- Welche Heizung für den Altbau in 2026?
- Was spricht für eine neue Heizung?
- Welche Heizungssysteme gibt es für den Altbau?
- Wärmepumpe auch im Albau effizient
- Sind Gas- oder Ölheizungen noch zeitgemäß?
- Lohnen sich Hybridheizungen?
- Ist eine Brennstoffzelle sinnvoll?
- Pelletheizung als Alternative im Altbau?
- Kosten für eine neue Heizung im Altbau
- Fazit: Wärmepumpe ist die beste Heizung im Altbau
- FAQ – Häufig gestellte Fragen
- Ihre neue Wärmepumpe im Altbau mit thermondo
Welche Heizung für den Altbau in 2026?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gibt vor, dass neu verbaute Heizungen zu 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Um den Anforderungen zu entsprechen, können neben Wärmepumpen auch Technologien wie Biomasse, also Holz- und Pelletheizungen, eingesetzt werden.
Bestehende Gas- und Ölheizungen dürfen mit Inkrafttreten des neuen GEG weiter genutzt werden. Das Gesetz sieht jedoch die schrittweise Abschaffung von fossilen Heizungen bis 2045 vor.
Das GEG, auch „Heizungsgesetz“ genannt, ist am 1. Januar 2024 in Kraft getreten. Doch die Umsetzung der 65 %-Vorgabe erfolgt im Gebäudebestand schrittweise.
Für Heizungen im Altbau sind, anders als in Neubauten, die neuen Vorgaben an eine sog. kommunale Wärmeplanung geknüpft. Diese muss für jede Kommune bis spätestens Juni 2028 vorliegen, für größere Städte und Kommunen ab 100.000 Einwohnern ist die Frist bereits auf Juni 2026 festgelegt.
Solange für Ihr Bundesland noch keine kommunale Wärmeplanung vorliegt, dürfen Sie bei einem Heizungstausch auch nach 2024 eine neue Gasheizung einbauen. Allerdings muss diese entweder „H2-ready“, also auf Wasserstoff umrüstbar, sein oder ab 2029 einen schrittweise steigenden Anteil Biogas oder Bio-Heizöl nutzen.
Sobald ein kommunaler Wärmeplan beschlossen und eine offizielle Gebietsausweisung erfolgt ist, dürfen neue H2-ready-Gasheizungen installiert werden. Allerdings nur, wenn der Wärmeplan ein CO2-neutrales Gasnetz vorsieht und die Gasheizung auf den Betrieb mit Wasserstoff umgerüstet werden kann.
Hinweis: Für alte Gas- und Ölheizungen gilt gem. § 72 GEG eine gesetzliche Austauschpflicht. Demnach müssen Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung von 4 bis 400 kW ausgetauscht werden, wenn sie älter als 30 Jahre sind.
Lohnt sich eine Wasserstoffheizung im Altbau?
Nein, eine Wasserstoffheizung lohnt sich weder im Altbau noch im Neubau. Aufgrund der großen Risiken und Unsicherheiten, raten Experten und Verbraucherschützer unabhängig von der Gebäudeart von der Anschaffung einer sogenannten H2-ready-Heizung ab. Im Gegensatz dazu stellt die Wärmepumpe eine vielversprechendere, effizientere und zukunftssichere Alternative zur Wasserstoffheizung dar.
Es ist fraglich, ob in Zukunft überhaupt genug grüner Wasserstoff zur Verfügung steht, um alle Gasheizungen zu betreiben. Daher sind reine Wasserstoffnetze für private Gebäude aktuell nicht in Planung. Zudem ist die Herstellung von grünem Wasserstoff sehr aufwendig und teuer, was sich auch in hohen Brennstoffkosten für Privatverbraucher widerspiegeln wird.
Gut zu wissen: Eine Studie des Fraunhofer-Instituts geht davon aus, dass die Kosten für Wasserstoff als Brennstoff für Heizungen 2035 bei 21 bis 34 ct/kWh liegen werden. Das entspricht einer Kostensteigerung gegenüber Erdgas von 74 % bis 172 %.
