Zuletzt aktualisiert am: 09.09.2019

Heizung erneuern - Wann ist eine neue Heizungsanlage sinnvoll?

Von moderner Heiztechnik profitiert heute nicht nur die Umwelt. Vielmehr haben Hausbesitzer selbst viele Vorteile, darunter höherer Heizkomfort und weniger laufende Kosten. Hier haben wir alles Wichtige für Hausbesitzer zusammengestellt, die ihre Heizung erneuern wollen!

In vielen Häusern und Wohnungen in Deutschland sind Heizsysteme in Betrieb, die bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten Wärme erzeugen. Wenn Sie nur kurz überlegen, welche Quantensprünge die Elektrotechnik in den letzten fünf Jahren gemacht hat, werden Sie schnell feststellen, dass sich auch die Heiztechnik in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert hat. Doch veraltete Technik ist nur ein sehr allgemeiner Grund, um die Heizung zu erneuern. Konkret ist eine neue Heizung aus folgenden Gründen sinnvoll:

  • Heizkosten senken: Ein sehr wichtiger Aspekt ist die Kostenersparnis durch den geringeren Brennstoffverbrauch. So kann z.B. eine Umstellung von Heiz- auf Brennwerttechnik die Heizkosten um bis zu 30 Prozent senken.
  • Abgasemissionen verringern: Beim Umweltschutz punkten Sie mit einem modernen Heizsystem auf jeden Fall. Je höher die Wirkungsgrade z.B. bei Heizkesseln sind, desto mehr Energie gewinnen Sie aus dem Brennstoff und desto geringer ist der Ausstoß an klimaschädlichen Abgasen.
  • Gesetzliche Pflicht: Laut EnEV 2014 müssen Hausbesitzer ihre Heizung erneuern, wenn diese älter als 30 Jahre alt ist. Die Regelung bezieht sich vor allem auf Gas- und Ölheizkessel im Konstanttemperaturbetrieb. Ausnahmen gibt es für Immobilienbesitzer, die vor dem 1.2.2002 eingezogen sind oder die Immobilie vor diesem Datum gekauft haben. Gehören Sie auch zu dieser Gruppe, sollten Sie dennoch aus den oben genannten Gründen über eine Heizungssanierung nachdenken.
  • Heiz- und Bedienkomfort steigern: Mit einer modernen Heizungsanlage können Sie vielfältige Möglichkeiten der Heizungssteuerung einsetzen. So lassen sich viele Heizsysteme zum Beispiel in ein Smart Home einbinden oder nahezu automatisiert betreiben.
  • Betriebssicherheit erhöhen: Je älter eine Feuerstätte ist, desto fehleranfälliger ist sie. Selbst bei ausreichend kurzen Wartungsintervallen hat jede Heizung nur eine begrenzte Lebensdauer.
  • Teure Reparaturen vermeiden: Gerade bei sehr alten Heizungsanlagen kann eine Reparatur aufwendig und aufgrund der kaum verfügbaren Ersatzteile viel Geld kosten. Mit einem neuen Heizsystem ist die Ersatzteilversorgung günstiger und unkomplizierter.

Schon eines dieser Argumente reicht aus, um vernünftigerweise die Heizung zu erneuern. Doch es können auch technische Gründe zwingend für den Wechsel zu einem neuen Heizsystem sprechen.

Wann muss die Heizung erneuert werden?

Es gibt ganz handfeste Gründe, die zur Erneuerung der Heizung führen können. Das betrifft vor allem Schäden oder Verschleiß von wichtigen Heizungskomponenten.

  • Der Kessel rostet: Setzt der Heizkessel Rost an, ist die Betriebssicherheit mittelfristig gefährdet. Ein Heizungstausch sollte dann auf jeden Fall in Betracht gezogen werden.
  • Die Heizung ist über 20 Jahre alt: In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Heiztechnik enorm vorangeschritten. Um ein anderes Bild zu verwenden: Vergleichen Sie einmal ein 20 Jahre altes Auto mit einem modernen PKW. Welches Fahrzeug bietet wohl mehr Komfort und Sicherheit?
  • Der Kessel benötigt eine konstant hohe Betriebstemperatur: Heizkessel in diesem Betriebsmodus sind sehr ineffizient. Sie verursachen nur hohe Heizkosten, weil sie mehr Energie erzeugen als überhaupt benötigt wird.

Wenn Sie sich für eine Erneuerung entscheiden, gibt es einige Punkte zu beachten:

Der beste Zeitpunkt zum Austausch einer Heizungsanlage ist außerhalb der Heizperiode. Deshalb sollten Sie die Heizungserneuerung immer auf die warme Jahreszeit verschieben, sofern es keinen Notfall gibt, der Ihnen keine andere Wahl lässt. Denn sollte Ihre Heizung im Winter ausfallen, ist schnelles Handeln gefragt.

