgerufen am 13.10.2025)
Wärmepumpe kaufen: Mit Solarthermie oder Photovoltaik kombinieren?
Wenn Sie nach alternativen Heizsystemen suchen, die klimaneutrales Wohnen ermöglichen, werden Sie sicher auch auf Kombinationsmöglichkeiten für die Wärmepumpe stoßen. Hier stellen wir sie Ihnen vor:
Wärmepumpe mit Solarthermie kombinieren
Die Kombination aus Wärmepumpe mit Solarthermie nutzt Sonnenenergie als Unterstützung der Wärmepumpe. Dafür werden Solarkollektoren auf dem Dach oder der Hauswand angebracht, die die Sonnenstrahlen auffangen und die Solarflüssigkeit erwärmen.
Diese Hybridkombination hat jedoch große Nachteile im Vergleich zu einer Wärmepumpe als alleiniger Heizlösung:
- doppelten Anschaffungskosten
- aufwendigen Wartung
- Wärmeerzeugung durch die Solarthermieanlage nur schwer kalkulierbar
Vor allem für Altbauten oder nicht energetisch sanierte Häuser ist diese Kombination ungeeignet, da der Einsatz einer Flächenheizung beinahe unausweichlich ist. Wenn Sie langfristig Energiekosten sparen wollen, rentiert sich die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe deutlich mehr.
Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren
Mit einer Photovoltaikanlage kann Strom für den Betrieb der Wärmepumpe erzeugt werden. Die Kombination aus Wärmepumpe mit Photovoltaik gilt als besonders umweltfreundlich und ermöglicht ein unabhängiges Heizen, da Sie auf den Strom aus der Steckdose größtenteils verzichten können.
Damit Sie noch unabhängiger heizen und weitere Betriebskosten sparen können, empfiehlt sich ein zusätzlicher Stromspeicher. Dieser speichert den erzeugten Solarstrom und setzt ihn zu benötigten Zeiten wieder frei. Mit der Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Speicher können Sie sich bis zu 70 % selbst versorgen.
Zusammenfassung für den Kauf einer Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe lohnt sich in der Regel für alle Hausbesitzer, die auch in den nächsten 20 Jahren mit effizienter Technologie heizen möchten. Denn sie erfüllt schon jetzt alle Anforderungen des Heizungsgesetzes und gilt als zukunftssicher.
Auf den ersten Blick sind die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe teurer als die einer Öl- oder Gasheizung. Diese können jedoch durch die staatliche Förderung stark reduziert werden.
Durch die geringeren Betriebskosten sind Wärmepumpen günstiger als fossile Heizungen und haben sich nach wenigen Jahren bereits amortisiert. Ab diesem Zeitpunkt sparen Sie mit einer Wärmepumpe jährlich bis zu 45 % Ihrer Heizkosten.
Wichtige Fragen und Antworten zur Wärmepumpe
Wärmepumpe kaufen: Komplettpaket & Kundenbewertungen
Möchten auch Sie auf erneuerbare Energien umsteigen und sind auf der Suche nach einer modernen und hocheffizienten Luft-Wasser-Wärmepumpe? Wir bieten Ihnen ein Komplettpaket inkl. Festpreisangebot. So haben Sie von Beginn an die volle Kostenkontrolle – von der Beratung zur Planung bis zur anschließenden Installation.
Auch der Check Ihrer alten Heizkörper und die Fundamenterstellung für Ihre Wärmepumpe sind in unserem Komplettpaket enthalten. Natürlich unterstützen wir Sie auch bei der Beantragung Ihrer Förderung, damit Sie die maximalen Zuschüsse erhalten. Nutzen Sie jetzt unseren Heizungsplaner und erhalten Sie ein unverbindliches Festpreisangebot.
Luisa ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.