Bevor Sie eine neue fossile Gas- bzw. H2-ready-Heizung installieren können, sieht das GEG seit 2024 eine verpflichtende Beratung für Verbraucher vor. Diese soll Hausbesitzer ausführlich über die steigenden Kosten für fossile Brennstoffe, die Risiken von Wasserstoffheizungen und umweltfreundliche Heizalternativen wie die Wärmepumpe informieren.
Was spricht für eine neue Heizung im Altbau?
Kontinuierlich steigende Kosten für fossile Brennstoffe sowie gesetzliche Regelungen sprechen für eine neue Heizung im Altbau. Auch wenn die Heizung nicht mehr richtig heizt, der Heizkessel irreparabel beschädigt ist oder sich eine Reparatur wirtschaftlich nicht mehr lohnt, ist ein Heizungstausch sinnvoll.
Diese Gründe sprechen für eine neue Heizung im Altbau:
- Hohe Gas- und Öl-Kosten: Die immer weiter steigende CO2-Steuer und der ab 2028 geplante Emissionshandel für die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr sorgen für steigende Gas- und Öl-Preise. Aktuell wird der Preis noch von der Politik bestimmt und liegt 2026 bei bis zu 65 €/t CO2. Mit dem Emissionshandel orientiert sich der Preis vollständig am Markt, wodurch Experten mit einem starken Preisanstieg rechnen.
Dies verlangt ein modernes und effizientes Heizungssystem oder eines, das gleich ganz ohne fossile Brennstoffe auskommt. Daher lohnt sich gerade jetzt eine Heizungsmodernisierung mit einem Umstieg auf erneuerbare Energien. Die Wärmepumpe im Altbau ist eine sehr gute Lösung, um den steigenden Kosten für fossile Heizsysteme zu entgehen.
- Gesetzliche Regelungen schreiben einen Austausch vor: Ist Ihre Heizung 30 Jahre oder älter, sind Sie zur Erneuerung der Heizanlage verpflichtet. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen, wie die Nutzung von Niedertemperaturkesseln.
- Der Heizkessel ist irreparabel beschädigt: Unabhängig vom Alter der Heizungsanlage ist ein Austausch angebracht, wenn die Reparatur Ihrer Heizung nicht mehr möglich ist.
- Reparatur nur schwer möglich: Bei älteren Heizsystemen kann es vorkommen, dass für defekte Bauteile kaum noch Ersatzteile verfügbar sind. Das treibt die Kosten für Reparaturen in die Höhe, sodass die Neuanschaffung eines effizienten Heizsystems im Altbau meist lohnenswerter ist.
- Heizung heizt nicht mehr richtig: Werden trotz Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen die Räume nicht mehr richtig warm, muss mehr geheizt werden als üblich. Das treibt die Heizkosten in die Höhe, wodurch sich eine neue, effizientere Heizung bezahlt macht.
Welche Heizungssysteme gibt es für den Altbau?
Für einen Altbau können Sie verschiedene Heizsysteme wählen. Die Entscheidung sollten Sie aber nicht vom Alter Ihres Gebäudes abhängig machen, sondern vielmehr eine fachgerechte Beratung und Planung in Anspruch nehmen, die Ihre individuellen Bedingungen vor Ort berücksichtigt.
Gut zu wissen: Es hält sich hartnäckig die Behauptung, dass Wärmepumpen nicht für Altbauten geeignet sind. Ein Feldtest des Fraunhofer-Instituts hat jedoch gezeigt, dass die Effizienz einer Wärmepumpe nicht vom Alter des Gebäudes abhängig ist.
Das bestätigt Dr. Marek Miara, Koordinator Wärmepumpen beim Fraunhofer-Institut, im thermondo-talk: „Da ist eine Abhängigkeit, die wir [im Feldtest] auch nicht gesehen haben: Die Abhängigkeit der Effizienz und wie alt die Häuser sind. Die älteren Häuser sind gar nicht so deutlich schlechter oder besser.“
Ist eine Wärmepumpe im Altbau sinnvoll?
Ja, die Wärmepumpe ist bei einem Heizungstausch im Altbau die sinnvollste Option. Sie erfüllt die 65 %-Regel des GEG, ist im Hinblick auf die steigenden Kosten für Gas und Öl zukunftssicher und heizt deutlich effizienter als fossile Heizungen.
