Immer mehr Eigenheimbesitzer entscheiden sich für die klimafreundliche Wärmepumpe. Durch ihre steigende Beliebtheit rückt auch das benötigte Kältemittel stärker in den Fokus, mit dem sie betrieben werden. In diesem Artikel erfahren Sie alles zur Bedeutung des Kältemittels und welche aktuell in Wärmepumpen verwendet werden.

Kältemittel zählen zu den Fluiden, die Wärme sehr gut leiten. Daher werden sie oft als Betriebsstoff zur Wärmeübertragung in Heizsystemen oder Klimaanlagen genutzt. Unterschieden werden sie zwischen natürlichen und synthetischen Kältemitteln. Kohlenwasserstoffe, Ammoniak sowie Wasser und Luft zählen zu den natürlichen Kältemitteln. Synthetische Kältemittel werden künstlich hergestellt und in der Chemie auch als halogenierte Kohlenwasserstoffe bezeichnet. Jedes Kältemittel weist andere Eigenschaften auf und wird je Anwendungsbereich dementsprechend eingesetzt. Einige sind besonders gut für Klimaanlagen geeignet, wohingegen andere sich besser für Heizsysteme wie die Wärmepumpe eignen. Die Wahl des Kältemittels hat Einfluss auf den Energieverbrauch und auch den Aufstellort des jeweiligen Systems.

Eine wichtige Rolle bei synthetischen Kältemitteln spielt der sogenannte GWP-Wert. GWP bezeichnet in diesem Zusammenhang Global Warming Potential, was übersetzt Treibhauspotenzial bedeutet. Der GWP-Wert gibt an, wie schädlich ein Kältemittel ist, wenn es in die Atmosphäre freigesetzt wird. Als Vergleichswert hierfür dient CO2, das mit einem Wert von 1 beziffert wird. Beträgt der GWP-Wert beispielsweise 1.000, so ist es 1.000-mal schädlicher als CO2. Seit 2020 darf der GWP-Wert eines Kältemittels bei maximal 2.500 liegen. Ab 2025 beläuft sich die Höchstgrenze auf 750.

Wärmepumpen unterscheiden sich in drei Grundarten. Sie beziehen ihre Energie aus der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich. Die daraus gewonnene Wärme geben sie in Form von Heizenergie an das Haus ab. In allen Wärmepumpen zirkuliert das flüssige Kältemittel. Dieses nimmt die Energie aus der Umgebung – beispielsweise der Luft – auf, erwärmt sich dadurch und verdampft bereits bei sehr niedrigen Temperaturen. Durch einen strombetriebenen Kompressor wird das bis dato gasförmige Kältemittel verdichtet, wodurch sich das Temperaturniveau nochmals erhöht. Im Anschluss wird das Kältemittel in einem Kondensator wieder verflüssigt und die freigegebene Wärme wird an das Heizungssystem abgegeben. Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder und wird daher auch Kältemittel-Kreislauf genannt.

Übrigens: Läuft das Kältemittel aus der Wärmepumpe aus, ist dies ein sicheres Anzeichen für einen Defekt. Dieser sollte zügig, aber ausschließlich von einem Fachmann behoben werden.

Für Wärmepumpen sind verschiedene Kältemittel geeignet, die am Beginn ihrer Bezeichnung alle mit einem “R” gekennzeichnet sind. Das R steht für refrigerant und ist die englische Bezeichnung für Kältemittel. Die Zahlen hinter dem Buchstaben geben Aufschluss über die chemische Zusammensetzung des Kältemittels.

Moderne und effiziente Wärmepumpen nutzen heutzutage in der Regel synthetische Kältemittel, da damit eine bessere Energieeffizient erreicht werden kann. Zwei geeignete Kältemittel für Wärmepumpen sind beispielsweise:

R410A: Dieses Kältemittel ist eine Mischung aus zwei verschiedenen Kältemitteln und wird aktuell noch in Wärmepumpen verwendet. Der GWP-Wert liegt bei 2.088, weswegen es ab 2025 allerdings nicht mehr verwendet werden darf.

R32: Dieses umweltfreundliche Kältemittel kommt mit einem Treibhauspotenzial von 675 aus und ist damit 70 Prozent geringer als R410A. Neben seiner besseren Umweltbilanz ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe mit R32 ebenfalls niedriger als bei R410A.

Kältemittel aus Ammoniak, Propan oder Butan weisen zwar einen deutlich geringeren GWP-Wert auf, haben jedoch Auswirkungen auf die Gesundheit oder sind leicht brennbar und erhöhen das Risiko einer Explosion. Sie dürfen daher nicht in der Nähe von Lichtschaltern oder Luftschächten zum Einsatz kommen, was den Aufstellort einer Wärmepumpe limitiert. Natürliche Kältemittel wie Kohlendioxid hingegen sind recht ungefährlich. Allerdings lässt sich mit ihnen nur sehr schwer eine hohe Energieeffizienz erreichen, weswegen sie für Wärmepumpen nicht gut geeignet sind.

Alle Kältemittel für Wärmepumpen bringen Vor- und Nachteile mit sich. Momentan ist das Kältemittel R32 wohl die beste Kompromisslösung aus allen Stoffen. Mit seinem verhältnismäßig geringem GWP-Wert ist es auch nach 2025 noch für Wärmepumpen geeignet und weist außerdem eine hohe Effizienz auf und verringert dadurch den Stromverbrauch der Wärmepumpe. Zusätzlich kommt es ohne Propan oder andere brennbare Stoffe aus, was den Aufstellort der Wärmepumpe flexibel gestalten lässt.

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