Die Bundesregierung hat die Abschaffung der EEG-Umlage beschleunigt und bereits zum 1. Juli 2022 beschlossen. Damit sollen Stromkunden von den stetig steigenden Energiekosten entlastet werden. Doch macht sich der Wegfall auch wirklich auf der Stromabrechnung bemerkbar und sinken dadurch die Stromkosten einer Wärmepumpe?

Aktuelle Änderung der Heizungsförderung

Bitte beachten Sie, dass das BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) die Heizungsförderung im Rahmen des BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) kurzfristig zum 29. Dezember 2023 geändert hat.

Hier die wichtigsten Anpassungen im Überblick:

  • Die Basisförderung wurde einheitlich auf 30 Prozent festgelegt und kann für neue Heizsysteme beantragt werden, die mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen.
  • Durch den neuen Einkommens-Bonus und Klimageschwindigkeits-Bonus beträgt der max. Fördersatz jetzt 70 Prozent.
  • Der zusätzliche Wärmepumpen-Bonus wird als Effizienz-Bonus fortgesetzt und beträgt weiterhin fünf Prozent.
  • Die förderfähigen Investitionskosten liegen nun bei max. 30.000 Euro – vormals 60.000 Euro.
  • Durch den Wechsel des Heizungstausch-Programms (ehem. BAFA - Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) zur KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) können die Anträge voraussichtlich erst ab dem 27.02.2024 gestellt und rückwirkend geltend gemacht werden.

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Lesen Sie hier mehr zur Förderung.
(Die Bekanntmachung (BAnz AT 29.12.2023 B1) des BMWK finden Sie im Bundesanzeiger hier.)

Was bedeutet der Wegfall der EEG-Umlage?

Die EEG-Umlage von bislang 3,72 Cent pro kWh (4,43 Cent inkl. Mwst.) wurde zum 1. Juli 2022 auf null Cent gesenkt. Das Gesetz enthält eine Regelung zur Weitergabe der Absenkung. Die Stromlieferanten müssen den Wegfall demnach zu 100 Prozent an die Stromkunden weitergeben. Damit soll sichergestellt werden, dass die Umlageabsenkung bei den Endverbrauchern zu einer spürbaren Entlastung führt.

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Was ist die EEG-Umlage?

Die EEG-Umlage wurde im Jahr 2000 eingeführt und dient dazu, die Förderung Erneuerbarer-Energie-Anlagen zu finanzieren. Betreiber dieser Anlagen erhalten eine Vergütung für das Einspeisen von Strom in das Netz der öffentlichen Versorgung. Dieser eingespeiste Strom wird von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) an der Strombörse verkauft. Dadurch entsteht ein Differenzbetrag, da die an der Börse erzielten Preise unter den gesetzlich festgelegten Vergütungssätzen liegen. Die Differenz wird den ÜNB erstattet und abzüglich eines Zuschusses aus dem Bundeshaushalt auf die Stromverbraucher umgelegt, die die Umlage bislang vollständig bezahlen mussten.

Die Stromlieferanten müssen den Wegfall der EEG-Umlage seit dem 1. Juli 2022 vollständig an die Endverbraucher weitergeben und somit selber tragen. Seit dem 1. Januar 2023 wird die EEG-Umlage dann vollständig aus dem Bundeshaushalt finanziert.

Sinkt mit dem Wegfall der EEG-Umlage meine Stromrechnung?

Auf der Internetseite der Bundesregierung ist nachzulesen, dass durch den Wegfall der EEG-Umlage eine vierköpfige Familie im Vergleich zu 2021 rund 300 Euro Stromkosten pro Jahr spart. Vergleicht man dies jedoch mit den gestiegenen Strompreisen, relativiert sich die Ersparnis schnell wieder. Diese befinden sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau und liegen bei ca. 32 Cent pro kWh.