2025 war die Wärmepumpe die erste Wahl beim Heizungswechsel und überholte zum ersten Mal die Gasheizung als meistverkauftestes Heizsystem. Die Hauseigentümer, die sich für eine Wärmepumpe entschieden haben, installierten zu mehr als 90 % eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Aufgrund der vergleichsweise einfachen Installation eignet sich die Variante, die Außenluft als Wärmequelle nutzt, besonders für die Nachrüstung einer Wärmepumpe im Bestand. Die Außeneinheit wird in der Regel einfach vor oder hinter dem Gebäude aufgestellt und mit der Inneneinheit im Haus verbunden.
Zum Vergleich: Für Grundwasser- und Erdwärmepumpen sind bspw. teure und aufwendige Erdwärmebohrungen und behördliche Genehmigungen notwendig.
Diese Vorteile bietet die Wärmepumpe:
- Hohe Effizienz
Mit Wirkungsgraden zwischen 300 und 500 % ist die Wärmepumpe rund viermal effizienter als die Gasheizung, die ca. 90 % erreicht. Darüber hinaus muss für eine Wärmepumpe kein CO2-Preis gezahlt werden, da sie im laufenden Betrieb emissionslos heizt. Dadurch können Eigentümer bis zu 45 % Heizkosten sparen, wenn sie ihre alte Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten.
Hinweis: Aufwendige Sanierungen sind für den Umstieg auf die Wärmepumpe in den meisten Altbauten nicht notwendig. Dennoch kann eine Dämmung des Gebäudes oder der Austausch von Fenstern und Türen den Wärmebedarf verringern und somit die Effizienz verbessern.
Auch eine Fußbodenheizung ist entgegen häufiger Annahmen nicht zwingend erforderlich. Zwar gilt die Kombination aufgrund der niedrigen Vorlauftemperaturen als ideal, der wirtschaftliche Betrieb ist jedoch auch mit Heizkörpern möglich. In einigen Fällen kann der Austausch einzelner Heizkörper gegen größere Modelle sinnvoll sein, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten.
thermondo-Installationen zeigen: Knapp 90 % unserer Kunden betreiben ihre Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung. Auch ein Heizkörpertausch war nur selten notwendig. Die Erfahrung aus über 10.000 Wärmepumpen-Installationen hat gezeigt, dass bei lediglich 8 % der Gebäude ein Heizkörpertausch notwendig war.
Gut zu wissen: Wenn Sie Ihre Heizung im Altbau erneuern und auf eine Wärmepumpe umsteigen möchten, bietet thermondo einen kostenlosen Heizkörper-Check an. Bei diesem prüfen wir, ob Ihre Heizkörper bereits für die Wärmepumpe geeignet sind oder evtl. ausgetauscht werden müssen.
- Bis zu 70 % Förderung
Im Rahmen der staatlichen Heizungsförderung werden bis zu 70 % der Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe gefördert. Die förderfähigen Kosten betragen 30.000 €, weshalb Sie bis zu 21.000 € Zuschuss erhalten können.
Neben 30 % Grundförderung können selbstnutzende Hauseigentümer einen Klimageschwindigkeits-Bonus in Höhe von 20 % sowie einen 30 %-igen Einkommens-Bonus erhalten. Wärmepumpen, die das Erdreich, Grundwasser oder Abwasser als Wärmequelle nutzen bzw. mit einem natürlichen Kältemittel betrieben werden, erhalten einen zusätzlichen Effizienz-Bonus in Höhe von 5 %.
- Reduzierte Stromkosten dank günstigerer Netzentgelte
Hauseigentümer mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen können von reduzierten Netzentgelten profitieren. Dabei können Sie zwischen einer pauschalen Reduzierung (Modul 1) und einer prozentualen Reduzierung (Modul 2) wählen. Für Modul 2 ist die Installation eines separaten Wärmepumpen-Stromzählers notwendig.
Gut zu wissen: Seit April 2025 können Sie auch zeitvariable Netzentgelte (Modul 3) nutzen. Die Voraussetzung ist die Installation eines Smart Meters, um Ihren Stromverbrauch in Echtzeit abrechnen zu können.