Ohne Heizung im Winter werden Sie nicht nur frieren, sondern Sie riskieren im schlimmsten Fall auch durch Frost berstende Wasserleitungen, die dann zu einem kostspieligen Wasserschaden führen können. Außerdem bedeutet eine ausgefallene Heizung im Winter eine erhöhte Schimmelgefahr, da die Feuchtigkeit in Wohnräumen nicht mehr verdunsten kann.

Heizperiode Deutschland

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Wenn Sie Ihre Heizung erneuern wollen, stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, die wir Ihnen hier kurz vorstellen:

  • Gasbrennwertheizung:

Gasbrennwertkessel nutzen neben der Verbrennung im Heizkessel die Wärmeenergie des durch Abkühlung der Abgase entstehenden Kondensats für die Wärmeerzeugung. Aus diesem Grund sind Gasheizungen mit Brennwerttechnik besonders energieeffizient und somit umweltfreundlich im Betrieb.

Der große Vorteil dieser Heizungsanlagen besteht im geringen Platzbedarf und den einfachen Steuermöglichkeiten. Je nach baulichen Gegebenheiten muss bei einer Umstellung auf Gasbrennwerttechnik auch der vorhandene Schornstein angepasst werden. Die Kosten für Gasbrennwertgeräte liegen bei rund 5.000 bis 10.000 Euro.

  • Ölbrennwertheizung:

Nutzen Sie bereits eine alte Ölheizung und es gibt in Ihrem Wohngebiet keinen Gasversorger mit Gasnetz, bietet sich die Heizungserneuerung mit einer Ölbrennwertheizung an. Ähnlich wie die Gasbrennwertgeräte nutzt auch diese Heizungsanlage einen zusätzlichen Wärmetauscher, um Wärmeenergie aus den Abgasen zu gewinnen. Ein Vorteil dieser Anlagen besteht in einem nahezu autarken Betrieb, ohne Anschluss an ein Gasnetz. Nachteilig ist, dass Sie einen Öltank benötigen, der Platz braucht und dass Sie von Ölpreisen am Weltmarkt abhängig sind. Die Kosten für eine Ölbrennwertanlage liegen bei rund 5.000 bis 10.000 Euro.

  • Hackschnitzel- oder Pelletkessel:

Diese Feuerstätten sind ökologisch sinnvoll, da sie mit einem nachwachsenden Brennstoff arbeiten. Hackschnitzelkessel können außerdem mit Holzresten aus der Holzwirtschaft arbeiten. Nachteilig an diesen Heizsystemen ist der höhere Wartungsaufwand sowie der Platzbedarf für den Brennstoff. Die Anschaffungskosten für Pelletheizkessel oder eine Hackschnitzelheizung liegen bei rund 15.000 bis 18.000 Euro.

  • Holzvergaserkessel:

Eine Holzheizung mit sehr hohen Wirkungsgraden ist der Holzvergaserkessel. Sie heizen mit nachwachsenden Rohstoffen und sind unabhängig von Gas- oder Ölversorgern. Die Kessel arbeiten mit großen Pufferspeichern, um die im Betrieb erzeugte Wärme zu speichern. Von Nachteil ist bei Holzvergasern der hohe Betriebsaufwand. Mit Kosten zwischen 6.000 und 12.000 Euro liegt diese Heizungsanlage aber noch unter dem Pelletsystem.

Um die Wirtschaftlichkeit und Ökologie Ihrer Heizungsanlage nach der Erneuerung zu optimieren, bieten sich folgende Ergänzungen an:

  • Wärmepumpen:

Wärmepumpen nutzen die Wärmeenergie aus der Umgebungsluft und können zur Unterstützung einer Verbrennungsheizung eingesetzt werden.

  • Solarthermie:

Mithilfe der Sonnenkraft können Solarkollektoren Wasser erwärmen, das als Trägermedium Ihr Brauch- oder Heizwasser erhitzt. So sparen Sie mit Solarthermie nochmals viel Brennstoff ein.

Erneuern Sie Ihre Heizung, sollten Sie immer prüfen, ob eine Förderung der neuen Heizung durch die KfW oder das Bafa möglich ist. So bietet z.B. das KfW-Programm 430 einen Zuschuss von mindestens zehn Prozent, wenn Sie auf Brennwerttechnik umstellen. Oder Sie nutzen das KfW-Programm 152 um einen Tilgungszuschuss sowie ein gefördertes Darlehen zu erhalten.

Nutzen Sie erneuerbare Energien für Ihre neue Heizung, ist das BAFA die richtige Adresse für die Förderung.

TIPP: Bei der Erneuerung Ihrer Heizung mit Thermondo unterstützen wir Sie auch in Sachen Förderung. So ist gewährleistet, dass Sie immer das Maximum an Fördergelden erhalten!

Wer seine Heizung erneuern möchte, hat heute viele verschiedene Möglichkeiten. Die wichtigsten Argumente für die Umstellung sind Umweltschutz und Kostenersparnis. Wer mit alternativen Energieträgern staatliche Förderung erhält, kann die höheren Investitionskosten zusätzlich zur Einsparung von Heizkosten schneller amortisieren.

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