Der Strompreis setzt sich neben der EEG-Umlage nämlich noch aus vielen weiteren Faktoren zusammen. Neben den Verwaltungskosten der Stromversorger fließt vor allem der Preis für Beschaffung und Vertrieb des Stroms mit ein. Am Ende kommen noch Strom- und Umsatzsteuer sowie eine Konzessionsabgabe obendrauf.

Vor allem die Beschaffungskosten für Strom waren zwischenzeitlich deutlich gestiegen. So kostete der Strom an der Strombörse im August 2022 rund 465 Euro pro Megatonne, was im Vorjahresvergleich eine Steigerung von knapp 470 Prozent bedeutete. Im August 2023 liegt der Preis wieder ungefähr auf dem Niveau von 2021.

Ist eine Wärmepumpe bei den aktuellen Strompreisen ratsam?

Wärmepumpen gelten als das Heizsystem der Zukunft. Auch die Bundesregierung sprach bereits von einer großen Wärmepumpen-Offensive und möchte den Ausbau weiter fördern. Durch die hohen staatlichen Fördermöglichkeiten des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle) soll so den Bürgern der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien erleichtert werden.

Um Umweltenergie in Wärme umzuwandeln, benötigen Wärmepumpen Strom. Trotz der steigenden Strompreise lohnt sich der Wechsel von konventionellen Öl- oder Gasheizungen auf eine Wärmepumpe. Denn auch die Preise für fossile Brennstoffe steigen seit Jahren kontinuierlich an und haben sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs noch einmal stark erhöht. Hinzu kommt, dass die seit 2021 eingeführte CO2-Steuer das Heizen mit Gas oder Öl noch unattraktiver macht. Bis 2025 soll diese auf 55 Euro pro Tonne weiterhin steigen. Hinzu kommt die Versorgungsunsicherheit, die für fossile Brennstoffe mittlerweile besteht. Diese ist bei der Stromversorgung nicht zu erwarten.

Entlastungen für die Bürger seitens der Bundesregierung, wie der Wegfall der EEG-Umlage bei den Strompreisen, sind im Segment fossiler Brennstoffe hingegen nicht zu erwarten. Zudem wird der Einbau von Gas- oder Ölheizungen nicht mehr staatlich gefördert. Lediglich Gas-Hybridheizungen mit der Verwendung erneuerbarer Energien werden bis dato noch bezuschusst. Beim Einbau einer Wärmepumpe erhalten Sie seitens des BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) 25 Prozent Förderung. Wenn Sie diese gegen eine alte Ölheizung tauschen, kommen noch einmal 10 Prozent hinzu. Insgesamt 40 Prozent Förderung sind durch die Wärmepumpen-Boni möglich.

Tipps, um den Stromverbrauch der Wärmepumpe zu senken

  • Energetische Zustand des Hauses: Wärmepumpen sind in Neu- und Altbauten einsetzbar. Damit sie effizient und stromsparend arbeiten, ist es wichtig, vorab den energetischen Zustand des Hauses prüfen zu lassen. Die Heizkörper sollten ausreichend dimensioniert sein sowie Türen und Fenster gut gedämmt.
  • Professionelle Beratung: Planung und Einbau einer Wärmepumpe sollte immer in Zusammenarbeit mit Fachbetrieben erfolgen. Die richtige Dimensionierung ist hier oftmals entscheidend. Auch in einem exzellent gedämmten Haus kann eine Wärmepumpe ineffizient arbeiten, wenn das Modell nicht zu den Gegebenheiten passt.
  • Wärmepumpe mit Photovoltaik: Wer noch autarker gegenüber steigenden Energiepreisen sein möchte, kann seinen Strom auch selbst erzeugen. Mit einer Photovoltaik-Anlage ist dies möglich. Sie wandelt Sonnenenergie in elektrische Energie um und speichert diese im Optimalfall mithilfe eines Pufferspeichers. So können Sie auch an sonnenarmen Tagen den Strom für die Wärmepumpe selbst erzeugen.

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Franziska Reiche Franziska ist Autorin dieses Artikels und unsere Expertin auf den Gebieten Heizsysteme, Heizungsförderung und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihr: fragen@thermondo.de.