- Kombination mit Photovoltaik spart Betriebskosten
Kombinieren Sie Ihre Wärmepumpe mit Photovoltaik, ist das Einsparpotenzial besonders hoch. Je mehr Solarstrom aus der eigenen Anlage kommt, desto günstiger heizen Sie. Lassen Sie den Betrieb von einem Home Energy Management System (HEMS) koordinieren, können Sie Ihre Heizkosten noch einmal reduzieren.
Kurz erklärt: Eine Software analysiert Ihren PV-Ertrag in Echtzeit und vernetzt ihn intelligent mit der Wärmepumpe, dem Batteriespeicher und weiteren Stromverbrauchern. Durch diese präzise Koordination wird der Eigenverbrauch Ihrer PV-Anlage maximal effizient gestaltet, um Ihre Heizkosten zu senken.
Unser intelligenter Energiemanager thermondo smart lernt bspw. ab dem ersten Tag mit und optimiert Ihre Wärmepumpe in Echtzeit. So findet thermondo smart automatisch die beste Heizstrategie für Ihr Zuhause.
Sollte ich noch eine Gas- oder Ölheizung für den Altbau wählen?
Nein, jetzt noch eine neue Gas- oder Ölheizung zu installieren, ist nicht mehr zeitgemäß. Das GEG gibt nun seit 2024 den Weg für den Gebäudesektor Richtung Treibhausgasneutralität bis 2045 vor. Daher zählen auf fossilen Brennstoffen basierende Heizsysteme zu den Auslaufmodellen.
Wer künftig weiter mit Gas oder Öl heizt, muss neben höheren Brennstoffpreisen, auch die steigende CO2-Steuer in Kauf nehmen. Diese kann 2026 bis zu 65 €/t CO2 betragen. Hinzu kommt die Einführung des europäischen Emissionshandels ab 2028 für die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr. Experten gehen davon aus, dass sich der CO2-Preis vervielfachen und bis 2030 bei 200 bis 300 €/t CO2 liegen könnte.
Auch die Anschaffung einer H2-ready-Heizung stellt keine zufriedenstellende Alternative dar. Zwar erfüllt diese die neuen Vorgaben des GEG auch nach 2028 theoretisch, allerdings müssen Hauseigentümer auch hier mit hohen Heizkosten rechnen. Zudem ist es fraglich, ob das Heizen mit Wasserstoff als Massenlösung im Privatbereich realisierbar ist.
Für Gas-Brennwertheizungen darf zukünftig auch Biogas oder Biomethan als alternativer Brennstoff verwendet werden. Jedoch ist der Energiegehalt von Biogas häufig geringer als der von Erdgas, weshalb eine größere Menge benötigt wird, um die gleiche Heizkraft zu erreichen. Des Weiteren sollten Verbraucher vorab prüfen, inwiefern Biogas in ihrer Region überhaupt zur Verfügung steht.
Lohnt sich eine Hybridheizung im Altbau?
In der Regel sind moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen als alleinige Zentralheizung in der Anschaffung günstiger als eine Hybridheizung. Zudem können sie meist effizienter betrieben werden.
Kurz erklärt: Bei einer Hybridheizung handelt es sich um die Kombination aus zwei verschiedenen Heizsystemen. Dabei werden entweder fossile Heizungen durch erneuerbare Energien unterstützt, um Brennstoff einzusparen, oder zwei Heizungen mit erneuerbaren Energien kombiniert.
- Fossile Heizung mit erneuerbaren Energien
Häufig wird bei der Kombination aus fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien eine Gasheizung mit Solarthermie auf dem Dach unterstützt. Das Ziel war, fossile Brennstoffe zu sparen und umweltfreundlicher zu heizen.
Vor allem im Winter sind Verbraucher jedoch weiterhin hauptsächlich von fossilen Brennstoffen und damit der immer weiter steigenden CO2-Steuer abhängig. Zudem kann die Solarthermieanlage in der Praxis meist auch nicht die im GEG geforderten 65 % erneuerbare Energie abdecken. Daher wird diese Heizart nicht mehr vollumfänglich gefördert. Aktuell erhält man nur noch eine Förderung auf Solarthermie.
- EE-Hybridheizung
Bei der Kombination aus zwei Heizsystemen mit erneuerbaren Energien, auch EE-Hybridheizung genannt, kann z. B. Solarthermie zur Unterstützung einer Wärmepumpe oder einer Pelletheizung eingesetzt werden. Aber auch andere Kombinationen sind möglich.
Wichtig ist bei einer EE-Hybridheizung, dass die erzeugte Wärme sinnvoll genutzt und auch gespeichert wird. Nur so kann der effiziente Betrieb einer solchen Heizung im Altbau gewährleistet werden.
Gut zu wissen: Wärmepumpen sind als alleiniges Heizsystem wesentlich effizienter als in einer Hybrid-Kombination. Die Wärmeerzeugung einer Solarthermieanlage ist bspw. nur schwer kalkulierbar. Dabei besteht die Gefahr, dass die Heizleistung der Wärmepumpe schnell zu groß oder zu klein berechnet wird. Die Unter- oder Überdimensionierung macht den Betrieb der Wärmepumpe ineffizient.
Ist eine Brennstoffzellenheizung im Altbau sinnvoll?
Die Investition in eine Brennstoffzellenheizung lohnt sich in der Regel nicht. Die Anschaffungskosten sind hoch und die Amortisation langsam.
Das Heizsystem kann zwar dank Kraft-Wärme-Kopplung zusätzlich zur Wärme auch Strom erzeugen, die Brennstoffzellenheizung rechnet sich jedoch nur bei konstant hohem Strom- und Wärmebedarf. Dazu müsste die Heizung auch im Sommer Strom produzieren, um sich schneller zu amortisieren.
Zudem ist für die „kalte Verbrennung“ Wasserstoff nötig. Solange kein klimafreundlicher Wasserstoff direkt für Privatverbraucher verfügbar ist, wird für dessen Herstellung Erdgas benötigt. Damit hat die Brennstoffzellenheizung etwa die gleiche Klimabilanz wie eine Gasheizung.
Gut zu wissen: Für die Anschaffung einer Brennstoffzellenheizung können Sie bis zu 70 % Förderung erhalten. Eine Voraussetzung für den Zuschuss ist jedoch der Betrieb mit grünem bzw. blauem Wasserstoff oder Biogas.
Ist eine Pelletheizung eine Alternative für den Altbau?
Eine Pelletheizung kann hohe Vorlauftemperaturen für Altbauten bereitstellen, ist jedoch keine bessere Alternative als andere erneuerbare Heizungen. Die Pelletheizung zählt zwar ebenfalls zu den erneuerbaren Energien, ihre Ökobilanz ist jedoch vor allem aufgrund der Feinstaubbelastung fragwürdig und nicht als Massenlösung für Altbauten geeignet.
Kurz erklärt: Seit Längerem zeigt sich, dass der Holzbedarf nicht mehr gänzlich durch die Resteverwertung aus der Holzverarbeitung abgedeckt werden kann. Aus diesem Grund müssten in Zukunft Wälder abgeholzt werden, um ausreichend Brennstoff zu erhalten. Zusätzlich dazu wird bei der Verbrennung eine große Menge Feinstaub ausgestoßen.
Gut zu wissen: Im Gegensatz dazu heizt die Wärmepumpe im laufenden Betrieb emissionslos und benötigt lediglich Strom. Nutzen Sie Ökostrom oder Ihren eigenen PV-Strom, heizen Sie sogar CO2-neutral.
Dennoch wird die Pelletheizung aktuell mit bis zu 70 % gefördert, wenn zusätzlich eine Wärmepumpe oder Solarthermieanlage verwendet wird. Voraussetzung ist dabei, dass durch das ergänzende Heizsystem mindestens die Warmwasserbereitung abgedeckt werden kann.
Was kostet eine Heizung für den Altbau?
Die Kosten für eine neue Heizung sind stark vom gewählten Heizsystem abhängig und können zwischen 9.000 € und 50.000 € betragen. Sie sollten aber nicht nur die Anschaffungskosten vergleichen, sondern auch Förderungen und Zuschüsse berücksichtigen.
| Art der Heizungsanlage | Anschaffungskosten (vor Förderung) | Fördersatz |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 27.000–40.000 € | max. 70 % |
| Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpe | 40.000–50.000 € | max. 70 % |
| Brennstoffzelle | 30.000–35.000 € | max. 70 % |
| Gasheizung | 9.000–15.500 € | keine Förderung |
| Hybridheizung (z. B. Gasheizung mit Solar) | 21.000–50.000 € | max. 70 % Förderung (nur für die erneuerbare Komponente) |
| Ölheizung | 12.000–16.000 € | keine Förderung |
| Biomasseheizung (Pellet etc.) | 25.000–35.000 € | max. 70 % |
Anfänglich wirken fossile Heizungen erst einmal günstiger in der Anschaffung. Erst wenn man die hohe Heizungsförderung für erneuerbare Energien berücksichtigt, zeigt sich, dass bspw. die Wärmepumpe ebenfalls bereits ab 9.000 € zu erhalten ist.
Welche Heizung für den Altbau geeignet ist, sollte demnach nicht alleine nach den reinen Anschaffungskosten entschieden werden. Gasheizungen sind z. B. von steigenden Gaspreisen und der immer höher werdenden CO2-Steuer betroffen. Aus diesem Grund sollten auch die langfristigen Betriebskosten, der Wohnkomfort, der Umweltschutz und die Zukunftssicherheit berücksichtigt werden.
Gut zu wissen: Entscheiden Sie sich für die Wärmepumpe von thermondo als neue Heizungsanlage, kostet Sie diese bei einer Leistung von 12 kW ab 32.000 €. Mit der Förderung von 55 % bei 30.000 € förderfähigen Kosten, sind das am Ende Kosten von nur noch 15.500 €. Bei einer Maximalförderung von 70 % sind es sogar nur noch 11.000 €. Unser kleinstes Modell ist bereits ab 9.000 € inkl. 70 % Förderung erhältlich.
Fazit: Ist die Wärmepumpe die beste Heizung für den Altbau?
Ja, die Wärmepumpe ist die effizienteste und wirtschaftlich sinnvollste Heizung – auch im Altbau. Beim Umstieg von einer fossilen Heizung können Sie dank der effizienten Betriebsweise bis zu 45 % Heizkosten sparen.
Dennoch hält sich nach wie vor hartnäckig die Annahme, dass moderne und klimafreundliche Heizsysteme wie die Wärmepumpe nicht als Heizung für Altbauten geeignet sind. Studien und Forschungsprojekte des Fraunhofer-Instituts* haben längst gezeigt, dass das Alter eines Gebäudes keine Auswirkungen auf einen effizienten Betrieb hat.
Entscheidend bei einem Gebäude sind hauptsächlich eine gute Planung und eine fachgerechte Installation. Zusätzliche Dämmungen und Sanierungen können die Effizienz erhöhen, sind aber in den meisten Fällen keine Voraussetzung für einen effizienten Betrieb.
Auch das Kopernikus-Projekt Ariadne** zeigt deutlich, dass die Wärmepumpe im Altbau die wirtschaftlichere Wahl bleibt. Maßgeblich ist der CO2-Preis, der fossile Heizungen massiv verteuert. Das macht vor allem Gas- und Ölheizungen langfristig zur Kostenfalle für Verbraucher.
Gut zu wissen: Durch den Austausch einer fossilen Heizung durch eine Wärmepumpe können Sie bis zu 45 % Ihrer Heizkosten sparen. Kombinieren Sie die Wärmepumpe mit Photovoltaik, produzieren Sie Ihren eigenen günstigen Ökostrom und steigern das Sparpotenzial noch einmal enorm.
*Fraunhofer-Institut, Wärmepumpenfeldtest: WPsmart im Bestand (zuletzt aufgerufen: 05.02.2026)
**Kopernikus-Projekt Ariadne, Analyse: Heizkosten und Treibhausgasemissionen in Bestandswohngebäuden (zuletzt aufgerufen: 05.02.2026)
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Heizung im Altbau
Ihre neue Wärmepumpe im Altbau mit thermondo
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Sebastian ist Autor dieses Artikels und unser Experte auf den Gebieten Heizsysteme und Wärmewende. Wenn Sie Fragen zum Artikel oder Ihrem Heizungswechsel haben, schreiben Sie ihm: fragen@thermondo.de.